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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2021

Hinter einem großen Mann steht eine Frau, die große Opfer gebracht hat!

Lady Churchill
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Schon zu Beginn des Buches wurde mir klar, dass ich hier etwas Besonderes in den Händen halte. Marie Benedict hat es geschafft, mich gleich in ihren Bann zu ziehen und ich erreichte es nicht, die ersten ...

Schon zu Beginn des Buches wurde mir klar, dass ich hier etwas Besonderes in den Händen halte. Marie Benedict hat es geschafft, mich gleich in ihren Bann zu ziehen und ich erreichte es nicht, die ersten Kapitel auch nur einen Wimpernschlag lang auch nur auf meinen Schoß zu legen.
Frauen hinter den Präsidenten, hochrangigen Persönlichkeiten, ganz gleich aus welchem Land oder von welcher Herkunft sie kommen, haben starke Frauen! Nur sie sind die Treiber ihrer Männer, die die ihnen den Rücken freihalten, dabei meist zu kurz kommen und doch am Ende ihres Lebens genau wissen, wer ihnen zu dieser Zeit mehr als nah gestanden hat.
Hier auch Clementine Churchill, die zu Beginn dieses Buches mehr als einmal versucht ist, diesen Mann, nicht heiraten will. Ein Mann, der später ein Verfechter mancher Kriegsstrategie ist, der der Vater einiger Kinder ist und nur von ihrer Stärke profitieren wird.
Sie begleitet ihn durch die ständigen Kriegswirren, die ihn mehr oder weniger von seinen eigentlichen Problemen ablenken, die auch Clementine einiges abverlangen und den Glauben in sich selbst und ihre Person mehr als einmal verzweifeln läßt.
Aber auch, als sie ihre Schicksalsschläge alleine wegstecken muss, weil sie anderen, wie sonst auch, den Rücken freihalten muss, ist sie in ihrer Trauer und ihrem Dasein alleine.
Und doch finden wir sie immer, wenn andere in ihr Leben treten, als eine Frau, die von anderen geachtet, geliebt und auch verehrt wird!
Dennoch ist sie sich treu geblieben! Sie hat stets ihre Person hinterfragt, als Ehefrau, als Mutter, als Tochter und als die, die sie eigentlich werden wollte!
Und sie hat es mehr als verdient, liebe Lady Churchill. Was für ein Buch, was für eine Frau, was für ein toller Blick in ein erfolgreiches Leben, dass so viele Wunden, Tränen und Opfer gekostet hat!
Dennoch ist sie sich treu geblieben! Sie hat stets ihre Person hinterfragt, als Ehefrau, als Mutter, als Tochter und als die, die sie eigentlich werden wollte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2021

Authentisch und gut dargestellt

Die Pilotin
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Schon als ich die ersten Zeilen überflog, war mir bereits klar, dass uns dieser Roman einiges vor Augen führen wird, was manch einer noch kennt. Und dann ist es auch egal, auf welcher Seite der Alliierten ...

Schon als ich die ersten Zeilen überflog, war mir bereits klar, dass uns dieser Roman einiges vor Augen führen wird, was manch einer noch kennt. Und dann ist es auch egal, auf welcher Seite der Alliierten man steht!

Hier hat die Protagonistin auch ihr Herz entscheiden lassen; ihre Gewichtigkeit und kämpfte gegen Vorurteile und die eigene Familie.

Diese Zeiten waren hart, gut recherchiert und völlig authentisch.

Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Positives gewünscht, ohne das Klischee aufkommen zu lassen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 06.09.2020

Was passiert, wenn einem die Lebensplanung einen Strich durch die Rechnung macht?

Weil alles jetzt beginnt
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Linda Holmes hat zunächst mit diesem bunten Cover die Herbstzeit dieses Buches als Einleitung gesetzt.
Wenn ein Partner plötzlich aus dem Leben scheidet, der so gar nichts mehr gemein hat mit einem selbst, ...

Linda Holmes hat zunächst mit diesem bunten Cover die Herbstzeit dieses Buches als Einleitung gesetzt.
Wenn ein Partner plötzlich aus dem Leben scheidet, der so gar nichts mehr gemein hat mit einem selbst, dann muss man sich gut überlegen, wie man seiner Umgebung jetzt gegenüber tritt.
Dennoch ist es fraglich, wie man dann sein Leben gestalten will, dass man eigentlich schon geplant hatte und doch fühlt es sich jetzt falsch an.
Dann aber tritt ein neuer Mann in Evvies Leben, der auch irgendwie ein Problem mit seiner Zukunft hat. Seine Vergangenheit hat keine Gewichtung mehr und man tut sich jetzt zusammen. Aus Zweckmäßigkeit. Klare Grenzen schaffen, dann wird alles leichter und klarer; meint man!
Doch nach zahlreichen Gesprächen, die Linde Holmes jetzt einbaut, wird das Lesen dieses Buches ein wenig „ruhiger“, es entspannt sich ein wenig und man wird in dem Glauben geführt, dass jetzt alles gleich zu Ende ist. Doch dann kommt es irgendwie und irgendwann doch noch mal zu Verwicklungen und erreicht einen Höhepunkt, der so ganz und gar nicht auf der Leser-Liste stand.
Für mich eine romantische, leichte Lektüre mit einem doch angemessenen sarkastischen Einschlag!
4 von 5 Sternen für ein buntes, leichtes und doch vielleicht selbstironisches Lesevergnügen!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.09.2020

Rückblick in eine wunderbare Zeit, die uns bis heute nachhaltig prägt

Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens
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Tom Barbash hat mit diesem Buch für viele meiner Generation eine Hommage an einen verstorbenen Künstler geschrieben. Wir alle schwelgten damals in einer Zeit, die wahrscheinlich für viele unserer Kinder ...

Tom Barbash hat mit diesem Buch für viele meiner Generation eine Hommage an einen verstorbenen Künstler geschrieben. Wir alle schwelgten damals in einer Zeit, die wahrscheinlich für viele unserer Kinder kaum nachzuvollziehen ist.
Wer wird ihnen diesen Traum, den wir gelebt haben, für die Ewigkeit festhalten?
Rezension: Wenn Kinder ihre Elter in einer Rolle erleben, die nicht mehr die ihre ist, dann fühlen wir uns oft hilflos und träumen davon, ihnen noch einmal in ihrem Leben einen Höhepunkt zu verschaffen. Anton, der Sohn des Vorzeige-Moderators Buddy Winter erhält eine einmalige Chance und nutzt sie. Sowohl für seinen Vater als auch für sich selbst wird diese Idee zu einer schicksalshaften Begegnung, die sein ganzes Leben noch einmal Revue passieren läßt und ihn nachdenklich macht.
An Schauplätzen des jetzigen New York erleben wir uns wieder zur Zeit von Marilyn Monroe, John F. Kennedy und der Musik, die bis heute noch im alten New York vorherrscht.
Der Leser kann sich auf seinem Barhocker niederlassen, in einem Park voller Menschen der 70er und 80er Jahre, hört die Songs von damals und geht mit seinen Idolen auf der Welle ihrer Musik mit in die angesagtesten Clubs dieser Stadt.
Das Erleben einer, man kann schon von einer Epoche sprechen, einer Zeit, die bis heute nachhallt, wird hier noch einmal schriftlich dargelegt. Man wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und hergerissen und fühlt sich verbunden mit jener Stadt, die mehr bieten kann als stetiges Treiben einer riesengroßen Metropole mit grüner Lunge.
Tom Barbash hat mit seinem Werk und dem „Beatles-Staub“, wie die New York-Times es zitiert, ein Werk erzählt, dass hoffentlich auch für die nächste Generation mit deren Idolen und deren Musik eine Fortsetzung erfährt!
5 von 5 Sternen für kurzweilige, musikalische Reunion!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2020

Ist Paris alleine schon Kunst oder machen es die Menschen dort dazu?

BOHÈME
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Boheme, da überkommen mich schon beim Titel die wildesten Gedanken an das Theaterstück, den Film dazu, die einzelnen Charaktere und jetzt dieser junge Mann, der sich an diesem „Kunstwerk“ versuchen will, ...

Boheme, da überkommen mich schon beim Titel die wildesten Gedanken an das Theaterstück, den Film dazu, die einzelnen Charaktere und jetzt dieser junge Mann, der sich an diesem „Kunstwerk“ versuchen will, indem er für sein Debüt diesen Titel wählt.
Meine Gedanken kreisen um einen jungen Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine junge Dame auf die Reise zu schicken. In meinen Gedanken reisen die beiden also zu Zweit und ich begleite sie. Meine Autofahrt in Richtung Süden bringt mich fast davon ab, an der Abzweigung in Richtung Paris mit ihnen zu fahren. Doch stattdessen habe ich sein Buch in der Hand.
Jonas Zauels bringt mich dazu, in eine Welt einzutauchen, die auch der Hauptprotagonistin zunächst völlig fremd ist und die sie nur mit Argwohn annimmt. Dennoch stellt sich sich dem und bereut es zunächst nicht. Zwar wird sie gleich zu Beginn verwechselt und schlüpft in eine neue Identität. Doch gelingt es ihr nicht, diesen Umstand aufzuklären bzw. ich habe das Gefühl, als würde auch ihr eigener Nachdruck zur Wahrheitsfindung nicht genug ausreichen.
Also wird Felicia in Kreise eingeführt, die ihr bisher nur vom Hörensagen geläufig waren und sie schwimmt eine Weile mit in dieser Elite. Dann aber kommt ihre falsche Identität ans Tageslicht und sie wird bedauert, verunglimpft und auch verpönt. Tränen der Enttäuschung, Wut und Resignation weichen jedoch bald einer neuen Facette ihres Ichs.
Felicia wird bewusst, dass sie ja in Paris ist und hier eine Welt der Kunst entstanden ist, eine Welt der Menschen, deren Idealismus von Kunst und Faszination geprägt ist und die in Rollen schlüpfen, die aus ihrer eigenen Kreativität erwachsen, aus ihren Träumen und Wünschen.
Ernsthaft überlege ich, ob ich nicht doch an der nächsten Abfahrt nach Paris abfahren soll...
Jonas Zauels hat es geschafft, Kunst in einer völlig neuen Form darzustellen, sie mit unserer Welt zu verknüpfen und dennoch Raum zu lassen, um das Buch auf uns wirken zu lassen!
Positiv hat sich mir auch dargestellt, dass es ihm zudem wichtig war, die Menschen mit zu integrieren, die mit ihm dieses Buchprojekt auf die Beine gestellt haben!
5 von 5 Sternen für sein Debüt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere