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Veröffentlicht am 17.05.2020

Ich fand die Wendung etwas zu vorhersehbar, aber das Buch ansonsten wirklich wunderschön!

Wrong Number, Right Guy (College Love 1)
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Gerade erst hat Delia mit ihrem Freund Schluss gemacht. Einvernehmlich, aber trotzdem tut es weh. Da erhält sie merkwürdige Nachrichten bei WhatsApp. Zuerst denkt sie, es sei ihr Bruder, doch die Nachrichten ...

Gerade erst hat Delia mit ihrem Freund Schluss gemacht. Einvernehmlich, aber trotzdem tut es weh. Da erhält sie merkwürdige Nachrichten bei WhatsApp. Zuerst denkt sie, es sei ihr Bruder, doch die Nachrichten stammen von Zach. Sie kennt aber keinen Zach. Eine Verwechslung führt die beiden zusammen und irgendwie behalten sie das Chatten bei auch nachdem sie wissen, dass sie einander eigentlich nicht kennen. Kann man sich zu jemandem hingezogen fühlen, den man eigentlich gar nicht kennt?


Ich fand Delia direkt sehr sympathisch. Sie ist so „normal“. Noch sympathischer wurde sie mir aber durch ihre Chat-Nachrichten. Das Buch ist komplett aus Delias Sicht geschrieben, Zach lernt man durch die Nachrichten kennen, aber es gibt keine Kapitel aus seiner Sicht. Er ist total charmant und man will unbedingt mehr über ihn wissen, nachdem man die ersten Nachrichten gelesen hat. Delia und Zach passen einfach unglaublich gut zusammen und es entwickelt sich sehr schnell eine Freundschaft und mehr. Aber was passiert, wenn sie sich mal in Wirklichkeit treffen? Was wenn es nicht funkt? Oder sie sich nur verstehen, wenn sie chatten?

Ich fand das Buch echt süß. Delia und Zach sind beide etwas verrückt, aber charmant verrückt. Ich habe wirklich sehr viel gelacht! Mein heimlicher Liebling ist aber Marshy – nein, ich verrate nicht, wer das ist, lasst euch überraschen!

Mein einziger Kritikpunkt ist die Wendung. Die war mir zu offensichtlich. Ich kann verstehen, warum Delia so reagiert hat und warum Zach so reagiert hat, aber es war für mich direkt klar, was dahintersteckt und das fand ich etwas schade. Ich hätte mir etwas gewünscht, dass ein bisschen weniger durchschaubar gewesen wäre.
Gleichzeitig hat mich das aber auch sehr aufgeregt, vor allem die Reaktion des Verursachers – ich muss hier leider so kryptisch bleiben, ich will ja nicht spoilern. Toll finde ich aber, dass damit ein sehr wichtiges und leider noch immer viel zu lasch behandeltes Thema aufgegriffen wird. Ich kann einfach nicht fassen, dass jemand mit so etwas einfach so davonkommt, aber leider ist das auch hier oft so. Das nicht vorhandene Unrechtsbewusstsein ist das noch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ich hätte am liebsten zu Fackel und Mistgabel gegriffen!

Man muss es mögen, dass ein Großteil des Buches aus WhatsApp Nachrichten besteht, das ist nicht jedermanns Sache, aber ich persönlich fand es hier passend. Die Nachrichten sind süß, witzig und lassen einen Delia und Zach auf eine Art und Weise kennenlernen, die man sonst einfach nicht hätte.


Fazit: Ganz ehrlich: wer wünscht sich das nicht? Eine zufällige Bekanntschaft über WhatsApp oder E-Mail, die sich zu einer Freundschaft oder sogar mehr entwickelt? Ich fand das Konzept direkt interessant, die Charaktere super sympathisch und bis auf die Wendung, die einfach für mich viel zu durchschaubar und vorhersehbar war, gefiel mir das Buch wirklich sehr! Ich habe viel gelacht und wurde einfach von der Dynamik der Nachrichten und der Chemie der Protagonisten mitgerissen.

Von mir bekommt das Buch trotz der Wendung 5 Sterne, weil ich es einfach so schön fand.

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Es hätte so schön sein können...

Angst in deinen Augen
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Es sollte Ninas ganz großer Tag werden. Doch jetzt sitzt sie allein im Brautkleid in der Kirche und ihre Schwester versucht sie damit zu trösten, dass ihr jetzt Ex-Verlobter ein A… sei. Das ist er definitiv ...

Es sollte Ninas ganz großer Tag werden. Doch jetzt sitzt sie allein im Brautkleid in der Kirche und ihre Schwester versucht sie damit zu trösten, dass ihr jetzt Ex-Verlobter ein A… sei. Das ist er definitiv immerhin hat er Nina einfach am Altar stehen lassen und hatte nicht einmal den Mut es ihr persönlich mitzuteilen, sondern schickte stattdessen seinen besten Freund. Als Nina sich endlich dazu entschließt die Kirche zu verlassen und sich vom Reverend nach Hause bringen zu lassen geschieht das gerade noch rechtzeitig. Nur Minuten später, als beide im Auto sitzen, explodiert die Kirche. Hätte die Hochzeit wie geplant stattgefunden, es wären Dutzende wenn nicht Hunderte gestorben. Aber wer jagt eine Kirche in die Luft?
Sam Navarro jagt den Serien-Bombenleger. Er scheint ein Schüler eines Täters zu sein, der vor einem Jahr geschnappt worden war und dabei starb. Doch welches Motiv hat der neue Bombenleger? Eines ist auf jeden Fall sicher: er will, dass Menschen sterben. Sams einzige mögliche Spur ist Nina, vor allem, nachdem ein weiterer Anschlag auf sie verübt wird, also stellt er sie unter seinen persönlichen Schutz.


Nina tat mir direkt schrecklich leid! Vor allem als man dann ihre Mutter kennenlernt, die einfach nur furchtbar ist. Nina sollte ein offenes Gespräch mit Robert führen und herausfinden, was ihn stört damit sie es dann ändern kann – geht’s noch?! Es ist ihr vollkommen egal, wie Nina sich fühlt, wie es ihr geht oder, dass ihr Robert gerade das Herz gebrochen hat. Sie soll ihn zurückgewinnen, damit sie mit einem reichen, erfolgreichen Arzt verheiratet ist, statt eine einfache Krankenschwester zu sein. Ihrer Mutter geht es nur um Geld und Status, was schon allein deren auftreten beweist. Sie definiert sich darüber die „Ehefrau von“ zu sein und erwartet das gleiche von Nina.
Aber was will der Täter von ihr? Geht es um ihre Mutter? Ihren Vater? Ihren Stiefvater? Oder um Robert? Sie ist doch nur eine Krankenschwester, sie hilft Menschen! Oder geht es genau darum, um jemanden, dem nicht geholfen werden konnte? Gibt jemand Nina die Schuld daran?

Sam war ganz am Anfang interessant, er wirkte fähig und ich wollte mehr über ihn wissen. Aber zu Nina war er alles andere als nett und seine Vorurteile und Gedanken über sie waren echt fies. Da hat er bei mir ordentlich verloren. Statt ein wenig Mitgefühl für sie zu zeigen denkt er gönnerhaft über sie und macht es ihr kein Stück leichter seine Fragen zu beantworten. Ja, er muss einen Bombenleger schnappen, aber etwas Mitgefühl für Nina, die gerade echt viel durchgemacht hat, würde ihn auch nicht umbringen! Er benimmt sich da echt lange verdammt unmöglich. Ja, er kämpft gegen die Anziehung, die Nina auf ihn ausübt, aber da muss er doch nicht zum eiskalten A… mutieren! Er hat mich echt aufgeregt!
Die Wendung was ihn anbelangt war für mich nicht glaubhaft.

Robert, Ninas Ex-Verlobter, ist ein Mega-A… - dass er Nina am Altar verlassen hat ist ganz allein Ninas Schuld, so seine Logik, denn sie hat ja ihren Job nicht aufgeben wollen, um ihn von vorn bis hinten zu bedienen und ihm zur Verfügung zu stehen. Da musste er sich doch eine andere suchen, das ist doch ganz klar. Und natürlich konnte er ihr das nicht früher sagen, aber warum nicht, das erfahren wir nicht, denn im Moment der Konfrontation ist Nina ja zu hysterisch, um vernünftig mit ihr zu reden, also haut er lieber ab und lässt sie wütend stehen, weil auch das wieder ihre Schuld ist, sie hat sich ja nicht unter Kontrolle. Er hat mich da so extrem wütend gemacht, dass ich schreien könnte. Ich hasse (!!!) es, wenn Männern die Argumente ausgehen – oder sie einfach keine haben – und dann auf die „du bist hysterisch“-Tour kommen, die „mit dir kann man nicht reden, du rastest ja total aus“ – der Typ kann von Glück reden, dass er das nicht bei mir versucht hat, sonst sänge er jetzt im Knabenchor!
Da fragt man sich echt, was Nina jemals an ihm gefunden hat. Es kann doch nicht sein, dass er Grundzüge dieses Verhaltens und dieses klischeehaften Rollendenkens nicht schon früher gezeigt hat.

Für mich war die Liebesgeschichte nicht glaubhaft. 75% des Buches schwankt Sam zwischen „kann ja doch auch mal nett“ und „Blödmann“. Er redet sich andauernd etwas ein und reitet darauf herum, dass nichts zwischen ihnen passieren darf und kurz vor Schluss stellt er sich auch noch ziemlich doof an. Nina ebenso. Ich kann nicht nachvollziehen, was sie an ihm findet. Ja, er kann auch nett, aber echt selten. Sie verhält sich auch immer wieder ziemlich lichtsinnig, was echt schade ist, da ich sie ansonsten mochte.
Was mich mit am meisten gestört hat war das Verhalten des Staatsanwalts und des Ermittlers der Mordkommission. Letzterer behandelt Nina, als sei sie mit einem blutigen Messer in der Hand über eine Leiche gebeugt aufgefunden worden, mit den Worten „ich war‘s!“ auf den Lippen. Ja, das soll für eine Verwicklung und Spannung sorgen, mich hat es aber nur genervt, weil es wirklich aufgesetzt und vorhersehbar wirkte. Beweise? Ach, wer braucht die schon! Leider für mich viel zu stereotyp.


Fazit: Das Buch fing wirklich gut an, ich dachte schon, ich hätte es mit einem richtig guten Thriller mit einem Funken Liebesroman zu tun. Leider stellte sich das bald als falsch heraus. Sam, der Protagonist ging mir schon bald mit seiner Art auf die Nerven, er war die meiste Zeit fies zu Nina und das, weil er sich zu ihr hingezogen fühlt – sehr logisch. Und Nina, die gerade alles verloren hat und von einem Irren verfolgt wird verknallt sich in ihn, obwohl er die meiste Zeit fies zu ihr ist? Das war für mich nicht glaubwürdig.
Kurz vor Schluss ist mir alles zu abrupt und die Protagonisten verdummen ganz plötzlich total. Hätte ich Sam sympathischer gefunden, hätte ich vielleicht mitfühlen können, aber so hat sich bei mir leider keinerlei Gefühl eingestellt. Ich mochte Nina, ja, aber nicht genug um wirklich mitzufiebern.

Leider hat dieses Buch in meinen Augen sein Potential verschenkt. Es bekommt von mir 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Anfangs nicht schlecht, aber leider verrennt sich das Buch zunehmend in Klischees

How to Love a Rockstar
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Josy hätte nie gedacht, dass ihr Leben irgendwann einmal interessant werden würde – also interessant für andere Menschen. Sie selbst war mit ihrem Leben vollauf zufrieden, sie liebt ihr Informatikstudium, ...

Josy hätte nie gedacht, dass ihr Leben irgendwann einmal interessant werden würde – also interessant für andere Menschen. Sie selbst war mit ihrem Leben vollauf zufrieden, sie liebt ihr Informatikstudium, ihr Job im Hotel gefällt ihr auch gut und bis auf die Tatsache, dass ihre Eltern nicht verstehen, warum sie nicht etwas „richtiges“ studiert, ist eigentlich alles ok. Doch dann wird sie mitten in der Hotellobby einfach so von einem Fremden geküsst. Es ist der beste Kuss ihres bisherigen Lebens, aber der Kerl, der sie da küsst, ist Cedric, der Leadsänger einer super angesagten Rockband und mit diesem Kuss stürzt er Josys Leben ins totale Chaos. Als ihr Cedric dann auch noch vorschlägt, der Welt einfach vorzuspielen, was sie ohnehin annimmt, nämlich, dass Josy Cedrics Freundin ist, wird alles noch komplizierter. Vor allem, weil Josys beste Freundin ein unglaublich großer Fan von Cedrics Band ist.


Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen. Cedric und Josy fand ich direkt interessant, wenn auch die Situation mit dem Kuss am Anfang etwas verwirrend war, sollte sie aber auch, von daher passte das auch. Was mich aber direkt gestört hat, war die Reaktion ihrer besten Freundin, die immer heftiger ausfällt, je weiter die Handlung voranschreitet. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen, dieses extreme anhimmeln und sogar verlieben in Stars, die man eben nur in ihrer Rolle als Star kennt. Klar gibt es Musiker und Schauspieler, deren Können ich bewundere, aber ich kann nicht sagen, dass ich mich jemals in einen liebeskranken Fan verwandelt hätte.
Drew, Josys beste Freundin, aber schon. Sie ist total verliebt in Cedric und dass ausgerechnet Josy von ihm geküsst wird und jetzt scheinbar auch noch seine Freundin ist, kann sie ihr nicht verzeihen. Sie sieht das als persönlichen Verrat an.
Gut, es ist blöd gelaufen, ja, aber Drew führt sich auf, als habe Josy mit ihrem festen Freund geschlafen, am Abend vor der Hochzeit. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen. In meinen Augen übertreibt sie maßlos.

Josy war mir direkt sympathisch. Sie ist so „normal“ und total unaufgeregt im Angesicht eines Rockstars. Gut, das ändert sich später, einfach weil ihr Körper ständig auf Cedric reagiert, aber trotzdem finde ich es toll, dass sie keinerlei Interesse am Ruhm hat, sondern das alles eher lästig findet. Ich denke, das würde so ziemlich jedem so gehen. Wer will schon rund um die Uhr von Kameras verfolgt werden?

Cedric ist weniger leicht zu durchschauen. Einerseits zieht ihn Josy irgendwie an, andererseits versucht er sich immer wieder einzureden, dass sie nur irgendjemand ist, austauschbar. Sie soll nur einem Zweck dienen: ihm mehr Freiraum zu verschaffen. Doch gleichzeitig spornt es ihn an, dass sie scheinbar null Interesse an ihm als Star hat. Sie liegt ihm nicht zu Füßen. Das kennt er nicht.
Ich war mir lange nicht sicher, ob Cedric ein A… ist oder nicht. Manchmal denkt er A…-Sachen, dann wieder scheint er ernsthaft an Josy interessiert. Er macht es einem am Anfang echt nicht leicht.

Leider entwickelt sich das Buch mehr und mehr zum Negativen in meinen Augen. Es werden immer mehr Klischees und das Verhalten der Protagonisten wird auch immer mehr „Teenie“. Die Wendung nach ¾ des Buches hat mich einfach nur genervt. Ich mag es einfach nicht, wenn es eine 08/15 Wendung ist, ich mag es lieber origineller, aber so war es ein weiteres Klischee für die immer länger werdende Liste. Echt schade!


Fazit: Das Buch hatte echt Potential, es fing nicht schlecht an, aber leider entwickelte es sich für mich immer mehr zur Klischee-Sammlung mit Teenie Charakteren. Drew, Josys beste Freundin war von Anfang an sehr Teenie in ihrem Verhalten. Die Star-Schwärmerei, das Drama, die Überreaktionen. Aber irgendwann kam dann der Punkt, an dem sich auf einmal alle wie Teenies benommen haben und da wurde es mir einfach zu viel. Das ist so schade, das Buch hätte so schön sein können!
Die Wendung hat mich genervt, ich empfand sie als zu sehr Klischee und das Ende kam für mich zu abrupt.

Das Buch bekommt von mir leider nur 2,5 Sterne. Es tut mir echt leid, aber es hat sich für mich so sehr zum Negativen entwickelt im Verlauf der Handlung.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Ich persönlich mag das Buch lieber, aber das Hörspiel ist auch sehr gelungen!

Amokspiel
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Ein Mann telefoniert mit seiner Freundin, die eigentlich gleich zu Hause sein sollte. Das Gespräch wird immer unverständlicher, bis es schließlich abbricht. Minuten darauf klingelt die Polizei bei dem ...

Ein Mann telefoniert mit seiner Freundin, die eigentlich gleich zu Hause sein sollte. Das Gespräch wird immer unverständlicher, bis es schließlich abbricht. Minuten darauf klingelt die Polizei bei dem Mann und teilt ihm mit, seine Freundin seit bei einem Autounfall verstorben. Aber er hat doch gerade eben noch mit ihr telefoniert, da kann sie doch nicht schon tot gewesen sein!
8 Monate später nimmt der Mann in einem Radiosender Geiseln. Es geht um Menschenleben, darunter auch das von Kitty, der Tochter der Unterhändlerin Ira Samin, die eigentlich an diesem Tag Selbstmord begehen wollte. Der Mann verlangt, mit seiner Freundin zu sprechen, die, so die Recherchen der Polizei, tot ist. Ist der Mann verrückt? Hat er Wahnvorstellungen? Oder spielt jemand ein falsches Spiel? Er ruft wahllos Menschen in Berlin an, melden die sich nicht mit einem vorgegebenen Slogan, bringt er Geiseln um. Die Zeit drängt.


Dieses Buch war mein allererster Fitzek. Ich weiß noch, dass ich es verschlungen habe und noch am selben Tag „Das Kind“ bestellte. Amokspiel ist ein heftiges Buch. Es geht um einen verzweifelten Mann, bei dem man einfach nicht weiß, ob er total verrückt ist, oder ein Opfer im Spiel von anderen Menschen. Auf jeden Fall nimmt er Geiseln, bedroht das Leben von mehreren Menschen, darunter auch das von Kitty. Sie ist Volontärin und die Tochter der Unterhändlerin. Die beiden haben sich voneinander entfremdet, aber dennoch sind sie Mutter und Tochter und Ira würde alles tun, um Kitty zu retten.

Was mich echt ankotzt, ist Iras Chef, Steuer. Er führt sich auf wie ein HB-Männchen, oder für die, die das nicht mehr kennen, wie Rumpelstilzchen. Ein Wutanfall jagt den nächsten. Er baut Mist ohne Ende und wer ist schuld, wenn es schiefgeht? Natürlich: Ira! Sie warnt davor, dieses oder jenes zu tun, er lässt es trotzdem tun und wem gibt er die Schuld: Ira. Das kotzt mich echt an. Alles was sie tut ist selbstverständlich falsch, sie sei unfähig, eine Alkoholikerin, etc. Ja, Ira ist am Ende, aber sie kann ihren Job, nur leider macht er sie so lautstark fertig und in Gegenwart von möglichst vielen anderen, dass ihr niemand mehr irgendetwas glaubt oder zutraut.

In diesem Buch darf man absolut nichts glauben. Nichts ist, wie es scheint. Die Auflösung ist wirklich, richtig gut! Damit rechnet man eigentlich nicht. Aber am Ende ergibt alles Sinn.

Das Buch war damals mein allererster Fitzek. Ich weiß noch, wie ich an den Seiten gehangen habe und das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte. Mittlerweile habe ich es schon so oft gelesen! Dieses Mal allerdings zum allerersten Mal als Hörspiel. Mir gefiel das Hörspiel sehr gut. Aber mir ist das Buch trotzdem lieber. Die Auflösungen erscheinen im Hörspiel für mich unrealistischer oder einfach „too much“, im Buch war das nicht so.

Das Buch wurde mittlerweile auch verfilmt, ich persönlich fand den Film ok, aber nicht so gut, wie das Hörspiel oder das Buch. Die schauspielerische Leistung wirkt auf mich im Film oft unglaubwürdig. Eine Überreaktion jagt die nächste. Das ist so schade! Im Hörspiel und im Buch wirken die Charaktere dagegen echt und glaubwürdig auf mich. Gut, Steuer spinnt total und dreht die ganze Zeit viel zu hoch, aber so ist das eben und das kommt im Hörspiel auch gut rüber.


Fazit: Dieses Buch ist und bleibt mein Lieblings-Fitzek. Ich finde es so toll, wie hier die Spannung aufgebaut wird, Verbindungen gezogen werden und man bald absolut keine Ahnung mehr hat, wem man was überhaupt noch glauben kann. Allerdings ist mir das Buch lieber als das Hörspiel, obwohl auch letzteres gelungen ist.
Ich persönlich werde definitiv noch häufiger Hörspiele hören! Irgendwie hat das einfach was.

Von mir bekommt das Hörspiel 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.05.2020

Ich habe Kritikpunkte, aber ich fand das Buch trotzdem wirklich gut

Love factually (Knitting in the City 1)
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Es ist der schlimmste Tag in Janies Leben. Absolut alles geht schief und scheint sich gegen sie zu verschwören: Sie findet heraus, dass ihr langjähriger Freund sie betrügt, ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Es ist der schlimmste Tag in Janies Leben. Absolut alles geht schief und scheint sich gegen sie zu verschwören: Sie findet heraus, dass ihr langjähriger Freund sie betrügt, muss aus der Wohnung ausziehen und weiß nicht wohin und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird ihr auch noch gekündigt und ausgerechnet der heiße Security Mann, den sie seit Wochen anschmachtet ist es, der sie aus dem Büro eskortiert. Wie soll es jetzt bloß weitergehen?
Quinn, so heißt der sexy Security Mann läuft ihr andauernd über den Weg, scheint an ihr interessiert zu sein und dann wieder nicht und schließlich unterbreitet er ihr ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann.


Janie tat mir so schrecklich leid! Gut ihr Philosophieren am Anfang über das Klopapier hätte sie sich für mich ruhig schenken können, aber ansonsten fand ich sie wirklich sympathisch. Jeder von uns kennt ja solche Tage, an denen sich scheinbar alles verschwört. Für Janie ist es so ein Tag und noch dazu verschwört sich alles auf schlimmst mögliche Weise. Es fehlt eigentlich nur noch, dass sie von einem Meteoriten am Kopf getroffen wird…
Janie ist ein ziemlich eigenwilliger Mensch. Sie passt nicht ins Schema. Wenn sie nervös ist, wirft sie mit allerhand Fakten um sich. Und Quinn macht sie nervös. Er scheint mit ihr zu flirten – so zumindest die Analyse ihrer Freundinnen – aber dann kommt immer irgendetwas dazwischen, oder er sagt etwas, das bei Janie komplett falsch ankommt.
Ihre Eigenarten machen sie für mich aber sehr sympathisch. Sie passt eigentlich nicht in die normale Welt. Ich würde fast vermuten, sie könnte Asperger Autistin sein.

Ich mag Janie, aber manchmal verhält sie sich echt bescheuert. Sie ist eine sehr intelligente Frau und diese Aktionen passen einfach nicht zu ihr. Sowas ärgert mich immer. Jeder Mensch weiß, wie blöd das ist, aber sie macht es trotzdem!
Zudem ist einiges in diesem Buch ziemlich offensichtlich. Jeder sieht es, bis auf sie. Sie kombiniert einfach nicht richtig.
Was zudem gestört hat, war „Ida“. Ich möchte nicht spoilern deswegen kann ich nur so viel sagen, dass ich „Ida“ nicht gut fand. Ich hätte mir das anders gewünscht.

Quinn hat so eine Art, ich weiß gar nicht, wie ich die beschreiben soll. Es ist nicht nur Charme, da ist noch mehr. Irgendwie zieht er einen in seinen Bann und man kann sich ihm nicht mehr entziehen. Je mehr Szenen mit ihm kommen, desto mehr versinke ich in diesem Buch. Er ist einfach so faszinierend! Janie ist mir sympathisch, aber Quinn ist so präsent, dass man sich ihm irgendwie nicht entziehen kann.

Manchmal regt er mich aber auch auf. Er neigt dazu Janie seinen Willen aufzuzwingen. Ja, er meint es gut, aber manchmal sollte er ihren Standpunkt auch einfach respektieren. Zum Glück kommt es nicht so oft vor, dass es mich gegen ihn aufbringen würde.

Janie ist kein einfacher Charakter. Ich denke, entweder mag man sie total, oder sie geht einem auf die Nerven. Ich konnte mich selbst oft in ihr wiedererkennen und mochte sie. Ich fand sie einfach toll, vor allem, weil sie so ungewöhnlich ist. Ja, sie errötet oft, wie mittlerweile fast alle weiblichen Protagonisten, aber bei ihr wirkt es nicht klischeehaft oder aufgesetzt, es passt einfach zu ihr.

Ich liebe aber den Strick-Club. Die Mädels sind echt total sympathisch und einander stets eine emotionale Stütze. Kurz vor Schluss bekommen sie einen großen Auftritt und spätestens dann stand für mich fest, dass ich die weiteren Bände der Reihe auf jeden Fall auch lesen würde!


Fazit: Mir gefiel das Buch sehr gut. Ich habe zwar auch Kritikpunkte, aber die positiven Seiten überwiegen für mich deutlich die Kritikpunkte. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin total darin versunken. Ich mochte Jaine, trotz ihrer Blindheit was offensichtliche Dinge angeht, ich mochte ihre Eigenarten. Ich fand Quinn echt cool und heiß, er hat einfach irgendetwas an sich, obwohl sein Kontrollzwang immer wieder auch etwas nervt.
Der Stick-Club ist die Geheimwaffe des Buches und sorgt immer wieder für tolle Szenen und eine Hammer-Szene kurz vor Schluss. Ich möchte nicht spoilern, deswegen kann ich nicht sagen, was da passiert ist, nur so viel: selbst wenn ihr Jaine nicht mögt, oder mit dem Gedanken spielen solltet, das Buch abzubrechen, lest auf jeden Fall Kapitel 27! Glaubt mir, sonst bereut ihr es, ich habe so viel gelacht!

Von mir bekommt das Buch trotz Kritikpunkten, weil es diese wirklich sehr gut ausgeglichen hat, 5 Sterne.

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