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Veröffentlicht am 27.08.2020

Thematisch teilweise echt heftig, aber ein richtig gutes Buch

Happy End in Virgin River
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Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Triggerwarnung: Das Thema Vergewaltigung wird behandelt!


Nichts wird jemals wieder so sein, wie es einmal war. Mike weiß das, er hat es am eigenen ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Triggerwarnung: Das Thema Vergewaltigung wird behandelt!


Nichts wird jemals wieder so sein, wie es einmal war. Mike weiß das, er hat es am eigenen Leib erfahren. Nachdem er im Dienst angeschossen und schwer verletzt worden war, musste er den Dienst bei der Polizei aufgeben. Er fiel in ein tiefes Loch. Doch er hat sich wieder da durchgekämpft und sieht der Zukunft endlich wieder einigermaßen positiv entgegen. Aber dann schlägt das Schicksal erneut zu: Brie, die Schwester seines besten Freundes Jack und die Frau, für die er tiefe Gefühle empfindet, wird brutal vergewaltigt und zusammengeschlagen. Der Täter kann entkommen und Brie bleibt mit ihren Wunden zurück. Natürlich versuchen alle zu helfen, aber wie kann man das Vertrauen in sich selbst und die Welt reparieren? Brie war immer taff und mutig, jetzt hat sie vor so ziemlich allem Angst, allem, außer Mike.
Und als wäre das nicht schon schlimm genug, treibt auch noch ein Vergewaltiger im beschaulichen Virgin River sein Unwesen.


Dieses Buch ist teilweise emotional echt heftig. Brie leidet verständlicherweise sehr und man leidet mit ihr. Aber auch in Virgin River treibt scheinbar ein Serienvergewaltiger sein Unwesen unter den Teenagern der Gegend. Die Mädchen meinen selbst schuld zu sein und weigern sich zur Polizei zu gehen. Mel, die Ehefrau von Jack weiß, dass das ein häufiges Problem bei Vergewaltigungsopfern ist, aber dennoch ist es für sie frustrierend. Sie will den Täter hinter Gitter bringen und nicht immer neue traumatisierte und verletzte Opfer versorgen müssen.

Mike, der eigentlich schon mit dem Polizeidienst abgeschlossen hatte, ist bass erstaunt, als ihm Hope anbietet, für Virgin River als Polizist zu arbeiten. Nach einigem Hin und Her sagt er zu und ahnt nicht, dass er schon bald mit einer großen Ermittlung beschäftigt sein wird, denn Mike jagt bald einen Vergewaltiger, der im beschaulichen Virgin River sein Unwesen treibt.

Brie war immer eine starke, selbstbewusste Frau, doch von einem Tag auf den anderen ändert sich ihr Leben für immer und es scheint, als würde sie von Katastrophen heimgesucht. Zuerst teilt ihr ihr Ehemann mit, dass er seit über einem Jahr eine Affäre mit Bries bester Freundin hat und sie ihretwegen verlässt, dann verliert sie ihren bislang größten Fall vor Gericht gegen einen Serienvergewaltiger und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird sie wenig später von genau diesem Täter zusammengeschlagen, brutal vergewaltigt und verhöhnt.
Brie ist am Boden und weiß nicht, ob sie jemals wieder aus diesem Loch herauskommen kann.

Das Buch ist härter, als die vorherigen Virgin River Bücher, aber trotz der sehr heftigen Themen geht es vor allem um eins: Liebe und Zusammenhalt. Obwohl einem schlecht wird, bei dem was Brie und diese Mädchen durchleiden, fand ich es unglaublich toll, wie der Kampf zurück ins Leben dargestellt wurde. Sehr einfühlsam und behutsam und keineswegs unrealistisch schnell oder mühelos folgt man Brie dabei, wie sie gegen ihr Trauma kämpft. Ich finde es so wichtig, dass das thematisiert wird, denn oftmals wird vergessen, dass die seelischen Wunden viel schlimmer sind als die körperlichen, wenn es um Vergewaltigung geht. Der Verlust des Vertrauens in die Umwelt, der Verlust des sexuellen Selbstvertrauens, die Angst, die allgegenwärtig ist.

Fazit: Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Es werden wichtige Themen behandelt, allerdings auch ziemlich heftige. Die Protagonisten waren super sympathisch und auch die Nebencharaktere – teilweise Protagonisten früherer Bände, teilweise Protagonisten zukünftiger Bände der Reihe – waren durch die Bank sympathisch.
Obwohl viele heftige Themen behandelt werden, gibt es auch genug witzige Szenen als Ausgleich. Und da man nicht nur den aktuellen, sondern auch den vorherigen und zukünftigen Protagonisten folgt, hat man beim Lesen irgendwie das Gefühl von „Familie“. Man kennt die Charaktere, man liebt sie und man kennt und liebt Virgin River.

Von mir gibt es wieder einmal 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Ich hab ein bisschen Kritik, aber insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut

DESTROYED Souls
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!


Das Leben meint es echt nicht gut mit Kaycee. Ihre geliebte jüngere Schwester hat Krebs, dann verbreitet ihre – mittlerweile ehemals – beste Freundin die ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!


Das Leben meint es echt nicht gut mit Kaycee. Ihre geliebte jüngere Schwester hat Krebs, dann verbreitet ihre – mittlerweile ehemals – beste Freundin die allerfiesesten Gerüchte über sie. Und als wäre das noch nicht genug, stirbt ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht und in Reaktion darauf, begeht ihr Vater Selbstmord. Auf einmal stehen die beiden ganz allein da. Gut, bald taucht ihre Oma auf, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatten, aber zaubern kann sie auch nicht. Kaycees Job reicht nicht, um sie und ihre Schwester zu ernähren, also macht sie sich auf die Suche nach einer neuen Stelle. Die findet sie ausgerechnet bei James, dem geheimnisvollen Mann, der sie auf dem Friedhof, bei der Beerdigung ihrer Eltern angestarrt hat.
James will Kaycee um jeden Preis. Da scheint es wie ein Wink des Schicksals, dass sie ausgerechnet ihn um Arbeit bittet. Eines steht fest: er wird sie nicht mehr entkommen lassen.


Ich fand Kaycee direkt sympathisch. Sie tat mir sehr leid und ich fand es echt schlimm, was die Arme alles durchstehen musste. Gleichzeitig ist es aber auch bewundernswert, wie sie sich durchbeißt, um sich um ihre Schwester zu kümmern. Obwohl sie die ganze Arbeit macht und auch noch einen Job hat, empfindet sie ihre Schwester niemals als Last.
Im Verlauf der Handlung konnte ich ihr Verhalten und ihre Handlungen allerdings nicht immer nachvollziehen.

James ist kein einfacher Charakter. Er hat verdammt viel durchgemacht und lebt ein gefährliches Leben voller Geheimnisse. Er will Kaycee, mehr als er jemals zuvor irgendjemanden gewollt hat, aber er weiß auch um die Gefahr, in die er sie durch sein Interesse bringt. Er hat zahllose Feinde, allen voran Jason, den Bruder von Kaycees ehemals bester Freundin Charlie. Er weiß, dass seine Feinde Kaycee Schreckliches antun würden, wüssten sie, wie wichtig sie ihm ist. Seine Ex-Freundin hat er nicht ansatzweise so sehr gewollt, sie hatte ihm nicht so viel bedeutet und ihr ist Schlimmes zugestoßen, seinetwegen. Seine Angst ist also durchaus berechtigt.
Allerdings ist es nicht seine Zahl an Feinden, die immer wieder einen Keil zwischen ihn und Kaycee treiben, sondern seine Geheimnisse. Es sind gefühlt unendlich viele und ich habe auch schon einen Verdacht.

Ich fand das Buch an sich wirklich interessant, die Stimmung zwischen Kaycee und James ist echt heiß und die beiden sind immer wieder toll zusammen. Was mich aber gestört hat, waren die immer wiederkehrenden Missverständnisse, die da herrühren, dass er sehr vieles vor Kaycee verbirgt. Klar, kann er ihr nicht alles erzählen, das würde sie bestimmt zu sehr in Gefahr bringen, aber er stellt sich wirklich blöd an. Er könnte ihr zumindest ein paar Dinge erklären, statt sich und sie immer wieder in Situationen zu bringen, in denen sie – weil sie ja keine Ahnung hat, was wirklich los ist – einfach nur das Schlimmste annehmen muss und er immer nur ohne Worte dasteht, anstatt ihr irgendetwas zu erzählen. Eine Light-Version, oder zumindest eine Versicherung, dass mehr dahintersteckt, einfach irgendetwas.

Ab und an empfand ich den Schreibstil als etwas holprig, aber immer nur vereinzelt. Manchmal hatte ich auch meine Probleme mit Kaycees Handlungen und wie gesagt mit James Dummheit in manchen Belangen.
Der Cliffhanger war in meinen Augen sehr vorhersehbar, aber auch irgendwie passend, obwohl ich es immer etwas schade finde, wenn es Cliffhanger sind, die ich in der Art schon sehr oft gelesen habe. Gut, die Hintergrundgeschichte ist eine ganz andere, aber die Komposition hat mich nicht mitgerissen, weil ich es habe kommen sehen.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich mochte Kaycee und James, auch wenn ich letzten mehr als einmal gern in einen Pool geschubst hätte, um ihm beim Denken zu helfen.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und habe auch so meine Theorien. Ich fand es schön, dass der Dark-Anteil dieser Dark Romance sich vor allem auf die Umgebung der Handlung bezieht und James im Schlafzimmer kein Riesena… ist.

Was mich gestört hat war zum einen der für mich zu vorhersehbare Cliffhanger und James Verhalten. Er stellt sich meiner Meinung nach immer wieder einfach zu sehr an und sorgt für immer wiederkehrende Missverständnisse.

Von mir bekommt das Buch knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Auf mich wirkte das Buch absolut realistisch - ich konnte es nicht aus der Hand legen!

Regenwaldgeflüster
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Vickys Leben ist alles andere als einfach, vor allem seit Lena, eine ehemalige Freundin, und ihre Clique sie auf dem Kieker haben. Vicky hat keine Ahnung warum, aber es scheint ihr liebstes Hobby zu sein, ...

Vickys Leben ist alles andere als einfach, vor allem seit Lena, eine ehemalige Freundin, und ihre Clique sie auf dem Kieker haben. Vicky hat keine Ahnung warum, aber es scheint ihr liebstes Hobby zu sein, sie zu mobben und zu quälen. Dabei kennen die Vier keine Grenzen. Natürlich sind es auch ausgerechnet die Vier, mit denen sie nach Argentinien fliegen muss, zu einem Auslandsjahr. Im Flugzeug lernt sie Drew kennen, ein bekannter Musiker, der sich irgendwie für sie zu interessieren scheint. Er sorgt auch dafür, dass Vicky und Lena den Flugzeugabsturz im Urwald überleben. Ja, richtig: Flugzeugabsturz, denn Vickys Pech nimmt einfach kein Ende. Sie fliegt zum allerersten Mal und das verdammte Ding stürzt mitten im Urwald ab.
Jetzt geht es darum zu überleben. Ganz allein, Gott weiß wo in einem Urwald nur Vicky, Drew und Lena, die keine Gelegenheit auslässt sich an Drew heranzumachen. Was, wenn er sich für Lena entscheidet? Und warum würde es Vicky so unglaublich verletzen, wenn er es täte, sie kennen sich doch kaum!


Wow. Das Buch beginnt schon heftig mit Mobbing auf höchstem Niveau. Da wäre ich am liebsten handgreiflich geworden! Aber es kommt noch schlimmer mit dem Flugzeugabsturz. Nur Vicky, Drew und ausgerechnet Lena überleben. Aber nicht einmal dieses schreckliche Erlebnis sorgt bei Lena für ein Umdenken, im Gegenteil. Sie ist ein grauenvoller Mensch.

Als Leser weiß man mehr, als Vicky, die einem echt nur leid tun kann. Nicht nur wegen des Mobbings sondern auch wegen dem Gefühlschaos. Sie ist hin und weg von Drew, aber Lena tut immer wieder so, als seien sie zusammen. Aber warum schaut Drew dann Vicky immer wieder so an? Aber wenn er an ihr interessiert ist, warum lässt er sich dann andauernd von Lena begrabschen?

Wer jetzt glaubt, es handle sich bei diesem Buch einfach um eine Teenie-Dreiecks-Geschichte oder so, liegt vollkommen falsch. Klar geht es um Gefühle und natürlich sind die Beteiligten jung, wobei Drew etwas älter ist, als die Mädels, aber trotzdem relativ jung, aber es geht vor allem um eins: Überleben!
Und das ist in diesem Buch auch gar nicht so leicht. Es gibt giftige und gefährliche Tiere, die drei brauchen Nahrung und Wasser und die müssen sie erstmal finden.

Das Buch ist wirklich alles andere als seicht. Es ist spannend und mitreißend und erschreckend. Allein schon der Flugzeugabsturz bzw. die Momente kurz danach sind extrem heftig. Zu dem Zeitpunkt sind noch mehr Menschen am Leben, aber schwerstverletzt. Ich verrate nicht, wie es dazu kommt, dass letztlich nur die drei sich durch den Urwald schlagen können bzw. müssen, aber es ist wirklich heftig und realistisch.
Allgemein wirkt das gesamte Buch auf mich sehr realistisch und „echt“. Auch die Charaktere wirken „echt“ auf mich. Vicky und Drew sind sehr sympathisch, Lena kann man von Herzen verabscheuen. Dabei gibt es keine plötzliche, unrealistische Kehrtwende, die Charaktere wachsen zwar teilweise an der Situation, aber bleiben sie selbst.

Die Wendung fand ich etwas schade und damit meine ich die Wendung vor der letzten großen Wendung am Ende. Aber die Erklärung ist einleuchtend und wirkt auf mich auch realistisch, obwohl ich mich trotzdem drüber aufgeregt habe.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich wirklich von Anfang bis Ende gepackt und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Es war spannend, ergreifend, interessant und romantisch – was will man mehr? Dabei wirkten sowohl die Charaktere, als auch die Erlebnisse im Urwald auf mich realistisch.
Klar gibt es ab und an ein wenig Teenie-Drama, aber nicht zu viel, sondern nachvollziehbar. Es wird überhaupt nicht überreizt. Man fiebert mit, man drückt die Daumen und man merkt sehr schnell, dass der Urwald wirklich richtig gefährlich ist und es vor allem ums Überleben geht.

Ich bin echt froh, das Buch entdeckt zu haben, von mir gibt es 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Ich habe so viel gelacht - ich liebe den Buchclub einfach!

The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Liv ist nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannt, aber als sie ihren Chef dabei überrascht, wie er eine andere, deutlich jüngere Mitarbeiterin sexuell belästigt, kann sie ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Liv ist nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannt, aber als sie ihren Chef dabei überrascht, wie er eine andere, deutlich jüngere Mitarbeiterin sexuell belästigt, kann sie einfach nicht anders, als ihr zu helfen. Dummerweise bringt das nicht viel: das Mädchen will ihn nicht anzeigen, aus Angst, er würde dann ihr Leben ruinieren und Liv wird gefeuert. Das alles ist eigentlich Macks Schuld, ein Freund von Livs Schwager. Er hat das alles durch seinen Besuch im Restaurant und seine Aufdringlichkeit ins Rollen gebracht. Entsprechend groß ist auch sein schlechtes Gewissen. Er will Liv unterstützen und ihr helfen, ihrem Ex-Boss das Handwerk zu legen. Und dann wäre da noch die Tatsache, dass sie ihn irgendwie fasziniert, obwohl sie ihn zu hassen scheint.


Wir kennen Liv und Mack bereits aus Band 1. Er ist ein Frauenheld und ziemlich frech, Liv hat große Probleme zu vertrauen und Männern begegnet sie prinzipiell mit Misstrauen. Das hat alles mit ihrer Kindheit zu tun – da haben wir auch in Band 1 schon einiges erfahren.

Als Liv mitbekommt, was ihr Chef einer Kollegin antut, kann sie nicht schweigen. Sie will ihn zur Strecke bringen, aber leider braucht sie dabei Hilfe, ob sie es nun wahrhaben will oder nicht. Und diese Hilfe ist der Gründer des Secret Book Club: Mack. Eigentlich kann sie ihn nicht leiden und er weiß einfach nicht, was er von ihr halten soll, aber da ist auch diese Anziehung. Und schon steckt der King der Liebesromane plötzlich in einer Situation, bei der ihm all sein Wissen nicht weiterhilft. Denn in der Theorie kennt er sich aus, als Außenstehender hatte er immer den Überblick, aber als Betroffener, sieht das ganz anders aus.

In Band 1 hatte ich so meine Probleme mit Liv, obwohl ich ihre Motive schon damals verstehen konnte. In diesem Band bin ich noch viel mehr bei ihr und kann sie für ihren Kampfgeist nur bewundern, andere wären an dem Druck längst zerbrochen. Klar, sie handelt auch nicht immer richtig, aber sie ist leidenschaftlich und versucht etwas richtig Gutes zu tun.

Die Buchclub-Jungs sind soooo witzig! Ich habe so heftig gelacht, dass mir die Tränen gekommen sind. Ich mag sie alle sehr, aber „der Russe“ ist mein Liebling. Er ist einfach so „anders“ aber man kann irgendwie nicht anders, als ihn süß zu finden. Ich hoffe wir hören noch deutlich mehr von ihm.


ACHTUNG: möglicher Mini-Spoiler!

Was mich allerdings echt so richtig, richtig, richtig wütend gemacht hat ist etwas, das mich schon bei anderen Büchern auf die Palme gebracht hat: am Ende ist plötzlich alles, was in allen Beziehungen, die sie hat, egal ob zu Freunden, Familie oder romantischer Natur, absolut alles ist Livs Schuld, weil sie ja Angst hat zu vertrauen. Geht’s noch?! Ich meine, ja, sie hat definitiv Fehler gemacht und hat Dinge auch immer wieder mal nur aus ihrer Sicht gesehen, aber wer tut das nicht? Was mich so dermaßen aufregt ist, dass sie sich plötzlich bei allen entschuldigen soll und alles ihre Schuld gewesen sein soll und das ist einfach falsch! Ja sie hat teilweise falsch reagiert, aber das bedeutet nicht, dass die anderen keine Schuld haben! Auch sie haben sich falsch verhalten und es kotzt mich wirklich extrem an, wenn in Büchern diese Karte gezogen wird. Warum muss so oft SIE die Erkenntnis haben, dass alles ihre Schuld ist und andere unterstützen das auch noch?! Warum können nicht auch mal die anderen einsehen, dass BEIDE Fehler gemacht haben und den ersten Schritt tun?
Liv hat einige emotionale Wunden und ich kann sie so gut verstehen. So abgelehnt zu werden, wie es ihr passiert ist, das reißt eine Wunde, die so tief ist, dass sie nie komplett verheilt. Ich finde es so falsch, dass das auf einmal nicht mehr zählen soll, dass das nichts wert ist. Sie hat ein Recht darauf, diesen Schmerz zu spüren und sie hat ein Recht auf ihre Gefühle! Sie darf sich verraten fühlen und vielleicht müssen die anderen einfach auch mal ihr Vertrauen zurückgewinnen, anstatt, dass sie plötzlich alles von jetzt auf gleich überwinden soll, weil das ja falsch von ihr war!


Fazit: Mir hat das Buch wirklich richtig, richtig gut gefallen, obwohl mir die Wendung kurz vor Schluss noch einen richtig heftigen Wutanfall verpasst hat, weil ich mit diesem Motiv in Liebesromanen einfach auf Kriegsfuß stehe.

Die super sympathischen Charaktere haben das aber wieder ausgeglichen. Ich liebe die Buchclub-Jungs einfach so sehr und auch die neuen Charaktere, allen voran Hop, fand ich ganz toll.

Wieder einmal lernt man, dass in jedem viel mehr steckt, als man denkt und dass jeder Wunden mit sich herumträgt und Fehler macht.

Von mir bekommt das Buch 4, 5 Sterne. Den halben Stern muss ich wegen der Wendung abziehen, weil mich die so extrem aufgeregt hat.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

In meinen Augen deutlich besser, als Band 1

Valentine Mine
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Josh hat Katharina gerettet! Gabriel hat doch allen Ernstes versucht sie zu entführen! Wäre Josh nicht gewesen … doch damit hat er sich Gabriels Zorn zugezogen und es dauert ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Josh hat Katharina gerettet! Gabriel hat doch allen Ernstes versucht sie zu entführen! Wäre Josh nicht gewesen … doch damit hat er sich Gabriels Zorn zugezogen und es dauert nicht lange, bis seine Rache Josh dazu bringt, nicht mehr leben zu wollen. Auch Katharina zittert vor seiner Rückkehr. Wer weiß, was er mit ihr vorhat? Doch es passiert … nichts. War es für ihn doch nur ein Spiel, oder wartet er einfach nur auf die perfekte Gelegenheit? Denn eines hat Katharina mittlerweile gelernt: Gabriel ist absolut jedes Mittel recht, um zu bekommen was er will.


Ich muss ehrlich zugeben, dass mir Band 2 deutlich besser gefallen hat, als Band 1. Katharina hat mich nicht mehr genervt, sondern im Gegenteil, ich fand es toll, wie sie sich um alle in ihrem Leben gekümmert und ihnen beigestanden hat.

Gabriel ist nach wie vor gruselig gewesen, auch wenn er nicht immer den A… hat raushängen lassen, man war sich einfach bei ihm nie sicher, ob er nicht gleich wieder etwas Gemeines tun würde.

Josh hat schlimme Dinge getan, aber irgendwie kann man ihm nicht böse sein. Das ist echt faszinierend. Er erinnert einen immer wieder an ein nasses, ausgesetztes Hundebaby und man will ihn nur trösten und mit ihm kuscheln. Dabei ist er ein Drogendealer, Zuhälter und wer weiß was noch alles.

Neu dazu kommt in diesem Band auch Elias, ein geheimnisvoller Staatsanwalt, der scheinbar Interesse an Katharina hat. Aber was will er? Will er sie als Frau, oder benutzt er sie für etwas anderes?

In Band 2 schraubt Gabriel zum Glück sein Psycho-Verhalten etwas zurück. Er versucht nicht mehr Katharina zu zwingen. Natürlich fragt er weiterhin nicht, aber wenigstens treibt er es nicht mehr auf die Spitze.
Dafür ist er mir mit seinem „von sich wegstoßen“ extrem auf die Nerven gefallen. Das kam einfach zu oft. Ja, bei jemandem wie ihm ist das nichts Ungewöhnliches, aber trotzdem. Es war zu oft und zu dicht aufeinander. Irgendwann dachte ich nur noch „schon wieder?“ statt irgendwie anders zu reagieren.


Fazit: Die Geschichte von Gabriel und Katharina ist schon recht speziell. Er ist die meiste Zeit über ein A… - allerdings steckt auch noch mehr in ihm. Aber statt Dinge mit Reden oder Kompromissen zu klären, neigt er dazu einfach sein Ding zu machen und Katharina mitzureißen. Sie lässt sich von ihm aber nicht alles gefallen, auch wenn er regelmäßig dafür sorgt, dass sie ihm ausgeliefert und von ihm abhängig ist. In Band 1 ist sie mir ziemlich auf die Nerven gegangen, in Band 2 zum Glück nicht mehr. Klar kann man als Außenstehender berechtigterweise die Frage stellen, warum sie ihn nicht anzeigt oder kündigt, aber er hat ja bereits in Band 1 klar gemacht, dass er zu verhindern weiß, dass sie mit einem von beidem durchkommt. Ich glaube ihm da absolut. Er würde es Katharina unmöglich machen. Ihr bleibt also gar nichts anderes übrig, als zu versuchen, irgendwie mit ihm klar zu kommen.

Was mich gestört hat war sein ständiges „Abblocken“. Das war mir einfach zu oft und zu dicht aufeinander. Er kann ein richtiges A… sein und wechselt seine Launen extrem schnell. Manchmal hätte man sich schon gewünscht, dass ihn jemand eine Treppe runterschubst oder so.

Aber ich fand Band 2 wirklich deutlich besser, als Band 1, daher gibt es von mir 4 Sterne.

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