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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2019

Leider kein Spannungsroman

Der Kinderflüsterer
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Vor 20 Jahren wurden 5 Kinder in Featherbank entführt und ermordet. Der Täter wurde gefasst, doch das letzte Opfer ist bis heute verschwunden.

Tom Kennedy zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn ...

Vor 20 Jahren wurden 5 Kinder in Featherbank entführt und ermordet. Der Täter wurde gefasst, doch das letzte Opfer ist bis heute verschwunden.

Tom Kennedy zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn Jake ins beschauliche Featherbank. Von der Vergangenheit des Ortes ahnt er nichts. Doch dann verschwindet ein weiteres Kind und die Ermittler befürchten, dass der Serienmörder, der „der Kinderflüsterer“ genannt wurde, vielleicht einen Komplizen hatte. Währenddessen behauptet Jake er höre an seinem Fenster ein Flüstern. Hat der Kinderflüsterer, oder dessen Komplize nun Jake im Visier? Oder bildet sich das der Junge nur ein?

Als ich den Klappentext las, war mir als Thriller Fan klar, dass ich das Buch lesen muss. Der teils gewöhnungsbedürftige Schreibstil, die vielen schnellen Perspektivenwechsel und die oft verwirrende Handlung haben es mir leider sehr schwer gemacht, mich in das Buch einzufühlen. Ich war meistens einfach nur verwirrt. Lange Zeit passiert nichts im Buch, wodurch Langeweile aufkommt, doch leider führt das dazu, dass man nicht wirklich aufmerksam liest und plötzlich kommt man dann nicht mehr mit. Ich habe mich außergewöhnlich schwer getan mit diesem Buch. Spannung kam bei mir nicht auf. Die Idee ist toll und die Charaktere an sich auch interessant, aber mir kommt die Handlung oft in die Länge gezogen vor.

Was mir am besten gefallen hat, war definitiv das Cover. Der halbe gelbe Schmetterlingsflügel, der keiner ist, sondern aus Knochen besteht, das ist eine wirklich clevere Idee! Was das ganze aber noch viel besser macht, seit die Tatsache, dass der Flügel und die einzelnen Knochen fühlbar gemacht wurden. Streicht man über das Cover kann man die einzelnen Knochen erfühlen und die Textur des „Flügels“. Das fühlt sich einfach faszinierend an und passt sehr gut zu einem Thriller. Das Cover macht das Buch in mehrerlei Hinsicht zu etwas ganz besonderem.

Fazit: für mich war das Beste am Buch das wirklich coole Cover. Doch leider geht es bei einem Buch ja vorwiegend um den Inhalt und der hat mich enttäuscht. Ich hatte auf einen Thriller oder wenigstens auf Spannung pur und Fingernägelkauen gehofft, wenn das Buch schon als „der Spannungsroman des Jahres 2019“ vermarktet wird. Ich fand zwar die Charaktere interessant und auch die Handlung an sich, aber an der Umsetzung haperte es für mich gewaltig. Das Buch hat einige Längen und die sorgen dafür, dass man abdriftet und sich sogar langweilt. Ich hatte deutlich mehr erwartet. Leider kann ich dem Buch nur 2 Sterne geben, für die interessanten Charaktere und das wirklich geniale Cover.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Ein locker leichter Liebesroman mit "gute Laune"-Garantie!

Die kleine Bäckerei in Brooklyn
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Vorneweg ein paar Worte zur Gestaltung des Buches. Der Taschenbuchumschlag ist aus etwas dickerem Papier, als normalerweise bei Taschenbüchern und auch nicht glatt, sondern leicht strukturiert. Er wirkt ...

Vorneweg ein paar Worte zur Gestaltung des Buches. Der Taschenbuchumschlag ist aus etwas dickerem Papier, als normalerweise bei Taschenbüchern und auch nicht glatt, sondern leicht strukturiert. Er wirkt dadurch irgendwie naturbelassener, als die üblichen mit dünner Folie überzogenen Taschenbücher.

Auf dem Cover und dem Buchrücken sind einige Elemente besonders hervorgehoben. Auf dem Buchrücken ist es der Titel, der ist erhaben, er fühlt sich rau an. Ebenso wie die Elemente auf dem Cover, der Titel, der Name der Autorin, der Kaffeebecher, das Bonbon, die Blume und der Donut sind alle in dieser Art gestaltet und sie alle fühlen sich rau an.

Ich persönlich liebe Cover, die man fühlen kann, die also erhaben oder so gestaltet sind. Ich finde das lässt ein Buch aus der Masse hervorstechen.

Auf der Innenseite des Buches befindet sich eine Karte von New York mit kleinen roten Punkten, die mit Zahlen versehen sind und daneben eine Legende, dadurch kann man die im Buch erwähnten Orte direkt finden und sich die Entfernungen verdeutlichen. Ich weiß so etwas immer sehr zu schätzen. Es ist einfach etwas ganz anderes, wenn man selber schauen kann, wo etwas liegt.

 

So, aber jetzt zum eigentlichen Buch:

Sophies Leben war perfekt, zumindest ihrer Meinung nach. Tolle Wohnung, toller Job, toller Mann. Gut, James war faul und viel unterwegs und ich wollte ihn von Anfang an gegen die Wand klatschen, aber ok, Sophie fand ihn ganz toll. So toll, dass sie eine große Chance im Job ablehnt, um bei ihm bleiben zu können. Bis sie durch Zufall einer Frau begegnet, die ihre Welt zusammenstürzen lässt. James ist bereits verheiratet und hat ein Kind. Er fährt zweigleisig und Sophie hatte nie auch nur den Hauch einer Ahnung, bis sie von seiner Frau in einem Café angekeift wird ihr den Mann gestohlen zu haben.

Kurzentschlossen nimmt Sophie den Job in New York, den sie zuvor wegen James abgelehnt hatte doch an. Der erste Eindruck ist nicht unbedingt der beste. Sophie hat Jetlag und fühlt sich überwältigt von allem. Das Herz des Viertels ist die kleine Bäckerei / Café über der Sophie wohnt. Und es dauert nicht lange, bis auch Sophies Leben sich um die Bäckerei dreht. Sie gehört ihrer Vermieterin und neuer Freundin Bella, die zufällig die Cousine eines Kollegen ist, Todd, Kolumnist und Frauenschwarm. Doch Sophie hat die Nase voll von Männern, ganz besonders von Playboys! Oder doch nicht?

 

Die Charaktere in diesem Buch sind alle samt total sympathisch. Sophie ist, abgesehen von ihrem anfangs erbärmlichen Männergeschmack, der sich ja zum Glück noch bessert, sehr „normal“ und nahbar. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Sie kommt zwar aus London, auch nicht gerade eine Kleinstadt, aber New York ist einfach eine ganz andere Hausnummer. Alles ist größer, lauter, bunter. Da kann man schon verstehen, dass sie die Stadt erst einmal erschlägt, das ginge denke ich jedem so. Ihre letzte Beziehung lässt Sophie an ihrem Urteilsvermögen zweifeln. Und sie ist sich nicht sicher, ob sie überhaupt je wieder eine Beziehung eingehen will.

Todd ist ein Frauenheld. Er hat jede Menge Frauen am Start aber mit keiner will er etwas längerfristiges. Nur ein bisschen Spaß mehr nicht. Wenn eine mehr will, lässt er sie am Telefon abwimmeln. Doch die Tatsache, dass Sophie ihn nicht ernst nimmt als Mann und potentiellen Partner scheint ihn anzustacheln. Er unternimmt mehrmals etwas mit ihr, ohne es „Date“ zu nennen, obwohl es manchmal den Eindruck erweckt, dass es eines ist. Allerdings betont er immer wieder, dass er nichts Ernstes will. Die Gründe dafür liegen in seiner Familie, seine Eltern führen eine schreckliche Ehe und sind das denkbar schlechteste Vorbild. Kein Wunder, dass er das nicht will, wobei er denkt, dass es in jeder Ehe so wäre. Todd ist sich sicher: er will nur Spaß. Er kann aber auch richtig süß und charmant sein und ein richtig guter Freund.

Bella, die Café Besitzerin und Sophies beste Freundin in New York ist wirklich der Hammer. Sie ist witzig, kreativ, nett, chaotisch und eine richtig gute Freundin.

Es gibt noch mehr Nebencharaktere, die auch alle unglaublich sympathisch sind. Aber würde ich alle einzeln beschreiben, würde diese Rezension noch viel länger, als sie es jetzt schon geworden ist.

 

Der Schreibstil ist locker leicht aber unterschwellig auch eindringlich. Das Buch ist eine Liebeserklärung an New York und ganz besonders an Brooklyn. Es steckt sehr viel Liebe und Herzblut darin und das spürt man einfach auf jeder Seite.

 

Fazit: Mir hat das Buch so richtig, richtig gut gefallen! Die Charaktere sind unbeschreiblich sympathisch. Ich habe viel gelacht und mich auch ein wenig in Brooklyn verliebt. Ich kann das Buch wirklich aus vollem Herzen empfehlen. Es ist ein locker leichter Liebesroman, nicht nur für die Urlaubszeit – obwohl er wirklich Lust auf einen spontanen Trip nach New York macht – es ist ein Buch, das einem einfach gute Laune macht beim Lesen. Man kann sich dem nicht entziehen. Ich werde definitiv auch noch die anderen Bände der Reihe lesen!

 

Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.08.2019

Ein sehr schöner Fantasy-Roman mit kleinen Schwächen

Amelia
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

 

Amelia stammt aus einer italienisch-deutschen Familie. Sie ist die einzige im „heiratsfähigen Alter“, die noch unverheiratet ist und dadurch den Verkuppelversuchen vor ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

 

Amelia stammt aus einer italienisch-deutschen Familie. Sie ist die einzige im „heiratsfähigen Alter“, die noch unverheiratet ist und dadurch den Verkuppelversuchen vor allem ihrer Tanten schutzlos ausgeliefert. Ja, sie meinen es gut und Amelia will ja jemanden finden, aber es sollte schon wenigstens jemand sein, bei dem es sich gut anfühlt. Sie will nicht einfach irgendjemanden nehmen, nur um endlich auch verheiratet zu sein.

Eines nachts hat Amelia einen unglaublichen Sex-Traum. Ein heißer Mann im Anzug klettert auf ihren Balkon und sie haben den heißesten Sex ihres Lebens als Amelia plötzlich aufwacht. Doch der Mann ist noch da! Wie ist das möglich?

Der Mann heißt Sebastien und er ist kein gewöhnlicher Mann. Er hütet ein Geheimnis, das Amelias Welt auf den Kopf stellt. Und das ist noch nicht alles. Auf einmal wird Amelia von einem anderen Mann verfolgt und angegriffen. Plötzlich befindet sie sich inmitten einer uralten Fehde.

Kann die Beziehung von Sebastien und Amelia das Lüften seines Geheimnisses überstehen? Was wird aus Amelia, entscheidet sie sich für ein Leben ohne Sebastien oder gerät sie zwischen die Fronten?

 

Mir war Amelia sofort sympathisch. Die Schilderungen der Verkuppelversuche, die in Klammern stehenden Erklärungen – ich habe so viel von mir in ihr entdeckt. Ich bin genauso alt wie sie und auch schon lange Single. Gut, mir bleiben wenigstens die Verkuppelversuche erspart, weil meine Mutter mir das niemals antun würde und die restliche Verwandtschaft, erstens weit weg wohnt und zweitens mich sowieso merkwürdig findet. Naja, ich komme vom Thema ab. Amelia ist so „normal“, sie hat Fehler und Ticks, redet sich gern um Kopf und Kragen und wenn sie ein Fettnäpfchen sieht, springt sie gern auch mal mit Anlauf hinein.

Sebastien ist gutaussehend und mysteriös. Aber er scheint wirklich Gefühle für Amelia zu haben und es wird von seiner Seite aus sehr schnell sehr intensiv. Doch seine Geheimniskrämerei ist nicht gerade hilfreich.

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Allerdings war mir Amelia immer wieder zu dick aufgetragen. Ihr Verhalten war mir manchmal zu sehr over the top, zu dramatisch, zu hyperaktiv und auch oft zu naiv. Ich hatte oft das Gefühl bei ihr gibt es gefühlstechnisch nur extreme.

Was mich ebenfalls gestört hat, war, die Sache mit ihrem Gewicht. Sie empfindet sich als Fett, Sebastien natürlich als perfekt und als es dann noch eine Klamottenkrise gibt, die durch eine strenge Diät gelöst wird, geht mir ein wenig die Stimmung flöten. Auf einmal wird Amelia dargestellt, als sei sie nur deswegen übergewichtig, weil sie an einer Tour ungesundes Essen und Süßigkeiten in sich hineinstopft. Das ist mir zu sehr Klischee. Ich zum Beispiel habe auch Übergewicht und das nicht zu knapp, leider. Aber bei mir liegt es nicht an Süßigkeiten oder falschem oder zu viel Essen. Ich finde es einfach schade, dass hier wieder mal die Klischees über Übergewichtige bedient werden. Natürlich liegt es daran, dass „die“ ihr Essverhalten nicht unter Kontrolle haben. Das finde ich einfach total schade.

 

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich werde definitiv auch Band 1 lesen! Amelia und Sebastien waren mir beide sehr sympathisch und ich fand es toll, dass in der Hauptstory die Klischees nicht bis zum Erbrechen bemüht, sondern mal ein ganz anderer Weg eingeschlagen wurde. Mein heimlicher Liebling ist übrigens Ferdinand, er ist einfach so niedlich! Wie ein tapsiger Hundewelpe!

Schade fand ich allerdings, dass Amelia gefühlstechnisch zu sehr zu extremen neigte und das für mich manchmal einfach zu viel war und unrealistisch wirkte. Auch die Sache mit dem Gewicht fand ich schade, weil die für mich leider alle gängigen Klischees aufgegriffen und Stück für Stück abgehakt hat. Ich hätte mich gefreut, wenn auch hier mal andere Wege eingeschlagen worden wären.

Von mir gibt es deswegen 4 Sterne, die gute Story und die sympathischen Charaktere, haben eine schlechtere Bewertung unmöglich gemacht.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Für New Adult Liebesroman Fans genau das Richtige!

First Comes Love
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Grays Leben passt zu seinem Namen. Es ist grau, immer gleich, immer langweilig und ruhig. Doch dann spricht er endlich dieses seltsame Mädchen an, das ihm schon häufiger aufgefallen ist, weil sie sich ...

Grays Leben passt zu seinem Namen. Es ist grau, immer gleich, immer langweilig und ruhig. Doch dann spricht er endlich dieses seltsame Mädchen an, das ihm schon häufiger aufgefallen ist, weil sie sich so merkwürdig verhält. Dylan ist das genaue Gegenteil von Gray. Sie ist farbenfroh, hyperaktiv, leidenschaftlich und ungewöhnlich. Während alle anderen im Sommer aus Phoenix flüchten und der Sonne aus dem Weg gehen, macht sie hier Ferien und legt sich auf den glühend heißen Asphalt, um Geckos zu fotografieren.

 

Dylan ist mir sehr sympathisch. Sie ist quirlig und lebensfroh. Allerdings quasselt sie wie ein Wasserfall und schwätzt nicht nur Gray schwindelig, sondern auch ich fühlte mich manchmal, als hätte ich gerade das Schleuderprogramm der Waschmaschine hinter mir. Gray hat einen schrecklichen, traumatischen Verlust erlebt und geht deswegen auf Abstand zu allen aus lauter Angst wieder verletzt zu werden. Seine Familie ist ein Trümmerfeld und alle gehen einander aus dem Weg.

Dylan bringt Gray ins Leben zurück. Sie rast in sein Leben wie ein Wirbelsturm, stellt alles auf den Kopf, macht ihn schwindelig und ehe er sich versieht, kann er sich sein Leben ohne sie kaum noch vorstellen.

 

Was mich gestört hat ist vor allem die Tatsache, dass ab einem gewissen Punkt Gray zum Sexbesessenen Teenager mutiert. Plötzlich drehen sich alle seine Gedanken nur noch darum mit Dylan ins Bett zu gehen. Immer und immer wieder beschäftigt ihn nur noch dieses eine Thema Sex hier, Sex da ohne Pause. Das finde ich sehr schade. Davor hatte er deutlich mehr Tiefgang und plötzlich ist er so seicht wie ein Planschbecken.

Die erste Wendung fand ich auch nicht so schön. Ich hatte Dylan anders eingeschätzt. Ich kann nicht sagen, worum es genau geht, das wäre zu sehr gespoilert.

 

Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Die beiden Protagonisten waren mir sympathisch und die Handlung war interessant. Das Buch ist ein New Adult Liebesroman und genau das bekommt man, es geht ums erwachsen werden, um Liebe, um Verlust und darum zu erkennen, was für eine Art Leben man führen will.

Allerdings fand ich das letzte Drittel des Buches deutlich schwächer, als den Rest. Was unter anderem an Grays plötzlicher Sexfixierung und der ersten Wendung und deren Folgen lag. Für mich hat Gray und das ganze Buch dadurch an Tiefgang verloren. Auf mich wirkte es fast, als sei der Autorin plötzlich wieder eingefallen, dass sie ja über Teenager schreibt und was ist typisch für Teenager? Richtig: Fixierung auf Sex und nicht nachvollziehbare Entscheidungen! – so kam das zumindest bei mir an.

 

Das Buch bekommt von mir 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Interessanter Aufbau aber bei mir kamen keine Gefühle an

Die Welt durch deine Augen
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Enya will nichts mehr als Autorin sein. Sie will vom Schreiben leben können und ihren Traum verwirklichen. Leider ist das aber nicht so einfach. Es hagelt Absagen, ihr Freund, selbst ein erfolgreicher ...

Enya will nichts mehr als Autorin sein. Sie will vom Schreiben leben können und ihren Traum verwirklichen. Leider ist das aber nicht so einfach. Es hagelt Absagen, ihr Freund, selbst ein erfolgreicher Musiker, findet, sie sollte das Schreiben an den Nagel hängen und etwas Vernünftiges tun. Er hat ja auch leicht reden, er lebt ja seinen Traum. Enya jobbt in einem Café und dort lernt sie eines Tages Janosch kennen, der sie wie niemand zu vor zu verstehen scheint. Was soll Enya tun? Carlo oder Janosch? Schreiben oder nicht? Traum oder Realismus?

 

Das Buch hat einen ungewöhnlichen Aufbau. Die Handlung wird immer wieder durch Passagen aus Enyas Buch unterbrochen, man liest also im Prinzip zwei Bücher. Das ist mal etwas ganz anderes. Außerdem ist es interessant zu erleben, wie schwer es sein kann, das eigene Buch in einem Verlag unter zu bringen. Irgendwie glaubt man immer, das sei so einfach, immerhin gibt es so viele Neuerscheinungen jedes Jahr, aber dem ist nicht so und das zeigt dieses Buch sehr deutlich.

Allerdings habe ich es nicht geschafft mit Enya warm zu werden. Ich weiß nicht, ob es nur an ihrer Ich-Bezogenheit lag oder was es war, aber leider hat sie mich kalt gelassen. Janosch dagegen fand ich sympathisch, vor allem, wie schnell er sich von Enyas Buch hat gefangen nehmen lassen und wie er ihr hilft und sie unterstützt – viel mehr als ihr Freund Carlo das je getan hat.

 

Fazit: Ich fand die Idee und den Aufbau des Buches sehr interessant, aber leider hat mich die Protagonistin kalt gelassen und dadurch fiel es mir sehr schwer in das Buch hineinzufinden. Ich habe mich echt schwergetan durchzuhalten. Irgendwie lag für mich so eine schwere auf dem Buch, eine Melancholie und die ging, glaube ich, von Enya aus. Für mich war das Buch leider nichts. Die Idee mit dem Buch im Buch fand ich gut und auch, dass dieses zweite Buch die Verbindung zwischen Enya und Janosch schafft gefiel mir, aber das Buch an sich hat mich nicht begeistern können. Bei mir kam kein Gefühl der Verbundenheit mit den Protagonisten auf.

Daher gibt es von mir leider nur 2 Sterne und die auch nur wegen der guten Idee und dem interessanten, ungewöhnlichen Aufbau.