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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Einfach gut

Sie wollen uns erzählen
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Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.

In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, ...



Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.

In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, das ich glaube, ich kenne die Personen.
Hier geht es um den neunjährigen Oz, der an ADHS leidet.
Er hat einen Brief seiner Lehrerin dabei und hofft irgendwas passiert, das seine Mutter kein Zeit für ihn hat.
Dann ist seine Mutter Ann und wirklich total aufgeregt. Sie hat gerade erfahren das die seine Großmutter verschwunden ist.
Also machen sie sich gleich auf den Weg, um sie zu finden.
Jetzt kommt noch dazu, das die Großmutter immer vergesslicher wird. Sie wartet immer wieder an der Haltestelle. Außerdem such sie Haus, in dem sie früher mal wohnte.
Dann lässt die Autorin noch ein Unwetter mit gesperrten Straßen erleben.
Da lässt sich Oz doch einiges einfallen, der Großmutter zu helfen.
Der Roman ist wieder einmalig liebevoll gestaltet.

Veröffentlicht am 14.03.2026

Ein Leseerlebnis

Die Liste der Lebenden
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Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ...



Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ist Hans Christian Andersen, der tolle Märchen erfand. Er ist mit Henriette Wulff befreundet.
Die reist von Stockholm nach Amerika. Das Schiffsunglück des Dampfers Austria war tatsächlich im September 1858. Das Schiff brennt. Henriette rettet sich auf eine Tür und denkt sich Briefe an Hans Christian aus. Das ist an vielen Stellen witzig zu lesen.
Zuhause erhält Hans Christian Andersen Listen der Geretteten. Die Namen will er erst gar nicht lesen, er will das Henriette überlebt hat.
Das alles hat der Autor besonders gut zu Papier gebracht. Teils hat er gut recherchiert und dann das besondere Etwas dazu gedichtet. So wird es ein spannendes fesselndes Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Na Ja

Es war nicht anders möglich
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Es war nicht anders möglich, ist der Debütroman der Schachaluspielerin Svenja Liesau.
Das Cover ist schon düster und zeigt auch die Düsterheit der Geschichte. Der Titel gefällt mir auch nicht so, es ...



Es war nicht anders möglich, ist der Debütroman der Schachaluspielerin Svenja Liesau.
Das Cover ist schon düster und zeigt auch die Düsterheit der Geschichte. Der Titel gefällt mir auch nicht so, es geht immer anders, warum auch nicht. Der Klappentext hatte mich angesprochen. Die Leseprobe gab mir schon zu denken, aber ich dachte, es kann ja noch werden.
So richtig warm kann ich mit der Protagonistin Martina nicht werden.
Gut ihre Kindheit war nicht gerade ideal, aber inzwischen ist sie Mitte Dreißig, da müsste sie ihr Leben ja in den Griff bekommen haben. Aber wenn sie immer Unmengen Wodka in sich hineinschüttet klappt nichts.
Langsamfänge sie ja wirklich an zu spinnen, kein Wunder, das sie da in der Klapse landet.
Das Leben in der Anstalt hat die Autorin ganz witzig, aber auch tieftraurig passieren lassen.
Es wurde dann noch ein ganz passabler Roman.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Brillant

Unter Gästen
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Unter Gästen, ist das Debüt der Caroline Roger.
Sie lässt ihre Erzählerin zurückdenken, an ihre Kindheit. Die hat sie zwischen den Gästen des Bistros ihrer Mutter und dem Restaurant ihres Vaters erlebt.
Ihre ...



Unter Gästen, ist das Debüt der Caroline Roger.
Sie lässt ihre Erzählerin zurückdenken, an ihre Kindheit. Die hat sie zwischen den Gästen des Bistros ihrer Mutter und dem Restaurant ihres Vaters erlebt.
Ihre Mutter hatte einen guten Draht zu ihren Gästen, sie lies sie sich aussprechen und war immer freundlich.
Der Vater ging immer wieder fremd. Als es dann darauf ankommt zieht die Erzählerin auf die Seite der Mutter.
Die Autorin versteht es gut, diesem Roman einen besonderen Flair einzuhauchen. Solche Wirtinnen wie die Mutter habe ich auch noch erlebt. Für uns Gäste war es immer sehr heimelig. Für die Kinder eher nicht, für die war nicht viel Zeit. Die Erzählerin war mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Eindrücke sehr gut nachempfinden.
Das hat die Autorin sehr gut dargestellt und ich habe den Roman genossen.
Da hätte ich immer weiter lesen mögen.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Aufarbeitung einer Kindheit

Unterwasserblau
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Unterwasserblau, ist ein Beziehungsroman von Petra Hucke.
Die Geschichte ist geprägt durch eine einsame etwas lieblose Kindheit.
Jessica hat im Kleinkindalter ihre Zwillingsschwester verloren. Das macht ...



Unterwasserblau, ist ein Beziehungsroman von Petra Hucke.
Die Geschichte ist geprägt durch eine einsame etwas lieblose Kindheit.
Jessica hat im Kleinkindalter ihre Zwillingsschwester verloren. Das macht wohl auch die Mutter so grantig. Mir ihrer Halbschwester Sandra gibt es auch keine Nähe.
Als sie Ingwer heiratete hatte sie endlich eine liebevolle Familie.
Als ihr Vater stirbt, wird sie gezwungen sich auch um ihre Mutter zu kümmern.
Außerdem bringt sie nach zwanzigjähriger Ehe diese in Gefahr.
Jessica muss sich jetzt einen Weg suchen, um auch allein zurechtzukommen. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.
Die Autorin hat das in einem ruhigen einfühlsamen Stil geschrieben.
Der Roman zeigt, das nicht immer ist wie es scheint.
Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.