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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2019

Am Anfang durchwachsener Thriller mit steigender Spannung

Nichts wird dir bleiben
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Ich wurde auf das Buch aufgrund des Covers aufmerksam.
Eine verbogene Gabel welche an eine menschliche Hand mit abgetrennten Finger erinnert.
Das machte mich sehr neugierig.
Auch kannte ich den Autor bisher ...

Ich wurde auf das Buch aufgrund des Covers aufmerksam.
Eine verbogene Gabel welche an eine menschliche Hand mit abgetrennten Finger erinnert.
Das machte mich sehr neugierig.
Auch kannte ich den Autor bisher nicht und das macht es in meinen Augen immer interessant!
In diesem Buch wird viel auf die Psyche des Menschen eingegangen und man merkt dem Autor dadurch seinen beruflichen Hintergrund an.
Der Psychoanalytiker Thomas Kern sieht den Freitod einer Patientin und kann ihn nicht verhindern.
Kurz danach bekommt er Besuch von der Polizei und es wird ihm sexueller Missbrauch dieser Patientin vorgeworfen, welcher sie in den Tod getrieben haben soll.
Es finden sich auf seinem PC belastende Beweise und sein Leben befindet sich auf Talfahrt.
Seine Familie und Freunde wenden sich ab und ein Netz aus Lügen und Intrigen beginnt seinen Lauf zu nehmen.
Gelingt es Thomas da herauszufinden und seine Unschuld zu beweisen?
Das werde ich nicht verraten!

Am Anfang hatte ich durch einige Protagonisten und Wechsel der Handlung bzw. Orte eine leichte Verwirrung und somit einen schwierigeren Einstieg.
Aber das Interesse um was genau es geht hat mich dann doch dabei bleiben lassen.
Die Charaktere sind vielschichtig und nicht sofort zu durchschauen.
Und das war gut so, denn irgendwann nimmt das Buch deutlich an Spannung durch überraschende Wendungen zu.
Die Rückblenden ergänzen pö a pö den Hintergrund und führen so zu einem spannenden und erklärendem Ende zusammen.
Es ist schon krass wenn man bedenkt was so in den Köpfen der Menschen vorgehen kann und was ein Gruppenzwang bewirken kann!
Die Kapitel sind kurz und das hat mir sehr gefallen!
Auch sehr gut empfinde ich, dass die Handlung nicht hauptsächlich um die Ermittlung des Täters sondern um die Psyche des Menschen geht.
Daher ist das Buch auch nicht schnell weggelesen.
Ich bin froh, dass ich das Buch nicht zu schnell aufgegeben habe und bis zum Ende gelesen habe, denn das hat sich doch noch gelohnt!

Mein Fazit
Erst verwirrend aber wenn man durchhält bekommt man doch noch einen guten Thriller zu lesen!

Daher vergebe ich 3,5 Sterne

Veröffentlicht am 27.08.2019

Ein unterhaltsamer Norwegen Roman

Das Geheimnis der Fjordinsel
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Das ist das mittlerweile 3. Buch der Autorin Christiane Kabus welches ich gelesen habe.
Schon das Cover mit der kleinen Insel mit dem Haus sticht einem ins Auge und der Titel macht sehr neugierig so dass ...

Das ist das mittlerweile 3. Buch der Autorin Christiane Kabus welches ich gelesen habe.
Schon das Cover mit der kleinen Insel mit dem Haus sticht einem ins Auge und der Titel macht sehr neugierig so dass man gern nach Norwegen reisen möchte um ein Geheimnis zu ergründen.

Der Roman spielt sich auf 2 Zeitebenen ab und beschreibt 2 Schicksale welche im direkten Zusammenhang stehen.
Bei den Protagonistinnen handelt sich es um Enkelin und um ihre Großmutter.
Als ihr Großvater stirbt erfährt Rike, die als Schlepperkapitänin in Ostfriesland arbeitet, dass ihre Großmutter noch am Leben ist.
Und was tut sie? Genau, sie beginnt nach ihr zu suchen.
Und so erfahren wir in der anderen Zeitebene aus dem Leben ihrer Großmutter Johanne.
Sie möchte nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters das Familienunternehmen in Norwegen weiterführen.
Das war im Jahr 1926 kein einfaches Unterfangen.
Beide Frauen sind starke Persönlichkeiten und treffen gern ihre eigenen Entscheidungen im Leben.
Früher war das ja keine Selbstverständlichkeit in einer von Männern dominierten Welt.
Heutzutage ist auch in manchen Männerdomänen ebenfalls noch nicht so.
Ob die beiden zueinander finden und was der spannende Inhalt noch so hergibt werde ich nicht verraten!

Gern verrate ich, dass mir der Teil der Vergangenheit am Meisten gefallen hat.
Das liegt wohl mehr daran das die Zeit mich mehr interessiert da ich in den 80ern aufwuchs, und die Herausforderung in der damaligen Zeit als spannender empfand.
Auch das die Personen polarisieren, denn ihre Art passt gut und ist vorstellbar dargestellt, da sie sich nicht in ein Rollenbild fügen.
Die Handlung ist unterhaltsam und das Ende schlüssig, wenn auch etwas zu schnell abgehandelt!
Der Wechsel der Zeiten ist in allen Kapiteln gut gelungen.
Ebenso war der Lesefluss gut und ich kam nicht ins Stocken, da man immer aus der Ich Sicht der jeweiligen Person liest.
Das Lesen wird aufgelockert durch etwas Platt, erklärtes Norwegisch und etwas aus der Geschichte.
Das mag ich immer gern an den von mir gelesenen Norwegen Büchern der Autorin!
Auch gefällt mir die abgeschlossene Handlung.
Etwas zu kurz kommt meiner Meinung nach die Mutter welche zwischen den beiden Generationen steht.
Ein Roman welchen ich gern gelesen habe und ungern aus der Hand legen wollte!
Ich freu mich heute schon auf ein nächstes Werk der Autorin ;o)
Da ich sehr gut unterhalten wurde, gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 25.08.2019

Fakten und Fiktion schufen einen lesenswerten Roman

Träume von Freiheit - Flammen am Meer
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Das Buchcover stach mir sofort ins Auge da ich gern Bücher aus der vergangenen Zeit lese.
Der Klappentext machte die Neugierde noch größer und als ich erfahren durfte, dass der Roman auf realen Ereignissen ...

Das Buchcover stach mir sofort ins Auge da ich gern Bücher aus der vergangenen Zeit lese.
Der Klappentext machte die Neugierde noch größer und als ich erfahren durfte, dass der Roman auf realen Ereignissen fußt, war mein Leseinteresse endgültig erwacht.

Aus dem Inhalt:

Der Roman startet am 11. Dezember 1875 in Bremerhafen.
Ein sonniger Winter und es herrscht ein reges Treiben im Hafen.
Das Schiff Mosel wird für ihre Passage nach New York vorbereitet.
Kaum zu glauben das an diesem Tag das Leben vieler Menschen ein Ende finden wird.
Hintergrund dieses Geschehens ist die Thomas –Katastrophe.
Diese beschäftigt die alte und die neue Welt.
Ebenso auch 2 Frauen die auf dem Weg zum Begräbnis erstmals aufeinander treffen.
Das Leben dieser beiden Frauen wird in diesem Roman dargestellt.
Beide haben durch diese Katastrophe einen tiefen Einschnitt in ihr Leben erfahren.
Eine verliert zum Glück durch ihre Tochter nicht ihr Leben, aber nahezu die ganze Familie.
Die andere ihren Ehemann und den Finanzier ihres Lebens.
Beide müssen ein neues Leben beginnen, geben sich nicht auf und kämpfen.
Eine bleibt in Bremerhafen, die andere geht nach New York.
Bis sie sich unerwartet wiedersehen….

Allgemeines:

Der Handlung ist gut zu folgen da der Erzählstil kurzweilig und das Buch flüssig zu lesen ist.
Auch merkt man der Handlung die sehr gute Recherchearbeit der Thomas - Katastrophe und der beteiligten Personen an.
Das führte bei mir dazu, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte!
Die Personen sind gut vorstellbar polarisieren im positivem wie im negativem Sinn.
Das Buch ist in 3 Teile unterteilt und in 58 Kapitel inklusive des Epiloges.
Man weiß immer wo und bei man sich befindet, da der Perspektivwechsel durch Zeit und Ortangabe am Kapitelanfang angezeigt wird.
Ein Personenregister (welches alle realen und erfundenen Personen aufgelistet) und Quellenangaben ergänzen das Buch.
Das gefällt mir persönlich sehr, da das Buch durch noch begreifbarer wird.
Das Ende des Romans ist etwas ungewöhnlich gelöst denn er endet spontan aus der Handlung heraus 50 Jahre später.
Trotzdem war es erklärlich und es hat mir gefallen.
Dieses Buch soll der Start einer Triologie sein und ich bin jetzt schon gespannt mit welchem Inhalt die Autorin einem da überrascht.
Ich werde ihr in jedem Fall folgen!

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und würde eine klare Leseempfehlung geben!

Darum vergebe ich sehr gerne 5 Sterne!

Veröffentlicht am 24.08.2019

Generationsübergreifender Lesestoff einer bewegenden Zeit

Das Wunder der Freiheit und Einheit
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Schon das Cover der überarbeiteten Auflage machte mich neugierig!
Kaum ein anderes Bauwerk neben der Berliner Mauer ist so für mich mit dieser Zeit verbunden.
Bin ich doch in dieser prägenden Zeit aufgewachsen ...

Schon das Cover der überarbeiteten Auflage machte mich neugierig!
Kaum ein anderes Bauwerk neben der Berliner Mauer ist so für mich mit dieser Zeit verbunden.
Bin ich doch in dieser prägenden Zeit aufgewachsen und habe so Einiges miterlebt.
Und in diesem Jahr sind es schon 30 Jahre welche vergangen sind.
Die jüngere Genration hat diese Zeit kaum oder gar nicht in Erinnerung.
Eigentlich Schade denn es gehört zu unserer Geschichte und hat auch heute noch einen Aktualitätswert!

Das Buch beschreibt in seinen Kapiteln ab dem 19.August 1989 (inklusiver der passend zur Situation beschrifteten Titelüberschriften) was sich bis zum 9. November 1989 zugetragen hat.
Kein wichtiges Ereignis wird vergessen!
Sogar einen täglichen Bericht gibt es in dem Zeitraum vom 3. Oktober wo die letzte Grenze der DDR geschlossen wurde bis zum 9. November 1989 dem Tag der Maueröffnung.
Die beigelieferten Zahlen verdeutlichen das Geschehen zusätzlich.
Eindrücklich wird erzählt welche Methoden die Staatssicherheit angewandt hat und in welche Bereiche sie sich hineinspioniert hat.

Mich beeindruckte der Mut der Menschen dieser Zeit – trotz der allgegenwärtigen Angst vor Sanktionen oder Gewalt!
Einen Mut den man zu heutiger Zeit manches Mal vermisst.

Das Buch liest sich flüssig, informativ und abwechslungsreich durch die Ausgewogenheit der zeitlichen Geschehnisse und persönlichen Berichte.

Nun bin ich jemand der wenige Berührungspunkte mit der Kirche hatte und bis auf die Öffnung der Kirchentore für Nichtgläubige und die brennenden Kerzen und Gebete damals die Bedeutung und den tieferen Hintergrund derer so gar nicht empfunden habe.
Dieses und andere Hintergründe wurden mir in dem Buch verdeutlicht und in ein besseres Licht gerückt.
Darum fand ich die Bibelverse und Gebete etwas ungewohnt aber durchaus passend!
Sehr gut gefielen mir die Zeitzeugenberichte aus diversen Bereichen von Ost und West!

Das Zeugnis einer friedlichen Revolution welche keine Selbstverständlichkeit war und nie in Vergessenheit geraten sollte.
Die Mauer ist schon länger wieder weg als sie gestanden hat, trotzdem gibt es immer noch Mauern in den Köpfen der Menschen, welche überwunden werden sollten!
Es bleibt die Nachdenklichkeit und die Hoffnung, dass dieses Buch dazu beiträgt noch vorhandene Mauern abzubauen, und Verständnis für Unterschiede weckt!

Damals setzte sich die Kirche für Frieden, Umwelt, Menschenrechte und diverse andere Dinge ein und das hat heutzutage nicht an Bedeutung verloren!

Fazit:
Darum empfehle ich das Buch jedem Interessierten da es nicht nur an dieses zeitgeschichtliche Ereignis erinnert, welches schon als Wunder bezeichnet werden darf, sondern weil es auch einen aktuellen Bezug hat.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Anspruchsvoller aber interessanter Lesestoff

Niemandskinder
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Das Buch fand ich aufgrund des Covers sehr interessant, erinnerte es mich doch sehr an meinen Ausblick aus meinem Zimmer in Paris.
Der Inhalt klang interessant und da ich bisher kein Buch des Autors kannte ...

Das Buch fand ich aufgrund des Covers sehr interessant, erinnerte es mich doch sehr an meinen Ausblick aus meinem Zimmer in Paris.
Der Inhalt klang interessant und da ich bisher kein Buch des Autors kannte wollte ich das Buch gern lesen!

Aus dem Inhalt:
Anfang 2015 mitten in Paris passiert ein schrecklicher Terroranschlag.
Die unbefangene Leichtigkeit bekommt einen anderen Touch.
Ein Historiker sucht seine seit 10 Jahren verloren gegangene Liebe Samira.
Nach der damaligen Trennung hat er Paris verlassen und ist in seine Heimat nach Innsbruck zurück.
Aber jeder Gang erinnert an die Zeit mit Samira.
Hintergrund für die Rückkehr ist das er bei Recherchearbeiten für ein Fachbuch über eine Frau gelesen hat welche 1976 verschwand.
Sie war ein Nachkriegskind, stammte aus seinem Heimatort und weist eine große Ähnlichkeit mit Samira auf.
Keine einfache Spurensuche!

Meine Meinung:
Wir begleiten ihn in die Vergangenheit wo Kinder der Besatzungszeit ohne Vater aufwuchsen.
In diesem Fall ist es noch schwerer da Marianne einen marokkanischen Vater hatte und somit als fremdländisch gebrandmarkt war.
Wir erfahren von Liebe, Gewalt, Verlust in einer durch einem Terroranschlag verwundeten Stadt.
Die Charaktere und Umstände sind vorstellbar geschildert.
Ich weiß gar nicht welches Gefühl dominiert…die Betroffenheit oder die Nachdenklichkeit.
Auf jeden Fall polarisiert es, denn das Buch ist aktuell.
Ich musste aber immer am Ball bleiben denn es wechseln die Zeiten oder Orte und das kann etwas verwirren.
Wie der Historiker Ich Erzählsicht, während die Gegenwart mit Rückblicken gespickt ist.
Die Kapitel sind nummeriert aber manches Mal wechselt die Perspektive.
Von der Sprachfertigkeit war ich beeindruckt.

Fazit.
Eine Spurensuche mit einem aktuellen Thema gekonnt mit der Vergangenheit verwoben, welches nachdenklich stimmt, nicht vergessen werden sollte, aber nicht einfach mal so nebenher zu lesen ist!