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Veröffentlicht am 23.03.2024

Ein absolutes Highlight!

Unwritten Love (Unwritten, Bd. 1)
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Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und einfach alles passt? Ihr liebt die Protagonisten und die Nebencharaktere und die Story und einfach alles? Wenn ihr komplett im Buch versinkt und euch wünscht, ...

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und einfach alles passt? Ihr liebt die Protagonisten und die Nebencharaktere und die Story und einfach alles? Wenn ihr komplett im Buch versinkt und euch wünscht, dass es niemals endet, weil es einfach so schön ist? Wenn ihr lacht und lacht und dann wieder fast dahinschmelzt und euch nicht entscheiden könnt, ob ihr weiterlesen oder das Buch knuddeln sollt? Tja, genau so ging es mir bei diesem Buch. Es ist für mich nicht nur ein Highlight, sondern ein Für immer Lieblingsbuch.


Livia zieht Katastrophen magisch an. So verliert sie zum Beispiel ihren Nebenjob in einer Bibliothek, weil sie auf ein Regalbrett steigt, um an ihr Handy zu kommen, das – warum auch immer – auf dem Regal liegt. Dummerweise bricht aber das Regalbrett und ein paar Faksimile versuchen sie zu töten. Livia überlebt, die Faksimile nicht. Jedenfalls ist Livia eigentlich Autorin und ihr bislang einziges Werk soll verfilmt werden. Leider soll aber ausgerechnet Julian Collins die männliche Hauptrolle übernehmen und er passt für Livia so gar nicht. Ihr erstes Aufeinandertreffen – und das zweite – gehen fürchterlich schief und am Ende lehnt Julian die Rolle ab. Dumm nur, dass ihre Lektorin ihr mitteilt, dass dadurch die ganze Verfilmung in Gefahr gerät. Also bleibt Livia nur eins: sie muss Julian irgendwie umstimmen.


Die Autorin hat es mal auf Instagram ganz toll in Worte gefasst: „Julian und Livia ergeben zusammen einen funktionierenden Menschen“ – das trifft es ziemlich gut. Beide haben ihre Schwächen, aber Livia ist schon ein ziemlicher Katastrophen-Magnet. Kein Wunder also, dass Julian sie immer beharrlich „Gremlin“ nennt. (Und wehe jemand sagt jetzt, dass er keine Ahnung hat, was Gremlins sind! Sollte das echt der Fall sein, müsst ihr dringend den Film von 1984 schauen!) Jedenfalls merkt man schnell, dass es immer wieder zwischen ihnen funkt, aber keiner von beiden weiß damit umzugehen.

Beide Julian und Livia haben ihr Päckchen zu tragen. Im Verlauf des Buches kommt da vieles ans Licht und man möchte beide – aber vor allem Livia – in den Arm nehmen. Livia ist ein sehr schüchterner, zurückhaltender Mensch, nur dann nicht, wenn sie mit Julian zusammen ist. Er bringt ihre wütende Seite zum Vorschein. Aber man merkt immer mehr, warum Livia ist, wie sie ist. Sie wurde einfach schon zu oft verletzt und versucht sich irgendwie, egal wie, zu schützen.
Julian ist zwar ein „Star“, aber dass in Hollywood nicht alles Gold ist, was glänzt, musste er schon vor langer Zeit lernen. Jetzt ist er an einem Punkt angelangt, an dem er gar nicht mehr weiß, ob er seine Karriere überhaupt noch retten und fortsetzen will.

Mein heimlicher Liebling des Buches war Julians Schwester. Sie ist einfach so cool und witzig und lieb und nett und manchmal auch ziemlich furchteinflößend. Ich bewundere sie zutiefst und ihre Art. Ich glaube jemanden wie sie braucht jeder in seinem Leben.


Fazit: Das Buch vibriert geradezu vor Gemütlichkeit. Das klingt komisch, ich weiß, aber wenn ihr es lest, werdet ihr wissen, was ich meine. Die Charaktere wachsen einem unheimlich schnell ans Herz, man genießt jede Seite mit ihnen und möchte nicht, dass das Buch jemals endet. Ja, Julian baut regelmäßig Mist, teilweise auch gigantischen Mist, aber nicht aus Bosheit, sondern aus Unwissenheit, oder er meint es gut, aber das Gegenteil ist das Ergebnis. Auch Livia ist nicht perfekt. Aber das Buch gibt ihnen den Raum nicht perfekt zu sein, ohne, dass sie deswegen gleich ins Klischee abdriften.

Für mich fühlte sich das Buch irgendwie wie die Buchbubble an – warm, gemütlich und ich fühlte mich verstanden als Büchersüchtige. Die Liebe zu Büchern findet sich hier überall.

Ich habe das Buch echt geliebt. Es hat mich zum Lachen gebracht, ich wollte die Charaktere in den Arm nehmen, habe die Seiten verschlungen und wollte gleichzeitig, dass es nie aufhört. Von mir gibt es natürlich volle 5 Sterne, denn für mich war das Buch ein Highlight und ein neues Lieblingsbuch.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Verworren und enttäuschend

Sexy Rich Vampires - Nächtliche Sünde
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Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar! Das Buch endet wieder mit einem Cliffhanger.

Julian hat Thea zu seiner Gefährtin genommen und damit gegen alle Regeln der Vampirgesellschaft verstoßen. ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar! Das Buch endet wieder mit einem Cliffhanger.

Julian hat Thea zu seiner Gefährtin genommen und damit gegen alle Regeln der Vampirgesellschaft verstoßen. Zudem hat sich herausgestellt, dass Thea kein Mensch ist, sondern eine Sirene. Doch was bedeutet das für die beiden? Können sie sich jetzt endlich gegen alle Widerstände durchsetzen, oder warten nur weitere Probleme auf die beiden?


Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass dieser Band der letzte der Reihe ist. Hätte ich vorher gewusst, dass es noch einen vierten Band gibt, hätte ich mir diesen wohl auch nicht mehr geholt, da ich schon von Band zwei der Reihe etwas enttäuscht war. Dieser dritte Band hat mich allerdings noch deutlich mehr enttäuscht – leider. Ich hätte gern gewusst, wie die Reihe endet, aber Band vier werde ich mir nicht mehr antun.

Auf mich übt dieser Band nicht mehr denselben Zauber aus. Zu viel wiederholt sich, zwar nicht 1:1 aber in den Verhaltensweisen. Ich kann auch viel zu oft das Verhalten sämtlicher Charaktere nicht nachvollziehen. Entscheidungen, auch große werden häufig aus einer Laune heraus getroffen. Auf Erklärungen wird wie immer größtenteils verzichtet. Nicht nur was das Verhalten angeht, sondern auch hinsichtlich der Handlung.
Allgemein war mir die Handlung dieses Mal zu halbgar. Es passiert länger fast gar nichts, bis die Protagonisten wieder einmal ihre üblichen Verhaltensweisen an den Tag legen, die oh Wunder für Probleme sorgen. Dann kam die Wendung dazu, die ich an sich interessant fand, aber die Folge war anstrengend, weil man da ohne Überleitung reingeworfen wurde und plötzlich so vieles anders war (Ich muss hier leider so kryptisch bleiben, damit ich nicht spoilere). Ab da war vieles für mich nur noch eine Aneinanderreihung von Hä?s. Ich fand einiges sehr unlogisch, gerade auch als es auf das Ende dieses Bandes zuging.


Fazit: Leider war mir nicht bewusst, dass es sich bei dieser Reihe um vier Bände handelt, ich dachte, es wäre eine Trilogie. Nachdem ich schon mit dem letzten Band ein paar Probleme hatte, wollte ich aber wissen, wie es ausgeht, also holte ich mir diesen dritten Band. Leider endet dieser aber wieder einmal mit einem Cliffhanger. Da er mir aber nicht wirklich gefallen hat, sondern mich vor allem wütend gemacht hat, werde ich Band 4 nicht mehr lesen.

Mir wiederholte sich zu viel, vor allem im Verhalten. Gefühlt wurden alle Entscheidungen – auch super wichtige – aus dem Bauch heraus, ganz spontan getroffen. Eben hieß es noch „ich brauche Zeit“ – wenige Seiten später dann praktisch „sch… drauf“ und absolute Kehrtwendung. Das hat mich genervt, ebenso, wie die Tatsache, dass beide Protagonisten ständig in die immer gleichen Verhaltensmuster verfielen, die schon in Band 1 und 2 für nichts als Ärger sorgten.

Die Wendung fand ich interessant, aber danach wurde es anstrengender zu folgen, weil da eine Sache verändert wurde, ohne Erklärung – wieder einmal – und man dadurch das Gefühl hatte, etwas verpasst oder nicht mitbekommen zu haben.

Und das Ende war einfach nur hä? Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Die Geschichte zieht sich einfach zu lang, ohne zum Punkt zu kommen. Ich werde Band 4 nicht mehr lesen. Von mir bekommt dieser Band der Reihe ganz, ganz knappe 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.03.2024

Leider konnte es mich gar nicht begeistern

The Ruby Circle (1). All unsere Geheimnisse
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit leichtem Cliffhanger!

Nachdem ein normales Leben und eine normale Schule für Louisa nicht mehr infrage kommen, bekommt sie die Chance an der elitären Highclare Academy ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit leichtem Cliffhanger!

Nachdem ein normales Leben und eine normale Schule für Louisa nicht mehr infrage kommen, bekommt sie die Chance an der elitären Highclare Academy ihren Abschluss zu machen. Dort hat man Erfahrung mit dem Interesse der Öffentlichkeit und der notwendigen Diskretion. Und die anderen Schüler sind es gewohnt, nicht alles zu glauben, was in der Presse steht. So zumindest das Werbeversprechen. Leider ist Louisas Start an der Schule nicht besonders vielversprechend. Auch hierher verfolgen sie die Lügen der Presse, die Anschuldigungen und Verleumdungen. Doch dann wird sie ein Mitglied des Ruby Circles, einer Art Geheimgesellschaft und alles scheint sich zum Guten zu wenden – aber bald merkt Louisa, dass es vielleicht nicht bloß Vorteile bringt, Teil des Ruby Circles zu sein …


Mir tat Louisa natürlich am Anfang schon leid. Ich meine, sie wollte nur ihre Mutter kennenlernen und das ging komplett nach hinten los. Jetzt verbreitet diese zusammen mit der Presse und ihren Fans schreckliche Lügen und Behauptungen über Louisa, bis sich diese nirgendwo mehr sicher fühlt.

Ich kann verstehen, dass sie ihre Mutter kennenlernen will, andererseits hat sie damals Geld dafür bezahlt, damit Louisa aus ihrem Leben verschwindet, also was hat sie erwartet? Dass ihre Mutter jetzt plötzlich ihre Meinung ändert? Es ist ziemlich deutlich, dass sie keinerlei Interesse an ihr hat und in Louisa nur eine Bedrohung ihres Rufs und ihrer Karriere sieht. Doch Louisa will das nicht akzeptieren und arbeitet das Schuljahr über darauf hin, eine Gelegenheit zu bekommen, sie zu treffen und ihre Fragen zu stellen – eine Katastrophe mit Ansage.

An der Highclare Academy dreht sich alles entweder um Pferdesport (was ich echt interessant fand) oder um den Ruby Circle und die Aufgaben, die ihnen da gestellt werden. Ich hätte mir da mehr gewünscht, mehr zum Unterricht, mehr zum Leben im Internat, mehr alles einfach. Aber ganz schnell geht es für Louisa nur noch um ihren Sport, den Ruby Circle und Theo, den sie faszinierend findet, obwohl er oft so abweisend ist.


Fazit: Mir war das Buch insgesamt einfach zu jung. Es war absolut nicht meins und ich kam leider gar nicht rein. Mir war Louisa vom Kopf her zu jung und ich tat mich oft schwer mit ihr. Sie kam sehr naiv rüber und wirkte auf mich oft, wie ein Blatt im Wind, das mal hierhin, mal dorthin getragen wurde. Die meisten Charaktere blieben mir zu blass. Es gab gefühlt hundert Geheimnisse und es kamen ständig neue dazu. Für mich hat sich das Buch leider sehr gezogen und ich kam nie wirklich an im Buch.

Ich weiß nicht, ob es an mir lag und das Buch einfach für jüngere Leser gedacht ist, aber leider kam ich nicht rein und das Buch schaffte es zu keinem Zeitpunkt, mich zu begeistern oder mitfiebern zu lassen. Von mir bekommt es 1 Stern. Es tut mir von Herzen leid, aber es war einfach absolut und komplett nicht meins und rückblickend wünschte ich, ich hätte es abgebrochen.

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Veröffentlicht am 15.03.2024

Mega Setting und eine sehr interessante Geschichte - aber ich habe auch etwas Kritik

A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Lilly deGray hat ein Geheimnis: Sie kann in der Zeit reisen! Sie und ihr Vater nutzen die Zeitreisen, um ihr Antiquitätengeschäft zu betreiben. Sie suchen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Lilly deGray hat ein Geheimnis: Sie kann in der Zeit reisen! Sie und ihr Vater nutzen die Zeitreisen, um ihr Antiquitätengeschäft zu betreiben. Sie suchen (und stehlen) gezielt wertvolle Dinge, die irgendwann in der Vergangenheit verloren gegangen sind. Sie müssen dazu nur wissen, wo dieses Ding das letzte Mal gesehen wurde, dann reisen sie dorthin und bringen es an sich, damit sie in der Gegenwart eine Geschichte erfinden können darüber, wie sie es aufgestöbert haben.
Nachdem Lillys Vater finanziell mehr als nur in die Bredouille geraten ist, bleibt Lilly keine andere Wahl, als ihre bislang gefährlichste Reise anzutreten: Sie muss ein wertvolles Collier auf der Titanic stehen, bevor diese untergeht. Schafft sie das nicht … Nein, darüber will Lilly gar nicht erst nachdenken. Und als wäre das alles nicht schon schwierig genug, begegnet sie an Bord auch noch Ray, einem charmanten und liebenswerten jungen Mann aus der ersten Klasse, der Gefühle in ihr weckt, die nicht sein dürfen, denn Lilly darf nicht in die Zeit eingreifen und Ray wird höchst wahrscheinlich beim Untergang sterben.
Sie ahnt nicht, dass es einen Gegenspieler gibt, von dessen Existenz sie nichts wusste.


Als Leser weiß man die ganze Zeit mehr als Lilly. Man ist dabei, wie schon auf den ersten Seiten der Bösewicht auftaucht und seinen Plan darlegt. Er will das Zahnrad der Familie deGray, das Lilly und ihrem Vater ihre Zeitreisen ermöglicht und ihm sind dabei alle Mittel recht. Er benutzt seine eigenen Kinder und bringt sie auf ihren Zeitreisemissionen regelmäßig in Lebensgefahr. Doch dieses Mal geht er noch weiter und sorgt dafür, dass sein Sohn, Damian, keine andere Wahl hat, als zu tun, was er verlangt, wenn er seine Schwester retten will.

Lilly ahnt nichts davon. Natürlich bekommt sie mit, dass ihr Vater massiv unter finanziellen Druck geraten ist und von kriminellen Gestalten bedroht und sogar attackiert wird, aber sie ahnt nicht, dass etwas Größeres dahintersteckt und dieser Bösewicht versucht, Lilly auf der Titanic in die Falle zu locken.

Mir tat Lilly unheimlich leid. Vor allem, weil sie bereits ihre Mutter verloren hat und immer noch trauert und jetzt ihr Vater so eine Nummer abgezogen hat, sodass ihr jetzt auch sein Verlust und der ihres Antiquitätengeschäftes droht. Als hätte sie nicht bereits genug, mit dem sie sich herumschlagen muss. Dieses Thema hat mich persönlich sehr stark getriggert.

Auf der Titanic ist es keinesfalls leicht für Lilly. Sie geht als Dienstbotin einer Gräfin an Bord, die ein ganz schrecklicher, grausamer Mensch ist. Und dazu kommt, dass Lilly das Talent besitzt, sich immer und ständig in Schwierigkeiten zu bringen.
Der einzige Lichtblick für Lilly, neben ihrer netten Kollegin, ist Ray, ein Passagier der ersten Klasse, der unheimlich nett zu Lilly ist. Doch die Uhr tickt und Lilly läuft bald die Zeit davon.

Einiges kann ich nicht in Worte fassen, um nicht zu spoilern.


Fazit: Lilly tat mir schrecklich leid. Sie hat keine andere Wahl, als dem Bösewicht direkt in die Falle zu gehen und ihr Leben zu riskieren. Auch Damian hat keine Wahl. Und das fand ich echt deprimierend. Allgemein fand ich das alles rund um Damian, seine Schwester und seinen Vater so extrem deprimierend. Dieser ist einfach so extrem böse und ist allen immer mehrere Schritte voraus.

Ein für mich stark triggerndes Thema war im Buch enthalten, dass mich auch ziemlich heftig getroffen hat.

Mir war das Buch in manchen Bereichen zu übertrieben, zum Beispiel wie oft Lilly in Schwierigkeiten gerät, das nimmt einfach kein Ende und war mir zu viel. Normalerweise ist sie es gewohnt, sich in der Vergangenheit zu bewegen, ohne groß aufzufallen, aber hier klappt das null.

Das Setting ist aber mega und sehr gut recherchiert! Eine Sache hätte ich allerdings lieber nicht gewusst, die hinten im Buch zu finden ist – eine Art Reality-Check.

Das Buch war insgesamt spannend und interessant und sehr gut recherchiert, aber mir stellenweise ein wenig zu drüber. Der Cliffhanger war sehr vorhersehbar und mir der Bösewicht in diesem ersten Band zu übermächtig. Ich hätte mir da gewünscht, dass Damian anders an die Sache herangeht. Mir persönlich kam auch die Zeitreisethematik ein wenig zu kurz – ich hätte gern mehr darüber erfahren, wie das funktioniert, warum Damians Vater hinter den Zahnrädern her ist und worum ihm geht. Trotzdem hat es mich gut unterhalten, daher bekommt das Buch von mir 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Mir hat es sehr gut gefallen

Die Wallflowers - Annabelle & Simon
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Das Leben hat es alles andere als gut mit Annabell Peyton gemeint. Sie ist eine der schönsten unverheirateten jungen Frauen Londons, aber sie ist ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Das Leben hat es alles andere als gut mit Annabell Peyton gemeint. Sie ist eine der schönsten unverheirateten jungen Frauen Londons, aber sie ist nahezu mittellos. Aus diesem Grund zieht es keiner der ledigen Gentleman in Betracht, sie zu heiraten. Sie warten einfach ab, bis ihre Mittel erschöpft sein werden und Annabell gezwungen sein wird, eines der zahlreichen unmoralischen Angebote zu akzeptieren, die ihr bereits unterbreitet werden.
Doch die letzten Wochen der Saison sollen die Wendung und Annabell an den standesgemäßen Mann bringen, dafür wollen ihre drei neuen Freundinnen sorgen. Sie alle sind die Mauerblümchen der Saison, aus unterschiedlichen Gründen, warum also nicht zusammenhalten und gemeinsam eine nach der anderen unter die Haube bringen? Allerdings funkt Annabell ständig Simon Hunt dazwischen – warum kann er sie nicht einfach in Ruhe lassen?


Regency-Romane sind eine Sache für sich. Entweder man liebt sie oder man kann mit ihnen nichts anfangen. Ich persönlich habe dieses Buch bereits einmal gelesen, als ich viel, viel jünger war. Als ich die Reihe nun in ihrer Neuauflage entdeckte, dachte ich mir: warum nicht?

Annabell kann einem echt nur leidtun. Ihre Familie zählt darauf, dass sie eine gute Partie macht und sie so alle vor der Armut rettet, doch niemand will sie heiraten. Stattdessen bekommt sie nur unmoralische Angebote. Und dann ist da auch noch Simon Hunt, der sie ständig auf die Palme bringt.

Zum Glück lernt Annabell aber ihre drei Mit-Mauerblümchen kennen und sie stellen sich als alles andere als langweilig heraus. Die Bowman-Schwestern sind Amerikanerinnen und entsprechen zu großen Teilen dem Klischee. Sie sind verdammt reich, fallen aber in der feinen Gesellschaft unangenehm auf wie bunte Hunde. Und Evie ist so schüchtern und wird von ihrer Familie pausenlos drangsaliert, wie soll sie da jemals genug Selbstvertrauen entwickeln, um ihr Glück zu finden? Gemeinsam wollen sie das alles ändern und einander helfen, Ehemänner zu finden, vorzugsweise einigermaßen gut aussehend und nett.


Fazit: Die Mauerblümchen sind eine so süße Truppe, dass man sie einfach mögen muss. Wie sie einander unterstützen und beschützen, obwohl sie sich erst so kurze Zeit kennen, ist einfach toll.

Man bekommt einen tollen Eindruck von der Londoner Gesellschaft und ihren Regeln, aber auch ihrer Ambivalenz. Simon ist das beste Beispiel dafür. Man sieht auf ihn herab und lässt ihn spüren, dass er ein Emporkömmling ist und ihm die richtigen Manieren fehlen, aber offen schneiden will ihn auch niemand, weil er so reich ist. Annabell dagegen, die perfekte Manieren besitzt will kein Mann heiraten, nicht einmal ein vermögender Mann, nur weil sie arm ist, stattdessen warten alle wie die Geier darauf, dass sie aufgeben muss.

Das Buch selbst ist relativ ruhig, es gibt nur wenig wirkliche Spannung, aber trotzdem kann man es auch nicht aus der Hand legen. Ich mochte es, wie die damalige Zeit einfangen wurde und auch die Protagonisten waren mir sympathisch, obwohl man lange nicht weiß, was man von Simon halten soll. Ob er ehrenhafte Absichten hat oder wie alle anderen von Annabells Unglück profitieren will.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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