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Veröffentlicht am 02.09.2023

Ein Schauermärchen

Sara
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Nach dem Tod seiner geliebten Frau steckt Michael Noon in der Schaffens- und Existenzkrise und weiß nicht mehr weiter. Aber in seinen Träumen taucht immer wieder das Sommerhaus "Sara" auf und so zieht ...

Nach dem Tod seiner geliebten Frau steckt Michael Noon in der Schaffens- und Existenzkrise und weiß nicht mehr weiter. Aber in seinen Träumen taucht immer wieder das Sommerhaus "Sara" auf und so zieht er sich dorhtin zurück, in der Hoffnung, seine Blockade endlich überwinden zu können. Nur liegt auf dem Haus ein Fluch und auch so mancher Einwohner schreckt nicht davor zurück, ihm schaden zu wollen.

Meine Meinung:
Es ist wirklich schwierig, den Inhalt kurz wieder zu geben und ihm dabei gerecht zu werden, denn das kann man eigentlich gar nicht, auch nicht der Klappentext des Verlages. Den finde ich genauso wenig ansprechend und leider ist Sara zu Unrecht ein King-Roman, über den ich kaum etwas mitbekomme, denn es mag kein Highlight sein, aber definitiv ein vielschichtiger Schauerroman, der eine tolle Atmosphäre und Grusel bot, aber nie langweilig wurde. Nur zwischendurch blitzten ein paar Längen auf und es hätte etwas straffer erzählt werden können, aber es ist ein Buch, was mir mehr als einmal eine gewaltige Gänsehaut bescherte.

Nur das Cover finde ich etwas langweilig, auch wenn das abgebildete Haus durchaus passt, aber irgendwie ist wenig eindrucksvoll und es gibt da eindeutig schönere. Die grüne Hintergrundfarbe finde ich auch nicht passend, da wäre weiß vorteilhafter gewesen.

Die Geschichte war ruhig, manchmal zu ruhig sogar, aber durchhalten lohnt sich hier auf alle Fälle, denn nicht nur die Handlungsstränge rund um Mattie, Kyra und dem Großvater waren spannend und dramatisch, sondern auch die Geheimnisse von dem Sommerhaus "Sara". All die Andeutungen, die Geheimnisse, der Hass, die Wut, sowie der Machtkampf um ein kleines Mädchen und verdammt viel Geld hielten mich bei der Stange und ich fieberte mit ihnen mit, vor allem, da ich weiß, dass King niemanden verschont und es quasi jeden treffen kann.

Die Szenen im Keller, Michaels Horror-Albträume und der Spuk in dem Haus verursachten nicht nur so manches Mal eine Gänsehaut, ich bekam es wirklich mit der Angst zu tun. Vielleicht mag es damit zusammenhängen, dass ich seit meiner Kindheit richtig Panik vor dem gruseligen Keller meiner Oma bekomme, den ich mir hier dann auch jedes Mal vorstellte, ob ich es wollte oder nicht, oder meine Angst vor der Dunkelheit; nach "Sara" habe ich eine kurze Zeit lang wieder öfters mit Licht geschlafen. Und da lag die große Stärke des Buches. Denn auch, wenn es so manche Länge hatte und King bei einigen Szenen zu sehr ausholte oder ins Detail ging, er schaffte es aber dann immer wieder, mich bei der Stange zu halten und mich erneut neugierig werden zu lassen. All die Enthüllungen um Michaels Ehefrau, bei der ich dann so manches Geheimnis vermutete oder auch das traurige Schicksal von Sara Tidwell und ihrem Sohn, nach der das Haus benannt wurde, reizten sehr. Ich wollte einfach wissen, was damals passiert ist und Michael auch. Zudem war es interessant, herauszufinden, wem man nun in der Stadt trauen konnte und wer ihm gegenüber feindselig eingestellt war.

Die esoterischen Szenen waren nicht nur etwas verstörend und gruselig, sondern einfach klasse beschrieben. Ich liebte es, nicht genau zu wissen, was nun Realität, ein Traum oder eine Vision war. Die Atmosphäre war so klasse und ich flog durch die Seiten; wirklich Schade, dass es nicht mehr von solchen Momenten gab, denn hier zeigte sich nicht nur Kings Talent mit Worten zu jonglieren, sondern auch, dass er den Leser gekonnt in die Irre führen konnte. Mir schwirrte der Kopf und ich brannte darauf, endlich zu erfahren, was sich damals ereignete, wie Kyras Großvater und seine Freunde darin verstrickt waren und was es mit Michael zu tun hatte. Denn es gab eine Verbindung, die sich erst zum Schluss offenbarte. Und obwohl viele schlimme Dinge passierten, die mich auch emotional berührten, hat das Buch auch irgendwie ein Happy End und wirkte rund.

Die Charaktere wurden klasse gezeichnet und auch, wenn ich etwas Schwierigkeiten hatte, mir die ganzen Beziehungen zueinander und die Namen zu merken, hatte ich aber nicht so sehr das Gefühl, erschlagen zu werden. Zumal sich anfangs wirklich nur auf Michael und seine Trauer und die daher eingehende Blockade konzentriert wurde, sodass man auch erst einmal mit ihm warm werden konnte.

Michael war ein angenehmer Charakter, der stets versuchte, Konflikte und Probleme friedlich und ruhig zu lösen, aber auch zeigen konnte, dass irgendwann Schluss war und er kämpfte, wenn es sein musste. Er steigerte sich manchmal etwas zu sehr in Ideen oder Vorstellungen rein und wirkte dann leicht reizbar, aber ich konnte ich auch verstehen. Klasse fand ich es, wie er sich um Kyra kümmerte und ihr die Vaterfigur bot, die sie nicht hatte.

Und auch Kyras Mutter "Mattie" mochte ich sehr gerne, obwohl die junge Frau ihre Aufsichtspflicht leider etwas vernachlässigte und oft überfordert wirkte, aber die Liebe zu ihrer Tochter war stets greifbar und ich fand es super, wie sehr sie um sie kämpfte.

Figuren wie Devore und seine Assistentin Rogette dagegen machten mich mit ihren Intrigen, Lügen und bösartigen Handlungen richtig wütend. Die Bezeichnung "Dreckskerl" ist auf Matties Großvater mehr als zutreffend. Und auch, wenn es ein, zwei Momente gab, wo er mir durchaus Leid tat, schaffte er es dann wieder, diesen Moment völlig zu zerstören und bösartig zu sein.

Der Schreibstil war manchmal etwas zäh, selbst für seine Verhältnisse, aber dennoch hatte er eine tolle Atmosphäre und mir wurde nie langweilig. Denn selbst bei den sehr ruhigen Momenten schaffte King es, Interesse an der Handlung aufzubauen, weil es immer etwas gab, was einen reizte. Vor allem die Szenen auf dem Jahrmarkt boten richtig tollen Grusel, der mir unter die Haut ging.

Fazit:
"Sara" ist kein Buch für jeden, selbst für King-Fans, da man als Leser doch recht viel Geduld mitbringen und es einen auch nicht stören sollte, dass King mitunter sehr ausführlich und langatmig wird. Aber dann kann man durchaus sehr gut unterhalten werden und bekommt eine spannende und tragische Geschichte. Die Stimmung war klasse und ich liebte diesen tollen Grusel-Flair. Zum Ende hin wurde es zu dramatisch, aber es passte sehr gut in die Geschichte rein und es war klasse, dass die meisten Geheimnisse gelüftet wurden.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss :

!!!Es ist kein richtiger Teil des "Castle Rock Zyklus", sollte aber unbedingt nach "Insomnia" und "Stark" gelesen werden, weil es Spoiler zu deren Hauptfiguren gibt!!!

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Veröffentlicht am 23.08.2023

Eine gute Balance

Rob
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Die dichten Dichter sind zum letzten Mal zurück und in diesem dritten Band geht es um Rob und Zebulon, die sich seit Anfang nur kappeln, sich kreative Schimpfwörter an den Kopf werfen und etliche Mutmaßungen ...

Die dichten Dichter sind zum letzten Mal zurück und in diesem dritten Band geht es um Rob und Zebulon, die sich seit Anfang nur kappeln, sich kreative Schimpfwörter an den Kopf werfen und etliche Mutmaßungen über das Leben des anderen anstellen, vor allem, was das Liebesleben belangt. Aber nun ist Zeb irgendwie von Rob abhängig und schleppt ihn zur Hochzeit seines Ex-Freundes, wo er seinen verliebten Freund spielen soll. Nur leider klappt das viel zu gut und vor allem seit ihrem One Night Stand ist da einfach etwas zwischen ihnen, was sich nach mehr anfühlt.

Meine Meinung:
Ist es wirklich schon wieder zu Ende ? Irgendwie kann ich es jedes Mal nicht glauben, wenn ich die letzten Seiten von Robs und Zebs Geschichte lese und das Buch mit einem breiten Grinsen beende. Aber irgendwann werde ich die Reihe wieder lesen, weil sie mir einfach so viel Spaß macht.

Der letzte Band der Reihe war ein auf und ab der Gefühle. Es kamen viele Storylines und Ereignisse vor, aber Mars schaffte es gekonnt, alles zu einer harmonischen Geschichte zu vereinen, die mich zum Grinsen, Fluchen und Schmunzeln brachte, mich aber auch die Stirn runzeln und wütend werden ließ. Die Erotik kam nicht zu knapp, aber hier wurde sehr stark auf die Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren geachtet, sodass man sich auch richtig darauf freute. Ja, es wurde verdammt spicy, aber nicht zu sehr und es standen stets die Gefühle im Vordergrund, was ich sehr begrüßte. Vor allem, weil die besagte zwischen Chemie zwischen Rob und Zebulon schon in den Vorgängern verdammt heiß war und hier richtig schön genutzt wurde.

Auch wenn ich den Inhalt mehr als gut kannte, war ich doch immer gespannt, wie es sich entwickeln würde und ich freute mich auf meine Lieblingsszenen mit den beiden Autoren. Zwar gab es vor allem nach der Hochzeit ein, zwei kleine Längen, aber das fiel nicht zu sehr ins Gewicht, da man dennoch mit ihnen mit fieberte, ob sie sich nun bekommen oder einer von ihnen einen Rückzieher machen würde. Die Konflikte von Rob und Zeb wurden super in das Geschehen eingefügt und sehr emotional beschrieben, ohne zu viel Drama oder Kitsch draufzulegen. Vor allem bei den wenigen Seiten fand ich das durchaus beachtlich. Man erfuhr viel über die beiden Männer und auch mehr über ihre Beziehung vor ihrer Annäherung und vor allem bei Rob fand ich seinen Schaffensprozess spannend.

Bei den Charakteren wurde sich hier sehr stark auf Rob und Zeb fokussiert, was mir sehr gut gefiel, weil ihre Geschichte so auch intensiver und spannender. Ihre Freunde und die Familie kamen auch vor, agierten aber eher vom Rande aus. Das passte sehr gut rein und so bekam das Paar auch den Raum, den es in meinen Augen auch brauchte.

Beide hatten ihre Päckchen zu tragen und verschlossen sich eher hinter einer coolen Fassade, damit niemand sah, wie es wirklich in ihnen aussah. Dumm nur, dass der jeweils andere das zu gut konnte und nicht locker ließ, vor allem Rob nicht. Sie waren auf ihre Art temperamentvoll und leidenschaftlich, nur hielt sich Zeb mehr zurück und bewies eine bemerkenswerte Gelassenheit. Wobei ich es auf der Hochzeit sehr interessant fand, wie laut er werden konnte. Ich fand sie sehr sympathisch und liebte es, wie Zeb seine Träume lebte und Rob mit einer "mir-egal" Haltung immer wieder aufstand.

Der Schreibstil war typisch Mars und ließ sich locker und flüssig lesen. Sie schaffte eine super Balance aus Liebe, Drama und Erotik und unterhielt mich super.

Fazit:
Ich finde es echt schade, dass diese Reihe zuende ist und hätte gerne noch mehr gelesen. Aber alle Jungs haben ihr verdientes Happy End erhalten und konnten mich so klasse unterhalten. Es gab ein, zwei Längen, aber das störte mich nicht. Wer auf humorvolle Gay-Romance mit Tiefe, Emotionen und etwas Drama steht, für den ist diese Reihe auf jeden Fall etwas. Ich kann sie echt nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.08.2023

Hat sich völlig verrannt....

Pure Desire - Nur du
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Liz und ihre Schwestern haben ein großes Problem. Zwar leben sie am wunderschönen Lake Tahoe, aber mit dem Tod ihrer Eltern haben sie nicht nur das Diner, sondern auch viele Schulden geerbt und nun sitzen ...

Liz und ihre Schwestern haben ein großes Problem. Zwar leben sie am wunderschönen Lake Tahoe, aber mit dem Tod ihrer Eltern haben sie nicht nur das Diner, sondern auch viele Schulden geerbt und nun sitzen vor allem Liz die Gläubiger im Nacken. Nähe oder eine Beziehung kommt vor allem für sie nicht in Frage, bis sie Cole kennenlernt und sie eine heiße Affäre beginnen. Nur könnte diese sie bald mehr kosten als ihr Herz.

Meine Meinung:
Dies ist eines der Bücher, die relativ lange auf meinem SuB lagen, bis ich wieder einmal an ihnen vorbeigegangen bin und ich mit einem Mal große Lust bekam, es zu lesen. Die Geschichte klang sinnlich, aber auch nach mehr und ich freute mich wirklich auf etwas Leichteres mit viel Chemie und Liebe. Aber leider sprach mich das Buch kaum an.

Und dabei begann es wirklich sehr unterhaltsam. Zwar gab es sehr viele Infos zu Liz, ihrer Familie und ihrer momentanen Situation, aber es hielt sich im Rahmen und ich verlor nicht den Überblick. Mir gefiel es, dass die Autorin nicht nur die Probleme beschrieb, die die Charaktere durch die Schulden und generell in ihrem Alltag hatten, sondern auch die Hoffnung und die Stärke der Frauen. Die liebevolle Beziehung war zwischen ihnen war trotz ihrer Differenzen immer erkennbar und es war schön, wie vor allem Hazel und Grace ihr den Rücken stärkten.

Zwar gab es hier bereits ein, zwei Situationen, die ich als etwas zu gewollt empfand, aber es störte mich nicht zu sehr. Das lag auch an der ersten Begegnung zwischen Liz und Cole, die definitiv sehr heiß und sinnlich war. Zwar ging mir das auch etwas sehr fix, aber dennoch hatte es auch etwas für sich. Nur danach gefiel mir die fortlaufende Handlung immer weniger. Vielleicht, weil es eigentlich keine wirkliche Handlung mehr gab und es alle paar Seiten eine erotische Szene vorkam ? Vielleicht, weil die eigentlich interessante Rahmenhandlung rund um das Restaurant und ihr Kampf darum völlig in Vergessenheit geriet, bis der Autorin wohl einfiel, dass sie da ja auch noch mal etwas zu schreiben müsse und sich das Ende völlig überschlug ?

Ich fand es sehr schade, dass das Potenzial, dass nicht nur das Restaurant, sondern auch die Liebesgeschichte zwischen Liz und Cole kaum genutzt wurde und man stattdessen die üblichen Klischees, Kitsch und das Drama erhielt, welches völlig vorhersehbar wirkte und mich kein Stück überraschte oder in irgendeiner Weise mitriss. Die Erotik nahm leider völlig Überhand und wirkte mitunter auch nicht mehr sinnlich, sondern total platt und langweilig. Zumal es dann auch zu Szenen mit sexueller Handlung kam, wo ich absolut nicht verstand, warum dies nun passierte und warum sie es unbedingt jetzt an diesem Ort tun mussten, das wirkte so gestellt und irgendwie musste ich manches Mal auch lachen. Ich hätte es echt sehr begrüßt, wenn man da weniger Erotik reingepackt hätte und sich vielleicht mehr auf die Konflikte zwischen den Schwestern konzentriert hätte, da vor allem Amber doch so einige Probleme hatte, auch wenn sie in meinen Augen etwas zu sehr in ihrer Rolle als Pubertierende aufging. Aber die Herausforderungen, vor denen Liz nun als Erziehende stand, waren durchaus sehr spannend, nur schade, dass das völlig unterging oder noch mehr Drama drauf gelegt wurde.

Leider spürte ich zwischen Cole und Liz kaum Chemie und ehrlich gesagt verstand ich es trotz ihrer Hintergründe nicht so ganz, warum sie jedes Mal, wenn sie sich sahen übereinander her fielen und kaum ein vernünftiges Gespräch führen konnten, ohne danach Sex zu haben. Vor allem, weil dann von der großen Liebe gesprochen wurde und ich nur irritiert war, weil da für mich mehr zu gehört und ich es schräg fand, weil die sich gar nicht kannten. Von dem Ende spreche ich lieber erst gar nicht.

Die Charaktere gefielen mir eigentlich ganz gut und vor allem die Schwestern fand ich interessant. Nur leider war kaum Charakterentwicklung erkennbar und es blieb die ganze Zeit etwas zu oberflächlich, obwohl es doch einige Dinge gab, die ich durchaus spannend fand. Nur reagierten quasi alle Personen hier völlig vorhersehbar und boten kaum Möglichkeiten, sie irgendwie sympathisch zu finden. Vor allem Cole fand ich sehr blass und außer sexy zu sein, konnte er auch nicht wirklich etwas anderes. Aber sein Bruder toppte ihn da auf jeden Fall. Liz bot zwar etwas mehr Tiefe, aber auch nur zu Anfang, danach wurde sie mir immer unsympathischer.

Nur der Schreibstil riss es manchmal noch etwas raus, weil die Beschreibungen des Lake Tahoe und generell der Natur, richtig bildhaft und schön waren. Abseits der Erotikszenen konnte er mich durchaus manchmal fesseln, auch wenn es zum Ende überdramatisiert wurde und es derweilen sehr kitschig wirkte. Und auch die Erotik sprach mich nicht so wirklich an, trotz ein paar sinnlicher Szenen, aber leider hatte ich das Gefühl, das ein und die selbe Szenen immer wieder beschrieben wurde und irgendwann war das echt langweilig.

Fazit:
Es startete stark und interessant, aber die an sich interessante Rahmenhandlung, die auch viel Potenzial bot, wurde durch die vielen Erotikszenen untergaben und völlig in den Schatten gestellt. Weniger wäre wirklich mehr gewesen, auch wenn es ein Erotikroman ist. Die Charaktere waren anfangs stark, wurden aber dann immer blasser und vor allem Amber ging mir in ihrer Rolle als Pubertierende viel zu sehr auf. Schade, aber zumindest die Beschreibungen der Natur waren klasse.

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Veröffentlicht am 16.08.2023

Drama und nichts als Drama

Everything We Feel
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Zoey und ihre Familien hat es nicht leicht. Sie haben kaum Geld und nun taucht auf der Vergangenheit ein neues Problem auf, dass sie zur Flucht zwingt. Aber es gibt auch hilfsbereite Menschen wie Tristan, ...

Zoey und ihre Familien hat es nicht leicht. Sie haben kaum Geld und nun taucht auf der Vergangenheit ein neues Problem auf, dass sie zur Flucht zwingt. Aber es gibt auch hilfsbereite Menschen wie Tristan, die ihnen nicht nur unter die Arme greift, sondern auch Zoey Hoffnung schenkt. Bei ihm kann sie zur Ruhe kommen, aber sie bringt auch ihn in Gefahr.

Meine Meinung:
"Everything We Feel" von Sara Alderson war mein zweiter Versuch von der Autorin und ist genauso gescheitert wie der erste. Mir wurde dieses Buch oft von Bekannten und auf verschiedenen Plattformen empfohlen und so wollte ich es noch einmal versuchen, zumal auch der Klappentext und das Cover mich sehr reizten. Es klang wirklich sehr spannend und interessant und ich bin auch ohne große Erwartungen an das Buch gegangen, welche noch unterboten wurden.

Aber eines gefiel mir auch alle Fälle. Das Cover passt für mich zwar nicht unbedingt, aber ich finde es sehr schön. Die Kombination aus weiß und blau ist sehr stimmig und ich mag die Übergänge. Und obwohl der Titel ebenfalls blau ist, geht er nicht unter, sondern wird gerade deswegen hervorgehoben. Ich finde es auch erfrischend, dass mal keine Personen das Cover zieren und auf viele Details verzichtet wurde.

Der Inhalt dagegen konnte mich leider kaum begeistern. An sich hätte die Story echt funktionieren können, da sie viele emotionale Konflikte, packende Momente und Twists bot, die die Autorin leider kaum nutzte. Statt einer spannenden Geschichte, die einem auch emotional unter die Haut geht, reihte sich unnötiges Drama an das nächste und die Charaktere taten oft Dinge, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, bzw. es wirkte einfach zu gewollt und nicht passend.

Anfangs gefiel es mir sogar noch ganz gut und vor allem Tristans schlecht Witze fand ich zu herrlich. Die Chemie zwischen ihm und Zoey stimmte durchaus, auch wenn es mir zu sprunghaft war. Zwar stand es lange Zeit auf der Stelle und dann wurde ein riesen Satz gemacht, der mir nicht unbedingt zusagte, aber es war in Ordnung. Nur ab einem Punkt kippte es dann und leider überwogen die erotischen Szenen.

Der Plot war eigentlich recht spannend, aber ab ungefähr der Hälfte löste sich Drama mit Erotik ab, die auch an Stellen eingesetzt wurde, wo ich mir dachte, dass vor allem Zoey jetzt keinen Geschlechtsverkehr, sondern eine Umarmung gebraucht hätte, auch wenn sie es wohl anders sah. Dadurch ging nicht nur viel Potenzial verloren, es wurde auch sehr langweilig, weil sich diese Szenen sehr häuften.

Am enttäuschenden fand ich aber immer noch den Handlungsstrang mit ihrem Dad, die teils absurd und überdramatisiert präsentiert wurde und deren Auflösung mich mehr als irritierte. Ich meine, die wurde das ganze Buch so aufgebauscht und hochgezogen und dann war es so einfach ? Mir wurde das ganze einfach zu schnell, zu einfach aufgelöst und ich war enttäuscht, weil gerade diese Storyline doch viel Potenzial für ein Finale bot, aber danach gab es einfach nur die üblichen Dramen und ein zuckersüßes Happy End.

Und auch die Charaktere sprachen mich nicht an. Zwar konnte ich ihr Handeln und Denken in ein paar Situationen verstehen, aber ansonsten irritierten sie mich. Vor allem Zoeys Geschwister, die definitiv ein Benehmen vorwiesen, bei dem ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Es war einfach zu übertrieben und überdramatisiert. Da wurde nur geschrien, beleidigt und Gewalt angedroht, was ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, trotz der besonderen Situation.

Zoey und Tristan fand ich anfangs noch ganz in Ordnung, aber vor allem Zoey wirkte später auf mich recht naiv, um es mal so auszudrücken. Man merkte ihr auf jeden Fall an, dass sie überfordert war und selber Hilfe gebraucht hätte. Zwar fand ich es gut, wie sehr sie um ihre Familie kämpfte, aber mir war sie zu anstrengend. Tristan dagegen war mir sehr unsympathisch und ein paar seiner Aktionen waren echt daneben, aber hey, er war ja auch nur ein Kerl.

Der Schreibstil von Alderson war leider nur bedingt meins. Zwar gab es ein paar Situationen, die schön beschrieben waren, aber ansonsten fand ich den Stil sehr überdramtisiert, mitunter kitschig und es wurden viel zu viele Erotikszenen eingebaut. Es war einfach nicht stimmig und leider wurde viel Potenzial verschenkt.

Fazit:
Mein zweiter und letzter Versuch. Aber zumindest hat mir dieses Buch gezeigt, warum diese Autorin nichts für mich ist. Die Rahmenhandlung war durchaus interessant und bot viel Potenzial, was aber leider reihte sich Drama an Drama oder wurde durch eine der vielen Erotikszenen unterbrochen. Die Charaktere handelten teil komisch und vor allem die Kinder konnte ich nicht recht nachvollziehen. Das war leider nichts.

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Ein Mitbewohner zum Verlieben

Valentin
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Valentin hat im Grunde nur zwei Sorgen: Er schafft es nicht, seinem Professor Südberg die Liebe zu gestehen und sein persönliches Happy End zu bekommen und auch nach unzähligen Überarbeitungen wird sein ...

Valentin hat im Grunde nur zwei Sorgen: Er schafft es nicht, seinem Professor Südberg die Liebe zu gestehen und sein persönliches Happy End zu bekommen und auch nach unzähligen Überarbeitungen wird sein Roman einfach nicht fertig. Und dann bekommt er auch noch einen unerwünschten Mitbewohner, der überhaupt nicht seinen Vorlieben entspricht, ihm aber umso mehr unter die Haut geht. Dumm nur, dass Jayson das ganz anders sieht und Valentins Leben völlig umkrempelt....

Meine Meinung:
Ich liebe diese Reihe. Zwar fand ich Band zwei mit Valentin und Jayson schwächer als den Vorgänger, aber dennoch gefiel mir auch ihre Geschichte echt gut. Es gab viel zum Lachen, Grinsen und Mitfiebern. Allerdings muss ich auch sagen, dass es an manchen Stellen arg kitschig wurde und ich auch mit Jayson nicht gänzlich warm wurde, auch wenn ich ihn sympathisch fand. Mir hat einfach etwas die Tiefe gefehlt und es las sich auch nicht so harmonisch wie der Vorgänger.

Dennoch gefiel mir die Entwicklung, die die beiden Protagonisten im Laufe der Geschichte durchmachten sehr gut, Vor allem Jayson tat Valentin gut und dieser wurde mutiger, selbstbewusster und sagte endlich auch mal, was er dachte. Zwischen ihnen gab es eine schöne Chemie, die sich früh bemerkbar machte und ich fragte mich auch bei diesem re-re-read stets, was Val an seinem Professor fand, da dieser ein echter Fiesling war.

Und auch das Cover sprach mich dieses Mal nicht so sehr an. Ich finde die Person darauf sehr passend und so stelle ich mir Valentin auch Vor, aber irgendwie stört mich etwas daran, ich kann es nur nicht genau benennen. Dennoch mag ich den lila Farbton und den Wiedererkennungswert zum ersten Teil.

Die Liebesgeschichte zwischen Val und Jayson hätte ein wenig ruhiger sein können, bzw. fehlte mir etwas die emotionale Tiefe, aber ich fand die beiden schon recht süß zusammen. Allerdings wurde es mir auch an ein paar Stellen etwas zu kitschig und gefühlsbetont, da wäre weniger mehr gewesen und ich hatte absolut kein Problem damit, dass Jayson weinte, eher im Gegenteil; ich fand es gut, dass er so zu seinen Gefühlen stand, aber es war etwas viel.

Die Charaktere mochte ich auch ganz gerne und vor allem Vals Kollegen und ihre Frotzeleien unterhielten mich bestens. Val und Jayson waren mir beide sympathisch und ich fieberte mit ihnen mit.

Valentin hätte ich gern so manches Mal geschüttelt, aber ich konnte es auch verstehen, dass er so versessen auf seine Korrekturen war. Manches muss einfach perfekt werden. Daher fand ich es schön, wie locker und selbstbewusst er mit unter durch Jayson wurde, der ein echt lieber Kerl war. Bei ihm gefiel es mir sehr, wie feinfühlig und sanft er mit seinen Mitmenschen umging.

Der Schreibstil las sich sehr locker und ich liebte es, dass Mars wieder eine gute Balance aus Humor, Liebe und Erotik, sowie Ernst hinbekam. Nur wurde sie ab und zu etwas sehr kitschig und weniger wäre durchaus mehr gewesen.

Fazit:
Ein toller Mittelteil mit einem sehr süßen Pärchen, welcher für mich allerdings ein wenig zu kitschig geriet. Dennoch hatte ich viel Freude an dieser Geschichte und wurde bestens unterhalten.

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