Profilbild von Dark_Rose

Dark_Rose

Lesejury Star
offline

Dark_Rose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dark_Rose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2023

Schlecht fand ich es nicht, aber recht eigen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen
0

Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es gibt ganz frisch einen zweiten Band!

Triggerwarnung: Häusliche Gewalt.


Loveday ist nicht gerade das, was man zugänglich nennt, im Gegenteil. ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es gibt ganz frisch einen zweiten Band!

Triggerwarnung: Häusliche Gewalt.


Loveday ist nicht gerade das, was man zugänglich nennt, im Gegenteil. Sie ist überzeugte Einzelgängerin und hält alles und jeden auf Abstand, abgesehen von ihrem Chef, aber den kann einfach niemand auf Abstand halten. Trotzdem, sie verbringt ihre Zeit mit Büchern und der Arbeit in dem Antiquariat in dem sie arbeitet, seit sie alt genug dafür war. Doch der Fund eines Gedichtbandes verändert alles, denn Loveday sucht über einen Zettel im Schaufenster nach dessen Besitzer und Nathan kommt daraufhin immer wieder und sucht Lovedays Nähe. Sie kann damit nicht umgehen, zu groß sind die Wunden ihrer Vergangenheit. Oder ist es endlich an der Zeit, das alles zu überwinden?


Es gibt im Buch sehr, sehr, sehr viele Rückblenden, die echt wichtig sind, es einem aber manchmal auch nicht leicht machen. Man erfährt, warum Loveday so ist wie sie ist, was in ihrer Kindheit passiert ist und warum sie Menschen heute auf Abstand hält. Man erfährt auch, was zwischen ihr und ihrem Ex los war, und warum er sie noch immer belästigt, indem er Rosen durch Briefschlitze schiebt oder ihr buchstäblich hinterher rennt. Und man erfährt noch einiges mehr, von dem man keine Ahnung hatte.

Loveday hat so furchtbar viel durchgemacht, dass man total gut verstehen kann, warum sie so „seltsam“ ist. Warum sie Menschen um jeden Preis auf Abstand hält und überhaupt nicht damit umgehen kann, dass Nathan Interesse an ihr zeigt. Das Problem: Nathan lässt nicht locker. Dabei ist er jedoch nicht aufdringlich, sondern reicht Loveday ein ums andere Mal einfach die Hand.

Das Buch ist komplett aus Lovedays Sicht geschrieben. Ich fand das ein bisschen schade, weil ich gern auch Nathans Sicht gelesen hätte.

Es steckt echt viel drin in diesem Buch, aber teilweise empfand ich es auch als etwas zäh und deprimierend.


Fazit: Die nett skurrilen Charaktere muss man einfach mögen. Vor allem Archie ist echt ein Schatz. Teilweise ist es aber durch die vielen Zeitsprünge schwer, den Überblick zu behalten. Aber es war toll gemacht, wie an mehreren Fronten bzw. auf mehreren Ebenen alles auf die unausweichliche Katastrophe hinarbeitete.
Loveday tat mir teilweise extrem leid, teilweise konnte ich ihr Verhalten jedoch echt nicht nachvollziehen, was vermute ich aber auch gewollt war.
Das Buch ist teilweise witzig und nett schrullig, teilweise aber auch deprimierend.
Das Ende war mir etwas zu abrupt – ich wäre gern bei manchem noch dabei gewesen – aber ich setze meine Hoffnungen in Band 2.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2023

Ich fand es keineswegs schlecht, wurde aber nicht wirklich warm mit dem Buch

24 Days till Home
0

Louisas Leben zerbricht in tausend Teile, als ein romantisch geplanter Abend damit endet, dass sie Hals über Kopf ihre Sachen packt und ihren Mann verlässt. Als sie ihr Kind bei ihrer besten Freundin abholen ...

Louisas Leben zerbricht in tausend Teile, als ein romantisch geplanter Abend damit endet, dass sie Hals über Kopf ihre Sachen packt und ihren Mann verlässt. Als sie ihr Kind bei ihrer besten Freundin abholen will, muss sie entdecken, dass diese scheinbar schon ziemlich lange, eine Affäre mit ihrem Mann hat, was ihr endgültig den Boden unter den Füßen wegreißt. Louisa flieht in ihren Heimatort, um einfach den Kopf wieder freizubekommen und sich zu überlegen, was jetzt aus ihr werden soll. Als sie vor fünf Jahren mit ihrem Mann nach New York ging als junge Mutter, gab sie alles auf und jetzt, ohne ihn, steht sie mit nichts da. Und dann wäre da auch noch ihr ehemals bester Freund, der Bruder ihres Mannes, in dessen Nähe Louisa Dinge spürt, die sie schon ewig nicht mehr gespürt hat.


Mir tat Louisa echt leid. Ihr Mann führt sich echt schrecklich auf und dann auch noch die Enthüllung seiner Affäre mit ihrer besten Freundin, die ihr obendrein half, den romantischen Abend überhaupt erst zu planen. Das ist echt bitter und fies.
Dass das Louisa komplett aus der Bahn wirft, ist absolut verständlich, ebenso, dass sie Abstand braucht und mit ihrem Kind zu ihrer Mutter fährt. Was ich dagegen weniger verstehen kann, sind ihre Gründe dafür, die Trennung geheim zu halten.

An Louisas Beispiel merkt man, wie gefährlich es für Frauen sein kann, sich komplett von einem Mann abhängig zu machen und wie oft das dann darin resultiert, dass ebenjener Mann sie dafür herabsetzt und praktisch als Schmarotzer ansieht, dabei war es ursprünglich ihrer beider Entscheidung. Louisa hat ihre Zukunft, ihre Karriere aufgegeben für ihn, für ihr Kind und für ihre Ehe. Etwas, das gerade in der Generation meiner Eltern noch immer von Frauen erwartet, geradezu verlangt wurde, aber eine Beziehung auch extrem belastet, weil man nicht mehr ebenbürtig ist.

Louisa muss mit dem, was geschehen ist irgendwie klarkommen, sich einen Plan für die Zukunft überlegen und erst einmal wieder herausfinden, wer sie eigentlich ist. Zudem sind da noch die vollkommen unangemessenen Gefühle für ihren ehemaligen besten Freund und Bruder ihres Mannes – oder, sind diese Gefühle vielleicht gar nicht so falsch?

Ich fand es gut, dass man auch seine Sichtweise mitbekam und so ein klareres Bild erhielt von dem, was in der Vergangenheit vorgefallen ist.

Allerdings muss ich sagen, dass mich persönlich das Buch leider nicht wirklich gepackt hat. Ich weiß nicht woran es lag, aber mich hat es nicht abgeholt, ich blieb auf Distanz.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber richtig gepackt hat es mich leider nicht. Ich weiß nicht, ob es an mir lag, oder was es genau war, ich kann den Finger nicht drauflegen, aber ich blieb die ganze Zeit auf Distanz.
Klar tat mir Louisa bei den Enthüllungen von Anfang leid, aber mehr war da von meiner Seite aus leider nicht. Ich habe nicht mit ihr mitgefiebert oder konnte die Liebesgeschichte fühlen. Gerade am Ende konnte ich einiges nicht ganz nachvollziehen.

Die Idee fand ich gut und wie gesagt, ich weiß nicht woran es lag, dass ich mit dem Buch nicht warm wurde. Von mir bekommt es 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2023

Mir war es leider zu viel Teenie-Drama

Love in Winter Wonderland
0

Trey weiß ganz genau, was er will und was er nicht will – gut nicht immer, aber er weiß ganz genau, dass er einmal nicht den Buchladen seiner Familie übernehmen will. Doch als der kurz vor der Pleite steht, ...

Trey weiß ganz genau, was er will und was er nicht will – gut nicht immer, aber er weiß ganz genau, dass er einmal nicht den Buchladen seiner Familie übernehmen will. Doch als der kurz vor der Pleite steht, wird Trey klar, dass er den Laden vielleicht doch nicht so nervig findet, wie er immer dachte und schon gar nicht will er, dass seinem Vater das Herz gebrochen wird. Genau dann taucht Ariel in ihrem Laden auf und fragt nach einem Job. Sie braucht das Geld dringend, um sich die Kunsthochschule leisten zu können und liebt Bücher – passt also perfekt! Doch Trey wirft ihr vor, seine Eltern auszunutzen und als sie erfährt, wie schlimm es um den Laden steht, tut Ariel alles, um zu helfen. Die beiden haben jedoch nur noch Zeit bis Weihnachten, um genug Geld einzunehmen und das ist unmöglich, oder?


Die Grundidee fand ich echt gut. Ein unabhängiger Buchladen, seit Generationen im Familienbesitz, droht für immer zu verschwinden und es werden alle Register gezogen, um das zu verhindern. Allerdings hatte ich bei der Umsetzung so meine Probleme.

Das fing bereits mit Trey an. Er ist natürlich der beliebteste Junge der Schule und mit dem beliebtesten Mädchen/größtem Miststück zusammen. Die denkt ausschließlich und 24/7 nur an sich selbst. Trey verschließt davor die Augen, obwohl sie ihm manchmal schon auf die Nerven geht, doch das verdrängt er. Auch, dass ihr der Laden und dessen Notlage komplett egal sind, stört ihn gelegentlich etwas, aber nicht genug um sich zu trennen.
Das kann vielleicht noch mit seinem jugendlichen Alter erklärt werden, die extremen Überreaktionen seinerseits und seine teilweise echt idiotischen Ideen leider nicht. Gut, an einigem ist auch sein bester Freund schuld, aber Trey neigt zum Wegrennen, wenn es schwierig wird, anstatt Verantwortung zu übernehmen oder sich zu kümmern.

Ariel hat es sowieso schon nicht leicht an der Schule und zudem leidet sie unter Fressattacken, für die sie sich selbst hasst. Das hat sie so ziemlich unter Kontrolle gebracht und auch einiges abgenommen, aber sie ist trotzdem sehr verletzlich und regelmäßig hacken die beliebten Kids auf ihr herum. Doch Ariel liebt Kunst und Bücher und stürzt sich daher kopfüber in die Rettung des Buchladens. Sie hat tolle Ideen und ist ein Verkaufstalent. Allerdings macht sie die Zusammenarbeit mit Trey mehr denn je zu einer Zielscheibe.


Fazit: Wie gesagt, die Grundidee fand ich echt toll, aber bei der Umsetzung hatte ich so meine Probleme. Das lag zum einen daran, dass mir das Buch viel zu viel Teenie-Drama enthielt und zum anderen daran, dass ich mich mit Trey schwergetan habe. Man bekommt zum Glück auch genug Kapitel aus seiner Sicht zu lesen, aber seine Gedankengänge konnte ich trotzdem oft nicht nachvollziehen. Das beste Beispiel dafür ist Blaire – seine Horror-Miststück-Freundin oder auch die letzte Wendung. Trey war mir viel, viel, viel zu Teenie und neigte zu extremen Überreaktionen, wobei er dabei selten sein Hirn benutzte und immer automatisch davon ausging, dass er recht hat, egal, wie offensichtlich es war, dass er falschlag.
Ariel war mir deutlich sympathischer, obwohl man auch von ihrer Seite Drama abbekam. Aber sie wirkte weniger Teenie auf mich als Trey. Ihre Schwärmerei war aber manchmal etwas drüber.

Insgesamt war mir persönlich das Buch einfach zu Teenie-Drama-lastig. Die Idee fand ich aber super, deswegen bekommt es von mir 2,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2023

Leider habe ich einiges an Kritik

Archer's Voice. Die geheime Sprache der Liebe
1

Triggerwarnung: PTBS, Tod eines Angehörigen, versuchter Übergriff, Erwähnung von häuslicher Gewalt.


Bree ist auf der Flucht. Nicht wirklich, aber sie hält es in ihrem Heimatort einfach nicht mehr aus. ...

Triggerwarnung: PTBS, Tod eines Angehörigen, versuchter Übergriff, Erwähnung von häuslicher Gewalt.


Bree ist auf der Flucht. Nicht wirklich, aber sie hält es in ihrem Heimatort einfach nicht mehr aus. Sie sucht einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen kann, an dem sie nicht andauernd alles an das erinnert, was sie verloren hat und an das, was passiert ist. Jeden Tag wird sie von Albträumen und Panikattacken heimgesucht, trotzdem kämpft sie sich durch den Tag und weigert sich, sich einfach unterkriegen zu lassen. Sie ist eine Fremde in Pelion, wird aber von allen freundlich aufgenommen und findet schnell Anschluss. Allerdings ist es gerade ein absoluter Außenseiter, zu dem sie sich besonders hingezogen fühlt: Archer Hale.
Archer passt nicht in diese Welt, das weiß er. Er ist unerwünscht und die Leute gehen ihm lieber aus dem Weg, so wie er es auch vorzieht, für sich zu bleiben. Aber Bree gibt nicht so leicht auf und lässt sich nicht verjagen. Und schon bald merkt Archer, dass er ihr etwas geben kann und sie ihm. Doch gleichzeitig ist ihm klar, dass er ihr keine Zukunft bieten kann und außerdem, wie sollte sie je mit ihm glücklich werden können, wenn sie das an einen Außenseiter binden würde, sie vielleicht selbst zu einer Ausgestoßenen machen könnte?


In diesem Buch steckt viel. Viel Gutes, aber auch einiges, das mich genervt hat.

Beide Archer und Bree leiden unter Traumata ihrer Vergangenheit. Allerdings gehen sie unterschiedlich damit um. Gut, man muss dazu sagen, dass Brees Trauma noch nicht so lange her ist, wie Archers und er damals ein Kind war und sie erwachsen. Beide brechen einem immer wieder das Herz und ich liebe es, wie sie einander stützen und helfen.

Allerdings war das Buch leider von Anfang bis Ende komplett – zu 100% – vorhersehbar. Mir war immer alles viel zu früh klar und ich wusste ganz genau, was kommen würde. Das hat mich leider gestört, weil es keinerlei Überraschungen für mich gab. Es war immer klar, was kommen würde, wer sich wie verhalten würde, was für Drama sorgen würde, etc. Echt schade.

Manchmal wirkte der Schreibstil auch sehr irritierend auf mich. Die Wortwahl würde für mich mehrmals eher zu einem Mann passen als zu einer Frau. Einige Beschreibungen fand ich irritierend abgehackt, aber vor allem störten mich hier einige Kommentare, die ich als herabsetzend und frauenverachtend empfand oder auch als eben typisch etwas, das Männer über Frauen sagen, die sie nicht mögen – merkwürdigerweise kamen diese alle von der Protagonistin selbst in ihren Gedanken. Ein Beispiel: „Ich hatte schon des Öfteren mit irgendwelchen Jungs gespielt, hatte erst geflirtet und danach das Rührmichnichtan gespielt, aber Archer gegenüber würde ich so etwas niemals tun.“ (S. 163)

Trotzdem hat mich das Buch bei der Stange gehalten, obwohl es viel Drama gab und eine Wendung, die ich persönlich absolut nicht leiden kann und die mich sehr aufgeregt hat.


Fazit: Einerseits mochte ich das Buch, vor allem Archers süße Seite aber andererseits war es leider von Anfang bis Ende extrem vorhersehbar. Ich wusste zu 100% was passieren und was aufgedeckt werden würde. Leider gab es keine Überraschungen.
Manchmal wirkte der Schreibstil sehr irritierend auf mich, die Wortwahl würde für mich regelmäßig eher zu einem Mann passen. Vielleicht ist das aber auch der Übersetzung geschuldet, das weiß ich nicht.

Zudem gab es eine Wendung, die ich persönlich einfach absolut und überhaupt nicht leiden kann. Mir war es auch mehrmals zu viel unnötiges Drama.

Trotzdem hat mich das Buch bei der Stange gehalten und bekommt von mir 2,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2023

Für mich nicht unbedingt ein Thriller, aber interessant

Die Dolmetscherin - Ihre Übersetzung entscheidet über das Urteil
0

Revelle Lee ist Dolmetscherin – vor allem bei Gericht oder bei Vernehmungen. Sie spricht 11 Sprachen und ihr Job ist es, 1:1 das widerzugeben, was ihr Klient sagt. Sie gibt keine Wertung ab, sagt niemals ...

Revelle Lee ist Dolmetscherin – vor allem bei Gericht oder bei Vernehmungen. Sie spricht 11 Sprachen und ihr Job ist es, 1:1 das widerzugeben, was ihr Klient sagt. Sie gibt keine Wertung ab, sagt niemals ihre Meinung darüber, ob der Klient lügt, denn sie ist neutral. Es ist ihr Job neutral zu sein, obwohl es ihr manchmal sehr schwerfällt.
Privat steht Revelle kurz davor, sich ihren Traum zu erfüllen und Mutter zu werden. Aktuell läuft die Adoption ihres Pflegesohnes und sie hofft, dass alles gutgeht.
Doch dann droht auf einmal alles über ihr einzustürzen.


Ich übersetze selbst – allerdings belletristische Bücher, daher war ich besonders gespannt auf das Buch und die Arbeit einer Dolmetscherin. Das ist eine sehr große Verantwortung und Revelle ist sich dieser absolut bewusst – bis sie irgendwann beschließt, einzugreifen, mit verheerenden Konsequenzen.

Revelle, das lernt man schnell, ist keine klassische Protagonistin. Sie ist nicht durch und durch „gut“, sondern tut manchmal auch fragwürdige, bis – keine Ahnung wie ich das spoilerfrei nennen soll. Sie hat auf jeden Fall zwei Seiten. Das machte sie mir nahbarer, aber wirklich verbunden fühlte ich mich mit ihr nicht. Vieles blieb mir was ihren Hintergrund und die Gründe für ihre Entscheidungen der Vergangenheit anbelangt, zu schwammig und undurchsichtig.
Leider neigt Revelle auch dazu, dumme Entscheidungen zu treffen und tut das regelmäßig, bis sie bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt.

Ich fand das Buch und die Handlung durchaus interessant, aber bei mir kam leider erst sehr spät etwas Spannung auf. Das bedeutet nicht, dass ich das Buch langweilig fand, aber mich interessierten glaube ich, tendenziell die falschen Dinge. Ich fand es zum Beispiel immer toll, wenn Revelle die Feinheiten einer Sprache oder eines Begriffs erklärte oder auf kapitale Fehler von Kollegen hinwies. Das machte immer wieder deutlich, wie wichtig dieser Job ist und vor allem, wie teilweise sogar überlebenswichtig es ist, dass ein Dolmetscher gründlich arbeitet.


Fazit: Ich kam emotional aber nicht an Revelle heran. So wird ihr Handeln teilweise von Dingen bestimmt, bei denen ich nicht nachvollziehen kann, warum ihr das so wichtig ist. Ich kann auch immer wieder ihre Motive nicht verstehen, vielleicht auch, weil ich das Gefühl hatte, dass mir da Hintergrundwissen fehlt.

Die Wichtigkeit ihres Berufs wird toll dargestellt und auch, warum es so wichtig ist, dass Dolmetscher gründlich arbeiten. Allerdings wird eben auch gezeigt, wie leicht Fehler passieren können oder wie leicht man jemandem schaden kann.

Mir fehlte allerdings die Spannung. Ich fand das Buch an sich interessant, aber richtig gepackt hat es mich nicht. Ich würde es nicht unbedingt als Thriller bezeichnen. Der Klappentext versprach eine andere Art Buch, wobei ich das Buch, das ich letztlich erhalten habe, aber auch nicht schlecht fand, nur eben anders.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere