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Veröffentlicht am 18.09.2020

Teatime auf Downton Abbey

Das offizielle Buch. Downton Abbey Teatime
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Auf „Das offizielle Buch. Downton Abbey Teatime: 60 Rezepte zum Afternoon Tea”, aus dem DK-Verlag habe ich mich so sehr gefreut. Schon das Kochbuch zur Serie aus dem letzten Jahr habe ich verschlungen ...

Auf „Das offizielle Buch. Downton Abbey Teatime: 60 Rezepte zum Afternoon Tea”, aus dem DK-Verlag habe ich mich so sehr gefreut. Schon das Kochbuch zur Serie aus dem letzten Jahr habe ich verschlungen und oft verschenkt und so waren die Erwartungen hoch und sie wurden nicht enttäuscht:

Afternoon tea is a revered and treasured English tradition and no one knows better how to prepare and enjoy a proper tea than the residents of Downton Abbey. This elegant cookbook captures the essence of teatime at Downton Abbey with classic recipes for sweets and savories, etiquette notes, tea service knowhow, and lavish imagery to recreate this British tradition.


Meinung:
Es erwarten einen über 60 köstliche, authentische original-Rezepte für englisches Teegebäck wie Madeleines, Scones, Crumpets, oder Gurkensandwiches. So kann man den berühmten 5 o´clock tea mit süßen und herzhaften Köstlichkeiten, wie es die adelige Familie Grantham oder die Angestellten des Hauses von Downton Abbey zu pflegen verstehen, zu Hause zelebrieren. Ob für eine große Tea-Party, für ein gemütliches zusammenkommen die Familie oder für sich alleine geeignet – für jede Gelegenheit findet man das richtige Rezept. Dabei ist das gesamte Buch sehr hochwertig und mit viel Liebe gestaltet wurden. So habe auch ich einen original „Afternoon Tea“ gezaubert mit Rezepten aus dem Buch. Die Madeleines und Gurkensandwiches waren leicht zuzubereiten. Bei den Schweineohren braucht man etwas Übung beim Formen, aber irgendwann hat man den Dreh raus. Alles war super lecker.
Neben Rezepten sind auch Hintergrundwissen zur Serie, kleine Anekdoten und historisches Wissen über die Entstehung der Rezepte enthalten. Auch exklusive, wunderschöne Set-Fotos des pompösen Anwesens, der Figuren und Speisen und welche, die die Tradition Englands und das Flair Downton Abbeys nach Hause holen, findet man darin.

Fazit:
Es ist ein wunderschönes, hochwertig gestaltetes Backbuch, das wunderbare Rezepte enthält, die einen den Zauber des Afternoon Teas nach Hause holt. Ein Muss für alle Downton Abbey-, England-, Back- und 20-er Jahre Fans sowie für alle, die es werden wollen. Es eignet sich auch wunderbar als Geschenk und ist ein Juwel in jedem Regal.

  • Cover
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Veröffentlicht am 10.09.2020

Mit Personal Branding zur eigenen Identität

Nur wer sichtbar ist, findet auch statt
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„Wir haben ein Problem! Tausende Talente werden aufgrund ihrer Herkunft am sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg gehindert. Auch ich stünde ohne Personal Branding heute nicht an demselben Punkt in meiner ...


„Wir haben ein Problem! Tausende Talente werden aufgrund ihrer Herkunft am sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg gehindert. Auch ich stünde ohne Personal Branding heute nicht an demselben Punkt in meiner Karriere. Personal Branding verschafft jeder und jedem die Aufstiegschancen, die er oder sie verdient – und zwar unabhängig von seiner bzw. ihrer sozialen, ethnischen oder geschlechtsspezifischen Zugehörigkeit.“

Zur Autorin:
Tijen Onarans, ist Unternehmerin, Moderatorin und Speakerin. Mit ihrem Unternehmen Global Digital Women engagiert sie sich für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche und berät Unternehmen in Diversitätsfragen und Kommunikation. Das Manager Magazin zählt sie zu den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft.

Rezension:

Der Ratgeber „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“, von Tijen Onaran, aus dem Goldmann Verlag ist kein trockenes Fachbuch, sondern es hat einen sehr persönlichen Ton. Durch die Schilderungen eigener Erlebnisse wirkt alles nahbarer uns authentischer. Das wird durch eine Prise Humor abgerundet.
Tijen Onaran erklärt eindrucksvoll, wie man seine eigene Agenda findet und eine persönliche Marke aufbaut. Wie wir unsere Wahrnehmung online in den sozialen Medien, aber auch offline, selbst gestalten können. Dabei steht Personal Branding im Mittelpunkt, wobei es nicht, um die Selbstinszenierung geht, sondern um die eigene Identität.

Mit diesem Buch kann wirklich jede*r, sein Eigenmarketing voranbringen egal, aus welcher Branche man kommt oder wie alt man ist. Dabei berichtet sie von ihren eigenen Erfahrungen in der Politik, dem Zusammenhalt unter Frauen und der Digitalbranche; von Rückschlägen, Lerneffekten und ihrer ganz persönlichen Markenbildung.

Neben den einzelnen Lektionen, bei denen man viel lern, gibt es zahlreiche praktische Tipps, Anleitungen, Challenges, die inspirierend und leicht umsetzbar sowie alltagsnah sind. Und uns helfen, unsere Botschaft zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Wichtige Themen sind hierbei beispielsweise: die eigene Agenda zu finden, einen großen Wiedererkennungseffekt zu schaffen und ein Netzwerk mit Menschen aufbauen, die Fähigkeiten besitzen, die man selbst nicht hat. Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist die gendergerechte Sprache, die die Autorin durchweg durchzieht.

Fazit:
Eine beeindruckende, inspirierende Frau und ein eindrucksvolles Buch, das einem hilft, seine berufliche Laufbahn aktiv selbst zu gestalten. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.08.2020

Berührender Sommerroman

Dort, wo die Feuer brennen
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Der wunderbare Sommerroman „Dort wo die Feuer brennen“, von Astrid Töpfer, nimmt uns mit nach Spanien auf der Suche nach Glück, und Liebe, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.

Klappentext:
Die ...

Der wunderbare Sommerroman „Dort wo die Feuer brennen“, von Astrid Töpfer, nimmt uns mit nach Spanien auf der Suche nach Glück, und Liebe, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.

Klappentext:
Die junge Soledad lebt im quirligen Berlin auf der Überholspur, bis ein Unfall sie komplett aus der Bahn wirft und sie dazu bringt, nach neun Jahren wieder in ihr Heimatdorf in Spanien zurückzukehren. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe, ihre Anwesenheit wirbelt auch schmerzhafte Fragen zu einer Tragödie auf, über die niemand sprechen will. Die schwelende Glut unausgesprochener Gefühle verwandelt sich in Feuer, die Soledad nicht mehr kontrollieren kann. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen soll und zweifelt nicht nur an ihrer neuen Liebe und ihrer Familie, sondern auch an sich selbst. Ein dramatisches Katz-und-Maus-Spiel um die Wahrheit beginnt.

Meinung:

Es ist eine berührende Geschichte über Liebe, Hass, Familie, Hoffnung, Loslassen, Glück und Freiheit. Als Lesender durchläuft man alle Emotionen – es ist ein ewiges auf und ab und man fühlt mit den Figuren mit! Die Charaktere sin lebendig, realitätsnah und gut ausgearbeitet.
Der Grundton ist sehr melancholisch, der zu Soledads Geschichte passt.
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Es gibt mehrere Erzählstränge: Ein Hauptstrang in der Gegenwart und immer wieder Rückblenden in Soledads Jugend, ins Jahr 1992. Dabei lernt man mehr über ihre Familie, ihre Eltern sowie ihre Jugendclique kennen. Und einen, der sich mit der Jugend Evas, im Jahre 1970 beschäftigt.
Stück für Stück werden die dramatischen Familiengeheimnisse aufgedeckt, dass die Handlung belebt und spannend macht.
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Der Erzählstil hat mich total gefangen genommen: er ist sehr fesselnd, ausdrucksstark, gefühlvoll und poetisch. Alles wird so bildgewaltig beschrieben, so detailreich und lebendig. Auf diese Weise hat man das Gefühl, dabei zu sein! Ich kann förmlich die Sonne auf meiner Haut spüren, das Salz auf der Haut schmecken und Soledads Stimmen hören. Eine literarische Reise in Zeiten, in denen man nicht wirklich reisen kann! Perfekt!
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Fazit:
Es ist ein wunderschöner Sommerroman, der berührt, tiefgründig ist und trotzdem unterhält. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Schöne, melancholische und besondere Liebesgeschichte mit ein paar Längen

Mit dir für alle Zeit
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Im Zentrum des historischen Romans „Mit dir für alle Zeit“ von Lisa Grunwald, aus dem Harper Collins Verlag, steht die sehnsuchtsvolle, verzweifelte Liebesbeziehung zwischen Joe und Nora, die ungewöhnlichen ...

Im Zentrum des historischen Romans „Mit dir für alle Zeit“ von Lisa Grunwald, aus dem Harper Collins Verlag, steht die sehnsuchtsvolle, verzweifelte Liebesbeziehung zwischen Joe und Nora, die ungewöhnlichen Umstände dieser sowie die „Wiederauferstehung“ Noras.


Klappentext:

New York, Fünfter Dezember 1937: Weichenmechaniker Joe geht nach Feierabend durch die Grand Central Station – und verliebt sich auf den ersten Blick. In Nora, eine sehr hübsche, doch seltsam altmodisch gekleidete Frau, die verloren unter der berühmten goldenen Uhr steht. Nach einem wundervollen Abend verschwindet sie jedoch spurlos. Und als Joe am nächsten Tag ihre Nummer wählt, informiert ihn ein Mann mit kühler Stimme, dass er Nora nicht sprechen könne: Sie sei vor zwölf Jahren bei einem Zugunglück gestorben. Nora geht Joe jedoch nicht mehr aus dem Kopf. Und am fünften Dezember 1938 steht sie plötzlich wieder vor ihm, unter der goldenen Uhr der Grand Central Station. Hier ist sie gestorben. Und jedes Jahr kehrt sie für einen Tag zurück. Ihre Liebe hat keine Chance – und dennoch wartet Joe fortan Jahr für Jahr auf sie. Gemeinsam suchen sie einen Weg, das Unmögliche zu schaffen: dass Nora für immer bei ihm bleiben kann.

Meinung:
Es ist eine schöne, originelle und romantische Geschichte, in großartiger Kulisse.
Die Erzählung erstreckt sich über viele Jahre hinweg. Während dessen finden wichtige historische Ereignisse in der „echten“ Welt statt und streifen teilweise den Mikrokosmos von Noras. Diese sind umfangreich und korrekt recherchiert wurden. Es ist faszinierend, wie Nora damit umgeht.
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Besonders gut hat mir gefallen, dass viel Wert auf die Charakterentwicklung und ihre Vergangenheit gelegt wird. Hinzukommend sind diese sehr komplex, sympathisch und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Ich habe mit dem beiden richtig mitgefiebert.
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Was besonders ist, sind die räumlichen Grenzen, die Konzentration der Handlung auf fast nur einen Ort. So spielt sich fast die gesamte Handlung zwischen der Grand Central Station und Joes zu Hause in Queens ab. Das hat allerdings auch manchmal zur Folge, dass die Geschichte etwas langweilig und eintönig wirkt. Anderseits kann man sich dadurch gut in Noras Situation mit all ihren Schwierigkeiten hineinversetzen. Leider verliert sich die Geschichte auch etwas in Details, ein paar Seiten weniger hätten gutgetan.

Fazit:
Es ist eine schöne, melancholische, besondere Liebesgeschichte, die an einigen Stellen etwas zu ruhig und langatmig war, aber dennoch lesenswert ist.

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Veröffentlicht am 14.08.2020

Ein grausamer Tanz

Die Tanzenden
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Im Zuge meiner Bookstagram Klassenfahrt nach Frankreich habe ich eine Leserunde gestartet mit „Die Tanzenden“ von Victoria Mas, aus dem Piper Verlag.


Klappentext:
Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, ...

Im Zuge meiner Bookstagram Klassenfahrt nach Frankreich habe ich eine Leserunde gestartet mit „Die Tanzenden“ von Victoria Mas, aus dem Piper Verlag.


Klappentext:
Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, der Salpêtrière, sollen Louise und Eugénie in dieser Ballnacht glänzen. Ob die Hysterikerinnen nicht gefährlich seien, raunt sich die versammelte Hautevolee zu. Für Louise und Eugénie aber steht an diesem Abend alles auf dem Spiel: Sie wollen aus ihrer Rolle ausbrechen, wollen ganz normale Frauen sein, wollen auf dem Boulevard Saint-Germain sitzen und ein Buch lesen dürfen, denken und träumen und lieben dürfen wie die Männer.

Meinung:
Die Geschichte ist sehr interessant und macht neugierig. Der Schreibstil ist faszinierend: Einerseits poetisch und bildhaft, aber oft auch sehr nüchtern, fasst schon distanziert.

Der Roman weckt tiefe Sympathien für die jungen Frauen und man möchte sie quasi ermuntern, sich gegen überlegene Obrigkeiten aufzulehnen: Denn vor allen hat mich das Buch sehr wütend gemacht. Wütend auf die Männer wie sie mit den Frauen umgegangen sind – mit so viel verbaler und körperlicher Gewalt. Unfassbar! Da die Geschehnisse auch historische Bezüge haben, wirkt es noch realistischer und bedrohlicher und lässt einen dankbar sein über die Rechte sowie Freiheiten, die man heute in Europa als Frau besitzt.

„Sie selbst ist ihre letzte Rettung, an einem Ort, der die Menschen vernichtet, sobald sie Schwäche zeigen - darüber ist sich die junge Frau im Klaren.” S. 138

Die Frauen der Geschichte sind alle sehr unterschiedlich und bilden gut, die verschiedenen gesellschaftlichen Typen, der damaligen Zeit ab und zeigen auf, dass wirklich jeder dort landen konnte. Am besten hat mir die Charakterentwicklung und berührende Geschichte von Luise gefallen und am meisten bestürzt hat mich die von Thèrese.
Eugénie gegenüber bin ich zwiespältig: auf der einen Seite ist sie oft zu abgeklärt, dann wieder sehr naiv, aber auch sehr stark und kämpferisch.

Ein paar Seiten mehr hätten dem Roman gutgetan, um der Geschichte noch etwas mehr Tiefe zu verleihen und die Charaktere, wie Eugénie besser auszubauen, und das Ende hat mich etwas enttäuscht. Trotzdem hat es mir gefallen.

„Die Tanzenden“ ist ein aufwühlender Roman, über Frauensolidarität und die grausame Behandlung der Frauen im Irrenhaus, der zeigt, wie leicht unangepasste Frauen im 19. Jahrhundert, dort landen konnten.

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