Platzhalter für Profilbild

Flocke-Elsa

Lesejury-Mitglied
offline

Flocke-Elsa ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Flocke-Elsa über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2020

Leider eine Enttäuschung

Lessons from a One-Night-Stand
0

Zusammenfassung:
Als Holly den ersten Tag als Rektorin an der Highschool antritt hätte sie nie damit gerechnet, dass sie ihn hier antrifft. Austin Bailey, ihren One-Night-Stand vom Wochenende. Ihrem ersten ...

Zusammenfassung:
Als Holly den ersten Tag als Rektorin an der Highschool antritt hätte sie nie damit gerechnet, dass sie ihn hier antrifft. Austin Bailey, ihren One-Night-Stand vom Wochenende. Ihrem ersten Wochenende in der neuen Stadt. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird diese eine Nacht schon bald zum großen Stadtgespräch, denn die größte Klatschwebsite aus Lake Starlight berichtet mit eindeutigen Fotos darüber. Und so ist Holly gezwungen sich nicht nur als neue Rektorin zu beweisen, sondern darüber hinaus noch mit dem Klatsch über ihr One-Night-Stand, den heißen Coach und ihrem verräterischen Herz zurecht zu kommen.

Meine Meinung:
Ich bin leider ziemlich enttäuscht.

Dies ist bereits mein viertes oder fünftes Buch des Autorinnen Duo’s und ich habe bisher nur wirklich gute Geschichten mit tollen Protagonisten und einem klasse Humor gelesen. „Lessons from a One-Night-Stand“ hat hier im Gegensatz zu seinen Vorgängern leider auf ganzer Linie versagt.

Holly war eine sehr durchschnittliche Hauptprotagonistin. Ja, sie war auf ihre Art und Weise stark und ist durchaus souverän mit den Situationen umgegangen. Das hat mich tatsächlich an ihr beeindruckt. Dennoch konnte sie mich nicht gänzlich von sich überzeugen.

Austin Bailey…. Er war schon irgendwie ein Schnittchen. Vielleicht ist das aber auch einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass er sich um seine Familie kümmert und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Das macht einen Mann an sich schon sexy oder? Aber auch bei ihm fehlte mir das gewisse Etwas.

Beide Charaktere hatten ihre Träume und Ziele und haben diese mal mehr und mal weniger verfolgt. Was mir bei beiden dahingehend jedoch gefehlt hat, war ihre Leidenschaft. Ich hätte zu keinem Zeitpunkt meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass sie diese Träume auch ernst meinen geschweige denn ihre Ziele jemals erreichen werden.

Wer mir hingegen als Charakter sehr gefallen hat war Grandma Dori. Sie war lustig, weise und irgendwie einfach genau so, wie eine Oma sein soll. Sie würde ich wirklich gerne mal persönlich treffen.

An allen Ecken und Enden gemangelt, hat es auch am Humor in diesem Buch. Ich kann mich vielleicht an ein zwei Situationen erinnern, an denen ich mehr als Schmunzeln musste. Doch lauthals loslachen, wie es mir oft in den anderen Büchern passiert ist, musste ich hier bei weitem nicht. Versteht mich nicht falsch, natürlich war auch diese Story mit kleinen Späßen angereichert, doch richtig erreicht hat es mich nicht.
Bedauerlicherweise muss ich gestehen, dass genau dieser Humor des Autorinnen Duo’s mich immer wieder zu ihren Büchern greifen lässt. Ich hoffe in den folgenden Büchern werde ich davon wieder mehr finden können.

Abschließend noch ein paar Worte zu dem Geschehen des Romans allgemein. In den Grundzügen war es eine schöne Geschichte, die einem zeigt, dass Träume sich ändern und wahrwerden können. Diese Botschaft des Buchs fand ich sehr schön. Ganz besonders hat mir dahingehend auch gefallen, dass Austin so für seine Familie eingestanden hat. Doch all das hat, so traurig es klingt, es nicht geschafft dem Buch Tiefe zu verleihen oder mehr daraus zu machen. Und so blieb das ganze meiner Meinung nach sehr oberflächlich.

Fazit:
Ich denke, ich werde dieses Buch als kleinen Ausrutscher der Autorinnen abstempeln. Für mich bisher traurigerweise das schlechteste Buch. Dennoch freue ich mich auf die nächsten Bücher und vor allem auch, auf die Geschichten der anderen Geschwister des Bailey-Clan. Hier sehe ich noch ein großes Potential. Warten wir es ab…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2020

Eine seltene Perle, die ich nicht erwartet hätte!

Wrong Number, Right Guy
0

Zusammenfassung:
Als Delia von einer unbekannten Nummer eine Nachricht bekommt, beschließt sie kurzerhand zu antworten. Das ist sicher wieder ihr Bruder, der erneut seine Handynummer gewechselt hat, ohne ...

Zusammenfassung:
Als Delia von einer unbekannten Nummer eine Nachricht bekommt, beschließt sie kurzerhand zu antworten. Das ist sicher wieder ihr Bruder, der erneut seine Handynummer gewechselt hat, ohne sie zu informieren. Doch als die Nachrichten auf einmal immer seltsamer werden, kommen ihr Zweifel. Als dann noch unerwartet ihr Telefon mit der unbekannten Nummer auf dem Display klingelt, nimmt sie kurzerhand ab… und stößt prompt auf den charmanten Nerd, Zach. Doch damit nicht genug, in den folgenden Tagen und Wochen, beginnen die beiden sich immer wieder zu schreiben und heftig miteinander zu flirten. Und schnell wird Delia klar, der Fremde, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat, beherrscht schon lange nicht mehr nur ihren Handychat.

Meine Meinung:
Manchmal findet man Bücher, bei denen man sich so denkt „Oh die klingen ja ganz gut, das ist bestimmt was Schönes für Zwischendurch“. Dann kauft man sie und bekommt genau das. Ein nettes Buch, das nicht weiter Eindruck hinterlässt, einen aber gut unterhält.

Und dann gibt es Bücher wie „Wrong number, right guy“, die nehmen diese Vorstellung, knüllen sie zusammen und katapultieren sie dann schnurstracks in den Papierkorb – und das habe ich definitiv nicht erwartet!

Delia ist für mich eine wundervolle Hauptprotagonistin gewesen. Sie war lustig, sie war stark, sie war eigen und vor allem war sie verrückt. Und genau das liebe ich an guten Buchcharakteren.

Und Zach,… ich glaube er darf sich ab heute ganz oben mit in die Liste meiner Bookboyfriends eintragen. Er ist offen, er ist intelligent und unkompliziert. Dennoch hat er eine nerdige Seite, die ihn so unglaublich sympathisch macht, dass man nicht genug von ihm bekommen kann. Und wenn ihn das noch nicht zum Dahinschmelzen und unheimlich sexy macht, dann ganz sicher sein attraktiver Körper.

Besonders gut fand ich, dass die Beziehung der beiden anfangs nur per SMS stattgefunden hat. Es war unheimlich lustig diese zu lesen und sie flirten zu sehen. In gewisser Weise habe ich mich selbst so gefühlt, als hätte ich gerade einen aufregenden Flirt mit jemand anderem. Sehr prickelnd. Doch auch der weitere Verlauf der Geschichte der beiden war facettenreich. Es war realistisch und ohne großes Drama. Dennoch konnte man die Verzweiflung und das Misstrauen spüren.

Ich habe gelacht, ich habe (fast) geweint, ich war sauer und ich habe noch mehr gelacht. Für mich ein rundum gelungenes Buch.

Fazit:
Das Buch ist eine seltene Perle, die ich auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Ich bin jetzt schon großer Fan der Autorin und werde definitiv alle ihrer folgenden Bücher lesen und lieben, wenn sie so ulkig sind wie dieses Schätzchen!

Eine absolute Buchempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Nervenkitzel von der ersten bis zur letzten Seite

Das Dorf der toten Seelen
0

Zusammenfassung:
Silvertjärn, ein abgelegener Ort mitten im Wald von Norrland. Dort, wo vor 60 Jahren, alle knapp 900 Einwohner des kleinen Ortes von einen Tag auf den anderen unter mysteriösen und bisher ...

Zusammenfassung:
Silvertjärn, ein abgelegener Ort mitten im Wald von Norrland. Dort, wo vor 60 Jahren, alle knapp 900 Einwohner des kleinen Ortes von einen Tag auf den anderen unter mysteriösen und bisher ungeklärten Umständen verschwunden sind. Nach all den Jahren, die seitdem vergangen sind, ist Margareta, die damals kurz vor diesem schrecklichen Ereignis aus der Stadt gezogen ist und bis heute nicht versteht, was sich dort zugetragen hat, gestorben. Nun hat ihre Enkelin Alice es sich zur Aufgabe gemacht, einen Dokumentarfilm über dieses Dorf zu produzieren und damit die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie will herausfinden, was damals geschehen ist und bricht mit ihrem Team zu dem verlassenen Ort auf. Dort angekommen geschehen schon bald ungewöhnliche Dinge. Ein heiseres Lachen, eine immer wieder plötzlich auftauchende Gestalten und schlussendlich ein Mord. Wer ist außer ihnen noch im einsamen Silvertjärn?

Meine Meinung:
Um das ganze direkt vorweg zu nehmen, das Buch war einfach der Shit! Richtig, richtig gut!

Ich hatte am Anfang noch etwas Angst davor, dass es einen Einschlag von Horror in sich haben wird und es dadurch richtig gruselig wird. Und genau das hatte es schlussendlich auch. Aber das hat das ganze einfach nur nochmal besser gemacht.

Dieses Buch hatte Nervenkitzel und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Schöne an einer solchen Geschichte, wie wir sie hier vorfinden ist ja einfach, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer für all diese Vorfälle verantwortlich ist. Ist es jemand aus den eigenen Reihen? Wem kann man noch vertrauen? Gibt es doch noch Überlebende aus der Zeit von damals beziehungsweise sind sie gar nicht tot, sondern damals nur abgehauen? Oder sind es doch übernatürliche Gestalten, die dort ihr Unwesen treiben? Die Autorin weiß es mit dieser Ungewissheit zu spielen und lässt so den Leser jedes Mitglied des Teams und sogar sein eigenes Urteilsvermögen in Frage stellen. Grandios!

Die Charaktere in der Geschichte fand ich durchweg sehr durchdacht und spannend. Wobei ich zugeben muss, den Handlungsstrang und damit die Protagonisten der Gegenwart fand ich schon fast langweilig im Gegensatz zur Vergangenheit. Die Passagen der Vergangenheit haben mich regelrecht gepackt und wollten mich gar nicht mehr loslassen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Elsa weiter geht. Was damals wirklich passiert ist und ob es tatsächlich möglich ist, dass es noch Überlebende von damals gibt. Und sind wir mal ganz ehrlich, wenn die Hautprotagonistin der Vergangenheit dann auch noch den eigenen Namen trägt, wer kann sich da schon auf die Gegenwart konzentrieren? Und so habe ich ständig gewartet, nur um wieder mehr über Silvertjärn vor 60 Jahren zu erfahren.

Dennoch hatte auch die Gegenwart den ein oder anderen Leckerbissen in sich. Hier waren besonders viele der Schreck- und Gänsehautmomente untergebracht. Doch nicht nur das, auch das Misstrauen in die Teammitglieder und die Angst, was als nächstes passiert wurden ständig neu geschürt. Ich habe mich immer wieder selbst dabei erwischt, wie ich spekuliert habe, wer nun dahinterstecken könnte und wie das ganze in den Zusammenhang mit der Vergangenheit gebracht werden konnte.

So, jetzt habe ich die ganze Zeit nur so geschwärmt von diesem Buch. Gibt es denn auch etwas „Schlechtes“ daran? Darüber musste ich tatsächlich erst einige Minuten nachdenken, um eine Antwort zu finden. Und tatsächlich gab es nur eine Kleinigkeit, die mir ganz weit hinten im Kopf geblieben ist. Die Handlungen der Protagonistin in der Gegenwart. Teilweise hat sie so bescheuert gehandelt, wie man es sonst nur aus typischen Horrorfilmen kennt. Man hört ein Geräusch, oh ja, laufen ich allein hin und gucke. Man hört Schritte, super, frage ich mal, ob da ein Einbrecher ist. Oder in ihrem Fall, ich sehe oder höre bestimmte Dinge, ok behalte ich es lieber für mich anstelle es den anderen zu sagen, denn die könnten mir ja nicht glauben, auch wenn sie selbst schon sowas hier im Dorf erlebt haben. Einfach nur bekloppt. Darüber konnte ich mich tatsächlich dann auch einige Stunden aufregen.

Fazit:
Das Dorf der toten Seelen ist in jeder Hinsicht ein richtig gutes Buch gewesen. Es war spannend, es war gruselig und es war unvorhersehbar. Definitiv ein Highlight für Thriller Fans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Langatmig, zu leicht und wenig Spannung

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
0

Zusammenfassung:
Drachen kennt Ella nur aus Legenden vergangener Zeiten und glauben tut sie erst recht nicht an sie. Bis sie eines Tages einen Fremden im Wald trifft, mit glühenden Augen und von Dunkelheit ...

Zusammenfassung:
Drachen kennt Ella nur aus Legenden vergangener Zeiten und glauben tut sie erst recht nicht an sie. Bis sie eines Tages einen Fremden im Wald trifft, mit glühenden Augen und von Dunkelheit umhüllt. Wenige Tage später kommt genau dieser Fremde in ihr Dorf und fordert ein Opfer für seine Hilfe gegen die Kälte und Hungersnot. Seine Auserwählte, Ella. Um ihre Familie zu beschützen, begibt sie sich in sein Schloss, zu ihm, Razul, dem letzten Weißdrachen des Landes. Doch was sie nicht ahnt, in ihm wütet eine Bestie, so unberechenbar wie das Wetter und sie will nur eins, ihr Blut.

Meine Meinung:
Ich denke, ich falle mal direkt mit der Tür ins Haus. Ich finde die Idee der Geschichte und das Setting richtig, richtig toll. Die Umsetzung hingegen hat mir dann doch eher weniger gefallen.

Ella als Protagonistin hat mir zu Beginn sehr gefallen. Sie war wild, sie war selbstlos und sie war stark. Sie hat sich um ihre Familie gekümmert, hat es mit allem und jedem aufgenommen und nie aufgegeben. Diese Charaktereigenschaften waren sehr bemerkenswert an ihr. Umso trauriger wurde es, als ihr im Verlauf der weiteren Handlungen alles nur so in den Schoß gefallen ist. Hindernisse? Ach Quatsch! Die räumen sich schon von selbst aus dem Weg. Schade. Ich denke, Ella wäre auch gut mit diesen Problemen fertig geworden, wenn man sie gelassen hätte.

Dann ist da auch noch Razul. Rückblickend kann ich mit ihm nicht wirklich viel anfangen. Er ist kein besonders starker oder überhaupt kein besonders herausragender Charakter gewesen.

In ihrer Beziehung zueinander, ging es mir auch einfach zu schnell. Das sein Drachenherz „die Eine“ erkennt und sofort Gefühle für sie hat, kann ich gerade noch nachvollziehen. Aber das sie ganz plötzlich ohne zutun das gleiche für ihm empfindet, das war mir doch etwas weit hergeholt. Davon mal abgesehen, konnte ich die Gefühle der beiden selbst nicht fühlen. Hier hätte die Autorin gerne noch etwas tiefer gehen und ausführlicher werden können, um es mir zu vermitteln.
So zog sich die Geschichte durch die Kapitel und plätscherte vor sich hin.

Ganz besonders missfallen hat mir hier, dass teilweise ein ganzer Handlungsstrang über mehrere Kapitel aus Ellas Sicht beschrieben wurde, wie sie Razuls Emotionen spürt und daraufhin handelt, nur um im Anschluss, dass ganze nochmal aus der Sicht von Razul zu lesen. Wenn ich doch vorher schon seine Gefühle erläutert bekomme, wieso muss ich das ganze dann später nochmal lesen? Hier fand ich leider, dass es sinnlose Seiten waren, die man definitiv besser hätte nutzen können.

Erst im letzten Viertel, wurde es dann tatsächlich nochmal spannender und die Geschichte nahm Fahrt auf. Die Auflösung des ganzen hat die Autorin dann wiederum sehr gut hinbekommen.

Fazit:
Leider muss ich sagen, dass das Buch mir weder groß im Gedächtnis geblieben ist noch habe ich eine richtig gute Zeit mit ihm verbringen dürfen.

Mir war die Geschichte einfach zu langatmig, zu leicht und hatte zu wenig Spannung. Außerdem konnte ich die Emotionen der Charaktere selbst nicht nachempfinden.

Ich denke für jemand im jüngeren Alter um die 14-16 Jahre ist dieses Buch besser geeignet. Hier sehe ich das Potenzial, eine nicht zu schwere, leicht nachvollziehbare Geschichte erzählt zu bekommen, die die Fantasie anregt und Spaß macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Ein ebenbürtiger Nachfolgeband

Cecilia
0

ACHTUNG! Dies ist der dritte Teil der Cecilia-Reihe, Spoiler sind daher nicht ausgeschlossen.

Zusammenfassung:
Cecilia ist mit ihrer Familie aus Europa entkommen. Doch bei der Flucht wurde ihr Vater ...

ACHTUNG! Dies ist der dritte Teil der Cecilia-Reihe, Spoiler sind daher nicht ausgeschlossen.

Zusammenfassung:
Cecilia ist mit ihrer Familie aus Europa entkommen. Doch bei der Flucht wurde ihr Vater getötet. Sein Verlust macht Cecilia schwer zu schaffen. Doch nicht nur das, auch ihre Schwester wendet sich immer mehr von ihr ab, denn Marissa findet, dass Cecilias Hass auf Elias nicht gerechtfertigt ist. Doch wie kann sie Elias verzeihen und wieder vertrauen, wenn es doch seine Familie war, die ihr das angetan hat. Und während Elias alles versucht, um sie wieder für sich zu gewinnen, ist für Cecilia klar, es kann nie wieder so sein, wie es war.

In der Zwischenzeit muss König Noran auf der anderen Seite des Ozeans mit seinen verletzten Gefühlen zurechtkommen. Ihm ist klar, er will Cecilia zurück. Und so kommt er zu dem Entschluss, dass er alles dafür tun wird, um dieses Ziel zu erreichen – und wird damit zur Gefahr für die ganze Welt.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, ich war erst skeptisch, als ich gehört habe, dass die Autorin das Buch ohne Verlag veröffentlichen möchte. Ich hatte etwas Angst, dass dem Ganzen der letzte Schliff, den normalerweise die Lektorin einbringen, fehlen würde. Doch weit gefehlt.
Das Buch steht seinen Vorgängern in keiner Weise in Irgendetwas nach.

Der Schreibstil der Autorin ist und bleibt einfach toll. Sie versteht es mit wenigen Worten, ihren Charakteren immer wieder neue Facetten zu verleihen und so neue Konflikte zu erschaffen oder auch aus der Welt zu schaffen.

Ganz besonders hat sich dies in Cecilia und Elias wiedergespiegelt. Sie stehen irgendwie auf den gleichen Seiten und doch an ganz unterschiedlichen Stellen und geraten so immer wieder aneinander. Elias versucht immer wieder, ihr seine Liebe und Loyalität zu beweisen. Daran, dass er es ernst mit ihr meint, hatte ich tatsächlich in keiner Sekunde Zweifel. Sie hingegen hat sehr mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen, weswegen sie komplett dicht macht und alle Schuld auf ihn projiziert. Doch eigentlich hat sie immer noch dieselben Gefühle für ihn wie vorher. Diesen inneren Kampf, den sie immer wieder mit sich austrägt, finde ich innerhalb der Geschichte sehr gut ausgestaltet. Ihre Handlungen sind für mich nachvollziehbar und selbst in den Momenten, wo sie dies nicht sind, kann ich sie trotzdem irgendwo einordnen.

Das Highlight des Buches war für mich die Begegnung mit ihrem Vater. Nicht nur, dass er ihr meiner Meinung nach den wichtigsten Rat gegeben hat, sondern auch ihr Weg, diesen zu verstehen. Wirklich große klasse.
Und ich habe definitiv Noran hassen gelernt. Ich weiß auch nicht. Der Typ der macht mich richtig sauer. Andererseits, auch wenn ich ihn wirklich nicht leiden kann, habe ich Angst davor, was mit ihm im letzten Teil passieren wird. Nicht mal seinetwegen, sondern vielmehr wegen der anderen und was es mit ihnen machen wird.

Ich freue mich schon auf das große Finale.

Fazit:
Ein MUSS für jeden, der diese Reihe bisher genauso geliebt hat wie ich. Ein ebenbürtiger Nachfolgeband.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere