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Dorothea

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Veröffentlicht am 26.07.2020

Eine Tochter wird vermisst

Tote spielen kein Klavier
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Eine Hommage an Amsterdam.

„Eine verzweifelte Mutter engagiert Privatdetektiv Willi Hübner, um ihre Tochter Ameli aufzuspüren, die seit Monaten in Amsterdam vermisst wird.“ Willi Hübner ist ein ehemaliger ...

Eine Hommage an Amsterdam.

„Eine verzweifelte Mutter engagiert Privatdetektiv Willi Hübner, um ihre Tochter Ameli aufzuspüren, die seit Monaten in Amsterdam vermisst wird.“ Willi Hübner ist ein ehemaliger Polizist, d. h. er hat noch gute Kontakte zu ehemaligen Kollegen. Das erste, was merkwürdig ist, die Akte wurde schnell geschlossen, selbst höchste Polizeikreise versuchen die Akte Ameli unter Verschluss zu halten.

Willi hat aber bald erst Spuren und Verdächtige. Aber er einen Gegner in Amsterdam: der Amsterdamer Bürgermeister. Der tut alles, damit Willi Hübner den Fall nicht wieder aufzurollen soll. Und obendrein steht aus heiterem Himmel auch noch Hübners 18-jähriger Sohn, zu dem er seit dessen Geburt keinerlei Kontakt hatte, unangemeldet vor seinem Hausboot.

Eine schöne und auch interessanten Geschichte. Leider fand ich dann doch viele Dinge arg gewollt und nicht gut herübergebracht. Die Person Willi Hübner fand ich nicht so toll, mir war es ein bisschen langweilig und zäh. Schade.

Das Ende war dann wieder völlig überraschend. Darauf wäre ich nie gekommen.

Ein leichter Kriminalroman der toll auf Amsterdam eingeht, mit zum Teil urigen Figuren.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

Netter Streifzug durch die Geschichte des Geldes

Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt
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"Als der Historiker und Comedian Sebastian Schnoy die vergangenen Jahrhunderte nach den besten Finanzstrategien durchsuchte, wurde er selbst zum Goldgräber. In fast jeder Epoche schlummern für ihn versteckte ...

"Als der Historiker und Comedian Sebastian Schnoy die vergangenen Jahrhunderte nach den besten Finanzstrategien durchsuchte, wurde er selbst zum Goldgräber. In fast jeder Epoche schlummern für ihn versteckte Anlagetipps: Ludwig der XIV. erfindet im Barock das »must have«, der Vatikan versichert seit dem Mittelalter Unglücke, die im Sündenfall garantiert erst nach dem Tod eintreten und die zu Thurn und Taxis hätten aufmüpfige Konkurrenten wie Uber einfach hinrichten lassen."

Dieser Klappentext klang sehr gut! Hier erhalte ich Tipps um mein Geld zu mehren. Ich habe die Leseprobe gelesen. Sie war sehr unterhaltsam.

Nun zum Buch. Der Inhalt ist leicht verständlich, nett geschrieben - leider zog sich das Heitere nicht so ganz durchs Buch. Wer schon etwas mehr Wissen über das Geld und die Geldsysteme hat wird dieses Buch doch etwas langweilig finden. Für Leute die mal eine Einführung in das System möchten, ja für die ist diese Lektüre wie gemacht.

Aber leider, leider ich habe keine Tipps für die heutige Zeit erhalten, wie ich mein Geld vermehren kann. Sondern man sollte sich mehr mit Familie und Freunden beschäftigen. Und dieser Hinweis ist auf jeden Fall richtig.

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Veröffentlicht am 25.05.2020

Er liebt mich, er liebt mich nicht...

Love factually
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"Nachdem Janie Morris am selben Tag Freund, Wohnung und Job verloren hat, fragt sie sich wirklich, welchen fiesen Plan das Schicksal für sie vorgesehen hat. Zu allem Überfluss ist Quinn Sullivan, der äußerst ...

"Nachdem Janie Morris am selben Tag Freund, Wohnung und Job verloren hat, fragt sie sich wirklich, welchen fiesen Plan das Schicksal für sie vorgesehen hat. Zu allem Überfluss ist Quinn Sullivan, der äußerst attraktive Securitymann, auch noch Zeuge ihres blamablen Abgangs."

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, über dieses Buch. Der Klappentext hörte sich so schön verschroben an. Die Bücher der Autorin werden gelobt, so dachte ich, da greifst du mal zu.

Janine ist die Hauptperson. Sie hat akute soziale Probleme, bzw. ein völlig falsches Bild ihrer eigenen Person. So wie sie beschrieben wird, ist sie eine sexy Person mit endlos langen Haaren und Beinen auf ultrahohen Stilettos. Sie allerdings denkt von sich, sie sei häßlich.

Am Anfang des Buches ist das noch recht amüsant, auch ihre Ausbrüche von unnützen Wissen. Aber nach einiger Zeit verdreht man nur die Augen.

Es ist ein ruhiger, seichter Liebesroman. Zum Schluss hin gab es noch auf zwei Seiten ein aufregendes Ereignis. Hätte man auch weglassen können. Für Freunde von Sexszenen, nein die gibt es hier nur in äußerst milden Form.

Ich werde kein Buch mehr von dieser Schriftstellerin lesen. Da gibt es doch nettere und lustigere Bücher.

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Veröffentlicht am 25.05.2020

Whisky und Mord

Whisky mit Schuss
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Endlich ist der dritte Roman, um die Journalistin und Mitbesitzerin einer Whisky-Destillerie Abigal Logan, erschienen. Abi wird in ein charmantes Landhotel in den schottischen Highlands eingeladen. Hier ...

Endlich ist der dritte Roman, um die Journalistin und Mitbesitzerin einer Whisky-Destillerie Abigal Logan, erschienen. Abi wird in ein charmantes Landhotel in den schottischen Highlands eingeladen. Hier soll der beste Whisky prämiert werden. Einige Ihrer Produkte sind im Wettbewerb vertreten.

Gewohnt nett beginnt der Roman. Abi wird immer bodenständiger. Ihr liegt immer mehr an den Menschen, der Whisky Manufaktur und ihrem treuen Begleiter Liam. Mit ihrem Geschäftspartner Grant reist sie zu diesem Event.

Der Kriminalroman wird wunderbar aufgebaut, doch leider hat mich dieser Band nicht mitgerissen. Die Aufklärung der Mordfälle war einfach zu langatmig und zäh. Jeder einzelne Teilnehmer wurde auf die Verdächtigenliste gesetzt, es wird nach Anhaltspunkten gesucht, besprochen und verworfen. Die Indizien weisen in immer neue Richtungen. Der Whiskykonsum ist immens. Respekt.

Mir fehlte der Charme der ersten Bände. Die Liebesbeziehung kommt auch nicht vom Fleck. Natürlich werde ich den nächsten Band lesen. Dann aber hoffentlich mit einer Abi, die in einer glücklichen Beziehung ist und mit gewohnten Schwung einen obskuren Mord löst.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Grausames Russland

Rote Kreuze
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Ich hatte nach dem Lesen der Leseprobe mir ein gänzlich anderes Buch vorgestellt.

"Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer ...

Ich hatte nach dem Lesen der Leseprobe mir ein gänzlich anderes Buch vorgestellt.

"Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt."

Ja, Tatjana ist alt, sehr alt und hat ein furchtbares Leben gehabt. Alexander zieht in die Nachbarwohnung ein. So treffen sie sich. Alexander, der seine eigene Geschichte zu verarbeiten hat, freundet sich eher wiederwillig mit Tatjana an.

Mich hat dieses Buch nicht wirklich berührt. Tatjanas Leben wird minutiös erzählt, viel zu ausufernd. Alexander bleibt eher im Hintergrund, seine Geschichte ist anscheinend nicht so wichtig.

Die beschriebene Alzheimer Krankheit kann ich leider dem Schriftsteller nicht so abnehmen. Im Familienkreis verlief die Krankheit völlig anders.

Auch diese Freundschaft zwischen den beiden habe ich anders empfunden. Die so beschriebene Erzählung war viel zu emotionslos. Nein, kein Buch für mich.

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