Spannender erster Teil der Dilogie
Happy HeadDas Programm Happy Head in Josh Silvers gleichnamigem Jugendroman (erschienen bei Magellan im Februar 2026) ist eine Mischung aus dystopischer Welt, Sekte, Therapiecamp und Umerziehungslager.
Der Protagonist ...
Das Programm Happy Head in Josh Silvers gleichnamigem Jugendroman (erschienen bei Magellan im Februar 2026) ist eine Mischung aus dystopischer Welt, Sekte, Therapiecamp und Umerziehungslager.
Der Protagonist Seb ist kein klassischer junger Held dystopischer Jugendromane. Er ist auf den ersten Blick kein Kämpfer gegen das System, sondern schüchtern und introvertiert. So versucht er zunächst sich anzupassen und nicht anzuecken. Er will seine Eltern stolz machen und sich durch die Teilnahme an HappyHead einen guten Studienplatz sichern. Im Verlauf des Programms, das angeblich auf psychische Gesundheit ausgerichtet ist, werden die Jugendlichen mit unterschiedlichen Challenges konfrontiert. Die zu bewältigenden Aufgaben werden jedoch immer düsterer und existentieller. So merkt auch Seb, dass hinter HappyHead weit mehr steckt als ein Camp für Jugendliche zur Förderung individueller Stärken.
Der Roman wird aus Sebs Perspektive erzählt, was die Geschichte spannend und die Charaktere nahbar macht. Als Leserin habe ich mit ihm mitgelitten und hatte immer ein leicht beklemmendes Gefühl, weil die Gefahr nicht greifbar war und es zunächst keinen konkreten Gegner oder Feind gab. Das ändert sich im Lauf des Romans und Seb kommt hinter die düsteren Machenschaften von HappyHead.
Da es sich bei Happy Head um den ersten Band einer Dilogie handelt, ist ein offenes Ende natürlich erwartbar. Dennoch fiebere ich dem Herbst und der Veröffentlichung des zweiten Teils entgegen.
Fazit: Sehr spannender und kurzweiliger Jugendroman und ein überraschendes Romandebüt des Autos Josh Silver. Ich freue mich auf den zweiten Band.