Erste Hälfte einer märchenhaften Dilogie
Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und MagieDer neuste Zweibänder von Bestseller-Autor Akram El-Bahay fasziniert mit dem wahrgewordenen Traum passionierter Leser – so genannte Libronauten vermögen sich und andere durch ihre besonderen Stimmen in ...
Der neuste Zweibänder von Bestseller-Autor Akram El-Bahay fasziniert mit dem wahrgewordenen Traum passionierter Leser – so genannte Libronauten vermögen sich und andere durch ihre besonderen Stimmen in die Welten der Bücher hineinzulesen. Auch der junge Adam gehört zu diesen speziellen Erzählern, die im Inneren einer unscheinbaren Londoner Buchhandlung zu horrenden Preisen ihre Dienste anbieten.
Doch ein seltsamer Kunde, der sich im bereisten Buch auf Abwege begibt, wirbelt Adams Leben komplett durcheinander und bringt den jungen Libronauten dazu, seine bisherigen Gefährten in Frage zu stellen. Warum werden die althergebrachten Regeln der Buchreisenden gebrochen und was hat es mit der geheimnisvollen Tür auf sich, die Adam außerhalb der festgelegten Route entdeckt?
Der junge Libronaut ist ein sympathischer Hauptdarsteller und bekommt bald Verstärkung durch ein paar weitere interessante Charaktere. Besonders die Figuren aus Geschichten haben es mir angetan. Überhaupt spielt das Buch bei den Reisen in literarische Werke seine Stärken aus. Die Grundidee ist einfach toll und sie bietet Material für abenteuerliche Ausflüge in abwehslungsreiche Welten. Auch der märchenhafte Schreibstil passt sehr gut dazu.
Ich hätte mir lediglich noch mehr Szenen in Büchern (bzw. in zusätzlichen Geschichten) gewünscht, aber im abschließenden zweiten Band kommt gewiss noch viel Nachschub.
Die Story ist spannend, bietet zwischendurch auch immer wieder gefährliche Szenen und diverse Widersacher. Außerdem kommt besonders durch eine Figur auch eine Portion Humor ins Spiel.
Nicht optimal fand ich aber die Entwicklungen am Ende des Bandes. Mal abgesehen davon, dass die Handlung sehr abrupt endet (eigentlich so, als hätte man ein einziges Buch einfach in zwei Hälften geteilt), ändert sich der Tonfall vorher ziemlich auffällig und das Verhalten der Charaktere erscheint teilweise nicht mehr so gut nachvollziehbar.