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Veröffentlicht am 13.01.2022

Es wird ein wichtiges Thema angesprochen, aber mir war das Buch zu dramatisch

Where the Roots Grow Stronger
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Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es geht um eine Familie also wird es Überschneidungen geben!


Vor drei Jahren verließ Fiona fluchtartig ihre Heimat Shetland, ihre Familie und ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es geht um eine Familie also wird es Überschneidungen geben!


Vor drei Jahren verließ Fiona fluchtartig ihre Heimat Shetland, ihre Familie und ihre große Liebe Connal. Seither hat sie jeglichen Kontakt vermieden, doch nun ist ihr Vater verstorben, zu dem keine der Schwestern ein gutes Verhältnis hatte, und Fiona beschließt, die Beziehung mit ihren zwei Schwestern wieder zu kitten. Das ist allerdings keineswegs leicht. Ihre Flucht hat viel kaputt gemacht und Vertrauen zerstört. Auch Connal ist heute ein anderer, er scheint Fiona für das, was sie getan hat zu hassen. Aber gleichzeitig ist da auch so viel Schmerz. Kann Fiona das alles wieder gut machen?


Warum Fiona damals weggerannt ist, kann ich euch nicht verraten, das erfährt man erst sehr spät im Buch, obwohl es schon früher Andeutungen gibt, aber ich würde euch spoilern und das will ich nicht. Allerdings konnte ich ihre Reaktion nicht nachvollziehen. Ja, es war heftig für sie und ich kann verstehen, dass sie das aus der Bahn geworfen hat, aber ihre Reaktion darauf empfand ich als extrem Teenie. Gut, sie war da 19 Jahre alt, aber ich hätte so eine Reaktion eher einer 15-jährigen zugetraut. In meinen Augen dramatisiert sie das alles extrem. Ihre Erklärung kann man insoweit verstehen, dass es hart für sie war, ja, und dass das ihr Welt- und Selbstbild auf den Kopf gestellt hat, ja, aber ich kann nicht verstehen, warum sie mit niemandem darüber gesprochen hat, in drei Jahren nicht. Dass sie vielleicht eine kurze Auszeit gebraucht hat, das wäre nicht abwegig gewesen, aber einfach alles von heute auf morgen zurückzulassen, das fand ich echt unverhältnismäßig und sehr, sehr Teenie.

Ich kann verstehen, warum der gesamte Ort, auch ihre Familie, ihr mit Misstrauen und Vorsicht begegnet. Niemand weiß, was damals vorgefallen ist und ihr Abgang war sehr dramatisch. Was ich schade fand war, dass die Schwankungen so extrem ausgefallen sind. Ihre kleine Schwester, die es, wie die ältere immer wieder betont, besonders hart getroffen hatte, als Fiona verschwand, begegnet ihr offen und überschwänglich – man erfährt aber nicht, inwiefern es sie hart getroffen hatte, wie sich das geäußert hat. Dass Fionas ältere Schwester ihr das übelnimmt ist absolut nachvollziehbar. Sie hat sie mit der ganzen Verantwortung hängen gelassen, kein Wunder, dass sie ihr nicht vertraut. Allerdings wirkt manche Aktion von ihr schon ziemlich gehässig. Das fand ich übertrieben. Ich hätte ihr eher stille Enttäuschung zugetraut.

Mein Liebling im Buch war eindeutig Connals Hund Laird, er ist einfach zu süß mit seinem Schluckauf! Er hat mir das Buch versüßt.


Fazit: Mir persönlich war das Buch zu dramatisch. Es fängt sehr langsam an, sehr, sehr langsam und man erfährt ewig nicht, was eigentlich passiert ist. Fiona betont ständig, dass sie gehen musste, dass sie keinen anderen Ausweg gesehen hat, etc. aber die Andeutungen nehmen sehr lang kein Ende, bis man es endlich erfährt. Ich persönlich fand ihre Reaktion auf das, was da war, zu überzogen. Es war echt Teenie und für mich nicht nachvollziehbar. Dass es sie hart getroffen hat, keine Frage und dass sie das verunsichert hat, ist ebenfalls klar, aber ihre Reaktion war sehr extrem und in meinen Augen sehr unüberlegt. Einfach impulsiv Teenie. Ich persönlich mag dieses Motiv nicht besonders.
Connal ist lange unzugänglich, weil es auch keine Kapitel aus seiner Sicht gibt, das fand ich schade. Ich kann verstehen, warum er, ebenso wie Fionas ältere Schwester, dieser mit Vorsicht begegnet, Connal sogar mit Ablehnung, aber mir dauert das alles viel zu lange. Ich konnte die Liebesgeschichte nicht fühlen.

Insgesamt habe ich mich mit dem Buch eher schwergetan. Ich hatte meine Probleme mit Fiona und mir hat sich vieles zu lang hingezogen. Von mir bekommt das Buch ganz, ganz knappe 3 Sterne, weil es ein wichtiges Thema anspricht und es auch schöne Szenen gab.

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Veröffentlicht am 13.01.2022

Mit der Wendung hatte ich so meine Probleme, aber ansonsten richtig schön

City of Love – Hunter & Josie
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Hunter und Josie sind seit Teenager-Zeiten beste Freunde. Doch als Hunters Visum nicht verlängert wird und ihm die Abschiebung droht, entschließen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Hunter und Josie sind seit Teenager-Zeiten beste Freunde. Doch als Hunters Visum nicht verlängert wird und ihm die Abschiebung droht, entschließen sie eine Scheinehe einzugehen. So schwer kann das ja nicht sein, sie kennen einander in- und auswendig und sind beste Freunde und außerdem beide nicht gerade blöd, Hunter ist ein CEO und Josie erfolgreiche Anwältin auf dem besten Weg zur Partnerschaft. Dumm nur, dass beide sich schon lange zueinander hingezogen fühlen. Kann das gut gehen, oder wird die Scheinehe ihre Freundschaft zerstören?


Ich mochte Josie und Hunter sofort. Sie sind einfach süß und ihre Freundschaft ist beneidenswert. Man merkt schon früh, dass sie mehr als bloß Freundschaft für einander empfinden, aber keiner von beiden will eben jene riskieren. Das ist typisch, ich weiß, aber ich kann es wirklich verstehen. Sie können einfach nicht wissen, ob ihre Gefühle erwidert werden und wenn dem nicht so wäre, gäbe es kein Zurück.

Beide haben ihr Päckchen zu tragen und haben das größtenteils immer für sich behalten. Jetzt, durch den Stress mit den Gefühlen und der Ehe und der Einwanderungsbehörde, die verständlicherweise herumschnüffelt, kommen diese verdrängten Geschichten an die Oberfläche.

Was ich schön fand war, wie sehr Josie und Hunter einander glücklich sehen wollen. Was mir zu oft betont wurde war, die zeitliche Begrenzung ihrer Ehe. Das wurde ständig wiederholt und mir war es einfach zu viel.

Es wird einiges angerissen, aber leider nicht zu Ende geführt, was nichts mit den Folgebänden zu tun hat. Das fand ich schade. Ich hätte zum Beispiel rund um die Wendung noch etwas anderes erwartet, ich hatte mir dazu nämlich so meine Gedanken gemacht, aber die Möglichkeit wurde nie in Betracht gezogen und das fand ich schade, weil es dem Buch noch etwas mehr Bodenhaftung verschafft hätte.
Ich hatte sowieso meine Probleme mit der Wendung. Sie passt, keine Frage, aber Josies Verhalten machte für mich nicht wirklich Sinn – bzw. ich kann verstehen, dass sie das umhaut, aber es fehlen ihre Gedanken dazu, sie reagiert, aber man erfährt nicht, welche Gefühle dahinterstecken. Was treibt sie an? Ganz zum Schluss erfährt man mehr dazu, aber das war mir persönlich zu spät.


Fazit: Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ich mochte die Protagonisten total. Ja, es gab etwas viele Wiederholungen und ich hatte meine Probleme mit der Wendung, aber insgesamt hat mich das Buch so abgeholt, dass ich darüber hinweg kam. Ich freue mich schon jetzt sehr auf Band 2.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.01.2022

Gut, aber der Funke ist nicht ganz übergesprungen

Darkness
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit leichtem Cliffhanger!

Triggerwarnung: Entführung, Trauma, Vergewaltigung, Panikattacken, Flashbacks!


Matt schätzt die Einsamkeit. Die Bewohner des Ortes zogen es sowieso ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit leichtem Cliffhanger!

Triggerwarnung: Entführung, Trauma, Vergewaltigung, Panikattacken, Flashbacks!


Matt schätzt die Einsamkeit. Die Bewohner des Ortes zogen es sowieso vor, ihm nicht zu begegnen und ihm ging es da ähnlich. Eine der wenigen Personen, die er an sich heranlässt ist seine Schwester Cathi, die ihm nun ein ziemlich großes Problem bereitet, denn zusammen mit ihr findet Matt eine schwer verletzte junge Frau vor seiner Hütte und Cathi besteht darauf, dass sie nicht transportfähig ist. Der Sheriff, der Matt nicht leiden kann, versucht natürlich einen Weg zu finden, ihm das irgendwie anzuhängen und als die schöne Unbekannte erwacht und in Panik gerät, tut Matt das dümmste, was er tun kann, er behauptet ihr Ehemann zu sein. Er ahnt nicht, dass die Bedrohung vor der „Emma“, wie er sie tauft, geflohen ist, noch immer da draußen ist.


Natürlich war es total bescheuert von Matt, „Emma“ vorzulügen ihr Ehemann zu sein, das wird ihm selbst schon sehr schnell klar, aber er kann es nicht einfach wieder zurücknehmen. Cathi und auch der Arzt, den sie zu Hilfe gerufen haben, haben eindrücklich dargelegt, in welch schlechtem Zustand Emma ist und dass sie ganz klar die Hölle überlebt hat. Zahllose Blutergüsse überall auf ihrem Körper und eindeutige Anzeichen einer Vergewaltigung.
Eigentlich will Matt sie sofort wieder loswerden, aber da ist auch ein Teil von ihm, der genau das Gegenteil will, der Emma beschützen will.

Dass Emma total verwirrt und verängstigt ist, wundert niemanden. Durch Flashbacks und Albträume erfährt man nach und nach, was ihr widerfahren ist und das ist echt heftig. Man fragt sich mal wieder, wie Menschen bloß so böse sein können.

Ich mochte Matt und Emma sehr gern. Die Dynamik zwischen ihnen wechselt immer wieder im Verlauf der Handlung, aber ich fand es unglaublich süß, wie Matt immer versuchte, Emma zu beschützen und zu unterstützen. Allerdings empfand ich die Gefühle der beiden, vor allem die von Emma oft auch als „oberflächlich“. Sie wurden benannt, aber dann ging es schnell weiter mit anderem, ohne dass diesen Gefühlen auf den Grund gegangen oder Raum eingeräumt wurde.

Die Spannungshandlung fand ich sehr interessant, allerdings hatte ich schon sehr früh einen Verdacht – sobald das erste Mal die Rede davon war. Ich muss hier leider recht kryptisch bleiben, sonst spoilere ich. Ich war mir sicher, was dahintersteckte und hatte damit auch recht. Das an sich hat mich nicht gestört, ich fand es nur schade, dass ich Emmas Verhalten im Vorfeld nicht nachvollziehen konnte.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Die Protagonisten waren mir sympathisch und die Spannungshandlung war auch sehr interessant. Stellenweise sind die Flashbacks und das, was Emma angetan wurde, echt heftig.
Ich fand es schade, dass die Gefühle immer wieder nur kurz benannt, aber nicht weiterverfolgt wurden. Ebenso, dass Emma ab einem bestimmten Zeitpunkt auf eine Weise handelte, die ich nicht nachvollziehen konnte. Das ergab für mich einfach keinen Sinn.
Mir war sehr schnell klar, was dahintersteckte, aber das hat mich nicht gestört. Allerdings blieb für mich noch manches offen, was Sinn macht, es geht ja noch weiter mit der Reihe. Der kleine Cliffhanger kam für mich aber sehr abrupt. Ich hätte erwartet, dass Emma und Matt das letzte Wort haben würden.

Es gibt ein paar Fehler im Buch, aber nicht übermäßig viele, sodass sie bei der Sternevergabe keine Rolle spielen.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3 Sterne. Ich fand es interessant und spannend, aber der Funke ist nicht wirklich übergesprungen.

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Veröffentlicht am 11.01.2022

Ich bin etwas zwiegespalten

Blue – Wo immer du mich findest
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Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es macht mehr Sinn nach der Reihe zu lesen!

Triggerwarnung: Trauma!

Janes Welt wurde von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ihr Leben lang ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber es macht mehr Sinn nach der Reihe zu lesen!

Triggerwarnung: Trauma!

Janes Welt wurde von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ihr Leben lang hat man sie belogen, wer ihr Vater ist und die Wahrheit, hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Ihr Vater ist Politiker und kein unbedeutender, noch dazu hat er eine Tochter, was bedeutet, dass Jane eine Schwester hat. Doch viel schlimmer wiegt für sie, dass ihr Bruder alles wusste und es ihr nicht gesagt hat.
Jane ist ausgezogen und stürzt sich darauf, ihr Leben zu ordnen, dazu gehört auch der Job im Diner. Allerdings macht es ihr Alex, ein Politik-Student und Polo-Shirt-Idiot verdammt schwer. Sie ahnt nicht, was hinter seinem Verhalten steckt.


Jane versucht wieder Fuß in ihrem Leben zu fassen, aber das ist alles andere als einfach, wenn man mit so vielem klar kommen muss. Es hat sie tief getroffen, dass ihr Bruder David ihr die Wahrheit verschwiegen hat und gleichzeitig das Bindeglied zur Familie ihres Vaters darstellt, weil er mit ihrer Schwester zusammen ist. Er gehört dazu – Jane ist unerwünscht. Dieses Gefühl nicht gewollt zu sein, ein peinliches Geheimnis zu sein, belastet sie sehr. Dazu kommt noch der Tod ihrer Mutter, den sie noch nicht verarbeitet hat und Alex Garland, der es immer wieder schafft, ihre empfindlichen Punkte zielsicher zu treffen und die Wunden wieder aufzureißen.

Alex hatte eine schreckliche Kindheit. Seine gesamte Familie ist furchtbar. Das toxische Männlichkeitsbild, das ihm eingebläut werden sollte, hat dafür gesorgt, dass er ziellos umhergeweht wird. Klar, beruflich hat er Ziele, aber privat fühlt er sich einfach ständig unzulänglich, weil er den Vorstellungen seiner Familie nie gerecht werden konnte.

Mir taten beide sowohl Jane als auch Alex sehr leid. Beide sind zutiefst verletzt. Wenn man mehr Zeit mit ihnen verbringt, erfährt man, warum Alex so ist wie er ist und warum er immer wieder ausrastet oder gemeine Sachen sagt. Das Problem ist nur, dass er es so oft tut und Jane wirklich verletzt und das eben mehr als ein Mal. Einerseits tat er mir leid und war mir auch sympathisch, aber manchmal habe ich ihn echt fast gehasst.
Janes Situation ist auch alles andere als einfach. Durch Abbis Versuche sie kennenzulernen ist sie im Prinzip halb drinnen, halb draußen. Dazu kommt dann noch ihr gemeinsamer Vater, der kein netter Mensch ist, wie man bereits aus Band 1 weiß. Man fragt sich automatisch, was man Jane wünschen soll.


Fazit: Mir hat das Buch deutlich besser gefallen als Band 1. Ich mochte Jane und Alex, obwohl letzterer mir persönlich zu oft gemein war, obwohl ich verstehe, wieso. Es ist im Prinzip eine echt blöde Situation. Einerseits tut einem Alex echt leid, wirklich richtig doll, aber andererseits könnte man ihn manchmal wirklich in einen Fluss schubsen.
Jane kämpft ebenso mit ihren Gefühlen, nicht nur wegen Alex, sondern vor allem wegen ihres Vaters. Das Gefühl nicht gewollt und sogar abgelehnt zu werden, ist alles andere als schön und die Situation echt verfahren. Man weiß nicht, was man ihr wünschen soll. Aber sie muss einfach oft Tiefschläge einstecken, gefühlt von allen Seiten und das macht auch wütend.
Die Gefühle zwischen Jane und Alex kommen mir persönlich etwas zu plötzlich. Ich meine, er ist eigentlich immer fies zu ihr und auf einmal mag sie ihn? Das war mir zu abrupt.

Mir persönlich ging es am Ende etwas zu schnell. Alles hat sich langsam mehr und mehr aufgetürmt, aber dann fällt plötzlich alles zusammen und ist ganz anders. Ich hätte mir da etwas mehr Aufarbeitung gewünscht.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Mich konnte es leider nicht erreichen

All the Colors of my Dreams
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Triggerwarnung: Verlust! (wer es genauer wissen möchte, kann mich gern anschreiben)

Moses kam als Crack-Baby zur Welt. Dafür kann er nichts, aber trotzdem wird er dieses Stigma nicht los. Seine Mutter ...

Triggerwarnung: Verlust! (wer es genauer wissen möchte, kann mich gern anschreiben)

Moses kam als Crack-Baby zur Welt. Dafür kann er nichts, aber trotzdem wird er dieses Stigma nicht los. Seine Mutter wird kurz nach ihm gefunden und ihre Verwandtschaft ist alles andere als begeistert, sich um ihn kümmern zu müssen. Er wird ständig hin und her gereicht und landet schließlich mit 17 bei seiner Uroma. Was Moses noch seltsamer macht, ist sein Zwang zu Malen. Er erschafft wunderschöne Gemälde, allerdings auf fremdem Eigentum und meist zeigen sie Verstorbene, was zu unschönen Fragen führt. Doch Moses kann nichts dafür, er malt, was ihm die Geister zeigen.
Georgia ist ein Cowgirl durch und durch, ein Wirbelwind und als sie sich in Moses verliebt, tut sie das kompromisslos. Egal, wie oft er sie von sich stößt, sie hält an ihm fest. Bis eine Nacht alles verändert und Moses den Kontakt abbricht – erst sieben Jahre später sehen sie einander wieder. Gibt es eine zweite Chance für sie?


Ich war anfangs etwas irritiert von der Idee, dass Moses Geister sehen kann und malt, was sie ihm zeigen, aber irgendwie hatte das was. Er tat mir wirklich leid, weil er es echt nicht einfach hat und alle ihm ständig mit Misstrauen begegnen – alle außer Georgia. Doch gleichzeitig hat er mich tierisch aufgeregt, weil er sie andauernd von sich stößt und oft einfach ein A… ist.
Georgia ging mir gleichermaßen auf die Nerven, wie sie sich ihm an den Hals geworfen hat. Sie hat ihn manchmal schon richtig gehend überfallen. Andererseits fand ich es absolut nicht in Ordnung, wie sich Moses nach dem Ereignis verhalten hat. Vor allem, wie das dann hingedreht wurde, als sei Georgia die Einzige, die Fehler gemacht hat und wie das Ganze ruck zuck abgefrühstückt wurde.

Allgemein schafft es das Buch für mich nicht den goldenen Mittelweg zu finden. Mal ist es total langatmig und zieht sich, dann wieder werden Konflikte super schnell aufgelöst, nachdem sie lange langsam aufgebaut wurden.

Was mir gut gefiel war Moses Gabe und die Spannungshandlung, die damit zusammenhing. Das war total interessant und eben auch mal spannend. Ich hatte zwar einen Verdacht, aber ich war mir lange nicht zu 100% sicher und das fand ich gut.

Es werden sehr wichtige Themen aufgegriffen, was ich echt super fand, aber sie werden überwiegend nicht nachbereitet. Es kommt mir eher ein wenig wie bei einer Checkliste vor, als wollte die Autorin sie wenigstens einmal angesprochen haben, aber dann ist auch wieder gut. Da geht einiges an Potenzial verloren.


Fazit: Ich konnte die Liebesgeschichte bis kurz vor Schluss nicht wirklich fühlen. Zu lang ist sie eher einseitig (auch wenn da mehr dahintersteckt) und es zieht sich. Was ich interessant fand, war Moses Gabe und die Spannungshandlung dazu. Ebenso wie die wichtigen Themen, die angesprochen wurden – leider aber oft nur ganz kurz. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.
Ich wurde lange Zeit mit den Protagonisten nicht wirklich warm. Beide haben mich auf ihre Art genervt und in Verbindung mit der Handlung, die sehr lange eher dahinplätschert und sich zieht, bevor sie plötzlich den Turbo reinhaut, konnte mich das Buch leider nicht so erreichen, wie manch anderes von der Autorin. Erst das Ende war wieder mehr meins.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne.

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