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Dark_Rose

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Unglaublich spannend, aber nicht ohne!

Feeling Love - Dein Leben in meinen Händen
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit offenem Ende!

Triggerwarnung: Sexuelle Gewalt, Folter, Kindesmissbrauch, Gewalt!

Belles Leben war nicht immer leicht, aber eines hat sie stets aufrecht gehalten: das Tanzen. ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit offenem Ende!

Triggerwarnung: Sexuelle Gewalt, Folter, Kindesmissbrauch, Gewalt!

Belles Leben war nicht immer leicht, aber eines hat sie stets aufrecht gehalten: das Tanzen. Eine professionelle Karriere blieb ihr verwehrt, aber ihre Leidenschaft hat sie ernährt und ihr geholfen, mit allem klar zu kommen, auch mit dem Krebstod ihrer Mutter. Nun ist Belle in Lebensgefahr. Ein hochrangiger Mafioso eröffnet ihr, dass er ihr Vater ist und seinetwegen will ein mexikanischer Drogenbaron ihren Tod. Ein Russe mit Verbindung zur Bratwa ist besessen von ihr und will Belle als Spielzeug und dann ist da jetzt auch noch Kayne. Er wurde von Kindesbeinen an zum Killer ausgebildet und hat kein Problem damit genau das zu tun. Er hat keine Gefühle, kennt kein Mitleid und ist körperlich allen anderen weit überlegen. Doch als er zwei Aufträge auf den Tisch bekommt, Belles Bodyguard zu werden oder sie zu entführen, entscheidet er sich für ersteren. Natürlich nur weil der besser bezahlt wird. Es hat nichts damit zu tun, dass schon ein Foto von ihr genügt, um ihm unter die Haut zu gehen.


Anfangs hatte ich meine Probleme mit Belle. Klar war das alles ein großer Schock für sie, aber sie verhält sich da echt teilweise total kindisch. Dann wieder tut sie mir schrecklich leid, weil sie alles aufgeben muss, was ihr vertraut war, was sie geliebt hat.
Ich bin hin und her geschwankt, aber je weiter die Handlung voranschritt, desto lieber mochte ich Belle. Sie ist nicht perfekt, sie ist, wenn man so will ein „normaler“ Mensch und keine typische Roman-Protagonistin. Sie hat Fehler, sie reagiert oft überraschend, aber sie ist sehr nahbar.

Kayne wurde zum Killer abgerichtet – anders kann man es nicht ausdrücken. Was er und seine „Mitschüler“ erlebt haben ist unbeschreiblich grausam. Ich hoffe nur, dass alle Verantwortlichen auf schrecklichste Weise den Tod gefunden haben! Immer wenn er davon erzählt, bricht er mir das Herz. Er behauptet zwar immer, keine Gefühle zu haben, aber das stimmt nicht, er lässt sie einfach nur in 99% der Fälle nicht zu.
Bei Belle klappt das allerdings nicht. Sie berührt ihn. Sie lässt ihn Dinge spüren, die er noch nie gespürt hat und das wirft ihn aus dem Konzept. Das ist ihm noch nie passiert und er kann damit absolut nicht umgehen.

Was mich sehr fasziniert hat war, wie Belles Tanzen beschrieben wurde. Man hatte echt das Gefühl das zu sehen und es auch noch durch Kaynes Augen zu sehen und seine Gefühle mitzuerleben und die aller anderen Zuschauer dazu, das war echt magisch.


Fazit: Das Buch ist unheimlich spannend und mehrmals hätte ich fast meinen Kindle erwürgt. Was es aber besonders macht ist die Dynamik zwischen Belle und Kayne. Er kennt keine Gefühle, nur Pflichterfüllung und Kälte, doch Belle ändert das. Sie bedeutet ihm etwas, sie löst Gefühle in ihm aus und das wirft ihn total aus der Bahn. Sie sind so gegensätzlich, Belle ist voller Leben und Energie, braucht das Tanzen wie die Luft zum Atmen. Kayne zieht die Ruhe und die Stille vor. Kayne weiß nicht, wie lange er Belle beschützen muss, bis er alle Gefahren eliminiert hat, aber kann das gut gehen? Oder wird Belle an seiner Seite verkümmern?

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, ich konnte es nicht aus der Hand legen!

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Erschütternd aber auch wunderschön

Second Love - Von dir berührt
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Triggerwarnung: Phobien, Trauma, Vergewaltigung!

Liv hat die Hölle überlebt und dank Aidan lernt sie auch langsam ins Leben zurückzufinden und ihre Phobien und Traumata zu ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Triggerwarnung: Phobien, Trauma, Vergewaltigung!

Liv hat die Hölle überlebt und dank Aidan lernt sie auch langsam ins Leben zurückzufinden und ihre Phobien und Traumata zu überwinden. Es ist ein langer Weg, aber zum ersten Mal seit dem Überfall, den Vergewaltigungen und dem Mord an ihrem Mann, sieht Liv ein Licht am Ende des Tunnels.
Doch Aidan hat Geheimnisse vor ihr. Schwerwiegende Geheimnisse. Liv hat sich geschworen ihn dennoch zu akzeptieren, aber was, wenn seine Geheimnisse einfach zu schlimm sind?
Und dann wären da auch noch die Schatten ihrer Vergangenheit. Die, die sie damals überfallen haben wollen ihr Werk vollenden. Was, wenn sie Liv finden? Wird sie die Hölle ein zweites Mal überstehen? Und selbst wenn, wie hoch wird der Preis dieses Mal sein, den sie zahlen muss?


Auch dieser Band ist heftig. Leider kann ich euch nicht verraten, was mir am besten gefallen hat, sonst würde ich euch ganz übel spoilern und das will ich nicht. Ich sage nur so viel: es hat mit Aidan und einer unerwarteten Reaktion zu tun.

Liv hat durch Aidan sehr, sehr große Fortschritte gemacht. Doch bis zu einem normalen Leben ist es noch ein weiter Weg. Dennoch, er schenkt ihr Sicherheit und Frieden. Aber was, wenn seine Geheimnisse sie ihn in einem ganz anderen Licht sehen lassen? Wir wissen ja schon was es ist, aber Liv hat keine Ahnung. Was, wenn seine Tätigkeit als Serienmörder auffliegt? Wird Liv Angst vor ihm haben, oder das akzeptieren? Wird sie ihn mit anderen Augen sehen?

Aidan liebt Liv so inbrünstig und tief und rein. Sein komplettes Leben dreht sich nur noch um sie. Ihr Glück steht an oberster Stelle. Er würde alles für sie tun – absolut alles. Aber er weiß auch, wie nah ihre Phobien noch unter der Oberfäche lauern. Was, wenn sie erfährt, was er vor ihr verbirgt und das ihre Fortschritte zunichte macht? Wenn sie Angst vor ihm hat? Das würde er nicht überleben. Ein Leben ohne Liv ist für ihn nicht mehr lebenswert.

Über diesem Band liegt noch viel mehr der dunkle Schatten der Vergangenheit. Die Männer, die Liv all das angetan haben, wollen beenden was sie begonnen haben. Liv ist zwar im Zeugenschutz, aber was, wenn sie sie wirklich finden? Wenn ihr Albtraum von vorne anfängt?
Man wartet die ganze Zeit darauf und hat schreckliche Angst um Liv. Man hat sie ja am Anfang erlebt und allein der Gedanke daran, dass ihr erneut so etwas angetan werden könne, ist furchtbar. Man hält mit ihr Ausschau und sorgt sich pausenlos.


Fazit: Dieses Buch ist wirklich heftig, ebenso wie Band 1. Man kann es nicht aus der Hand legen, stirbt tausend Tode vor Angst um Liv und drückt ihr und Aidan so fest die Daumen!
Ich finde es wirklich toll, wie hier Livs Phobien beschrieben werden und auch ihre Fortschritte. Es geht langsam voran, aber so ist das mit Phobien. Man ist nicht von heute auf morgen geheilt. Ein Kuss vom Prinzen reicht einfach nicht. Aber man kann daran arbeiten, an sich arbeiten und es kann besser werden.
Was ich an Aidan so mag ist, dass er Liv so nimmt wie sie ist. Klar er will ihr helfen und ihr nahe kommen, aber er ist unglaublich einfühlsam dabei. Er spürt wo ihre Grenzen sind und verlangt nie zu viel von ihr.
Ich empfinde das Buch als sehr einfühlsam, aber auch sehr heftig. Es ist unheimlich spannend und gleichsam wunderschön und erschreckend.

Von mir bekommt es, wie auch Band 1, volle 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Zutiefst erschütternd, aber verdammt gut!

Second Love - Ich darf dich nicht berühren
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit offenem Ende! (nach Band 2 gibt es aber ein „richtiges“ Ende)

Liv hat die Hölle überlebt. Vor vier Jahren waren sie und ihr Mann Luke, die Liebe ihres Lebens, in ihrem ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit offenem Ende! (nach Band 2 gibt es aber ein „richtiges“ Ende)

Liv hat die Hölle überlebt. Vor vier Jahren waren sie und ihr Mann Luke, die Liebe ihres Lebens, in ihrem Haus überfallen worden. Das ganze Wochenende hindurch wurden beide geschlagen und gefoltert und Liv immer und immer wieder vergewaltigt. Ein Zufall rettete ihr das Leben, aber sie musste Lukes Tod mitansehen.
Heute ist Liv gebrochen, heimgesucht von Phobien verbarrikadiert sie sich in ihrem neuen Haus. Es ist nicht leicht für ihre Familie. Ihre Schwiegermutter tut alles, um zu helfen und ihre Kinder ebenso. Doch nichts scheint wirklich für eine Besserung bei Liv zu sorgen.

Aidan ist ein Serienmörder. Nun, er sieht sich eher als Rächer. Er sorgt dafür, dass das Böse von der Erdoberfläche verschwindet. Er jagt die, die die Justiz hat davon kommen lassen: Mörder, Vergewaltiger, besoffene Fahrer etc. Doch seine Mission hat einen Preis: er darf niemandem nahe kommen. Allerdings wird diese Entscheidung auf eine harte Probe gestellt, als er seine Nachbarin am Fenster gegenüber entdeckt. Er weiß nicht warum, aber etwas an ihr zieht ihn magisch an. Er muss sie einfach kennenlernen!


Dieses Buch ist wirklich, wirklich, wirklich heftig. Livs Phobien sind allgegenwärtig. Sie leidet ganz schrecklich, hat furchtbare Albträume und je mehr sie über dieses Wochenende erfährt, desto schlimmer wird es. Das FBI ermittelt nach wie vor und immer mehr verlorene Erinnerungen kommen an die Oberfläche. Liv ist bereits einmal an den Ereignissen zerbrochen, was, wenn das noch einmal passiert?
Livs Erinnerungen, Träume und Flashbacks sind wirklich brutal. Man bekommt nicht alles en detail erzählt, aber die Schilderungen reichen trotzdem aus, dass man einfach nicht mehr weiß, ob man heulen oder in den Krieg ziehen will. Man möchte den Verantwortlichen ebenso foltern, wie er Luke und Liv gefoltert hat. Man will Gerechtigkeit!

Wir lernen Luke nicht persönlich kennen in dem Buch, nur durch Erinnerungsfetzen und Erzählungen, aber trotzdem trauert man um ihn. Man spürt die Liebe, die zwischen ihnen geherrscht hat. Sie waren eines dieser perfekten Paare, die sich gefunden und die für immer zusammengeblieben wären. Sie strahlen so viel Glück und Liebe aus, dass man sie einfach beneiden muss. Aber dass gerade ihnen das widerfahren ist, macht einen gleichzeitig unbeschreiblich traurig und unfassbar wütend. Man trauert mit Liv.

Am Anfang ist Aidan ein A… - absichtlich. Aber als er erkennt, dass er Liv damit in Todesangst versetzt wird ihm nicht nur klar, dass er so nicht weitermachen kann, sondern auch, dass er es nicht will. Ebenso wie er erkennt, dass es ihm nicht reicht Liv einfach nur ab und an an ihrem Fenster oder im Garten zu sehen. Er will mehr. Er will sie kennenlernen, sie beschützen, sie in seinen Armen halten.
Doch Liv hat nicht nur Angst vor Berührungen, sondern vor allem vor Männern. Kann sie Aidan eine Chance geben?


Fazit: Mir hat dieses Buch mehr als einmal das Herz gebrochen. Ich habe so mit Liv mitgelitten! Anfangs hätte ich Aidan am liebsten den Kopf abgerissen, weil er Liv so Angst gemacht hat, aber dann, als er den einfühlsamen Aidan gezeigt hat, mochte ich ihn.
Dieses Buch ist wirklich heftig. Es schildert den Alltag mit Phobien und Panikattacken sehr gut und nachvollziehbar. Ebenso erschüttern einen Livs Erlebnisse und man schwankt ständig zwischen Trauer, Mitgefühl und Hass auf den Verantwortlichen.
Man wünscht sich, dass er Aidan in die Hände fällt und der sich viel Zeit damit lässt ihn umzubringen. Leider endet das Buch aber mitten in der Handlung. Gut es macht Sinn, es wäre anderenfalls einfach zu lang geworden vermutlich, aber ich hoffe weiter, dass der Täter seine Strafe bekommt und so richtig leiden muss in Band 2. (Ja, ich bin rachsüchtig, ich weiß)

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, aber Achtung: es ist echt heftig!

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Veröffentlicht am 02.03.2021

Leider absolut nicht meins

Darling Rose Gold
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Ihr Leben lang war Rose Gold krank. Sie kennt nichts anderes. Dann eines Tages erfährt sie, dass sie nicht krank ist, sondern ihre Mutter. Sie hat sie ihr Leben lang systematisch vergiftet – das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. ...

Ihr Leben lang war Rose Gold krank. Sie kennt nichts anderes. Dann eines Tages erfährt sie, dass sie nicht krank ist, sondern ihre Mutter. Sie hat sie ihr Leben lang systematisch vergiftet – das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Roses Mutter, Patty, wird verurteilt und muss fünf Jahre ins Gefängnis (meiner Meinung nach eine unfassbar milde Strafe). Dann wird sie entlassen und ihre Tochter nimmt sie bei sich auf. Doch warum tut sie das? Hat sie ihrer Mutter vergeben, oder will sie sich etwa rächen?


Das Buch setzt mit Pattys Entlassung aus dem Gefängnis ein. Abwechselnd wird aus Pattys und Roses Sicht erzählt. Bei Patty geht es immer um die Zeit nach ihrer Entlassung, teilweise vermischt mit Erinnerungen an das Gefängnis. Bei Rose immer um die Zeit kurz nach dem Prozess. Wie sie versucht hat allein klar zu kommen, aber irgendwie keinen Platz in dieser Welt gefunden hat.

Wenn man den Klappentext so liest und darüber nachdenkt, was Roses Mutter da getan hat, dann ist das schon echt heftig. Man kann es sich gar nicht vorstellen, das eigene Kind zu vergiften, ihm Spätfolgen zuzufügen und das nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen, um gebraucht zu werden und sich selbst gut zu fühlen, weil man sich ja ach so sehr aufopfert. Klar, es ist eine anerkannte Krankheit, aber die Folgen für die Opfer sind eben echt heftig. Vor allem, wenn einem so etwas von der eigenen Mutter angetan wird.
Zu Beginn des Buches ist also klar, wer die Böse ist: Patty!

Aus ihrer Sicht wurde sie zu Unrecht verurteilt. Sie hat nichts falsch gemacht, das war einfach eine Hexenjagd.

Rose Gold muss mit den Folgen leben. Sie wird angestarrt, verspottet, beleidigt, weil sie eben so aussieht, wie sie aussieht und wegen dem, was ihr angetan worden ist. Sie ist untergewichtig, hat total kaputte Zähne und einige andere Probleme. Und die Art, wie die anderen Menschen damit umgehen, macht alles noch schlimmer.
Doch da gibt es auch noch eine andere Seite an ihr, eine die sie nie jemandem zeigt. Auch Rose kann „böse“ sein, für sie ist das allerdings nur ein Spiel – wer ist besser im Manipulieren?

Das große Problem für mich bei diesem Buch war, dass die Handlung gefühlt gar nicht in Schwung kam. Es hat ewig gedauert bis etwas „passiert“ ist. Zudem waren mir weder Patty noch Rose sympathisch. Ich fand beide echt krass, aber gepackt haben mich beide nicht. Die Handlung plätscherte so vor sich hin und man hat irgendwie dauernd darauf gewartet, dass etwas passiert, aber es kam wirklich sehr lange nichts.
Man erlebt alltägliche Situationen mit den beiden, aber keine offenen Konflikte.

Mir fehlte die Spannung und die schockierenden Wendungen und Überraschungen. Ich konnte den Großteil vorhersehen und auch das, was ich nicht vorhersehen konnte, hat mich jetzt nicht laut „OMG!“ rufen lassen.


Fazit: Das Buch war einfach nicht meins. Ich fand die Protagonisten beide absolut nicht sympathisch. Die Handlung ist so dahingeplätschert und gefühlt ist fast nichts passiert und das viel zu lange. Ich finde es gut, dass das Thema und Krankheitsbild thematisiert werden, aber die Umsetzung war einfach für mich dürftig. Mich hat das Buch absolut null gepackt. Ich hing da wirklich ein paar Wochen dran, weil es mich so schnell wieder gelangweilt hat.
Ich mochte lediglich, dass man irgendwann nicht mehr sicher war, wer nun die „Böse“ ist, allerdings konnte das für mich das Buch nicht mehr rausreißen. Mir fehlten die Überraschungen, die Spannung.
Ich hatte erwartet mitgerissen zu werden, wirklich in das Buch gesogen zu werden und mich mit der Thematik ernsthaft auseinandersetzen zu müssen. Zu rätseln und mitzufiebern. All das fehlte mir.

Von mir gibt es leider nur 1 Stern. Es tut mir echt leid, aber das Buch war einfach absolut nicht meins.

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Veröffentlicht am 01.03.2021

Mir war die Protagonistin leider einfach viel zu albern

Booklove
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Emma steht nicht auf Romantasy, sie findet diese Romane total vorhersehbar. Vor allem die „Zwanzig Minuten vor Mitternacht“-Reihe, auf die ihre beste Freundin so steht. Totaler Schund! Durch eine Verkettung ...

Emma steht nicht auf Romantasy, sie findet diese Romane total vorhersehbar. Vor allem die „Zwanzig Minuten vor Mitternacht“-Reihe, auf die ihre beste Freundin so steht. Totaler Schund! Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ist es aber gerade ein Charakter aus diesem Buch, den Emma unbeabsichtigt aus seiner Geschichte befreit. Und natürlich ist es nicht irgendein Charakter, sondern ausgerechnet Vinzenz, der Schurke. Könnte das alles noch schlimmer werden? Oh ja, kann es, denn Vinzenz kann sich nicht weiter als 100 Schritte von Emma entfernen, sonst wird sie mit ihm in seine Buchwelt zurückgerissen. Die einzige Chance das zu verhindern: sie müssen mit der Autorin reden und sie um ihre Hilfe bitten. Nur wie sollen sie das anstellen? Und warum wechselt Vinzenz ständig zwischen A… und irgendwie süß hin und her? Oder hat Emma einfach den Verstand verloren?


Ich finde die Idee echt mega. Ein Mädchen liest aus einem Buch vor und durch eine Verkettung von Umständen sorgt sie dafür, dass ein Buchcharakter seine Welt verlassen und in unsere übertreten kann. Und dann ist es nicht einmal der Held, sondern der Schurke. Der fühlt sich total missverstanden und will, dass das alles korrigiert wird. Emma hat seine Geschichte nicht gelesen, sie hat das erste Buch der Reihe abgebrochen. Vielleicht ein Fehler, wie sich nun herausstellt?

Wie gesagt, die Idee finde echt richtig gut und auch die Umstände, also was getan werden muss, um Vinzenz in sein Buch zurückzubekommen. Sehr interessant!

Mir war Emma aber leider viel zu kindisch. Ich fand viele ihrer Aktionen hirnrissig und albern ohne Ende. Gut, dass sie ihrem Vater nicht erzählen will, was passiert ist kann ich ja noch nachvollziehen, aber die Geschichten, die sie ihm auftischt, sind wirklich so extrem unglaubwürdig, dass man sich echt nicht wundern muss, dass er sie ihr nicht wirklich abkauft. Dazu kommt noch, dass Emma oft richtige Schnappsideen hat – in Kombination mit ihrer Tollpatschigkeit sorgt das für noch mehr Chaos.
Sie hat dann auch immer wieder richtig bescheuerte Ideen, wie sie ihre Missetaten oder die Kollateralschäden ihrer Unfälle vertuschen könnte (gut, eine dämliche Idee war auch von Vinzenz) ein Beispiel: sie rutscht aus und dabei beschädigt sie ein Buch. Statt dazu zu stehen, beschließt sie, es in den Staubsaugerbeutel zu stecken, damit sie hinterher behaupten kann, die Aushilfe habe es eingesaugt. Da fällt mir echt nichts mehr zu ein.

Mir ist Emma locker die gesamte erste Hälfte des Buches auf die Nerven gegangen. Mir war das alles zu albern, zu Teenie, zu over the top. Ja, Emma ist jung, 14 Jahre, aber ich empfand sie für 14 als schon wirklich arg jung.
Kurz vor Schluss hat sich das deutlich gebessert, da konnte ich auch richtig mitfiebern, aber es hat halt wirklich lang gedauert.

Vinzenz war lange undurchschaubar. Mal ganz nett, dann wieder arroganter A… - man wusste einfach nicht, welcher denn jetzt der „echte“ Vinzenz ist, was mir aber auch sehr gefallen hat, weil er ja in seinem Buch der Schurke ist und man dadurch länger gerätselt hat, ob er denn wirklich ein arroganter A… ist, der über Leichen geht, oder missverstanden.


Fazit: Ich fand die Idee echt mega und total interessant, aber mir war das Buch zu Teenie. Emma war mir viel zu albern und über die meisten ihrer Ideen konnte ich nur den Kopf schütteln. Das ist total schade, weil das Buch echt so viel Potential gehabt hätte, wenn die Protagonistin nicht so – in meinen Augen – übertrieben dargestellt gewesen wäre. Mir ist sie den Großteil des Buches auf die Nerven gegangen.
Erst gegen Schluss hat mich das Buch so richtig gepackt, ich habe mitgefiebert und fand den Teil richtig gut. Schade, dass es eben nur der letzte Teil des Buches war.
Wäre das Buch mit etwas mehr Ernst an die Sache herangegangen und Emma weniger albern gewesen, hätte das Buch für mich ein Lieblingsbuch werden können. So leider nicht.

Von mir bekommt es ganz knapp und nur dank des Endes 3 Sterne.

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