Ein Tierquäler auf Sylt?
Schwarze SchafeDolce Vita mit viel Temperament auf Sylt kann ich diesem Krimi doch so einiges abgewinnen. Ich bin gut unterhalten worden. In der Geschichte geht es um eine Leiche einer reichen Witwe, welche am nächsten ...
Dolce Vita mit viel Temperament auf Sylt kann ich diesem Krimi doch so einiges abgewinnen. Ich bin gut unterhalten worden. In der Geschichte geht es um eine Leiche einer reichen Witwe, welche am nächsten Tag spurlos verschwunden scheint. Bald geht das Gerücht eines Tierquälers auf Sylt rum. Mamma Carlotta eine resolute, aber lebensfrohe Italienerin, welche ihre Ferien immer auf Sylt verbringt, möchte diesen Fall gerne lösen. Wären da nicht die vielen Probleme innerhalb der Familie, welche sie davon abzuhalten gedenken. Ihr Schwiegersohn, seines Zeichen Polizist auf Sylt beginnt ebenfalls seine Ermittlungen. Werden die beiden es schaffen die Täter zu überführen?
Mamma Carlotta ist eine Frau, die der Leser direkt in sein Herz schließt. Sie bringt die italienische Lebensfreude gepaart mit viel Herz für die Familie sowie für Menschen in schwierigen Lebenslagen auf die leicht versnobte Insel Sylt. Dabei kocht sie für ihr Leben gern und schafft es so ihre „Familie“ zusammenzuhalten. Als weitere wichtige Figuren in der Erzählung sind ihr Schwiegersohn Kriminalkommissar Erik Wolf, ihre Enkel Carolin und Felix, ihre Nachbarin Frau Kemmertöns, der Journalist Maximilian Witt sowie die beiden Tierheimmitarbeiter Ariane Malak und Georg Lang zu nennen. Gerade Maximilian Witt ist eine interessante Person in diesem Kriminalfall und der Leser weiß nicht so genau, was dieser im Schilde führt. Auch Frau Kemmertöns empfand ich als besonderen Charakter, aber diese war etwas zu plakativ dargestellt. Sie lässt sich alles von ihrem Mann gefallen und braucht immer die Hilfe anderer, um sich gegen diesen zur Wehr zu setzen, Die Story spielt auf Sylt in der heutigen Zeit ohne nennenswerte Zeitsprünge und ist somit für den Leser gut nachvollziehbar. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, dialogorientiert und gut lesbar. Positiv anzumerken ist die kulinarische Note, welche durch viele Rezepte am Ende des Romans durchaus Lust auf das Nachkochen machen. Ob man als Leser dabei an Mamma Carlottas „einzigartige Kochkunst“ herankommt ist aber fraglich. Das Fazit ist positiv. Mit einer guten Portion Unterhaltung und Spannung hat Mamma Carlotta wieder für ein kurzweiliges Lesevergnügen gesorgt. Ich hoffe weitere spannende Fälle in Zukunft von ihr lesen zu dürfen.