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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2021

Spannend und brutal!

Siehst du, wie sie sterben?
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Psychologin Frieda Rubens und Kriminalkommissar Marc Wittmann sollen gemeinsam einen Fall lösen. Die beiden waren früher in einer Beziehung und verhalten sich jetzt etwas wie Katz-und Maus. Nun ...

Psychologin Frieda Rubens und Kriminalkommissar Marc Wittmann sollen gemeinsam einen Fall lösen. Die beiden waren früher in einer Beziehung und verhalten sich jetzt etwas wie Katz-und Maus. Nun müssen sie sich aber auf einen besonders brutalen Killer konzentrieren, der seine Opfer verstümmelt und deren Körper mit religiösen Zeichen und Botschaften verziert. Der Täter ist überaus intelligent und es sieht schon bald so aus, als wolle er ein grausames Spiel mit der Polizei treiben...

Dieser Thriller hat es wirklich in sich! Er kommt zwar etwas leise und wenig actionreich daher, dafür ist es dem Autor aber gelungen alleine mit der Beschreibung der Leichen dem Leser eine Gänsehaut zu bescheren. Weg von Splatter und hin zu einem perfiden Spiel der Angst zwischen Polizei und Täter-das macht dieses Buch aus, dass wahrlich nichts für schwache Nerven ist, Spannung und gute Unterhaltung garantiert!

Das Ermittlerduo bestehend aus der Psychologin und dem Hauptkomissar besticht durch eine gute Mischung zwischen Privatleben und Ermittlungen. Im Vergleich zu anderen Büchern und auf Grund ihrer persönlichen Geschichte könnte man Angst haben, dass dieses Buch extrem belastet ist von privaten Problemen, dies ist aber nicht so und das Buch konzentiert sich meiner Meinung nach stark auf den Fall. Ich finde das sehr positiv! Marc als Komissar empfand ich anfangs als sympathisch und unkonventionell, später übertreibt er es aber meiner Meinung nach mit seinem Hitzkopf und sein Verhalten wird ab und an etwas unglaubwürdig und anstrengend. Dabei hat er auch Sympathiepunkte bei mir eingebüßt. Bei der Psychologin Frieda war es anders herum, anfangs war ich etwas skeptisch was sie angeht, aber sie wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympatischer.

Ich hätte dem Buch sehr gern die volle Punktzahl gegeben, denn ich fand den Fall so super, ungewöhnlich, brutal, eine neue Idee. Er kam eher "leise" daher, versursachte mir aber immer wieder Gänsehaut, allein durch die Brutalität der Opfer, Mord-und Foltermethoden. Leider kam dann ein Ende was mir zu actionreich war und für mich nicht ganz zum Rest des Buches gepasst hat. Plötzlich überschlugen sich die Ereignisse, einiges wurde mir zu konfus! Alles in allem aber ein Auftaktband, der grosses Potenzial hat und der mich, bis auf das Ende, bestens unterhalten konnte! Ich hoffe bald auf einen neuen spannenden Fall und einen etwas weniger hitzköpfigen Komissar! Von mir erhält das Buch wirklich gute 4 Sterne und eine Empfehlung für Krimi-und Thrillerfans, die auch mit einem brutalen Fall umgehen können.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 23.04.2021

Mehr Rätsel als Spannung

Lockvogel
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Nach der High-Society-Party des Regisseurs Alexander Steiner liegt ein Kellner tot im Pool. Was ist passiert? Und wie hängt das Drehbuch mit allem zusammen, dass der Kellner dem bekannten Ressigeur ...

Nach der High-Society-Party des Regisseurs Alexander Steiner liegt ein Kellner tot im Pool. Was ist passiert? Und wie hängt das Drehbuch mit allem zusammen, dass der Kellner dem bekannten Ressigeur zeigen wollte? Die Ehefrau von Steiner hat einige Fragen und Sorgen und beauftragt daraufhin den Privatdetektiv Edgar Brehm mit dem Fall. Er soll Klarheit in die Sache bringen. Per Zufall finden sich Brehm und Toni, eine junge Schauspielschülerin, zusammen. Toni hat privat selbst einen Fall um ihren verschwundenen Freund zu lösen, aufgrund von Geldmangel bietet sie Brehm ihre Mithilfe beim Kellner-Fall an. Statt Antworten finden die beiden aber immer mehr Fragen....

Ich bin sehr gut ins Buch reingekommen, was am fesselnden Schreibstil der Autorin lag und auch, weil man durch den Prolog miträtseln wollte wie es zu diesem Todesfall gekommen ist. Leider flacht der Spannungsbogen aber nach einem sehr guten Anfang ab und verlor sich bis kurz vor Ende des Buches auch etwas. Ich habe während der gesamten Buchmitte Spannung vermisst, obwohl durchaus interessante und rätselhafte Fragen auftauchten, die mich am Ball gehalten haben. Auch hatte ich das Gefühl das die Autorin zu viele Themen ins Buch gepackt hat.

Sowohl Brehm als auch Toni sind zwei sehr sympatische, ungewöhnliche Charaktere. Brehm ist etwas rätselhaft, gesundheitlich geht es ihm nicht gut und man bekommt als Leser auch mit, dass ihn etwas aus seiner Vergangenheit sehr beschäftigt. Toni ist aufgeweckt und zu anfangs auch noch sehr naiv, beide mausern sich aber zu einem guten Team im Lauf des Buches.

Ein grosser Teil der Handlung geht um die Filmbranche, und diese ist wirklich gut gezeichnet worden. Hier merkt man sehr, dass die Autorin sich mit diesem Thema bestens auskennt und alles sehr bildhaft beschreiben kann. Die MeeToo-Debatte nimmt einen kleinen Stellenwert in der Geschichte ein, ist aber nicht im Fokus wie vielleicht einige durch den Klappentext vermutet hätten.

Die Ermittlungsarbeit ist teils ziemlich unprofessionell, gerade auch im Vergleich zu anderen Krimis und auch einiges andere in der Geschichte wirkte konstruiert. Ich habe das Gefühl, dass die Grundstory richtig toll hätte werden können, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht ganz abgeholt. Mir fehlte Spannung.

Fazit: Die Ermittler sind sehr sympatisch und auch die Grundstory finde ich gelungen, aber es fehlte mir an Spannung. Ich kann das Buch Liebhabern von ruhigeren Krimis und Einsteigern ins Genre weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Ein Wohlfühlbuch für Pferdeliebhaber!

Pferdemähnen und Apfeltorten
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Die Freundinnen Nike, Karla und Ricca haben die Chance einen kleinen Hof zu kaufen und wollen dort eine Reitschule aufmachen. Nicht nur der Hof muss erst auf Vordermann gebracht werden, es gibt auch Neider ...

Die Freundinnen Nike, Karla und Ricca haben die Chance einen kleinen Hof zu kaufen und wollen dort eine Reitschule aufmachen. Nicht nur der Hof muss erst auf Vordermann gebracht werden, es gibt auch Neider und einige Menschen, die den dreien das Leben schwer machen wollen. Wie schön, dass die Freundinnen sich aber nicht unterkriegen lassen...und auch die attraktive Männer-WG vom Hof nebenan hilft bei Problemen gerne aus!

Bei dieser Geschichte kann man als Leser einfach mal die Seele baumeln lassen und in eine Welt "ohne" Sorgen eintauchen! Es eignet sich hervorragend als Lektüre für zwischendurch und der locker-leichte Schreibstil trägt zur Entspannung während des Lesens bei. Natürlich geht es um Freundschaft, Liebe und Pferde! Ich bin sehr begeistert, dass die Autorin verschiedenste Pferderassen einbringt, im Buch gibt es Fjordpferde, Araber, Camargue-Pferde und Shettys, nur um ein Paar zu nennen. Das bietet eine breite Vielfalt um zu zeigen wie unterschiedlich die einzelnen Rassen sind. Ausserdem werden verschiedene Disziplinen des Pferdesports genannt, von der Dressur bis zum Distanzreiten im Gelände. Die Pferde vilden im Buch mit dem Reiter auch eine Einheit, sind geliebte Freunde und keine Sportgeräte! Auch geht es im Buch einige Male um die Themen Umweltschutz und Vegetarische Ernährung. Es hat mir gut gefallen wie der Leser durch gezielte Gedanken zum nachdenken und vielleicht sogar umdenken gebracht wird!

Die drei Protagonistinnen sind alle sympatisch und anpackend, mutieren aber teilweise fast zu Superwoman, indem sie gefühlt alles selber können, dies war mir dann im gesamten teilweise zu viel des Guten. Ausserdem gab es im Buch häufig sehr viele Zufälle und es war doch öfter mal sehr konstruiert geschrieben, schon allein dass es auf dem Dorf so viele junge Singlemänner gibt, ist im wahren Leben wohl kaum zu glauben. Hier wurde vieles einfach sehr rosarot verpackt.

Fazit: Ein gelungenes Wohlfühl-Pferdebuch das mir gut gefallen hat, es war aber teilweise sehr konstruiert und mit Zufällen übersäät. Da es aber der Debütroman der Autorin ist, erhält das Buch noch 4 Sterne von mir und eine Leseempfehlung für Pferdeliebhaber und Reiter.

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Veröffentlicht am 20.04.2021

Eine einzige Komödie!

Sylt auf unserer Haut
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Maja und Robert fahren wie jedes Jahr nach Sylt in ein Ferienhaus. Beide sind Mitte Fünfzig, die gemeinsamen Kinder erwachsen und schon aus dem Haus. Dieses Jahr aber erleben beide eine Überraschung! ...

Maja und Robert fahren wie jedes Jahr nach Sylt in ein Ferienhaus. Beide sind Mitte Fünfzig, die gemeinsamen Kinder erwachsen und schon aus dem Haus. Dieses Jahr aber erleben beide eine Überraschung! Denn Roberts neuer Arbeitskollege Bernd hat sich nebst junger Freundin quasi selbst eingeladen, und die andere Hälfte des Feriendoppelhauses gebucht. Jetzt sitzt man sich natürlich ständig auf der Pelle! Und nach gemeinsamen Ausflügen, lauen Abenden und langen Gesprächen kommen sich Maja und Bernd näher...

Ich muss ehrlich sagen, dass dieses Buch für mich von vorne bis hinten einer Komödie gleichkam, die ich nicht ernst nehmen konnte aber durchaus sehr amüsant fande! Ob gewollt oder nicht, hatte der Schreibstil etwas derart überspitztes und überzeichnetes, dass die Szenen schon fast "comicartig" rüber kamen! Der Schreibstil war zudem sehr lebendig und ich habe die ganze Handlung und die Personen im Kopfkino vor mir sehen können, wie einen abendlichen Spielfilm! Teilweise gingen die Sätze ganz schön unter die Gürtellinie und wer das Buch nicht mit Humor nehmen kann, der wird das Buch sicher entsetzlich und empörend finden! Aber wenn man beide Augen zukneift und das ganze nicht ernst nimmt, dann bekommt man ein Buch, bei dem man auf gefühlt jeder Seite laut lachen kann, weil es teilweise einfach nur absurd und derart übertrieben ist!

In der zweiten Hälfte des Buches wird es sehr sexlastig, dass hätte ich jetzt nicht unbedingt in diesem Maße gebraucht. Ausserdem nimmt auch der Humor gegen Ende etwas ab. Aber alles in allem hat mich das Buch sehr amüsiert, man muss es allerdings mit einem zwinkern lesen.

Fazit: Wer mit derben Humor klarkommt und auch mal über Sätze und Wörter "unter der Gürtellinie" lachen kann, dem kann ich das Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Eine Kreuzfahrt, die ist...tödlich!?

Dampfer ab Triest
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Inspector Bruno Zabini lebt 1907 in Triest. Eines Tages kommt der Fahrer von Graf Urbanau ums Leben, man findet heraus, dass die Bremsen manipuliert wurden. Deshalb wird Bruno befohlen, mit dem Grafen ...

Inspector Bruno Zabini lebt 1907 in Triest. Eines Tages kommt der Fahrer von Graf Urbanau ums Leben, man findet heraus, dass die Bremsen manipuliert wurden. Deshalb wird Bruno befohlen, mit dem Grafen und seiner Tochter auf Kreuzfahrt zu gehen um dort ein Auge auf den Grafen zu haben und diesen im Fall des Falles zu schützen. Dies passt Bruno gar nicht. Er hält nichts von Kreuzfahrten und hätte viel lieber Zeit mit seiner Geliebten verbracht...

Das Buch ist ein Genre-Mix aus Krimi und historischem Roman, wenn auch der historische Teil deutlich überwiegt! Das Buch ist in etwas altertümlicher Sprache geschrieben, wie man es vielleicht aus vielen Fernsehserien wie "Downton Abbey" kennt. Mir hat der Schreibstil aber keinerlei Probleme bereitet, im Gegenteil konnte ich so noch besser gedanklich in der Zeit zurück reisen!

Bruno ist ein sympatischer Charakter mit dem man gern auf Kreuzfahrt geht und auch mit ermittelt. Es gibt sehr viele verschiedene andere Personen mit denen es Bruno auf der Kreuzfahrt zu tun bekommt, hilfreich ist hier ein Personenregister am Anfang des Buches. Zuerst musste ich mich zurecht finden und ein paar Charaktere blieben mir während der gesamten Reise blass, aber andere sind mir sehr ans Herz gewachsen wie die intelligente, emanzipierte Reisejournalistin Therese Wundrak, die für mehr Frauenrechte einsteht und teilweise auch sehr direkt ist ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Man lernt insgesamt viele einzelne Menschen und deren Schicksale kennen von Affären und unerfüllter Liebe, bishin zu Sängerinnen, Teaterdichtern und Poeten. Das bietet natürlich eine breite Masse an Themen und man bekommt sehr viele verscheidene Beispiele wie die Leute damals gelebt und sich verhalten haben.

Immer wieder schafft es der Autor so interessante geschichtliche Themen ins Buch zu bringen und man erfährt einiges an Wissenswertem ganz "nebenbei" und spielerisch. Der Krimianteil hätte aber für meinen Geschmack hier noch deutlich mehr sein dürfen. Das ganze Buch ist interessant geschrieben, aber es findet sich wenig an Krimi-Spannung zwischen den Seiten. Viel mehr ist es ein historischer Roman mit sympatischen Charakteren und kleinen Krimi-Elementen. Durchaus ist es ein guter Einstieg ins Thema Krimi, denn es wird nicht sehr brutal!

Fazit: Eine historische, sehr interessante Kreuzfahrt die mir Spass gemacht hat. Der Krimianteil hätte aber noch etwas mehr sein dürfen!

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