Informativ, feinfühlig, liebevoll, ehrlich
Humbi und Mohna auf der wilden WieseDas sind die ersten Worte, die mir zum Buch von Carina Lendl einfallen. Mit und durch „Humbi und Mohna auf der wilden Wiese“ lernen wir verschiedene Insekten und Blumen beziehungsweise Sträucher kennen. ...
Das sind die ersten Worte, die mir zum Buch von Carina Lendl einfallen. Mit und durch „Humbi und Mohna auf der wilden Wiese“ lernen wir verschiedene Insekten und Blumen beziehungsweise Sträucher kennen. Die Freundinnen Humbi, die Steinhummelkönigin, und Mohna, die kleine Mohnbiene, verleben eine schöne Zeit auf dieser wilden Wiese. Sie finden Freunde, erleben Abenteuer, helfen einander, sind füreinander da, müssen aber auch die Schattenseiten des Tierreichs kennenlernen. Fressen und gefressen werden ist ebenfalls ein Thema.
Doch das große und wichtige Abenteuer kommt mit den Tramplern, den Menschen. So sehr die Tiere auch Freunde geworden sind, gegen die Übermacht der Trampler werden sie nicht ankommen. Dies einzusehen ist hart, aber leider auch ehrlich.
Ich finde, dass dieses Buch für Kinder mit Interesse an Natur und Tierwelt evtl erst ab zirka neun Jahre gut lesbar und verständlich ist. Anfangs würde ich es begleitend mit meinem Kind lesen, gerade auch um Wörter und Zusammenhänge erklären zu können. Das hat sich bei mir mit meinen zwei Lesetöchtern 8 und 9 Jahre gezeigt.
Die Illustrationen von Hannelore Demel-Lerchster werden immer wieder in schwarzweiß eingestreut und regen zusätzlich die Vorstellungskraft des Kindes an.
Für mich war es eine sehr schöne, liebevoll beschriebene Geschichte, die an Freundschaft und Zusammenhalt appelliert. Die Einteilung in kurze Kapitel erleichtert zudem das Lesen mit den Kindern. Auch wenn Ignaz, der Igel, immer wieder in seinen deftigen Dialekt zurückfällt, so finde ich nicht, dass dies ein Lese- oder Verständnisproblem darstellt.