Andrea Schnidt ist zurück
UngezügeltBeinahe 30 Jahre liegt die Erstveröffentlichung des ersten Bandes, “Frisch gepresst” nun zurück, doch die Romane rund um Heldin Andrea Schnidt haben über die Jahre nichts an Humor eingebüßt. Routiniert ...
Beinahe 30 Jahre liegt die Erstveröffentlichung des ersten Bandes, “Frisch gepresst” nun zurück, doch die Romane rund um Heldin Andrea Schnidt haben über die Jahre nichts an Humor eingebüßt. Routiniert und kampferprobt stellt sich die sympathische Protagonistin den Widrigkeiten des Lebens. Andrea, der wir in “Ungezügelt” (erschienen bei Knaur im Oktober 2025) nun im 13. Band folgen dürfen, ist mittlerweile 60 Jahre alt, zum zweiten Mal verheiratet und zweifache Oma. Noch immer sind die zentralen Themen Beziehungen, Freundschaften, Familie, Karriere, Körperwahrnehmung und berufliche Perspektiven.
Susanne Fröhlichs unverkennbarer Schreibstil ist selbstironisch und sehr locker. Die hessische Mundart kommt darin prima zur Geltung. Mit viel Witz und Humor schildert sie den Alltag ihrer Protagonistin mit all seinen Herausforderungen und schreckt auch vor ernsten und schweren Themen nicht zurück. So thematisiert Susanne Fröhlich in “Ungezügelt” Demenz, die Hürden des Älterwerdens und zwischenmenschliche Konflikte. Ihre Heldin Andrea Schnidt ist keine Superheldin, sondern eine ganz normale Frau, die sich mit eben jenen Problemen rumschlägt, die die meisten LeserInnen gut nachvollziehen und nachempfinden können.
Ich hatte wieder großen Spaß an der Lektüre und hatte beim Lesen immer wieder die Stimme von Susanne Fröhlich im Ohr, denn viele der älteren Bände habe ich zusätzlich als Hörbuch genossen. Auch wenn ich selbst ein anderes Leben führe und viele der Themen von Andrea Schnidt sich mir nicht stellen, gefällt mir doch ihre offene und unbekümmerte Art.