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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2021

Es wird immer besser

Todesrauschen
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Ich bin sehr froh das ich nach dem ersten Band der Auris Reihe nicht aufgehört habe dabei zu bleiben. Auris gefiel mir ja nicht ganz so gut, gerade was Schreibstil und Plot beträgt, aber Vincent Kliesch ...

Ich bin sehr froh das ich nach dem ersten Band der Auris Reihe nicht aufgehört habe dabei zu bleiben. Auris gefiel mir ja nicht ganz so gut, gerade was Schreibstil und Plot beträgt, aber Vincent Kliesch verbessert sich von Buch zu Buch und so finde ich dieses Buch schon echt gut und auch das beste der drei bisher erschienenen Bücher.

Natürlich geht es bei den Protagonisten wieder um Jula Ansorge und Mathias Hegel. Gleich zu Beginn des Buches werden sie von Remus entführt und sollen den Aufenthaltsort von Julas Bruder Moritz preis geben. Damit gab es viel Stoff für spannende und brutale Szenen, sowie für viele unvorhergesehene Wendungen. Diese Wendungen kamen mir aber auch nicht immer ganz so flüssig vor und ich dachte mir des öfteren das es irgendwie nicht ganz passt. Kliesch ist nun mal kein Fitzek was dies anbelangt, auch wenn der natürlich berät. Der Schreibstil an sich war ebenfalls viel flüssiger als noch im ersten Band.

Ich habe mich gefreut das es im dritten Band nun wirklich hauptsächlich um Julas Bruder Moritz ging und nicht wieder um einen anderen Fall und die Geheimnisse rund um Moritz' angeblichen Selbstmord nur als Randbemerkungen. Endlich geht es hauptsächlich darum zu entschlüsseln wo Moritz steckt. Schließlich war diese Thematik ja auch der rote Faden der drei Bücher. Der Aufbau der Handlung war hier sehr gut. Am Anfang noch etwas ruhiger um allen Charakteren Zeit zu lassen zu zeigen wer und wo sie sind, am Ende dann doch sehr rasant und sehr spannend, inklusive großen Showdown auf den letzten 100 Seiten.

Das Ende wird dann relativ gut und zufriedenstellend aufgelöst. Auch wird gleich etabliert das dies nicht das letzte Buch und damit der letzte Fall für Jula und Hegel ist, sondern das die beiden weitere spannende Fälle zu lösen haben und das es definitiv mit Band 4 weiter gehen wird. Da bin ich schon sehr gespannt drauf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Nervenaufreibende Spannung!

Der Spiegelmann
2

Ich habe mich unglaublich gefreut das ich dieses Buch lesen durfte. Lazarus hatte mich aufgrund seiner Spannung und tollen Schreibstils sehr begeistert und das Autorenduo zu treffen war ein riesen Highlight ...

Ich habe mich unglaublich gefreut das ich dieses Buch lesen durfte. Lazarus hatte mich aufgrund seiner Spannung und tollen Schreibstils sehr begeistert und das Autorenduo zu treffen war ein riesen Highlight das ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

Wenn man das Buch nur mit einem Wort beschreiben dürfte, dann wäre es: SPANNEND. Ich weiß nicht ob ich ein Buch schon jemals von der ersten bis zur letzten Seite so Nervenzerreißend spannend fand. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, habe jeden der drei Abschnitte für die Leserunde in einem Rutsch durchgelesen. Das Buch fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite.

Zugegeben, ein paar mal musste ich es schon zur Seite geben um durchzuatmen, denn ich hatte öfter das Gefühl gleich vor lauter Adrenalin einen Herzinfakt zu bekommen. Doch dann ging es gleich weiter. Auch ist das Buch, zumindest am Anfang, durchaus nichts für schwache Nerven beziehungsweise einen schwachen Magen. Manche der Szenen sind extrem ecklig und brutal. Das war auch für mich sehr schwierig, doch zum Glück sind es nicht viele solcher Momente.

Mir gefiel dass das Buch direkt in die Handlung einsteigt und nicht ein ewiger Aufbau stattfindet. Man ist sofort mitten im Geschehen. Auch der generelle Handlungsaufbau ist super: die verschiedenen Perspektiven zwischen den wirklich gut ausgebauten (und teilweise Bekannten) ''normalen'' Charakteren, dem Ermittler und auch den Opfern, sowie das immer näher kommen des Täters, bis hin zum großen Showdown der typisch Kepler ist. Wichtig für mich bei Thrillern und Krimis ist immer das man als Leser nicht ahnt wohin die Geschichte führt, das man immer und immer wieder überrascht wird und auch mit Verdächtigungen auf dem Holzweg bleibt. Das ist in diesem Buch hervorragend gelungen. ich wurde wirklich sehr oft hinters Licht geführt und es gab durchaus einige Wendungen.

Die Auflösung des Täters war für mich schockierend. Es wird relativ logisch erklärt, jedoch -für mich- nicht zu hundertprozent. Ich bleibe mit einigen Fragen zurück die sich auf Plotholes schließen lassen könnten oder zumindest etwas fehlender Information beziehungsweise zu wenig Hintergrund. Deshalb gibt es einen Lesewurm Abzug.

Das Ende des Buches verweist wieder darauf das es einen weiteren Band und einen weiteren Fall für Joona Linna geben wird, was einige Fans freuen dürfte.

Alles in allem ein wirklich gelungener und typischer Lars Kepler Thriller der nicht enttäuscht!

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 28.10.2020

Heimkommen und Abschied nehmen

Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals
0

Seit fast 2 Jahren begleitet mich die Schokoladenvilla, umso trauriger bin ich das der dritte Band nun auch der letzte ist. Trotzdem war da natürlich auch eine große Freude wieder etwas von der Rothmann ...

Seit fast 2 Jahren begleitet mich die Schokoladenvilla, umso trauriger bin ich das der dritte Band nun auch der letzte ist. Trotzdem war da natürlich auch eine große Freude wieder etwas von der Rothmann Dynastie zu lesen und altbekannte sowie neue Charaktere zu treffen.

Im dritten Band liegt der Fokus der Handlung auf der jungen Viktoria Rheinberger, der nun erwachsenen Tochter von Judith Rothmann und ihrem Mann Victor Rheinberger. Nach 2 Jahren Studium, muss Viktoria aus Frankreich nach Stuttgart zurück kehren und ihren Platz in der Schokoladenfabrik einnehmen. Doch es häufen sich die Probleme und das drohende NS Regime macht es zusätzlich sehr schwer für die Schokoladenfabrik. Ein Ausweg scheint der Amerkanische Süßwaren Fabrikant Andrew Miller zu sein, der gerne eine Kooperation mit Rothmann Schokolade eingehen würde. Um dieses Angebot gründlich zu überprüfen reist Viktoria mit Andrew nach New York, und damit ihrem Schicksal entgegen. Zwar entkommt sie so allen Schwierigkeiten der Deutschen Politik, doch auch in Amerika erwarten sie einige Probleme....

Mir hat dieser Teil wieder sehr gut gefallen. Es war wirklich schön nach Degerloch zurück zu kehren und allen Bewohnern der Schokoladenvilla erneut zu begegnen, aber es war auch toll die neuen Charakteren zu treffen und nach New York zu reisen. Mir hat die Balance zwischen den verschiedenen Handlungssträngen gut gefallen. Natürlich lag der Fokus auf Viktoria, immerhin ist der dritte Band ihr gewidmet, aber auch die ''älteren'' Protagonisten kamen immer wieder zum erzählen, unter anderem Judith, Anton mit Serafina und Karl mit Elise. Auch ein Wiedersehen mit Viktorias Freundin und Ziehschwester Mathilda gab es und was mir besonders gut gefallen hat war das wir nun endlich auch Martin, den Erstgeborenen, etwas besser kennen lernen durften. Viele offene Handlungsstränge aus den ersten beiden Teilen wurden zu Ende gebracht und so manches Geheimnis gelüftet.

Die Geschichte um Viktoria und dem charmanten Andrew war wie gewohnt prickelnd und aufregend geschrieben und es fehlte wahrlich nicht an Spannung, denn auch in New York passierten viele Dinge und Viktoria musste öfter unter Beweis stellen genauso mutig und clever wie ihre Mutter zu sein. Natürlich lag auch ganz viel Liebe in der Luft und lies die Leser selbst mit Schmetterlingen im Bauch zurück.

Das Ende des dritten Romans, und somit auch das Ende der Triologie, war sehr schlüssig und lies mich traurig aber auch hoffnungsvoll zurück. Es ist ein gelungener Abschluss, der die Leser zufrieden stellt. Man beendet die Serie voller Leichtigkeit und Liebe, mit großen Appetit auf Schokolade. Es war und ist ein bisschen wie Heimkommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Spannender Fast-Thriller Roman

Das Schicksal der Henkerin
2

INHALT

In Das Schicksal der Henkerin geht es um Melisande die einen Hilferuf ihres Bruders bekommt der im Kerker sitzt. Doch eigentlich dachte Melisande das ihr Bruder vor 15 Jahren bei einem Überfall ...

INHALT

In Das Schicksal der Henkerin geht es um Melisande die einen Hilferuf ihres Bruders bekommt der im Kerker sitzt. Doch eigentlich dachte Melisande das ihr Bruder vor 15 Jahren bei einem Überfall ermordet wurde. In aller Heimlichkeit macht sie sich auf dem Weg und befreit ihren totgeglaubten Bruder, doch dabei tappt sie in eine Falle. Sie wird von Burckhardt Wolff gefangen genommen und soll den rechtmäßigen Erben der Adlerburg für ihn töten - doch dieser ist noch ein Kind! Gleichzeitig machen sich die Kinder von Melisande auf dem Weg um ihre Mutter zu retten und geraten selber in tödlicher Gefahr. Wird die Familie jemals wieder zusammen finden?

MEINE MEINUNG

Das Schicksal der Henkerin ist der dritte Teil um die Henkerin Melisande, doch man kann diesen Band auch ohne Vorkenntnisse lesen - alles wichtige für die aktuelle Handlung wird nochmal beschrieben, sodass man ohne Probleme der Geschichte folgen kann.

Dies ist mein erster Roman des Autoren Duos unter dem Namen SABINE MARTIN und ich war von Seite eins von dem Schreibstil begeistert, der mich unglaublich an Ken Follett erinnert hat. Er ist leicht zu lesen, aber hat eine unglaublichen Intensität, sodass man sich sofort in die Geschichte hinein versetzt fühlt.

Auch der Historische Aufbau ist gut beschrieben, ich hatte tatsächlich das Gefühl mitten im Mittelalter zu sein. Alles wirkte sehr gut recherchiert.

Die Charaktere waren alle gut beschrieben und ich habe sogleich Symphatien (oder auch Antisymphatien) aufbauen können. Gerade die Protagonistin Melisande hat mir mit ihrer Sanftmut und ihrem Mut sehr gut gefallen.

Die Handlung an sich ist von der ersten bis zur letzten Seite durchwegs unglaublich spannend. Jeder Charakter befindet sich gefühlt permanent in Gefahr und muss irgendeine Hürde überwinden und entrinnt immer nur sehr knapp der Gefangenschaft oder dem Tod. Gegen Ende des Buches wurde es mir kurz einmal zu viel des Guten, es wirkte dann doch schon etwas überspitzt. Teilweise nahm die Spannung dann ab, da ich mir dachte das es sowieso wieder glimpflich ausgehen wird, genau wie schon die male davor.

Es ist schon erstaunlich wie die Autoren es schaffen immer wieder für einen erneuten Spannungsbogen zu sorgen. Auch an kreativen Ideen mangelt es ihnen nicht, denn es passieren wirklich viele Dinge - eines nach dem anderen. Und es gibt unglaublich viele Wendungen. Das Buch ist absolut nicht vorhersehbar und man hat kaum Zeit sich zu erholen da passiert schon das nächste. Zudem werden alle Abschnitte mit einem Cliffhänger beendet, sodass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen möchte.

Die Geschichte entwickelt sich auch wirklich rasant. Es ist taktisch sehr schnell geschrieben, aber ohne gehetzt zu wirken. Der ganze Roman fühlte sich für mich wie eine Nervenprobe an, denn immer habe ich wegen irgendjemandem oder irgendwas bangen müssen. Es ist fast schon ein Historischer Psychothriller. Etwas das ich so noch nicht kannte und mir sehr gut gefallen hat.

Das Ende ist für mich sehr stimmig und wirklich schön gewesen. Es ist ein guter Abschluss der den Leser zufrieden zurück lässt.

FAZIT

Ich hatte wirklich Spaß das Buch zu lesen, es konnte mich gut aus dem Alltag abholen und ich konnte das Buch gar nicht lange weglegen. Zwischendurch war es mir kurz mal zuviel Glück bei zuviel Gefahr, deshalb auch der Punkteabzug, aber alles in allem kann ich das Buch nur jedem Historischen Roman Liebhaber ans Herz legen und möchte auch definitiv die ersten beiden Bände lesen.

  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Thema
Veröffentlicht am 02.08.2020

Am Puls der Zeit

The Passengers
0

INHALT
Libby vertraut den selbstfahrenden Autos nicht. Zu viel schlimmes hat sie schon erlebt. Als sie in eine Komission gerufen wird die entscheidet ob die KI Autos oder die Menschen Unfälle zu verschulden ...

INHALT
Libby vertraut den selbstfahrenden Autos nicht. Zu viel schlimmes hat sie schon erlebt. Als sie in eine Komission gerufen wird die entscheidet ob die KI Autos oder die Menschen Unfälle zu verschulden haben, entgeht ihr diese Ironie nicht. Doch Libby ahnt nicht wie sehr dieser Tag ihr Leben verändern wird, denn plötzlich meldet sich ein Hacker bei der Komission: er hat 7 Autos entführt und droht alle umzubringen. Nur ein Auto und damit nur ein Passagier darf überleben. Und Libby muss entscheiden wer.

MEINE MEINUNG
Von John Marrs kenne ich bereits das Buch 'The One'. Eine großartige Dystopie mit einem wahnsinns Plot und vielen unerwarteten Wendungen, dazu ein leicht zu lesender Schreibstil. Genau das gleiche erhoffte ich mir von seinem neuen Buch und wurde nicht enttäuscht.

Im Buch begegenen wir eine Menge Charaktere, doch da alle so verschieden sind, fällt es nicht schwer diese auch auseinander zu halten. Da jeder einzelne Charakter immer wieder dazu kommt die Geschichte aus seiner Perspektive zu erzählen, lernen wir diese auch etwas besser kennen und bekommen auch mit das jeder einzelne etwas zu verbergen hat.
Und gerade diese Geheimnisse machen das Buch unfassbar spannend, denn nach und nach werden diese aufgedeckt und bescheren den Lesern so eine unerwartete Wendung nach der anderen. Kaum hat man sich von der ersten Wendung erholt, kommt auch schon die nächste.

Der Autor versteht es seinen Spannungsbogen nicht nur zu halten, sondern auch immer mehr zu steigern. Zumindest bis zum nahenden Schluss, denn dann wurde es mir persönlich etwas zu langatmig, Gute 80 Seiten weniger hätten dem Buch sehr gut getan. Und das Ende selbst war mir etwas zu kitschig, es passte nicht zum Rest des Buches.

Was wirklich positiv auffallend war: der Autor schreibt sehr intelligent. Er kann große Gedanken ganz verständlich nieder schreiben und das auf eine Art die auch den Leser zum nachdenken anregt. Er zeigt uns unser heutiges Verhalten auf und wohin das alles führen könnte. Dadurch wird die Handlung sogar noch ein bisschen gruseliger. Aber es sind nicht nur Themen wie Künstliche Integelligenzen oder der Stellenwert von Social Media und wie mit Daten umgegangen wird. Es geht auch um den Menschen selber, wie er lebt und wie er sich verhält. Und vor allem geht es um Moral und Ethik im Buch - das zeigt uns der Autor in fast jedem Kapitel. Sozialkritisch, aber auf eine leicht verständliche und auch unterhaltende Art. John Marrs trifft damit genau den Puls der Zeit.

FAZIT
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war fast durchgehend spannend, es war etwas ganz neues und es ermutigt zum nachdenken. Nur der Schluss hat mir nicht gefallen, es wurde dann doch leider etwas zu lang und verlor die Spannung. Deshalb nicht die volle Punktezahl.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere