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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Vielschichtig und komplex 🌓 🚀

Frau im Mond
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Der Einstieg ins Buch fiel mir ehrlicherweise nicht ganz leicht und obwohl ich ein Fan von großen Familiensagas bin, konnte mich „Frau im Mond“ letztlich nicht komplett überzeugen und mitreißen. Wir folgen ...

Der Einstieg ins Buch fiel mir ehrlicherweise nicht ganz leicht und obwohl ich ein Fan von großen Familiensagas bin, konnte mich „Frau im Mond“ letztlich nicht komplett überzeugen und mitreißen. Wir folgen hier den Zwillingsschwestern Lilit und Lina auf den Spuren ihrer Vergangenheit. Ihre Großmutter wanderte einst, nachdem sie einen Krieg überlebte, in Kanada ein. Verknüpft ist das Ganze mit einem historischen Ereignis, bei dem die Libanese Rocket Society eine erfolgreiche Weltraumrakete zündete. Man merkt, hier besteht eine komplexe Verbindung.

Genauso komplex wird auch die Handlung mithilfe unterschiedlicher Zeitebenen und Perspektiven erzählt. Dadurch tat ich mich schwer, mich auf die Geschichte emotional einzulassen. Die Figuren blieben mir leider größtenteils fremd. Erst ab der Hälfte hatte ich ganz gut ins Buch hineingefunden, was vor allem an Jodie Ahlborns sehr angenehmen Stimme und Sprechweise lag. Das Hörbuch ist qualitativ nämlich sehr gut gesprochen und erzählt. Ahlborn haucht ihr dort Leben ein, wo es mir im Schreibstil fehlte. Insgesamt handelt es sich um einen anspruchsvollen Roman, der zum genauen Zuhören einlädt.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Keine leichte Kost

Das Buch Anderswo
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Gleich vorweg: Dieses Buch ist keine leichte Kost, es ist speziell und auf seine Weise anspruchsvoll. Ich würde sagen, dass es sich genau um die Sorte Geschichte handelt, die man von einem Keanu Reeves ...

Gleich vorweg: Dieses Buch ist keine leichte Kost, es ist speziell und auf seine Weise anspruchsvoll. Ich würde sagen, dass es sich genau um die Sorte Geschichte handelt, die man von einem Keanu Reeves in Kombination mit einem China Miéville erwartet, ein mehr als interessantes Autoren-Paar!

Worum geht es? Einen unsterblichen Krieger, der selbst nicht weiß, woher er diese einzigartige Fähigkeit hat und zutiefst darunter leidet. Unverwundbar und unzerstörbar wie er ist, sehnt er sich umso mehr nach dem Tod. Die geheime Einheit des US-Militärs, für die er arbeitet, soll sein Geheimnis lösen, doch schneller als ihm lieb ist, muss der Krieger erkennen, dass er sich in einem intriganten Ringen mächtiger Kräfte verstrickt hat.

Der Schreibstil ist komplex, teilweise geradezu poetisch und manchmal einfach nur verwirrend. Eine Reihe von Sprechern und Sprecherinnen bringt nicht nur Leben in die Handlung, es wird durch die vielen Personen auch deutlich komplizierter. Mir hat dennoch die Atmosphäre sehr gefallen, die Stimmen machen einen tollen Job. Wir bekommen es mit roher Brutalität zu tun, mit Tiefsinnigkeit und der Ausweglosigkeit mancher Traumata. Ein Hörbuch, das man nicht mal eben zwischendurch hört. Es benötigt Aufmerksamkeit und ein geradezu philosophisches Verständnis.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Mafia Romance meets Magic 💍🩸🔪

Burning Revenge
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Als an nur einem Tag Eleonoras behütetes Leben zusammenbricht, indem sie von den schmutzigen Geschäften ihrer Familie erfährt und gleich darauf ihr Vater und ihre Schwester ermordet werden, gibt es für ...

Als an nur einem Tag Eleonoras behütetes Leben zusammenbricht, indem sie von den schmutzigen Geschäften ihrer Familie erfährt und gleich darauf ihr Vater und ihre Schwester ermordet werden, gibt es für sie nur noch ein Ziel: Rache nehmen an der verfeindeten Mafia-Familie, die ihr das angetan hat. Deren ältesten Sohn zu heiraten, scheint die perfekte Möglichkeit, wäre da nur nicht Dante, der attraktive Zweitgeborene, der Leos Pläne und ihr Herz zu gefährden droht …


„Burning Revenge“ hat mich in mehr als einer Hinsicht überrascht. Hinter dem wunderschönen Cover verbergen sich nämlich nicht nur Action und Thrill, sondern auch eine durchdachte und ausgeklügelte Handlung, die sowohl eine dramatische Mafia Romance als auch magische Elemente enthält. Die Geschichte beginnt sofort spannend und hat mich direkt in die Ich-Perspektive von Protagonistin Eleonora katapultiert. Mit mehr Mut als Plan stürzt sie sich in ihren Rachedurst und muss erleben, wie die Ereignisse immer mehr außer Kontrolle geraten.


Besonders mochte ich, dass das Buch mit kurzen, prägnanten Kapiteln, steter Spannung und authentischen Wendungen aufwartet. Immer wieder bringen überraschende Twists Bewegung in die Geschichte und reißen alles nieder, was man bis dahin zu durchschauen glaubte. Der magische Aspekt ist übrigens von essenzieller Wichtigkeit, nimmt aber nicht allzu viel Raum ein. Für mich hat er eine entscheidende Prise Exklusivität in die Handlung gebracht.


Nina Martins Schreibstil ist klar, flüssig und abwechslungsreich. Er hat mich überzeugend und fantasievoll durch die Story getragen, bei der mir allein etwas mehr Tension zwischen Eleonora und Dante fehlte. Ihre Dynamik ist aufregend und von verbotenen Gefühlen geprägt, dürfte für mich aber gerne noch mehr Feuer haben. Darauf hoffe ich in Band zwei, der nach dem fiesen Cliffhanger des ersten Teils direkt auf meiner Vorbesteller-Liste gelandet ist.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Zwischen Macht, Magie und dunkler Versuchung

Spiel des Lügners
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Als freche Diebin ist Lola St. James mit allen Wassern gewaschen. Obwohl sie ein pikantes Geheimnis um ihre Herkunft hütet, nimmt sie unerschrocken an einem magischen Turnier im Casino des Lügners teil, ...

Als freche Diebin ist Lola St. James mit allen Wassern gewaschen. Obwohl sie ein pikantes Geheimnis um ihre Herkunft hütet, nimmt sie unerschrocken an einem magischen Turnier im Casino des Lügners teil, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Womit sie nicht gerechnet hat, sind Versuchung, Intrigen und Zauber, mit denen sie folgenschwer in Berührung kommt …

Mit „Spiel des Lügners“ starten wir in Jessica S. Olsons Schattenbrüder-Dilogie. Ich brauchte ein paar Kapitel, um in der Geschichte anzukommen und muss vorweg sagen, dass ich das Magie-System sehr komplex und bis zum Ende schwer zu verstehen fand. Auch das Worldbuilding hätte deutlich ausgefeilter sein können, um Zusammenhänge verständlicher zu machen. Interessant und spannend war hingegen die Dynamik zwischen den Figuren, denn Lola findet sich in einem knisternden Love Triangle wieder, das ihre charakterliche Entwicklung vorantreibt.

Ich mochte Lolas Badass-Manier und ihre vorlaute Art. Auch die Handlung bietet spannende Ansätze, die aber insgesamt noch besser ausgearbeitet hätte sein können. Olsons Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, er hat mich unterhaltsam durch die Geschichte transportiert, auch wenn hier und da kleine Logiklücken den Lesefluss gestört haben. Einige Fragen bleiben offen, da hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht, obwohl diese neugierig auf Band 2 machen sollen, waren mir die losen Enden doch etwas zu zahlreich.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Opulente Romantasy mit kleinen Schwächen

Kiss of the Nightingale
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Alles, was Cleodora geblieben ist, sind ihre kranke Schwester und die bankrotte Schneiderei ihrer Eltern. Aus der Not heraus, begeht sie einen folgenschweren Diebstahl und wird prompt von einer geheimnisvollen, ...

Alles, was Cleodora geblieben ist, sind ihre kranke Schwester und die bankrotte Schneiderei ihrer Eltern. Aus der Not heraus, begeht sie einen folgenschweren Diebstahl und wird prompt von einer geheimnisvollen, einschüchternden Madame erwischt. Diese bietet ihr ein unglaubliches Arrangement an: Cleo wird zur gefeierten Opernsängerin, darf in Saus und Braus leben, doch dafür muss sie für Madame Dahlia zur Diebin werden …

Wie schön kann ein Buch sein? Das zauberhafte Cover von „Kiss of the Nightingale“ hat mich wie magisch angezogen und magisch ist auch die Geschichte. Mir hat besonders das opulente französische Setting gefallen voller berauschender Musik und glanzvoller Atmosphäre, wenn auch das Worldbuilding von Autorin Adi Denner noch etwas mehr liebevolle Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte. Ihr flüssiger, abwechslungsreicher Schreibstil konnte inhaltlich viel für mich retten.

Gesprochen wird das Hörbuch von der angenehmen wie lebhaften Stimme von Johanna Zehendner. Ich mag ihren leicht rauchigen Tonfall und die authentische Betonung. Dadurch erwachten Cleo und die anderen Figuren für mich realistisch zum Leben. Cleo fand ich durchaus interessant und sympathisch und ihre Charakterentwicklung war spürbar. In der Handlung fielen mir kleinere Längen und Schwächen auf, aber die Grundidee gefiel mir gut und die Spannung konnte größtenteils gehalten werden. Ein solides Debüt der Autorin.

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