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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2024

Mir gefiel das Buch, trotz etwas Kritik, sehr gut

The Deal – Reine Verhandlungssache
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Triggerwarnung: Erwähnung von Vergewaltigung, Substanzmissbrauch, Trauma, häusliche Gewalt, Gewalt gegen Kinder.

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Hannah ist verliebt und das schon ...

Triggerwarnung: Erwähnung von Vergewaltigung, Substanzmissbrauch, Trauma, häusliche Gewalt, Gewalt gegen Kinder.

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Hannah ist verliebt und das schon seit einer ganzen Weile. Doch ihr Schwarm, der Footballspieler Justin, weiß nicht einmal, dass sie existiert. Das soll sich nun ändern, denn damit sie ihm die dringend benötigte Nachhilfe gibt, schlägt ihr der Eishockey-Star Garrett vor, ihr dabei zu helfen Justins Aufmerksamkeit zu erregen, indem sie so tut, als sei sie mit Garrett zusammen.
Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr ändern sich ihre Gefühle für einander.


Das Buch haut einem direkt zu Beginn die Keule um die Ohren: Hannah ist auf der Highschool vergewaltigt worden. Sie hat eine Therapie gemacht und dadurch lebt sie ein nahezu normales Leben, obwohl sie die Erinnerungen noch immer verfolgen und dafür sorgen, dass sie niemals Alkohol in der Öffentlichkeit trinkt und extrem vorsichtig ist. Aber wenigstens hat sie keine panische Angst vor Männern – immerhin etwas. Sie ist in deren Gegenwart auch nicht komplett eingeschüchtert, wie Garrett ziemlich schnell herausfinden muss, als Hannah ihm keineswegs bereitwillig Nachhilfe gibt, wie er erwartet hatte, sondern er ihr erst ewig hinterherrennen und sie anbetteln muss. Normalerweise rennen eher Garrett die Mädchen hinterher und nicht umgekehrt.

Hannahs Vergangenheit belastet immer noch ihre Gegenwart und Zukunft, das wird durch mehrere Dinge deutlich. Sie machen das alles glaubwürdiger, aber gleichzeitig haben sie mich auch extrem wütend gemacht, weil man einfach will, dass Gerechtigkeit geschieht, aber viel zu oft sieht die Realität leider ganz anders aus.

Ich mochte Hannah und Garrett beide sehr. Allerdings haben sie beide auch ihr jeweiliges Päckchen zu tragen. Und bei beiden erfährt man Heftiges über ihre Vergangenheit. Aber gerade das hilft dabei, ihnen Tiefgang zu verpassen.
Allgemein werden im Buch einige, teils auch richtig wichtige Themen angesprochen und es kommt deutlich rüber, dass man an Problemen und Hindernissen entweder zerbrechen oder wachsen kann. Das finde ich toll gemacht.

Bei einer Sache hätte ich mir gewünscht, dass man da noch ein befriedigenderes Ende bekommt. Das war zwar realistisch, aber auch deprimierend.


Fazit: Mir gefiel das Buch sehr gut. Ab und an gab es Aussagen, die mir nicht ganz so gut gefielen und mir für einen Moment negativ auffielen, insgesamt konnten die Protagonisten das aber wieder wettmachen. Mir gefiel die Chemie zwischen den beiden und wie sie aneinander wuchsen. Gerade Hannah hat mich stellenweise echt beeindruckt.

In diesem Buch wird relativ bald deutlich, dass in beiden Protagonisten deutlich mehr steckt, als man im ersten Moment denkt und das fand ich richtig toll.

Bei einer Sache hätte ich mir gewünscht, dass man da noch ein befriedigenderes Ende bekommt. Das war zwar realistisch, aber auch deprimierend und es wirkte auf mich irgendwie, als käme da noch was.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Ich fand es richtig, richtig gut

Spur der Finsternis
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Morgan arbeitet sehr hart für ihre Ziele und Träume und sie hat auch schon viel erreicht. Kurz bevor sie ihren größten Traum wahrmachen kann, wird ihr jedoch alles genommen. Ein Mann, von dem sie dachte, ...

Morgan arbeitet sehr hart für ihre Ziele und Träume und sie hat auch schon viel erreicht. Kurz bevor sie ihren größten Traum wahrmachen kann, wird ihr jedoch alles genommen. Ein Mann, von dem sie dachte, dass er aufrichtiges Interesse an ihr hat, stellt sich als Serienmörder heraus. Er ermordet ihre beste Freundin, obwohl er es eigentlich auf Morgan abgesehen hatte, räumt ihre Konten leer, stiehlt ihr Auto und belastet ihr Haus mit so vielen Hypotheken bei zwielichtigen Gestalten, dass Morgan vor dem Nichts steht. Immer neue hohe Kreditkartenrechnungen von Karten, die sie gar nicht besitzt, treiben sie an den Rand des Abgrunds. Doch dann bringen sie ihre Mutter und Großmutter dazu, alle Zelte abzubrechen und einen Neuanfang zu wagen. Allerdings ist der Mörder noch längst nicht mit Morgan fertig, immerhin ist sie die Einzige, die ihm jemals entkam.


In diesem Buch geht es um ein wichtiges Thema, ja, hier wird es auf die Spitze getrieben, aber es gibt so viele Betrüger da draußen, ob am Telefon, in echt oder im Internet. Jeder kann jederzeit zum Opfer werden, egal wie vorsichtig er oder sie auch ist. Und wenn das passiert, kann man sich oft nicht helfen. Man wird damit allein gelassen und steht vor dem Ruin, obwohl man doch eigentlich nichts falschgemacht hat. Ich finde das immer wieder so schrecklich, ob es nun Senioren betrifft, oder andere Menschen.

Morgan steht vor dem Nichts als sie sich in das beschauliche Örtchen flüchtet, in dem ihre Mutter mittlerweile bei ihrer Großmutter lebt. Ihr Verhältnis war lange nicht das Beste. Immerhin wollte Morgan ihr gesamtes Leben lang nur eins: Wurzeln. Ein Zuhause, an dem sie sich niederlassen und das ihr niemand jemals wieder nehmen kann. Genau das hat ihr dieser Mann genommen und das kann Morgan nur schwer verwinden.
Allerdings schaffen es ihre Mutter und Großmutter auch, ihre Lebensgeister zu wecken, ihren Ehrgeiz anzuspornen und ihr zu zeigen, dass das noch lange nicht das Ende ihrer Geschichte bedeuten muss.

Morgan ist Barkeeperin mit Leidenschaft und das merkt man. Ich persönlich trinke ja keinen Alkohol, also habe ich damit nicht wirklich viele Berührungspunkte, aber sie schafft es trotzdem diese Leidenschaft für den Job, der aus mehr besteht, als nur Drinks zu servieren, rüberzubringen.
Die Familie für die Morgan nun arbeitet, finde ich total beeindruckend. Es ist ein Familienunternehmen, aber für sie gehört jeder Mitarbeiter dazu, ob nun blutsverwandt oder nicht und das sorgt für eine tolle Stimmung.

Die Liebesgeschichte fand ich total süß. Sie entwickelt sich langsam und vorsichtig, aber dank des Hundes des Protagonisten, bekommt man auch extrem viel zu lachen. Ich nenne seinen Namen absichtlich nicht, damit ich niemanden spoilere.

Man bekommt auch immer wieder die Perspektive des Täters gezeigt und dadurch auch wie er tickt. Das ist wirklich interessant, aber auch erschreckend.


Fazit: Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Es wird ein echt wichtiges Thema behandelt, auf eine Art, die einem im Gedächtnis bleibt, auch wenn sie hier in der Form eines Serienkillers auf die Spitze getrieben wird. Es wird deutlich, dass jeder und jede jederzeit zum Opfer von Identitätsdiebstahl werden kann.

Ich fand das Buch spannend und die Liebesgeschichte sehr schön und süß. Mein Liebling war ganz klar der Hund des Protagonisten, die ich aber beide nicht namentlich nennen werde, um nicht zu Spoilern.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, obwohl es gegen Ende etwas arg schnell ging. Mich hat das Buch echt toll unterhalten.

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Für mich leider ein Flop

Der Eisbrecher
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Olivia hat zusammen mit ihrem Freund Aaron Großes geplant. Auf einem zu einem Kreuzfahrtschiff umgebauten Eisbrecher wollen sie eine Kunstauktion veranstalten, mitten in der Arktis! Es soll Olivias große ...

Olivia hat zusammen mit ihrem Freund Aaron Großes geplant. Auf einem zu einem Kreuzfahrtschiff umgebauten Eisbrecher wollen sie eine Kunstauktion veranstalten, mitten in der Arktis! Es soll Olivias große zweite Chance sein, doch kaum hat das Schiff abgelegt, stellt Olivia fest, dass Aaron nicht an Bord ist. Bald darauf geschehen erste Morde und das völlig abgeschnitten vom Rest der Welt. Keine Polizei in der Nähe, niemand, der ihnen helfen könnte. Und während Olivia Nachforschungen anstellt, scheint es jemand auf sie abgesehen zu haben. Ihre einzige Chance: Das Festland erreichen, bevor weitere Morde geschehen.


Das Setting fand ich wirklich eine super Idee. Ich finde die Antarktis total faszinierend. So ein unwirtlicher Ort, aber auch wunderschön. Aber leider kam davon nichts bei mir an.

Ich hatte allgemein sehr große Probleme mit dem Buch. Ich wurde weder mit Olivia noch mit Aaron warm, die Geschichte fand ich konfus und gleichzeitig zu leicht zu erraten. Die Motive waren dabei in meinen Augen total unsinnig. Das sorgte bei mir bei der Auflösung für jede Menge „Hä?“s. Ich meine, ich habe mich durch das Buch gequält – anders kann ich es leider nicht ausdrücken, weil ich es mega langweilig fand – und das nur, weil ich auf eine gute Erklärung wartete und dann das?!

Ich konnte oft nicht wirklich folgen, es gab zu viele abrupte Szenenwechsel, ebenso wie auch die Handlungen der Charaktere oft abrupt waren. Vieles war dabei absolut nicht nachvollziehbar und auch Olivias Verhalten und Reaktionen fand ich manchmal einfach nur unverständlich.

Mir fehlte es leider komplett an Spannung. Es hätte jede Menge Potenzial dafür gegeben, aber irgendwie gelingt es nicht, dieses Potenzial zu nutzen.


Fazit: Es tut mir ehrlich leid, aber für mich war das Buch leider ein kompletter Flop. Ich fand es total langweilig, konnte weder der Handlung noch der Protagonistin etwas abgewinnen und war sehr oft einfach nur verwirrt, weil es für mich zu viele Sprünge gab. Mir fehlte komplett die Spannung und auch das Setting, das eigentlich mega hätte sein können, konnte nicht liefern.
Die Auflösung war dann auch noch so an den Haaren herbeigezogen, dass es mich richtig wütend gemacht hat.

Von mir bekommt das Buch 0,5 Sterne, ich bin echt enttäuscht und wünschte, ich hätte es einfach abgebrochen.

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Mir gefiel es sehr - eine gelungene Mischung!

Die Nacht der Königinnen
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Ginge es nach Alix, dann soll sich niemals etwas ändern. Sie würde für immer Zuhause, bei ihrem Vater, ihrer Tante und ihren Brüdern leben und niemals heiraten und fortgehen müssen. Doch es geht nun mal ...

Ginge es nach Alix, dann soll sich niemals etwas ändern. Sie würde für immer Zuhause, bei ihrem Vater, ihrer Tante und ihren Brüdern leben und niemals heiraten und fortgehen müssen. Doch es geht nun mal nicht nach ihr. Der König, den alle nur den „Schlangenkönig“ nennen, hat andere Pläne. Er zitiert 13 junge adlige Frauen an den Hof unter denen er seine Braut wählen will, darunter auch Alix. Doch diese hat keinerlei Interesse daran Königin zu werden, aber gerade sie zieht die Aufmerksamkeit des Königs immer wieder auf sich. Bald geschehen im Schloss merkwürdige Dinge und auch der König wird nicht müde, Alix und die anderen jungen Frauen daran zu erinnern, welch grausames Verbrechen einst an seiner Mutter und seinen Schwestern verübt worden ist, und das er nicht vergessen hat. Was, wenn die Gerüchte über den König wahr sind? Und wenn ja, was bedeutet das für Alix und die anderen jungen Frauen?


Ich mochte Alix auf Anhieb. Sie ist eher ein Wildfang, weiß aber auch die Pflichten einer Burgherrin zu übernehmen, wenn nötig. Zudem gelingt ihr der Spagat zwischen Schwester und Mutterfigur für ihre jüngeren Brüder. Ginge es nach ihr, würde sich nie etwas daran ändern, doch als Grafentochter, geht es nun mal nicht nach ihr. Das zeigt sich schneller als gedacht, als der König einen Brief schickt, in dem er Alix dazu auffordert, an seiner Brautschau teilzunehmen. Nein sagen ist unmöglich. Also bleibt Alix nichts anderes, als an den Hof zu reisen und zu hoffen, dem König nicht aufzufallen – was leider so absolut gar nicht klappt.

Alix ist kein verwöhntes Prinzesschen, sie ist es gewohnt mit anzupacken. Ja, sie lebt ein durchaus privilegiertes Leben als Tochter eines Grafen, aber doch auch in gewisser Weise ein sehr bodenständiges. Sie jagt, schießt mit dem Bogen und reitet für ihr Leben gern. Mit Bällen hat sie es nicht so und mit all den anderen Dingen, die bei Hofe von ihr erwartet werden auch nicht.

Die adligen Damen, die der König zu seiner Brautschau geladen hat, teilen sich recht bald in zwei Lager, die, die keinerlei Interesse daran haben, Königin zu werden und denen, die dafür über Leichen gehen würden.

Merkwürdige Dinge ereignen sich im Schloss und bald muss sich Alix fragen, ob an den Gerüchten über den König vielleicht doch mehr dran ist, als ihr lieb ist.


Fazit: Die Geschichte erinnert mich an eine Mischung aus „Selection“ und „Panem“. Die erste Hälfte des Buches beginnt langsam, man orientiert sich und muss sich erst einmal zurechtfinden. Diese Hälfte des Buches erinnerte mich sehr an „Selection“. Dann noch die schönen Kleider, die Mahlzeiten mit dem König, der wann immer er kann, seine Spielchen spielt.
In der zweiten Hälfte wird es richtig spannend, da kommen dann Erinnerungen an „Panem“ auf. Beide Teile sind aber in meinen Augen sehr gut verbunden, es gibt keinen krassen Bruch, es passt einfach.

Das Buch hat echt was, es ist schön mysteriös und ab der Hälfte auch spannend. Aber es war hart, wann immer der König vom grausamen Tod seiner Mutter und Schwestern erzählte. Man will sich das nicht vorstellen, wird aber immer wieder dazu gezwungen. Das sind Bilder, die man nicht im Kopf haben will.

Mir persönlich war die Liebesgeschichte etwas zu wenig präsent. Für mich hatten Ty und Alix etwas zu wenig Zeit zusammen, dafür, dass sie sich verlieben sollen.

Das Buch ist teilweise echt heftig, aber ich fand es richtig gut. Ein paar Kleinigkeiten haben mich etwas gestört, aber insgesamt, mochte ich es sehr. Das Buch bekommt von mir 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Ein absolutes Highlight - so eine tolle Dystopie!

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Nach der großen Pandemie und einem erbitterten Krieg herrscht in Sestiby (ehemals Deutschland) vollkommener Frieden. Eine allgegenwärtige KI sorgt für und ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Nach der großen Pandemie und einem erbitterten Krieg herrscht in Sestiby (ehemals Deutschland) vollkommener Frieden. Eine allgegenwärtige KI sorgt für und überwacht die Bevölkerung. Lügen gehören, dank eines Wundermittels, der Vergangenheit an, genauso wie jene Emotionen, die Menschen unbedacht handeln lassen: Misstrauen, Eifersucht oder Wut. Nur Mae spürt diese verbotenen Gefühle und das bringt sie regelmäßig in Gefahr. Denn wer „emotionale Überreaktionen“ zeigt, steht sofort unter Verdacht ein „Liar“ zu sein, einer jener verachtenswerten Menschen, die das System ins Chaos stürzen wollen, indem sie die Einnahme von VeriTab verweigern und dadurch unweigerlich verrückt werden.
Doch nicht nur ihre verbotenen Gefühle stellen eine andauernde drohende Gefahr für Mae dar, auch ihr Status als „Unverheiratete“ tut dies. Wer nicht bis 25 verheiratet ist, landet in Sektor 7, ein gesellschaftlicher Abstieg und das Ende für all ihre Träume. Außer ihr Freund entscheidet sich für Mae und gegen Ann, die ihm ebenfalls gefällt.
Als dann die Regierung auch noch ein neues Partnerschaftsprogramm verkündet, droht Maes Welt endgültig ins Chaos zu stürzen.


Wow. Einfach nur wow! Ich liebe Dystopien und vor allem liebe ich sie, wenn sie mich vollkommen von sich überzeugen und das ist Franzi Kopka wirklich gelungen.

Mae ist ein Sonderfall. Obwohl sie immer brav ihre VeriTab einnimmt und auch sonst nie negativ auffällt, ist sie in Gefahr, denn Mae schafft es nicht, ihre „emotionalen Überreaktionen“ zu vermeiden. Sie zeigt Gefühle, die sie nicht zeigen dürfte, neigt zu Panikattacken und ist überhaupt viel zu emotional. Das bringt nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie in Gefahr. Sie alle decken sie und versuchen ihr so gut sie können zu helfen. Auch ihr Bruder Nick, der sogar ein hochrangiger Aufsehender ist und eigentlich jemanden wie Mae sofort melden müsste.
Als ihr langjähriger Freund und bester Freund Aiden schließlich eine andere Mae vorzieht und das obwohl auch ihr 25. Geburtstag immer näher rückt und damit die Gefahr in Sektor 7 abzurutschen und all ihre Träume begraben zu müssen, katapultiert dies Mae in den schlimmsten Zusammenbruch ihres Lebens. Ihre einzige Chance ist jetzt das neue Partnerschaftsprogramm der Regierung. Gleichzeitig ist dieses Programm aber auch die größte Gefahr für jemanden wie Mae. Jederzeit könnte jemand entdecken, dass etwas mit ihr nicht stimmt.

Grayson ist ebenfalls ein Aufsehender und ein A… - jedenfalls aus Maes Sicht und außerdem sieht und bemerkt er zu viel. Mae weiß nicht, was er vorhat, will er sie verraten? Die Karriere ihres Bruders zerstören? Oder ist er einfach nur ein A…, der es liebt, Spielchen zu spielen? Oder ist er vielleicht gar kein A… sondern spielt einfach nur eine Rolle, wie auch Mae es tut?


Fazit: Es handelt sich hier um eine echt interessante dystopische Gesellschaft. Man merkt direkt von Anfang an die Misstöne und dass auch in einer absolut ehrlichen Welt manche Menschen A… sind.
Mae tat mir schrecklich leid und diese permanente Angst erwischt und verurteilt zu werden, weil sie von der gewünschten Norm abweicht. Dann noch die Sache mit Aiden. Ich wollte sie einfach nur in den Arm nehmen. Schrecklich, wie alle unter Druck gesetzt werden, jung zu heiraten, notfalls jemanden, mit dem sie gar nicht kompatibel sind, nur, um nicht im Elend zu enden.
Die Ungerechtigkeit und Arroganz vieler Bessergestellter machte mich echt wütend. Das erinnerte mich in Teilen sehr positiv an die Selection-Reihe oder auch die Panem-Reihe, wie einige im Wohlstand leben und auf alle, mit einer höheren Nummer hinabsehen und sie teilweise gar nicht mehr als Menschen betrachten.
Die Enthüllungen sind echt heftig und der Cliffhanger brutal. Aber für mich ist das Buch ein echtes Highlight. Ich bin so froh, es entdeckt zu haben und kann es kaum erwarten, bis Ende August endlich Band 2 erscheint!

Von mir gibt es natürlich volle 5 Sterne.

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