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Veröffentlicht am 05.01.2021

Eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich mit einem gebrochenen Herzen zurückgelassen hat

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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MEINE MEINUNG
Im Laufe des letzten Jahres habe ich mich absolut in Brittainy C. Cherrys Bücher verliebt, weswegen gleich klar war, dass ich auch ihre neue Reihe lesen muss. Der „1. Teil“, also „Wie die ...

MEINE MEINUNG
Im Laufe des letzten Jahres habe ich mich absolut in Brittainy C. Cherrys Bücher verliebt, weswegen gleich klar war, dass ich auch ihre neue Reihe lesen muss. Der „1. Teil“, also „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ hatte mich schon so begeistert zurück gelassen, dass ich die Geschichte um Shay und Landon kaum abwarten konnte.

Landon und Shay besuchen die gleiche High School und auch wenn ihre Freundeskreise sich immer wieder mischen, leben sie zwei komplett verschiedene Leben, in dem der jeweils andere nichts zu suchen hat. Während Shay die Prinzessin und Jedermanns Liebling ist, ist Landon der typische Bad Boy. Sicher ist auf jeden Fall, dass die beiden sich nicht ausstehen können. Bis eine Wette das Verhältnis zwischen ihnen ändert und Shay Landons dunklen Dämonen immer näher kommt…

Sie war der Funke, der den Himmel erhellte.

Seite 25
Shay ist eine selbstbewusste junge Frau, die von jedem nur als Prinzessin gesehen wird. Sie scheint perfekt, stets zu jedem freundlich und immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie lebt für das Theater – sie schreibt Skripte, steht aber genauso gerne selbst auf der Bühne. Ihr Familienleben spiegelt allerdings eher weniger ihren perfekten Schein wieder, was sie immer wieder innerlich zerrüttelt. Ihr Vater ist kriminell und ihre Mutter scheint blind vor Liebe zu sein, wäre da nicht noch ihre liebevolle Großmutter, würde sie nur halb so gut durch die stetigen Streitigkeiten kommen.
Mir war sie unheimlich sympathisch, nicht nur, weil sie einfach ein herzensguter Mensch ist, den man gar nicht nicht gern haben könnte. Sie ist super lieb, zuvorkommend, hilfsbereit und tritt immer wieder wie ein Licht im Dunklen auf.

Manchmal half es einem Herzen weit mehr, bei jemandem zu sitzen, der bereit war, einfach da zu sein, als über seine Schmerzen zu reden.

Seite 127
Landon dagegen ist der Sohn von reichen Eltern, die sich nicht im geringsten für ihn interessieren. Er lebt einsam in dem riesen Anwesen und hat diese Leere früher gerne mit Drogen, Alkohol und Partys gefüllt. Nach einem Schicksalsschlag hört das allerdings auf, weswegen die Wette mit Shay wie eine perfekte Ablenkung scheint. Landon schleppt wirklich einiges mit sich herum und das Leben macht es ihm nie wirklich leicht. Er hat tiefe, dunkle Dämonen in sich, die ihn immer mehr auffressen zu scheinen, wodurch er unglaublich verletzlich wird. Allerdings ist er auch ein Kämpfer, der auch trotz der schlimmen Phasen immer wieder aufsteht und es weiter versucht.
Sein Charakter verkörpert hier ganz wichtige Themen, die in der Gesellschaft immer noch ziemlich tabuisiert und häufig totgeschwiegen werden. Ich fand die Thematik sehr authentisch und realitätsgetreu umgesetzt, was Landon zu einem sehr guten Charakter gemacht hat. Ich fand es super, dass die Autorin ihn sozusagen als Sprachrohr für diese Thematik eingesetzt hat und was sie damit vermittelt hat. Und obwohl Landon besonders zu Beginn wie ein richtiges Arschloch auftritt, hat er sich wahnsinnig schnell und tief in mein Herz schleichen können.

Die gesamte Handlung ist chronologisch und spielt komplett im Jahr 2003, also noch vor „Wie die Ruhe vor dem Sturm“, wobei Eleanor und Grey schon ein paar kleine Auftritte haben. Dass der Schreibstil der Autorin absolut fantastisch ist, muss ich wohl kaum noch sagen, oder? Ich liebe ihre Art, mit Worten umzugehen, da sie mich auf eine emotionale Art berührt, die mich immer wieder erschüttert. Sie schreibt sehr emotional, bringt aber immer wieder poetische Passagen mit ein, sodass mein halbes Buch nur aus kleinen Klebezetteln besteht, ich bin absolut verliebt!

Wir alle hatten Risse und Wunden, die nachts in unsere Seelen bluteten. Manche konnten sie einfach nur besser verbergen.

Seite 218
Ich möchte wirklich nicht viel von der Handlung verraten, aber die grundlegende Thematik, die ich bereits vorhin angesprochen habe, ist wirklich nicht ohne. Die Trigger-Warnung zu Beginn ist ganz klar notwendig! Auch bereits erwähnt habe ich, wie authentisch ich die Umsetzung dieser Themen empfunden habe.

Aber fangen wir mal vorne an: wir lernen zunächst Landon und Shay ein wenig kennen, bis sich die Handlung schließlich formt und die im Klappentext erwähnte Wette ins Spiel kommt. Ich muss zugeben, dass anfangs nicht sonderlich viel passiert und ich beim Lesen wirklich etwas vermisst habe. Obwohl der Schreibstil wie gewohnt wunderschön war und die Charaktere sich Seite für Seite auch mehr geformt haben, war da eine unausgefüllte Lücke, die ich nicht ganz zuordnen konnte.

Das ändert sich aber ungefähr nach dem ersten Drittel und plötzlich nimmt die Handlung in emotionaler Sicht richtig an Fahrt auf. Es ist natürlich insofern vorhersehbar, was im Laufe dieser Wette geschehen wird, doch das drumherum war absolut fesselnd und herzzerreißend.

Ich habe bereits geschrieben, dass durch Landons Charakter einige wichtige Themen verkörpert werden, was wie gesagt wirklich super umgesetzt wurde. Es steht weniger eine aufregende Handlung mit Spannungsgeladenen Momenten im Vordergrund, sondern mehr die Figuren selbst. Es geht mehr um die Menschen, ihre Emotionen und den Umgang mit ihnen, was ich wunderschön fand. Auch die Nebenfiguren sind hier nicht ohne und alle tragen ihre Päckchen mit sich herum. Einige sind hier tiefer ausgeprägt und spielen größere Rollen in der Handlung, andere stehen eher am Rande, aber aller erzählen definitiv ihre eigenen Geschichten, was ich immer total schön finde.

„Warum sagst du immer zweimal, das du mich liebhast?“
Sie lächelte. „Einmal für dein Herz. Und noch einmal, um einen Eindruck zu hinterlassen.“

Seite 328
Insgesamt geht es um sehr vieles, wobei die Liebe im Vordergrund steht. Damit meine ich aber nicht ausschließlich die romantische Liebe zwischen Landon und Shay, sondern auch freundschaftliche Liebe, die Liebe einer Familie und auch toxische Liebe. Alle Arten wurden aber unglaublich gut in die Geschichte gesetzt und alle haben sie einen gewissen Eindruck bei mir hinterlassen können.

Das Ende hat mich mit Tränen in den Augen und einem schnell pochendem Herzen zurückgelassen. Es endet sehr offen, was wegen des zweiten Teils ja schon zu erwarten war, weswegen ich sehr froh war, diesen direkt zur Hand zu haben.

Fazit
Eine sehr emotionale Geschichte rund um wichtige Themen, die gefühlvoll umgesetzte wurde und durch den zauberhaften Schreibstil der Autorin zu einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle wurde. Die Figuren und ihre Gefühlswelten stehen hier im Fokus und auch wenn die Handlung selbst etwas ruhiger ist, war die Geschichte sehr aufregend.


Ein riesen Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Waren mir zu wenig Winter-Gefühle :(

Winterküsse in Schweden
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MEINE MEINUNG
In diesem Jahr habe ich meine Liebe zu Winter- und Weihnachtsromanen entdeckt, weswegen ich bei dem atmosphärischen Cover gleich begeistert war. Als der Titel mich dann auch noch nach Schweden ...

MEINE MEINUNG
In diesem Jahr habe ich meine Liebe zu Winter- und Weihnachtsromanen entdeckt, weswegen ich bei dem atmosphärischen Cover gleich begeistert war. Als der Titel mich dann auch noch nach Schweden entführt hat, habe ich mir das E-Book sofort herunter geladen.

Malins letztes Jahr war alles andere als schön, weswegen sie sich mit dem Neujahr auf einen wunderbaren Neustart freut. Teil des Neustarts ist ein neues Apartment in Stockholm, das nach dem Einzug eher einer Bruchbude gleicht. Zufällig trifft sie kurz darauf auf ihren neuen Nachbarn Sven, der ihr kurzerhand seine Hilfe anbietet und schnell kommen die beiden sich näher. Doch beide haben große Geheimnisse...

Malin ist eine junge Frau, die große Ziele im Leben hat und deswegen mit einem Praktikum beim lokalen Radiosender beginnt. Am liebsten wäre sie nämlich Moderatorin, aber der Weg dahin ist schwer. Dann wirft sie auch noch ein Ereignis aus ihrem gewohnten Leben, welches daraufhin nur noch bergab geht und schließlich in einem verschimmelten Apartment endet. Und auch wenn sie sich immer weiter durchkämpft, fällt es ihr mittlerweile immer schwerer.

Sven hingegen arbeitet bereits in seinem Traumjob als Architekt, weswegen er Malin auch schnell Hilfe anbieten kann. Er ist sehr ehrgeizig, arbeitet rund um die Uhr und fällt meistens total erschöpft ins Bett. Zudem ist er absolut lieb und zuvorkommend, tut viel für seine Mitmenschen und ist insgesamt ein herzensguter Mensch.

Obwohl ich kein großes Problem mit Malin und Sven hatte, bin ich auch nicht wirklich warm mit ihnen geworden. Mir fehlte ein wenig mehr Leidenschaft, mehr Emotionen bei den beiden, weswegen ich keine große Bindung aufbauen konnte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker zu lesen, weswegen ich das Buch auch wirklich sehr schnell beenden konnte. Leider fehlte mir auch hier noch ein wenig mehr Gefühl.

Von dem Inhalt hatte ich eine angenehme, winterliche Geschichte erwartet, die mit 234 Seiten nicht wirklich lang sein würde.
Die winterliche Atmosphäre im kalten Schweden habe ich total genossen, auch wenn mir irgendwie ein wenig "Magie" darin fehlte.

Von der Handlung an sich hatte ich aber wirklich etwas anderes erwartet.
Zunächst steht die Renovierung von Malins Apartment wahnsinnig im Vordergrund, was mich echt überrascht hat. Es dreht sich ständig nur darum, was ich einfach nicht erwartet hatte.
Dabei lernen Malin und Sven sich zwar immer mehr kennen, aber wie bereits gesagt fehlte mir da doch noch einiges an Gefühl. Die zwei reden viel über das Apartment und was noch gemacht werden muss und auch wenn sie dadurch immer wieder Zeit miteinander verbringen, konnte der Funke aus meiner Sicht nicht wirklich überspringen.

Zudem hat die Autorin hier immer wieder versucht, der Handlung und den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen, was auf der geringen Seitenzahl eher weniger gelungen ist. Malin bekommt durch ein tragisches Ereignis eine Hintergrundgeschichte, die noch nicht abgeschlossen ist und auch ihre Familiensituation kommt immer mal wieder zur Sprache. Und auch wenn es natürlich immer schön ist, wenn Charaktere nicht nur oberflächige Charakterzüge haben, war hier einfach nicht genug Platz für diese riesige Geschichte. Die Idee fand ich nämlich ziemlich gut, sowohl das Ereignis, als auch ihre Familie hatten ganz klar sehr gutes Potential. Aber wie bereits gesagt, waren 234 Seiten dafür einfach zu wenig.
Auch das Ende war mir dafür einfach ein wenig zu überspitzt, besonders weil das unnötige Drama nicht wirklich zu den Figuren gepasst hat.

FAZIT
Insgesamt war es ein ganz gutes Buch für Zwischendurch, das meine Erwartungen an eine winterliche Stimmung leider nur halbwegs erfüllen konnte. Die Autorin wollte leider ein wenig zu viel, was bei der geringen Seitenzahl nicht wirklich umsetzbar war.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Sehr schöner Winter-Roman!

Cold Day in the Sun
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MEINE MEINUNG
Es ist Dezember, ich bin in Weihnachtsstimmung und am liebsten könnte es auch schön ordentlich schneien. Als ich dann "Cold Day in the Sun" entdeckt und das schöne, winterliche Cover gesehen ...

MEINE MEINUNG
Es ist Dezember, ich bin in Weihnachtsstimmung und am liebsten könnte es auch schön ordentlich schneien. Als ich dann "Cold Day in the Sun" entdeckt und das schöne, winterliche Cover gesehen habe, war für mich gleich klar, dass ich es lesen möchte.

Holland Delviss spielt als einziges Mädchen in der Jungen-Mannschaft Eishockey und muss deswegen häufig Kommentare über sich ergehen lassen. Als jetzt ein Fernsehsender ihr Team auswählt, um in einer nationalen Live-Übertragung teilzunehmen, soll sie das große Interview geben und nicht alle sind begeistert. Doch ausgerechnet ihr gemeiner und mürrischer Team-Kapitän Wes steht hinter ihr...

Holland läuft schon Schlittschuh seitdem sie laufen kann und spielt seit ihrer Kindheit mit ihren Brüdern Eishockey. Für sie ist es das normalste der Welt, mit Jungs zu spielen, weswegen sie sich in der High School schließlich für die Jungs-Mannschaft bewirbt. Während ihr Trainer hinter ihr steht und auch ein Großteil des Teams kein Problem damit hat, muss sie sich immer wieder von anderen anhören, sie sei arrogant. Sie fühle sich als etwas besseres, weil sie nicht in der Mädchen-Mannschaft spielen wolle und solle von ihrem hohen Ross steigen. Und das ist nur das netteste, was man ihr sagt. Dass sie eine gute Spielerin ist und deswegen im Team spielen darf, ist scheinbar jedem egal. Auch dass sie für ihr Leben gerne Musik, vor allem alten Rock hört und darüber einen eigenen Blog führt, interessiert ihre Mitmenschen nicht großartig, es dreht sich immer nur um das eine Thema.

Mir war Holland super sympathisch. Sie ist eine starke junge Frau, die viel zu viel aushalten muss, was sie wunderbar meistert. Sie war für mich einfach ein guter, runder Charakter, der nicht zu perfekt ist und auch Schwächen zugeben kann. Insgesamt mochte ich sie einfach total.

Der gesamte Roman ist zudem in der Ich-Form aus ihrer Perspektive geschrieben worden und er verläuft chronologisch. Der Schreibstil war zwar ganz angenehm zu lesen, aber gleichzeitig war er auch nicht so flüssig, wie ich es von anderen Autor*innen kenne, weswegen ich besonders zu Beginn häufig stocken musste. Insgesamt war er aber gut zu lesen.

Die Handlung des Romans konnte mich absolut überraschen, denn sie verbirgt so viel mehr, als ich erwartet habe.

Aber zunächst fiel mir der Einstieg zugegebenermaßen relativ schwer. Ich habe bereits den Schreibstil angesprochen, der mich an einigen Stellen hat stocken lassen. Dazu wird man auf den ersten Seiten von zahlreichen Namen und dazugehörigen Spitznamen überflutet, sodass ich diese kaum einander zuordnen konnte. Ich habe ehrlich gesagt sowieso ein großes Namensproblem und brauche immer relativ lange, um Charaktere auseinander halten zu können (shame on me), aber in Zusammenspiel mit den ganzen Spitznamen war ich zunächst echt überfordert. Aber das legt sich zum Glück sehr schnell!

Wie bereits erzählt geht es grob darum, dass Holland als einziges Mädchen im Jungen Schul-Team spielt und ein Fernsehsender ausgerechnet deswegen ihre Mannschaft ausgewählt hat, im Live-TV ausgestrahlt zu werden.
Mich hat im ersten Punkt überrascht, wie groß der tatsächliche Bezug zum Eishockey ist und groß seine Rolle tatsächlich ist. Anders als in anderen Sport-Romanzen steht nämlich nicht die Liebesgeschichte, sondern tatsächlich der Sport selbst im Vordergrund. Und das fand ich tatsächlich super, obwohl ich wirklich gar nichts mit Eishockey anfangen kann. Die ganzen Bezüge, die Trainings und Hollands Gefühle auf dem Eis - alles war wunderbar und super aufregend erzählt.

Wie bereits gesagt tritt dabei die Liebeshandlung der Protagonisten etwas in den Hintergrund, was ich aber nur positiv bewerten kann. Holland und Wes können sich eigentlich nicht ausstehen, doch so langsam merkt Holland, dass Wes immer hinter ihr steht und sie beginnen, sich immer näher zu kommen. Das Tempo, in dem das ganze geschieht habe ich als super angenehm und auch realistisch empfunden. Ich mochte es, dass es nicht so in den Vordergrund geschoben wurde. Leider bahnt sich da zum Ende des Buchs etwas unnötiges Drama an, das gar nicht zu den beiden Figuren gepasst hat, was ich echt schade fand.

Ein ganz großes Thema, das besonders in den letzten Kapiteln erst richtig deutlich wird, ist Feminismus. Holland muss sich nämlich tagtäglich mit sexistischen und herabwürdigen Kommentaren herumschlagen, was sie eigentlich ganz gut meistert, bis ein Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt. Auch im großen Interview, welches schließlich im Fernseher übertragen wird, setzt Holland sich stark für die Gleichberechtigung von Frauen im Sport ein und das hat sie wirklich wahnsinnig gut gemacht. Sie hat super Antworten gegeben, war selbstbewusst und hat auf das Thema aufmerksam gemacht - fand ich klasse.

FAZIT
Wie gesagt war das Ende etwas zu viel Drama, aber insgesamt hat es mir einfach super gut gefallen. Ich mochte das winterliche Setting, es passt einfach perfekt zu meiner Stimmung und die Szenen zwischen Holland und Wes waren teilweise wirklich knuffig. Kann ich also nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Mein Lieblingsteil der Reihe!

Hiding Hurricanes
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MEINE MEINUNG
Zugegebenermaßen war ich mir unsicher, ob ich den 3. Teil der Reihe auch lesen sollte, denn die ersten beiden haben mich relativ enttäuscht zurück gelassen. Aber dann klang der Klappentext ...

MEINE MEINUNG
Zugegebenermaßen war ich mir unsicher, ob ich den 3. Teil der Reihe auch lesen sollte, denn die ersten beiden haben mich relativ enttäuscht zurück gelassen. Aber dann klang der Klappentext doch wieder unglaublich spannend und Lenny klang als Charakter so unglaublich spannend, sodass ich dem ganzen doch noch eine Chance geben musste.

Während man Lenny tagsüber bloß in weiter, schwarzen Kleidung und ungeschminkt antrifft, verwandelt sie sich Nachts in Daisy, eine Nachtklub-Tänzerin. Sie versucht stets, die Wahrheit über ihren Job geheim zu halten und hatte damit bisher auch immer Erfolg. Bis Creed, ihr bester Freund, plötzlich in dem Stripclub auftaucht und scheinbar die Tänzerin Daisy näher kennenlernen möchte - ohne, dass er weiß, dass Lenny sich hinter der Maske versteckt ...

Lenny liebt das Tanzen und könnte sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen. Dass sie irgendwann als Tänzerin in einem Stribclub landet, hätte sie allerdings nicht vermutet, doch nur so kann sie ihrem großen Traum, Tänzerin zu sein, nachgehen, ohne dass die Vergangenheit sie einholt. Um einen möglichst großen Kontrast zwischen Lenny und Daisy zu erschaffen, kleidet sie sich als Lenny stets in schwarzen, weiten Klamotten, meistens Anzugshosen und lockeren T-Shirts, während sie die Haare im strengen Dutt trägt. Als Daisy hingegen schminkt sie sich, trägt eine Perücke und versteckt zwar ihr Gesicht hinter einer Maske, stellt aber ihren trainierten Körper umso mehr zur Show. Sie trainiert hart und ehrgeizig und lässt sich von niemandem etwas vorschreiben, außerdem denkt sie sich gerne neue Choreos aus, auch wenn sie Wochen braucht, um sie zu perfektionieren. Als Lenny wird sie allerdings eher als verschlossen und gefühlskalt wahrgenommen, weswegen sie selbst mit ihrer Freundesgruppe auf Distanz ist und kaum einer mehr über sie weiß.

Auch Creed, ihr bester Freund, ist stets geheimnisvoll und verschlossen. Lenny und er haben den Deal, nicht über ihre Vergangenheit zu sprechen, wodurch sie schon einiges nicht übereinander wissen. Creed hat in seiner Jugend bereits mit Ches zusammen gelebt, da seine Familie sich nicht großartig für ihn interessiert hat und aus dem 1. Teil wissen wir bereits, in welche Machenschaften er und Ches bereits verwickelt waren. Aber Creed hat sich weiter entwickelt, möchte langsam etwas aus seinem Leben machen und hat große Pläne für seine Zukunft.

Ich mochte beide zusammen relativ schnell. Ihre Verschlossenheit schweißt sie schnell zusammen und besonders ihre Kennenlern-Geschichte, die bereits einige Jahre zurück liegt, verbindet die beiden auf besondere Weise. Ich mochte es, dass die beiden sich bereits seit Jahren kennen und sich nicht gerade erst kennen lernen. Die Dynamik zwischen den beiden war stets am Lodern, auch wenn es anfangs kein wirklich leidenschaftliches-Liebes-Lodern war. So fand ich es aber nur noch besser, denn man spürt die Entwicklungen beider Figuren und wie sich ihre Gefühle immer stärker formen.

Aber kommen wir einmal kurz auf den Schreibstil zu sprechen. Der Roman ist in der Ich-Form aus Lennys Perspektive geschrieben worden und verläuft bis auf kleine, wenige Rückblenden chronologisch. Mit dem Schreibstil hatte ich ehrlich gesagt ein wenig zu kämpfen, da er sich aus meiner Sicht nicht sonderlich flüssig lesen ließ. Immer wieder bin ich über einige Formulierungen gestolpert, die meine Lesefluss leider etwas gebremst haben. Das beste Beispiel dafür sind leider direkt die ersten Sätze, die unglaublich abgehakt wirkten.

Aber jetzt möchte ich über die Handlung reden, denn die hat mich absolut positiv überraschen können!
Die Idee, aus Lenny eine Strip-Tänzerin zu machen, fand ich unglaublich interessant. Wir lernen die Arbeit in einem etwas gehobenerem Club kennen, in dem es für Gäste und Mitarbeiter*innen strenge Regeln gibt. Gleichzeitig vermittelt Daisys Chef ein familiäres Gefühl, da er sich stets um jeden kümmert und für ein gutes Gefühl untereinander sorgt. Gleichzeitig lernen wir andere Tänzerinnen kennen, erfahren, wie oft trainiert wird und wie hart diese Trainings sind und und und. All das fand ich super spannend und aus meiner Sicht auch unglaublich gut dargestellt, sodass mich Daisys Welt absolut fesseln konnte.
Auch den Twist, dass Creed etwas für Daisy übrig hat, während er Lenny aus der Perspektive nie betrachtet, habe ich als gute Idee empfunden. So bilden sich einige spannende und heiße Szenen, während er nichts von dem großen Geheimnis weiß. Alles insgesamt eine super Handlung, die ich gerne verfolgt habe, auch wenn sie natürlich recht vorhersehbar war und kaum Überraschungen bereit gehalten hat.

Leider gab es ein, zwei Szenen, die mir nicht so gut gefallen haben. So übertreibt Lenny es auf einer Party absolut, sagt Dinge und macht Sachen, die absolut nicht zu ihr und ihrer eigentlich so durchdachten Persönlichkeit passen, was mich echt enttäuscht hat.

Insgesamt bin ich aber absolut positiv überrascht und echt froh, dass ich dem 3. Teil doch noch eine Chance gegeben habe.

FAZIT
Eine positive Überraschung! Die Handlung ist durch Daisy etwas besonderes, sie konnte mich absolut in ihren Bann ziehen und begeistern. Und obwohl die Handlung recht vorhersehbar war, habe ich sie wirklich gerne verfolgt. Der Schreibstil ist nicht ganz mein liebster und insgesamt war es nicht zu 100% Rund, aber ich kann das Buch insgesamt weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Eine super süße und lustige Weihnachts-Geschichte!

Dash & Lily
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MEINE MEINUNG
Das Buch hatte ich schon einer ganzen Weile im Blick, aber besonders die Netflix Verfilmung hat es mir dieses Jahr wieder besonders ins Gedächtnis gerufen. Der Klappentext hat mir eine süße, ...

MEINE MEINUNG
Das Buch hatte ich schon einer ganzen Weile im Blick, aber besonders die Netflix Verfilmung hat es mir dieses Jahr wieder besonders ins Gedächtnis gerufen. Der Klappentext hat mir eine süße, leichte Geschichte versprochen, die mich in richtig schön, weihnachtliche Stimmung bringen könnte.

Als Dash in seiner Lieblingsbuchhandlung in Manhattan ein rotes Notizbuch zwischen den Büchern entdeckt, schlägt er es neugierig auf und wird von einem fremden Mädchen dazu aufgefordert, ein Rätsel zu lösen. Neugierig lässt er sich auf das Spiel ein und führt es mit Begeisterung fort, sodass Lily und Dash sich gegenseitig mit der Zeit immer mehr Aufgaben stellen und sich dadurchimmer näher kennen lernen, obwohl sie nicht einmal wissen, wie der jeweils andere heißt ...

Lily liebt Weihnachten über alles. Sie liebt die Feiertage, das Plätzchen backen, die Geschenke und die Zeit mit ihrer Familie. Dass ihre Eltern ausgerechnet über die Feiertage wegfahren wollen -ohne Kinder- bricht ihr das Herz. Denn Lily ist sehr emotional, lässt sich von ihren Gefühlen leiten und hat schon öfters den ein oder anderen Gefühlsausbruch erlitten. Ich habe sie mir das ganze Buch über sehr bunt vorgestellt, angefangen bei ihrer Kleidung, aber auch ihre Persönlichkeit strahlt einen regelrecht an. Insgesamt empfand ich sie für ihr Alter ehrlich gesagt als sehr kindisch und naiv. Ich meine im Kopf zu haben, dass Dash 16 Jahre alt ist und Lily sich ungefähr im gleichen Alter befindet, aber ehrlich gesagt wirkte es nicht sonderlich häufig danach. Sie ist vor allem schnell eingeschnappt und reagiert schnell neidisch, was sie nicht reifer hat wirken lassen. Trotz allem habe ich sie aber total in mein Herz schließen können, am liebsten hätte ich sie das ganze Buch über geknuddelt.

Dash bildet da das absolute Gegenteil von ihr. Er macht sich nicht viel aus den Feiertagen und die Vorweihnachtszeit ist ihm zu stressig und voll. Er zieht sich lieber zurück, liest viele Bücher und interessiert sich für die Sprache, so sammelt er zum Beispiel täglich schöne Worte. Genau wie Lily verhält auch Dash sich nicht wirklich wie ein 16-Jähriger, nur dass er deutlich deutlich älter wirkt. Seine Liebe zu Büchern und Wörtern hat ihm einen eindrucksvollen Wortschatz verliehen, den er auch im Alltag nicht selten benutzt. Allgemein wirkt seine Sprache stets relativ gehoben und er weiß immer, wie er sich ausdrücken soll, was ihn aber nicht soo sympathisch machen konnte. Wenn ich mir Lily bunt und voller Farben vorstelle, war Dash für mich für ein kühler, nasser und matschiger Wintertag. Allerdings öffnet er sich im Laufe des Buches immer mehr, wird mir sympathischer und scheint allgemein immer mehr aufzutauen, was ich sehr schön fand.

Und beide in Kombination fand ich einfach klasse. Diese großen Gegensätze, aber doch so viele Gemeinsamkeiten - das Spiel mit den verschiedenen Persönlichkeiten, die zueinander ist wirklich sehr gut gelungen.

Der Roman verläuft chronologisch und beginnt knapp vor den Feiertagen. Die Kapitel sind in der Ich-Form, abwechselnd aus Dashs und aus Lilys Perspektive geschrieben worden, wobei diese stets von den Notizbuch-Einträgen aufgelockert wurden. Insgesamt haben die Schreibstile der Autoren definitiv gut harmonisiert und sie passten auch gut zu den Charakteren, aber mir fehlte noch ein wenig mehr Emotionen bei beiden Perspektiven.

Die Handlung ist genau das, was der Klappentext verspricht: eine wilde Jagd quer durch Manhattan. Ich fand die Idee des Notizbuchs total süß und auch die jeweiligen Aufgaben haben mir total gefallen. So bilden sich immer wieder außergewöhnliche Situationen, in die beide Figuren sonst niemals gekommen wären. Ich mochte es vor allem, dass die beiden sich über das Buch so sehr über ihre Gefühle ausgetauscht haben, dass es fast schon einen Tagebuch-Charakter hatte. So hatte man wunderbare Einblicke in die jeweiligen Figuren, was mir sehr gefallen hat.

Außerdem mochte ich auch das Tempo der Handlung total, ich mochte es, wie lange Dash und Lily sich quer durch Manhattan schicken, ohne den jeweils anderen Namen zu kennen und ich fand auch, dass die Auflösung zu einem guten Zeitpunkt gewählt wurde. Es geschieht nicht zu früh, aber auch nicht zu spät, sodass es sich ziehen würde.

Insgesamt war das Buch eine perfekte Mischung. Wir haben das winterliche New York, die Weihnachtstage, romantische, aber auch humorvolle Szenen und natürlich: Liebe!

Das Buch ist wirklich nicht tiefgründig und auch beeindruckt es mich nicht nachhaltig, doch es ist eine super süße, leichte Geschichte für Zwischendurch, die mich in eine schöne Weihnachtstimmung versetzen konnte.

FAZIT
Eine super süße Geschichte, die nicht mit viel Tiefgang, dafür aber mit Witz und Romantik begeistern konnte. Die Charaktere waren ganz schön, wenn auch nicht perfekt und die Handlung hat einen ordentlich auf Trab halten können. Eine große Empfehlung für jeden, der gerne leichte und süße Geschichten liest.

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