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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2020

Nicht kitschig, für Menschen Ü-30

Weil alles jetzt beginnt
1

Eveleth, genannt Evvie, hat beschlossen, ihren Mann Tim, einen Arzt, zu verlassen. Gerade hat sie ihre gepackten Koffer im Kofferraum ihres Autos verstaut, als sie einen Anruf bekommt, dass ihr Mann einen ...

Eveleth, genannt Evvie, hat beschlossen, ihren Mann Tim, einen Arzt, zu verlassen. Gerade hat sie ihre gepackten Koffer im Kofferraum ihres Autos verstaut, als sie einen Anruf bekommt, dass ihr Mann einen Unfall hatte. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass er verstorben ist.

Natürlich denkt jeder in ihrer Umgebung, dass sie um ihren Mann trauern würde, doch der war nicht der nette Ehemann, den die Menschen in ihm gesehen haben.

Während Evvie noch überlegt, wie ihr Leben weitergehen soll, zieht Dean, ein ehemaliger Baseball-Profi bei ihr ein. Er musste seine Karriere aufgeben, da er gesundheitliche Probleme bekommen hat.

Zunächst haben sie eine Abmachung: Ihre Ehe und seine sportliche Karriere sind Tabuthemen. Mit der Zeit stellt sich jedoch heraus, dass beide genau das sind, was sie jetzt brauchen.

Mir hat gut gefallen, dass Evvie und alle anderen Mitwirkenden schon über 30 Jahre alt ist, so dass es eher ein Roman für Menschen mittleren Alters ist.

Der Schreibstil war flüssig und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Anfangs hatte das Buch einige Längen und ich musste mich manchmal zwingen, dranzubleiben. Aber mit der Zeit wurde die Geschichte immer besser. Sie war auch nicht so kitschig, sondern hat auch ernstere Themen behandelt.

Insgesamt war es für mich ein netter Roman - kein Highlight, aber durchaus lesenswert und auch zum Nachdenken anregend.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.11.2019

Kein Entkommen - wem kann man trauen?

Der zehnte Gast
0

Das Hotel Mitchell's Inn liegt entlegen in den Bergen - ein idealer Ort, um mal komplett zu entspannen und sich verwöhnen zu lassen!

Aber es war wohl keine gute Idee unserer zehn Protagonisten, mitten ...

Das Hotel Mitchell's Inn liegt entlegen in den Bergen - ein idealer Ort, um mal komplett zu entspannen und sich verwöhnen zu lassen!

Aber es war wohl keine gute Idee unserer zehn Protagonisten, mitten im Winter dorthin aufzubrechen. Denn während ihrer Anreise ereignet sich ein so starker Schneesturm, dass das Hotel innerhalb kürzester Zeit von der Außenwelt abgeschnitten ist. Während die Gäste rechtzeitig ankamen, haben die Angestellten den Weg nicht mehr rechtzeitig geschafft, und so müssen der Inhaber und sein Sohn den Laden alleine am Laufen halten. Zu allem Überfluss fällt auch noch der Strom aus...

Schon in der ersten Nacht gibt es eine Tote, im Laufe des Tages gesellen sich noch weitere Todesfälle hinzu... Da keiner rein oder raus kann, ist relativ klar, dass sich der Mörder unter den Gästen bzw. den Inhabern befinden muss. Wem kann man trauen und wem nicht?

Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, so dass ich die Seiten im Nu weggelesen habe ohne zu merken, wie die Zeit verging! Die Spannung ist durchgängig vorhanden. Der Schluss war überraschend, ohne dass ich vorher eine Ahnung hatte, wie die Auflösung sein könnte.

Für mich war die Lektüre sehr unterhaltsam und ich empfehle das Buch gerne weiter!

  • Cover
  • Spannung
  • Idee
  • Geschichte
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 08.06.2017

Ein kleiner Gefallen gerät außer Kontrolle

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Stephanie lebt seit dem Tod ihres Mannes alleine mit ihrem Sohn Miles und hat kaum Kontakt zu anderen Müttern. Eines Tages jedoch wird sie vor dem Kindergarten von Emily, der Mutter von Nicky angesprochen. ...

Stephanie lebt seit dem Tod ihres Mannes alleine mit ihrem Sohn Miles und hat kaum Kontakt zu anderen Müttern. Eines Tages jedoch wird sie vor dem Kindergarten von Emily, der Mutter von Nicky angesprochen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.

Wie so oft passt Stephanie auf Nicky auf, als Emily nicht zurückkehrt... Stephanie begibt sich, auch unter Zuhilfenahme ihres Blogs, auf die Suche nach Emily...

Obwohl mir die Stimme der Sprecherin nicht so sympathisch ist, hat mich das Hörbuch von Anfang an in seinen Bann gezogen. Alles beginnt harmlos, aber dann gelangen alle Beteiligten immer tiefer in einen Strudel und als Hörer fühlt man sich wie mittendrin.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht aller Beteiligten erzählt, was oft ein sehr diffuses Bild ergibt. Die Sympathien wechselten bei mir öfters zwischen den Protagonisten hin und her. Die Spannung wird immer größer und man wird zum Nachdenken angeregt, Gänsehaut inklusive.

Selten habe ich so einen tiefen Einblick in die menschlichen Abgründe hinter der Fassade erhalten wie in diesem Hörbuch. Ich empfehle es sehr gerne weiter! Viele Stunden Hochspannung sind garantiert!

Ich kann dieses Buch nur empfehlen, sehr spannend, verbunden mit einem tiefen Blick in die seelischen Abgründe eines Menschen.

  • Cover
  • Dramaturgie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.05.2017

Offener und ehrlicher Erfahrungsbericht

Depression abzugeben
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„Depression abzugeben“ ist ein persönlicher Erfahrungsbericht des Autors Uwe Hauck. Er hat schon lange mit Angststörungen und Depressionen zu kämpfen, die schließlich im Jahr 2015 in einem Suizidversuch ...

„Depression abzugeben“ ist ein persönlicher Erfahrungsbericht des Autors Uwe Hauck. Er hat schon lange mit Angststörungen und Depressionen zu kämpfen, die schließlich im Jahr 2015 in einem Suizidversuch und anschließenden Klinikaufenthalten münden.

Dort startet sein Erfahrungsbericht, der den Leser mitnimmt, zunächst in die stationäre Klinik, dann in die Tagesklinik und schließlich in die Reha.

Offen und ehrlich lässt Uwe Hauck seine Leser an seinen Tagesabläufen sowie an seinen seelischen Aufs und Abs teilhaben.

Er schildert alles so detailliert, dass man eine sehr gute Vorstellung bekommt und alles gemeinsam mit ihm durchlebt, sich mit ihm freut und mit ihm leidet.

Für mich als Angehörige einer Betroffenen, die nun am Anfang ihres Weges durch die Therapien steht, war dieses Buch sehr hilfreich. Besonders gefallen hat mir auch, dass der Autor immer wieder betont, wie wichtig es ist, dass die Maßnahmen nichts bringen, wenn der Patient nicht dazu bereit ist, etwas an seiner Situation zu ändern.

Es hat mich sehr erschreckt, dass diese Krankheitsbilder nicht heilbar sind, sondern sich nur mit den richtigen Maßnahmen abmildern lassen. Ich bin aber sehr dankbar, dass ich dies durch dieses Buch erfahren durfte und mich nun darauf einstellen kann.

Ich finde es großartig, dass ein Mensch seine Erfahrungen so offen aufschreibt und teilt. Dieses Buch war für mich wesentlich lehrreicher als so manches theoretische Fachbuch. Vielen Dank, lieber Uwe Hauck! Für die Zukunft wünsche ich alles erdenklich Gute!

  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Psychologie
  • Originalität
  • Cover
Veröffentlicht am 17.04.2017

Wunderschöne Reise in die Vergangenheit

Der Jahrhunderttraum
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"Der Jahrhunderttraum" ist der zweite Teil der Jahrhundertsaga von Richard Dübell.

Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und bin trotzdem sehr gut in die Geschichte reingekommen, bin also der Meinung, ...

"Der Jahrhunderttraum" ist der zweite Teil der Jahrhundertsaga von Richard Dübell.

Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und bin trotzdem sehr gut in die Geschichte reingekommen, bin also der Meinung, dass man den ersten Teil nicht vorher lesen muss.

Trotzdem finde ich es schade, erst Teil 2 kennengelernt zu haben, denn das Buch hat mich total fasziniert!

Anhand des Lebens der Familie von Briest lässt der Autor den Leser an den Anfängen der Luftfahrt, dem gesellschaftlichen Leben und den geschichtlichen Geschehnissen um das Jahr 1900 teilhaben.

Der Schreibstil ist so unterhaltsam, dass ich mich auf über 700 Seiten nie gelangweilt habe. Ich habe quasi nebenbei viel über die Geschichte und die technischen Entwicklungen gelernt und gleichzeitig mit den Protagonisten mitgefiebert. Der Schreibstil hat mich regelrecht in das Geschehen mitten hinein katapultiert.

Am Schluss wurde es richtig spannend, so dass ich überhaupt nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte! Ich gebe dem Buch volle 5 Sterne und bedanke mich für die unterhaltsamen Lesestunden!