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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2021

wahr oder falsch

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit
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Ein zeitgemäßer Einblick in die Wissenschaft. Mir hat der an manchen Stellen etwas flapsisge Schreibstil gut gefallen. Die Autorin war mir vor dem Buch noch kein Begriff.
Aber die Themen, über Legalisierung ...

Ein zeitgemäßer Einblick in die Wissenschaft. Mir hat der an manchen Stellen etwas flapsisge Schreibstil gut gefallen. Die Autorin war mir vor dem Buch noch kein Begriff.
Aber die Themen, über Legalisierung von Drogen, Gender Pay Gap, Schulmedizin versus Heilpraktiker bis hin zu inwieweit Intelligenz vererbbar ist (und weitere), finde ich durch die Bank interessant. Die Informationen habe ich quasi aufgesaugt. Vieles weiß man oder hat es schon mal gehört, aber nicht so tiefgängig erörtert um die kleinste gemeinsame Wirklichkeit zu finden.
Der Titel ist sehr gelungen, zeigt er doch, dass wir nur das wissen was wir heute, in diesem Moment, wissen. Morgen kann die Sache schon ganz anders aussehen. Und übermorgen vielleicht widerlegt oder bekräftigt. Das macht Wissenschaft aus. Das wird einem mit diesem Buch sehr bewußt. Man bekommt ein Handwerkszeug für weitere Diskussionen mit auf den Weg.
Die vielen Grafiken und Schaubilder lockern den Inhalt auf und machen ihn besser einprägsam.
Sehr gut haben mir die Einblicke in die Art und Weise von wissenschaftlichen Studien gefallen. So nach dem Motto "traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast". Das ein Thema einer Studie erst im nachhinhein gefunden wird, ist absurd und gehört verboten. Erschreckend, das Medien danach gieren und viele darauf reinfallen.
Fazit: lesenswert!

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Veröffentlicht am 08.05.2021

Emmys Leben

Sturmvögel
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Besonders gut hat mir der Titel gefallen, hinter dem Begriff Sturmvögel stehen Seemannsleute, die im Herbst zurück auf Ihre Heimatsinseln gespült wurden. Das hört sich krass an, war damals wohl aber so. ...

Besonders gut hat mir der Titel gefallen, hinter dem Begriff Sturmvögel stehen Seemannsleute, die im Herbst zurück auf Ihre Heimatsinseln gespült wurden. Das hört sich krass an, war damals wohl aber so. Damals meint 1907 und ist zugleich das Geburtsjahr von Emmy, der Hauptdarstellerin des Romans.

Man erfährt nach und nach ihre Lebensgeschichte. Sie ist auch im betagten Alter mit 87 noch ein wacher Geist und hat einen speziellen Humor den man mag oder auch nicht. Mir hat er gefallen. Das Buch ist einfache und gute Unterhaltung, es war schnell ausgelesen.

Nur gegen Ende hat mich das ganze Geschehen um ihre Erbschaft genervt, das war mir persönlich einfach zu langatmig und langweilig.

Das haben für mich aber viele Kleinigkeiten wett gemacht, z.B. muss ich unbedingt mal Herva mit Mosel kosten. Vielleicht hilft das auch so ein gesegnetes Alter zu erreichen.

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Veröffentlicht am 08.05.2021

Ein Augenschmaus!

Heilsam kochen mit Ayurveda
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Erstmal ein großes Lob für das gelungene Cover und die vielen optisch ansprechenden Bilder der Gerichte. Das Buch ist ein richtiger Blickfang auf meinem kleinen Holztisch.

Es macht Freude einfach durchzublättern ...

Erstmal ein großes Lob für das gelungene Cover und die vielen optisch ansprechenden Bilder der Gerichte. Das Buch ist ein richtiger Blickfang auf meinem kleinen Holztisch.

Es macht Freude einfach durchzublättern und sich inspirieren zu lassen. Gut gefällt mir auch der theoretische Teil in dem die Basics zur heilsamen Ayurveda Küche erklärt werden. Außerdem wird auf die drei unterschiedlichen Esstypen eingegangen. Die Rezepte später sind entsprechend danach gegliedert.
Ausgelegt sind diese immer für vier Personen, wenn nichts weiter dabei steht.

Die Gerichte sind vegetarisch oder vegan und scheinen alle machbar zu sein, mir gefällt vor allem die Idee mit der Reissuppe, die man vorkochen kann. Ebenso, dass einige Gerichte mit vorgekochten Zutaten zubereitet werden. So spart man Zeit und Energie.

Toll wäre es noch, wenn eine ca. Zeitangabe bei den Rezepten angegeben wäre. Das ist aber verschmerzbar und daher gebe ich gerne die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 28.04.2021

diese Beichte hat es in sich

Die Beichte einer Nacht
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Kaum zu glauben, dass dieses Werk schon 1930 erschienen ist. Die Autorin war ihrer Zeit definitiv voraus. Toll, dass der Roman wieder aus der Versenkung auftaucht.

Geschrieben als Monolog aus einer Nervenheilanstalt ...

Kaum zu glauben, dass dieses Werk schon 1930 erschienen ist. Die Autorin war ihrer Zeit definitiv voraus. Toll, dass der Roman wieder aus der Versenkung auftaucht.

Geschrieben als Monolog aus einer Nervenheilanstalt heraus. Die Frau Heleen lässt uns an ihrem Leben teilhaben indem sie der Nachtschwester genau dieses Stück für Stück erzählt. Die ersten 30 Seiten waren etwas gewöhnungsbedürftig aber dann entwickelte sich vieles und das Buch war schnell gelesen.

Es wird geradezu dramatisch. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, die schwere Zeit damals, in einer Großfamilie mit 10 Kindern aufzuwachsen, ist sehr eindrucksvoll beschrieben. Daraus bricht Heleen aus. Viele Themen, die ihr begegnen sind zeitlos. Sie ist sehr einsam, hat Probleme mit dem Alter und ihrer vergänglichen Schönheit. Außerdem bleibt sie kinderlos und wird rasend eifersüchtig, das steigert sich bis zum Unglück und Wahn.

Rundum für mich ein großes literarisches Werk!

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Veröffentlicht am 28.04.2021

alles, was man über Aldi wissen will

Schampus für alle
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Eine runde Sache ist dieses Sachbuch. Es beginnt mit der Kindheit der Albrecht Brüder und dem ersten Verkaufsmarkt der Eltern in Essen. Genau dort endet es auch wieder. Mit vielen Klischees wird aufgeräumt ...

Eine runde Sache ist dieses Sachbuch. Es beginnt mit der Kindheit der Albrecht Brüder und dem ersten Verkaufsmarkt der Eltern in Essen. Genau dort endet es auch wieder. Mit vielen Klischees wird aufgeräumt aber viele, die man so im Kopf hat, werden auch bekräftigt.

Gut hat mir der eingängige Schreibstil gefallen, ich habe mich immer gut unterhalten gefühlt. Obwohl mir schon einiges über die Aldi Brüder bekannt war, konnte ich doch oft neues lesen. Neben der Lebensgeschichte und dem Aufbau des Aldi Imperiums werden auch die negativen Aspekte (zum Beispiel Theo Albrechts Entführung, die Mitarbeiterführung, die schlechten Seiten an Geiz ist geil, die Affäre Achenbach) gut zur Geltung gebracht.

Auch, dass die Expansion nicht in allen Ländern von Erfolg gekrönt war und warum sich die Läden irgendwann der Neuzeit anpassen mussten. Kurzum, es werden alle Blickwinkel beleuchtet ohne Meinung zu ergreifen.

Manchmal für mich erschreckend wie das generell bei Aldi abgelaufen ist. Zum Beispiel wird kurz geschildert, dass man auch Anteile bei Verpackungsherstellern gehalten hatte um quasi doppelt abzugreifen. Das ist das eigentlich bedauernswerte, man kann mit so einer Marktmacht und Reichtum doch auch besseres schaffen. Aber vielleicht wird das gemacht und es wird nicht an die große Glocke gehängt.

Geld alleine macht nicht glücklich, das sieht man an manchen beschriebenen Erben. Aber Aldi ist und bleibt ein Teil von Deutschland, ohne die Mentalität der Deutschen gäbe es auch keinen Schampus in den Discountern.

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