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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2019

Leider so gar nicht mein Fall aber wunderschöne Gestaltung!

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Achtung: Das Buch ist stellenweise wirklich extrem brutal! Wer also Folter, Hinrichtungen, Verstümmlung, etc. nicht lesen will, für den ist das Buch nichts.

Achtung: Cliffhanger!


Zuerst ein paar Worte ...

Achtung: Das Buch ist stellenweise wirklich extrem brutal! Wer also Folter, Hinrichtungen, Verstümmlung, etc. nicht lesen will, für den ist das Buch nichts.

Achtung: Cliffhanger!


Zuerst ein paar Worte zur Gestaltung, die für mich das Beste an diesem Buch war. Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Ich habe mich davon verführen lassen. Leider ist das Buch selbst nicht mein Fall, aber dazu später mehr.
Auf den Innenseiten des Buches sowohl hinten als auch vorne ist die jeweils gleiche Karte in schwarz/weiß abgedruckt, durch die man den Überblick über die Örtlichkeiten behalten kann. Ich finde die Karten wirklich schön!
Was mir zudem sehr geholfen hat, ist das Verzeichnis am Ende des Buches. Auch das Schriftbild hat mir sehr zugesagt und, dass die Kapitel der Personen immer mit einem jeweils anderen Symbol gekennzeichnet waren, das mit der Person zu tun hatte.
Die Gestaltung des Buches hat mich sehr angesprochen.


Nun zum Inhalt:

Prinzessin Catherine lebt in einem Königreich, in dem Frauen wertlos sind. Sie stehen unter allem, müssen zur Demut erzogen werden und entweder ignoriert oder wie Kinder behandelt. Catherine lebt in einer Welt aus Angst. Ihr Vater ignoriert sie oder ist, wie ihr bösartiger älterer Bruder grausam zu ihr und ihr kleiner Bruder scheint noch nicht so richtig zu wissen, wie er sie behandeln soll.
Eine unbedachte Äußerung gegenüber einer Zofe führt dazu, dass Catherine zu Beginn des Romans einer Hinrichtung beiwohnen muss. Ihre Familie denkt, ihr müsse eine Lektion erteilt werden. Gleichzeitig geht es aber auch darum herauszufinden, ob Catherine Gefühle für Ambrose, den Bruder der zum Tode verurteilten und Catherines Leibwächter hat. Dabei bleibt zunächst offen, ob die Verurteilte tatsächlich ein Verbrechen begangen hat, oder nur ausgewählt wurde, um sowohl Ambrose als auch Catherine zu verletzen.
Catherines einziger Wert für ihre Familie besteht darin, den angeblich missgestalteten Prinzen eines Nachbarreiches zu heiraten. Sie kennt ihn nicht und muss sich doch fügen. Würde sie sich auflehnen, wären die Konsequenzen fürchterlich.
Und über allem schwebt der drohende Schatten eines Krieges.


Das Buch ist aus der Sicht von fünf verschiedenen Charakteren geschrieben: Catherine, Ambrose, Tash, Edyon und March.
Anfangs dachte ich, dass das Buch vielleicht nach der Hinrichtungsszene schnell Fahrt aufnehmen würde, aber dem war leider nicht so. Ich habe mich mit dem Buch sehr schwergetan. Die fünf Protagonisten haben mich immer wieder ziemlich verwirrt und mir war leider auch keiner so richtig sympathisch.
Catherine tat mir anfangs sehr leid und ich dachte, ich könnte mit ihr sehr schnell warm werden, aber sie stellte sich recht bald als ziemlich naiv und idealistisch heraus. Sie hält sich selbst für das Gegenteil aber ist noch sehr jung. Andererseits ist es schwierig zu beurteilen, ob sie überhaupt je eine Chance hatte, ein anderer Mensch zu werden, angesichts der Behandlung seitens ihrer Familie.
Ambrose tat mir auch sehr leid. Er ist in Catherine verliebt und sieht sich von allen Seiten bedroht. Aber er war ebenso wie Catherine sehr naiv und versteckt seine Gefühle für sie in der Öffentlichkeit immer schlechter. Das war für mich unglaubwürdig.
Die anderen Charaktere waren für mich nur schwer greifbar, wobei ich sagen muss, dass mir da ein Nebencharakter fast noch am sympathischsten und integersten vorkam.

Dieses Buch erscheint wie ein Fantasy-Epos, im Endeffekt geht es aber nur um Jugendliche die unglücklich verliebt sind oder sich wünschen jemanden zu lieben und geliebt zu werden, das aber nicht haben können. Gleichzeitig geht es um einen wahnsinnigen bösartigen König mit ebenso so einem Sohn und um Krieg. Die Gründe für den Krieg sind allerdings an den Haaren herbei gezogen und haben bei mir nur für Augenrollen gesorgt.

Mir fiel es wirklich schwer bei diesem Buch bei der Stange zu bleiben. Ich habe es immer wieder unterbrochen und andere Bücher gelesen, weil ich mich zwischendrin oft gelangweilt habe. Ich bin immer wieder abgedriftet und durch die vielen Perspektiven fiel es mir nicht leicht den Überblick zu behalten.

Positiv fand ich das Personenverzeichnis – in dem ich regelmäßig nachschauen musste – und die Karte, die auf der Innenseite vorne und hinten gedruckt ist, dadurch fiel es leichter sich bei den Örtlichkeiten zurecht zu finden.


Fazit: Vielleicht liegt es ja an mir, aber ich habe mich mit dem Buch wirklich sehr schwergetan. Ich habe schon lange nicht mehr so lange für ein Buch gebraucht. Irgendwie habe ich oft die Orientierung verloren und tat mich schwer mit den Charakteren und der Welt, in der sie leben.
Was das Buch auf jeden Fall bietet ist Unterhaltung im Stil von Game of Thrones (eine Serie, mit der ich ebenfalls nicht warm werden konnte), es geht blutig zu und es gibt Fehden, die schon lange schwelen. Viele haben geheime Pläne, die sie verfolgen und es gibt einen durchgeknallten König der gern Gemetzel, Folter und Hinrichtungen befielt.

Leider war das Buch nicht mein Fall. In einigen Kapiteln dachte ich, könnte nun endlich meinen Weg ins Buch finden, aber ich habe es nie ganz geschafft. Vielleicht liegt es auch an mir und ich bin einfach nicht geschaffen für Fantasy-Epen.
Von mir bekommt das Buch 2 Sterne. Einen für den Inhalt und einen für die liebevolle Gestaltung.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Eine unheimlich gruselige aber eindringliche Zukunftsvision

Eve of Man (I)
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Vorneweg ein paar Worte zur Gestaltung: Das Cover und der Buchumschlag an sich sind wunderschön gestaltet und passen zur Geschichte, immerhin zeigen sie Eve als Retterin der Menschheit. Beinahe genauso ...

Vorneweg ein paar Worte zur Gestaltung: Das Cover und der Buchumschlag an sich sind wunderschön gestaltet und passen zur Geschichte, immerhin zeigen sie Eve als Retterin der Menschheit. Beinahe genauso schön finde ich aber auch das Buch an sich. Nimmt man den Schutzumschlag ab sieht man das eigentliche Buch, das meiner Meinung nach sehr wertig aussieht. Hier merkt man, dass sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Das geprägte Symbol auf dem “Cover” finde ich toll, vor allem, weil es das Symbol aus dem eigentlichen Schutzumschlag-Cover aufnimmt. Dieses und der Titel am Buchrücken sind beim eigentlichen Buch, also unter dem Schutzumschlag mit goldfarbener Folie geprägt. Das sieht nicht nur schön aus, sondern fühlt sich auch toll an.


Aber nun zum Inhalt:

Fünfzig Jahre lang wird kein einziges Mädchen geboren, nirgendwo auf der Welt. Es sieht so aus, als stünde die Menschheit am Abgrund. Doch dann geschieht ein Wunder. Ausgerechnet eine Frau mit der keiner mehr gerechnet, die immer nur Fehlgeburten erlitten hatte, wurde mit 51 Mutter einer Tochter und starb kurz darauf. Diese Tochter, die man Eve nannte, ist nun die letzte Hoffnung der Menschheit.

Eve, mittlerweile 16, lebt in einer Glaskuppel, abgeschirmt von allem und jedem. Ihr einziger Kontakt sind die „Mütter“ die sie großziehen und Holly, ihre virtuelle beste Freundin, die von geschulten „Piloten“ gesteuert wird. Doch Eve weiß, dass sie von allen und jedem manipuliert wird. Sie ist ein „Ding“, ein menschlicher Brutkasten und nun soll sie ihrer „Pflicht“ nachkommen und mit einem von drei ausgesuchten Kandidaten die Welt neu bevölkern.

Bram ist einer der „Piloten“, genauer, der erste. Seit er 5 Jahre alt war, ist er im Kontakt mit Eve aber immer als „Holly“. Als er immer mehr Hinweise darauf entdeckt, dass nicht alles so ist, wie es scheint, muss er eine Entscheidung treffen.



Eve ist mir sehr sympathisch, aber sie tut mir auch sehr, sehr leid. Die Zukunft der Welt ruht auf ihren Schultern und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass sie sich aus drei Kandidaten ihren Partner aussuchen soll, mit dem sie die Welt wieder mit weiblichen Wesen bevölkern muss - mit 16 Jahren! Ich meine, was für ein unglaublicher Druck!
Eve ist eine Gefangene. Ihre Welt besteht aus Erwartungen, Regeln, Verboten und Manipulationen.

Die Art, wie sie behandelt wird ist so grausam und oftmals schlicht widerwärtig, dass ich unglaublich wütend geworden bin. Ich wollte für sie in den Krieg ziehen und Eve befreien!

Man merkt direkt von Anfang an, dass Bram anders ist. Er ist, ebenso wie Eve ein Gefangener. Sein Vater hat ihn mit nur 5 Jahren seiner Mutter weggenommen, um ihn für seine Zwecke zu benutzen. Er ist für ihn nichts anderes als ein – entbehrliches – Werkzeug.



Ich hatte die ganze Zeit beim Lesen Gänsehaut! Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele weibliche Babys noch heute in einigen Ländern abgetrieben oder ausgesetzt werden, in denen nur Söhne zählen. Dort kann man schon sehen, wie sich Frauenmangel auswirkt. Natürlich ist das noch längst nicht so extrem, wie die Situation im Buch. Es werden viele Fragen aufgeworfen, die allesamt bislang unbeantwortet bleiben. Ich bin gespannt, ob sie im zweiten oder dritten Band beantwortet werden, aber selbst wenn nicht, finde ich das Szenario, dass hier entworfen wird einfach unglaublich.

Was steckt wohl dahinter, dass nur noch Jungs geboren werden? Eine Mutation oder eine Art Krankheit? Wieso konnte Eve als einziges weibliches Baby die Schwangerschaft überleben?

Ich bin ein großer Dystopie Fan. „Eve of Man“ zeigt eine Zukunft, die gleichzeitig erschreckend und nur allzu möglich erscheint. Ich hoffe einfach, dass dies nur eine Zukunftsvision bleibt, die nicht real wird. Sie ist so schon gruselig genug.



Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand Eve und Bram total sympathisch und beide taten mir unheimlich leid. Mich hat die Art, wie beide, aber vor allem Eve behandelt wurden extrem wütend gemacht. Ich bin gleichzeitig erschüttert und fassungslos.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich kann es wirklich empfehlen!



Aufgepasst Dystopie- und Science-Fiction-Fans, hier seid ihr genau richtig!

Veröffentlicht am 06.09.2019

Für mich leider stellenweise zu übertrieben

Mehr als Worte sagen können
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Ninas Leben verläuft eigentlich gerade genau so, wie sie es sich wünscht. Sie hat einen Job, den sie liebt – sie arbeitet für einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt von New York –und ist mit dem Mann ...

Ninas Leben verläuft eigentlich gerade genau so, wie sie es sich wünscht. Sie hat einen Job, den sie liebt – sie arbeitet für einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt von New York –und ist mit dem Mann zusammen, der seit ihrer frühesten Kindheit immer ihr bester Freund war. Doch ihr Vater ist schwer krank und Nina muss sich langsam mit den Gedanken anfreunden, nach dessen Tod das Familienunternehmen, ein erstklassiges New Yorker Hotel zu übernehmen. Zudem beginnt sie zunehmend ihre Beziehung mit Tim zu hinterfragen, als ihr klar wird, dass sich ihre Gefühle für ihren Chef und Bürgermeisterkandidaten, Rafael verändern.

Als Ninas Vater stirbt muss sie sich in einer anderen Welt zurechtfinden. Zudem tauchen immer mehr Geheimnisse aus der Vergangenheit auf und Nina muss sich fragen, ob sie ihren Vater überhaupt kannte.


Mich lässt das Buch zwiegespalten zurück. Einerseits hat mich Ninas Verlust zu Tränen gerührt und sie tat mir furchtbar leid. Andererseits macht sie mich so wütend, wenn sie alle Energie darauf verwendet den – imaginären – Erwartungen ihres Vaters gerecht zu werden, statt ihr Leben so zu gestalten, wie sie es will und braucht.

Tim ist ein Beispiel dafür. Sie liebt ihn nicht, nicht wirklich, er war einfach immer da und er ist wie ein gemütlicher, aber durchgesessener Sessel. Er ist bequem und man hat viele gute Erinnerungen, die man mit ihm verbindet, aber der ist einfach durchgesessen, so durchgesessen, dass er irgendwann nicht mehr bequem und gemütlich ist, aber man möchte sich der Erinnerungen wegen trotzdem nicht trennen. Rafael dagegen bringt alles in Nina zum Vibrieren. Und obwohl sie diese Gefühle hat, stürzt sie sich mit Feuereifer in die Beziehung zu Tim.

In meinen Augen macht sie sich vorsätzlich unglücklich. Woher will sie wissen, dass ihr Vater Rafael nicht gemocht und vielleicht sogar gutgeheißen hätte? Immerhin wollte er als ihr Vater, dass sie glücklich wird, so wie er es mit ihrer Mutter war.


Mittlerweile reagiere ich auf so ein Hin und Her ziemlich empfindlich bei Büchern. Es kommt einfach viel zu häufig vor. Dieses „sie wollen einander, aber es geht nicht!“ nervt. Ich kann verstehen, warum Nina nach dem Tod ihres Vaters versucht das zu tun, was sie denkt, dass er von ihr wollte, aber was ist mit davor? Ihr Vater war lange krank und sie war schon länger am Zweifeln. Das frustriert mich.



Fazit: Leider war das Buch nicht so wirklich mein Fall. Ich fand es teilweise stark übertrieben. Es war nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut. Ich fand Ninas Verhalten nach dem Tod ihres Vaters (und eigentlich auch schon davor) sehr wütend gemacht. Ich empfand das als unrealistisch und übertrieben. Rafael dagegen fand ich wirklich ganz toll. So jemanden wünscht sich doch wirklich jede Frau! Tim konnte ich dagegen so gar nicht leiden.

Von mir bekommt das Buch, vor allem wegen Rafael 2 Sterne. Mehr war leider nicht drin.

Veröffentlicht am 06.09.2019

Total unrealistisch

In meinen Träumen seh ich dich
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Gerade hat sich Victoria mit ihrem Freund Brian verlobt, als ihr Leben in die Brüche geht. Die beiden werden überfallen, Victoria als Geisel genommen, fast vergewaltigt und schließlich angeschossen. Ihr ...

Gerade hat sich Victoria mit ihrem Freund Brian verlobt, als ihr Leben in die Brüche geht. Die beiden werden überfallen, Victoria als Geisel genommen, fast vergewaltigt und schließlich angeschossen. Ihr Verlobter wirft ihr vor plötzlich so distanziert und kalt zu sein, außerdem macht er sich Vorwürfe, weil er sie nicht beschützt oder versucht hat sie zu retten. Seine Lösung: er schläft mit Victorias Schwester und wird von ihr inflagranti erwischt. 

Victoria weiß, dass sie an PTSB leidet, aber diese Erkenntnis hilft ihr auch nicht viel, um über ihre Albträume hinweg zu kommen und den Verrat ihres Verlobten. Sie beschließt, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und an einen friedlichen See zu ziehen.

Dort begegnet sie bald ihrem geheimnisvollen Nachbarn Jude. Er taucht in den unmöglichsten Augenblicken auf und so sehr Victoria eigentlich ihre Ruhe will, genauso sehr scheint er einen Platz in ihrem Leben haben zu wollen. Doch während er recht bald alles über sie zu wissen scheint, gibt er im Gegenzug so gut wie nichts über sich preis. Was verheimlicht er vor ihr?

  

Das Buch ist in vier Teile eingeteilt, die die Stadien der Entwicklung eines Schmetterlings widerspiegeln und in gewisser Weise auch die Entwicklung bzw. Gesundung von Victoria.

 

Das Buch beginnt sehr gut – also die ersten 30 Seiten. Man erlebt alles aus Victorias Sicht, der Angriff, die Verzweiflung, den Neuanfang. Es fällt leicht, sich in sie hineinzuversetzen und man wünscht sich eigentlich nur, dass es ihr bald gelingt, den Schmerz und das Trauma hinter sich zu lassen. Ihren (Ex-)Verlobten möchte Frau dagegen erwürgen. Ich meine, ja gut, sie ist vielleicht distanzierter, aber das ist noch lange kein Grund ausgerechnet mit ihrer Schwester ins Bett – pardon! – in den Sessel zu hüpfen! Es geht ihr doch nun wirklich schon dreckig genug, warum so egoistisch sein und alles schlimmer machen, statt ehrlich zu sein und Schluss zu machen?

 

Leider wird das Buch nach den ersten 30 Seiten immer schlechter und schlechter. Ich habe schon nach 30 Seiten fast alles erraten. Ich bin zwar gut darin, zu erraten, wie es weitergeht oder was das große „Geheimnis“ oder die „Enthüllung“ oder die „Überraschung“ sein soll, aber so schnell war ich noch nie. 

Zudem wird das Buch von Seite zu Seite immer unrealistischer. Zum Beispiel steht ganz plötzlich Victorias beste Freundin aus Highschool-Zeiten vor ihrer Tür, halt zuvor hat sie sie noch auf dem Handy angerufen, um ihr zu sagen, dass sie vor der Tür steht. Aber woher hat sie ihre Handynummer oder weiß, wo sie wohnt, wenn sie doch jahrelang keinen Kontakt hatten und Victoria gerade erst eingezogen ist?

Mehr Beispiele kann ich nicht bringen, sonst würde ich spoilern. Aber es wird immer fantastischer, im Sinne von amoklaufender Fantasie. Und dann gibt es auch noch ein Fantasy-Element, das ich nun wirklich nicht erwartet hatte, als ich mit dem Lesen begonnen habe, aber relativ schnell vermutete.

Es gibt im Buch zu viele Zufälle, unrealistische Handlungsstränge und Klischees. Ich fand das einfach unheimlich schade. Die Grundstory hatte echt potential! 

 

Fazit: Leider war das Buch nicht mein Fall. Für mich wurde die Handlung einfach immer unrealistischer und unrealistischer. Die Zufälle waren zu extrem und fast die gesamte Story ließ sich schon nach wenigen Seiten erraten (ich sagte ja, zu extreme Zufälle). Mich hat das Buch total frustriert. Der Klappentext klang so toll und auch die ersten 30 Seiten gefielen mir sehr gut und dann ging es einfach nur sowas von Berg ab. Ich habe mich durch dieses Buch gequält, weil ich Bücher nicht gern abbreche, aber ich war so nah dran, wie selten zuvor. Ich habe beim Lesen andauernd den Kopf geschüttelt. 

Für mich waren das positivste an diesem Buch die ersten 30 Seiten und das wunderschöne Cover. Das war’s leider dann auch schon. Einfach nur schade! Aus dem Buch hätte man so viel machen können!

Mich hat das Buch einfach frustriert.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Ich hatte eine andere Art Buch erwartet

Finding Mr. Wright
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Als Emery ihren Freund / Professor / Doktorvater beim Fremdgehen erwischt steht für sie fest, dass es so nicht weitergehen kann. Sie gibt ihm den Laufpass, schmeißt die Uni hin und zieht wieder in ihre ...

Als Emery ihren Freund / Professor / Doktorvater beim Fremdgehen erwischt steht für sie fest, dass es so nicht weitergehen kann. Sie gibt ihm den Laufpass, schmeißt die Uni hin und zieht wieder in ihre Heimatstadt Lubbock in West-Texas. Ihre beste Freundin schleppt sie mit auf eine große Hochzeit und dort begegnet sie Jensen Wright wieder, dem großen Bruder ihres Ex-Freundes aus der Highschool. Nie wieder wollte Emery mit einem Wright-Bruder ausgehen, doch sie kann sich Jensens Charme nicht entziehen. Aber kann das gut gehen?


Ich bin bei diesem Buch ständig hin und her geschwankt. Zum einen fand ich die Chemie zwischen Jensen und Emery echt toll und wie gut sie zusammenpassen. Ich fand es auch sehr sympathisch, dass Emery so gar nicht dem Klischee entspricht und – anfangs – unkonventionell ist, was ihr Äußeres angeht.
Weniger gut hat mir die Tatsache gefallen, dass Emery Jensen nicht direkt gesagt hat, dass sie nach Lubbock zurückgezogen und ihre Dissertation abgebrochen hat. Mir kam das wie eine Lüge vor, um sich interessanter zu machen.
Davon abgesehen hat es mich gestört, dass Emery ewig dieselben Gedanken hatte „ich kann nicht mit ihm ausgehen, er ist ein Wright!“ und Jensens sich abgewechselt haben zwischen „sie war mit meinem Bruder zusammen!“ und „ich will mit ihr ins Bett“. Das besserte sich zwar später, aber dafür mutierte Jensen im letzten Drittel zu einem absolut irrationalen Vollidioten. Ich hasse es, wenn Charaktere der festen Meinung sind ganz genau zu wissen, wie eine Situation zu interpretieren ist, aber total falsch liegen, sich aber konsequent weigern, die andere Partei auch nur anzuhören. Sie haben recht und sie sind das Opfer Punkt. Ich hätte an diesem Punkt das Buch beinahe an die Wand geworfen! Das war für mich absolut unnötig! Genauso wie die letzte große Verwicklung.

Die Sex Szenen waren für mich auch größtenteils zu unrealistisch und zu viel.


Fazit: Anfangs dachte ich, dass mir das Buch echt gefallen könnte, aber leider kamen immer mehr Punkte, die mich aufregten. Leider ist für mich das Buch nur Mittelmaß. Was mich aber mit am meisten gestört hat, war, dass der Klappentext teilweise überhaupt nicht zum Inhalt gepasst hat. Ich suche mir Bücher überwiegend aufgrund des Klappentextes aus und wenn das dann nicht stimmt, dann regt mich das auf. Ich hatte eine andere Art Buch erwartet.

Von mir gibt es leider nur 2,5 Sterne. Dort, wo ich keine halben Sterne vergeben kann, runde ich ab auf zwei.