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Veröffentlicht am 08.10.2025

Dystopische Romantasy

In Fire and Rain – Sturmkuss
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»𝘐𝘩𝘳 𝘮𝘰𝘦𝘨𝘵 𝘮𝘢𝘦𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘦 𝘋𝘳𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯𝘳𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘪𝘩𝘳 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘢𝘴 𝘒𝘳𝘪𝘦𝘨 𝘣𝘦𝘥𝘦𝘶𝘵𝘦𝘵, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘣𝘦𝘨𝘳𝘪𝘧𝘧𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘮 𝘙𝘶𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘸𝘢𝘦𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘵𝘳𝘢𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥.«

In „Fire and Rain“ schuf ...

»𝘐𝘩𝘳 𝘮𝘰𝘦𝘨𝘵 𝘮𝘢𝘦𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘦 𝘋𝘳𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯𝘳𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘪𝘩𝘳 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘢𝘴 𝘒𝘳𝘪𝘦𝘨 𝘣𝘦𝘥𝘦𝘶𝘵𝘦𝘵, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘣𝘦𝘨𝘳𝘪𝘧𝘧𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘮 𝘙𝘶𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘸𝘢𝘦𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘵𝘳𝘢𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥.«

In „Fire and Rain“ schuf Gesa Schwartz eine dystopische Fantasy-Story, die uns tief unter eine von Krieg zerstörte Welt führt. Tyrannisiert von König Acheron und seinen skrupellosen Rittern tummeln sich die Menschen in verborgenen Enklaven, führen ein nomadisches Leben, in dem Angst und Misstrauen, Dunkelheit und Dreck alltägliche Begleiter sind. Nur vereinzelt wagen sie sich an die Oberfläche. Sira, ausgestattet mit einer geheimen Fähigkeit, gehört zu den Mutigen. Doch nun hat sie alles im nicht endenden Kriegstreiben verloren.
Als Norik die junge Frau vor einer ausartenden Konfrontation mit Nhor’garoth, dem gefürchteten Schlächter der Sieben Städte, rettet, bietet er ihr Schutz, Gemeinschaft und eine Ausbildung in der Gilde, mit der sie den Weg gen Rache beschreiten kann. Denn der Drachenreiter sieht, was sich in Sira verbirgt. Doch dafür muss diese ihren Hass loslassen und sich auf die Rebellen und die Drachen einlassen.

„Sturmkuss“ wird hauptsächlich aus der Sicht von Sira erzählt, doch auch Norik und Nhor’garoth bereichern den Verlauf mit ihren Erfahrungen und Sichtweisen, wobei vor allem Letzterer düstere Gedanken und Vorahnungen beiträgt.
Für Sira – bekennende Einzelkämpferin – ist es unerlässlich, ihre Vorurteile und ihre traumatischen Erfahrungen zu überwinden, denn nur so kann sie in der Gruppe ihres Retters bestehen.
Hingegen lastet auf Norik große Verantwortung, ein höheres Ziel. Ablenkung kann sich der auf Distanz bedachte, loyale Krieger nicht leisten. Obgleich vieles zwischen den beiden steht und es nicht der richtige Zeitpunkt zu sein scheint, können sie sich nicht gegen ihre wachsenden Gefühle füreinander wehren. Dabei mussten Norik und Sira bereits lernen, dass Liebe angreifbar macht.

Insgesamt gefiel mir die Idee der hier geschaffenen Welt, die Eingliederung von Drachen und Rachsucht, die magische Komponente sowie die Romance wirklich gut. Ebenfalls gelungen sind die verhärteten Fronten und die Ausarbeitung der Gegebenheiten – Hintergründe über die Drachen(reiterInnen), den Krieg und den König sowie die rebellische Gilde waren an passender Stelle eingebunden und verleihen der üppigen Story eine greifbare Basis.
Der Auftakt der Dilogie ist von brodelnder Unruhe durchtränkt, von Ängsten und Vorsicht, dem Wunsch nach Vergeltung und Veränderung. Gleichzeitig ist eine Verletzlichkeit spürbar, lässt Gesa auch das herrschende Gemetzel und die Auswirkungen, die vor niemandem Halt machen, den Schmerz, das Leid durch die Seiten pulsieren. Mit unerwarteten Verlusten, überraschenden Offenbarungen und stimmigen Entwicklungen sorgt die Autorin für Abwechslung. Es wird actionreich und aufregend, doch bleibt auch Raum, um ankommen und verstehen zu können. Hier und da gab es Längen, der Stil war recht simpel gehalten, aber die Charaktere, ihr inneres Wanken und Ringen, bekamen ausreichend Tiefe, sodass es einerseits leicht war, die Erzählenden zu verstehen und mit ihnen zu fühlen, andererseits treffen wir reichlich Nebenfiguren und werden in bestehende, neu geknüpfte und sich entfaltende Dynamiken einbezogen.
Schwartz bindet die Hand in Hand gehenden Themen Krieg und Trauer präsent und tragisch echt ein; schafft es, mit der einen oder anderen Szene zu berühren. Zum Innehalten zu bewegen.

Ich bin gespannt, wie es nach DIESEM Ende im Frühjahr 2026 weiter- und ausgeht.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Trotz Kritik ein einzigartiger Roman

Don't Let The Forest In
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„Don't Let the Forest In“ ist eine YA-Horrorstory im mystischen Setting, die mit Geheimnissen und Wirrungen versetzt, mit Poesie und einer einnehmenden Atmosphäre durchdrungen wurde.

„Sie waren wunderschön ...

„Don't Let the Forest In“ ist eine YA-Horrorstory im mystischen Setting, die mit Geheimnissen und Wirrungen versetzt, mit Poesie und einer einnehmenden Atmosphäre durchdrungen wurde.

„Sie waren wunderschön zusammen. Sie waren magisch und grausam, und sie hatten aus ihrem Schmerz und ihrer Wut eine ganze Welt erschaffen.“

Ihr letztes Jahr auf der elitären Wickwood Academy haben sich Andrew Perrault und Thomas Rye sicherlich anders vorgestellt. Während der eine seltsam und distanziert durch die Korridore streift, den verbotenen Wald zu oft betritt und seiner Leidenschaft – der Kunst – abgeschworen hat, verfolgen den anderen die Blicke und Sticheleien der MitschülerInnen mehr denn je. Selbst Dove, Andrews Zwilling, scheint dem Geschichtenerzähler aus dem Weg zu gehen.
Als Andrew Thomas’ seltsamen Veränderungen nachgeht, stößt er im dichten Dickicht auf alptraumhafte und ihm nur zu bekannte Wesen, die gnadenlos flüstern und töten. Nun ist es an den Freunden, ihre lebendig gewordenen Schöpfungen zu bekämpfen und zu zerstören – und dabei auch einander …

Obgleich ich sehr gespannt auf diese Dark-Academia-Geschichte war, konnte mich CG Drews mit dieser nur bedingt überzeugen. Positiv empfand ich den poetischen Stil, der reich an grotesken Metaphern ist, die gekonnt inszenierten, bildreichen (Body)Horror-Elemente und die bedrückende, gar beklemmende, konsequent aufrechterhaltene Stimmung. Waren auch viele Struggles und Probleme dem Jugendbuch-Genre angemessen – Mobbing, Selbstfindung, Coming-out, Abgrenzung (…) – und sensible Themen – Selbstverletzung, Depressionen, Essstörung, Suizidgedanken, Trauer (…) – auf interessante/originelle – verstörende? – Art eingeflochten, bekamen diese mMn im teilweise verwirrend-sprunghaften Verlauf nicht (immer) die nötige Gewichtung. Zwar werden Asexualität und Queerness angesprochen, fehlte es der Handlung und den Figuren dennoch an Tiefe und Kontur. Selbst die Prioritäten sind unklar und scheinen so wankelmütig wie die Bildnisse aus Finsternis.
Was ist real, was nicht?

Andrew, der mit sich und seiner Andersartigkeit kämpft, mit seinen konträren Gefühlen und den Vorurteilen, die ihm entgegenwehen, erfreut sich einer greifbaren Ausarbeitung. Da einzig er sein dunkles Innerstes wiedergibt und uns nicht nur an seinen Märchen, sondern auch an seinen Sichtungen teilhaben lässt, sind andere Charaktere, wenngleich so manche/r Relevanz hätte, blasse Schemen. (Und die Erwachsenen? Zu nichts zu gebrauchen!) Sowohl die Monster als auch der Wald und die Schule kamen vorstellbar zur Geltung. Gemangelt hat es an der im Klappentext erwähnten „Liebe“ und an echten Emotionen, die das verzweifelte Geschehen theoretisch hergegeben hätte.
CG Drews versteht es, trotz Ungereimtheiten, an die melancholische Storyline zu fesseln und Vermutungen zu entfachen. Ich hatte recht schnell einen „Verdacht“, welche Ereignisse im letzten Jahr dazu führten, dass das Trio um Andrew, Thomas und Dove zersplitterte. Aber das tatsächliche Ausmaß sowie die Auswirkungen überraschen genauso wie DAS Ende, das einerseits nichtssagend und plötzlich kommt, andererseits offen und fraglich bleibt – passend zur vorangegangenen Handlung.

„Don't Let the Forest In“ hat gute Momente – gerade die düstere Poesie und die Dark-Fairytale-Vibes in Kombination mit den äußeren und inneren Konflikten sowie der schwermütigen Atmosphäre –, aber auch Schwächen, die mich eher unbefriedigt zurücklassen. Dennoch: Durch die sensiblen Themen und deren ausdrucksstarke Darstellung besitzt dieser Roman definitiv etwas Einzigartiges.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Romantisch-tragische High-Fantasy mit Ernst und Vielfalt

Cursebound
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„𝐂𝐮𝐫𝐬𝐞𝐛𝐨𝐮𝐧𝐝“ ist Teil zwei der High-Fantasy-Trilogie „𝐁𝐚𝐭𝐭𝐥𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐃𝐫𝐮𝐦𝐟𝐢𝐫𝐞“ von Saara El-Arifi und besticht wie schon der Vorgänger mit einer wunderschönen Aufmachung und einer ereignisreichen Storyline. ...

„𝐂𝐮𝐫𝐬𝐞𝐛𝐨𝐮𝐧𝐝“ ist Teil zwei der High-Fantasy-Trilogie „𝐁𝐚𝐭𝐭𝐥𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐃𝐫𝐮𝐦𝐟𝐢𝐫𝐞“ von Saara El-Arifi und besticht wie schon der Vorgänger mit einer wunderschönen Aufmachung und einer ereignisreichen Storyline.

♡»𝘈𝘶𝘤𝘩 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘎𝘭𝘶𝘵 𝘦𝘳𝘭𝘰𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘛𝘳𝘰𝘮𝘮𝘦𝘭 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘵𝘶𝘮𝘮𝘵 𝘪𝘴𝘵, 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘢𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘔𝘦𝘭𝘰𝘥𝘪𝘦 𝘥𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘓𝘪𝘦𝘥𝘦𝘴 𝘦𝘳𝘪𝘯𝘯𝘦𝘳𝘯, 𝘫𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘧𝘶𝘦𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦 𝘡𝘦𝘪𝘵.« ♡

Es war unglaublich leicht, zurück in die Handlung zu finden, da sich zu Beginn eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse in Form eines Tagebucheintrags findet. Ebenso hilfreich für Orientierung und Verständnis sind eine Weltkarte, ein von den Figuren kommentiertes Namensregister sowie ein kleines Glossar.
Erzählt wird wieder aus verschiedenen Perspektiven – Furi, Lettle und Yeeran übernehmen erneut den Hauptpart. So sind die LeserInnen fest im Geschehen verankert, können individuellen Problemen und Befindlichkeiten nachspüren und in die unterschiedlichen Situationen, Zweifel und Gefühlswelten eintauchen.
Mit Alder gesellt sich eine weitere, die Handlung ungemein bereichernde Sichtweise hinzu, und das nicht nur, weil er ein erinnerungsloser Nomade ist, der unvoreingenommen auf die festgefahrene, von Misstrauen durchzogene Lage der Fae blicken kann. Dank seiner Begeisterung für Mosima entdecken wir die Wunder der verborgenen, verfluchten Welt nochmal auf neue Weise. Aber auch die malerischen Beschreibungen, die üppige, regellose Flora und die ungewöhnliche Fauna ändern nichts an den Tatsachen: Selbst ein Gefängnis, das einem Paradies gleichkommt, bleibt ein Gefängnis. Ohne freie Wahl …

In Teil zwei der Serie geschieht und verändert sich so vieles. Verrat und Misstrauen sind allgegenwärtig, Seite an Seite mit Verlust und Tod. Es scheint, als klafften rege weitere Brandherde auf, die es schnell zu löschen gilt: von dem Krieg – der geballten Macht der Elfen – der vor der Grenze lauert, bis hin zu Unruhen und Attentaten innerhalb des trügerischen Schutzes von Mosima. Immer tiefer wird der Graben, der zwischen den Mitgliedern und FreundInnen der Jani-Dynastie klafft – und wenn diese fällt, fällt das Reich.

Furi – sonst so beherrscht und stolz – ist ihre wachsende Überforderung, ihr emotionales Ungleichgewicht und die Verzweiflung anzumerken. So viele/s hat die Kriegerin bereits verloren – und es scheint kein Ende zu geben. Selbst vor Yeeran, der Frau, die sie liebt, machen ihre Zweifel nicht halt. Diese hat das Reich der Fae schon ein Mal verlassen und ihr Geheimnis verraten. Vielleicht den Tod vor die Tür gelockt. Dabei hat die Elfe ihr Leben riskiert, um zahlreiche zu schützen. Nun muss die außergewöhnliche Kämpferin Schuld ertragen, Zurückweisung von jenen, die ihr blieben.
Um sich trotz mangelnder Prophezeiung als nützlich zu erweisen, versucht Lettle, das Grimoire von Afa zu entschlüsseln, um den Fluch zu brechen und das Volk, von dem sie weder Teil noch in ihren Reihen erwünscht ist, endlich zu befreien. Denn Lettle wird das verborgene Reich nicht ohne den König verlassen. Unterdessen quält sie noch immer jene Vorsagung, die ihr eigenes Herz zu brechen droht.
Obgleich der komplexeren Handlung und dem interessanten Worldbuilding ist der Stil ein einfacher, frei von Wirrungen, leicht verständlich, ohne langweilig zu sein. Saara El-Arifi zeichnete ihre Charaktere mit Feinheiten und Details, wir sehen Stärke und Fehler, Impulsivität und Ruhe. Hass und Wut genauso wie aufrichtige Liebe und tiefes Leid. Handicaps, Diversität, POCs und Queerness fließen natürlich in die Handlung ein, finden Erwähnung, ohne etwas Besonderes zu sein, dies gibt der Story meiner Meinung nach etwas wirklich Starkes.

Die Autorin reißt Risse, unkittbar, in die frisch gewobenen Dynamiken ihrer Figuren, lässt sie innerlich bluten und höhlt gleichzeitig auch die LeserInnen mit Wendungen und Wahrheiten aus. Der Verlauf ist durchdacht, hält im selben Maße aufregende wie zarte Momente, einfühlsame und harsche Worte bereit. Es brodelt. Gewaltig. Weder die Ehe von Lettle und Rayan noch die fragile Liebe von Furi und Yeeran kommen unbeschadet aus den neuesten Entwicklungen und Ereignissen, getroffen von Offenbarungen, davon. Alder, der eine Schlüsselfigur sein könnte, auf die die Fae ein Jahrtausend gewartet haben, trägt nun nicht nur die Wucht von Antworten die er so lange suchte, sondern auch eine Bürde, die er nur schwerlich stemmen kann und in ihm Ängste erblühen lässt. Doch für Golan ist ihm keine Verantwortung zu schwer. Die Verbindung zwischen dem lichtlosen Stylisten und seinem neuen Mitbewohner ist – wie auch die zauberhaften Obeahs und ihre feste Verankerung in der Geschichte – eine süße, leichte Komponente – und die Hoffnung, die „Cursebound“ braucht. Denn je tiefer wir in die politische Situation der Fae eintauchen, umso mehr Ungerechtigkeiten blitzen auf, umso mehr Verräter zeigen sich. Missstände, Ausgrenzung und eine Zweiklassengesellschaft, die Wut entfacht, und nicht einzig die Seherin, deren Leben stetig weiter auseinanderfällt, berührt …
Aber sind Mord und Hass wirklich die Antwort, die Basis für Veränderung?

Saara El-Arifi spart nicht an Emotionen und Tragik, nicht an Mysterien, Spannung und Intrigen. Battle of the Drumfire überzeugt mit Vielfalt, einem wundersamen Setting und nahbaren Problemen.
Das Finale erscheint 2026 und ich kann es kaum erwarten!

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Amüsant und mystisch

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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„Der Kuss der Muse“ ist der Auftakt der neuen Romantasy-Dilogie „Palace of Ink and Illusions“ von Sabine Schoder, in der uns die Autorin nach Korfu entführt. Zu den Musen und mitten hinein in einen mysteriösen ...

„Der Kuss der Muse“ ist der Auftakt der neuen Romantasy-Dilogie „Palace of Ink and Illusions“ von Sabine Schoder, in der uns die Autorin nach Korfu entführt. Zu den Musen und mitten hinein in einen mysteriösen Wettbewerb und ungestüme Gefühle.

Livia Woodward hat die Chance, an einem elitären Wettbewerb teilzunehmen, dessen Regeln und Bedingungen vor der Öffentlichkeit verborgen sind. Statt mit dem Wunsch, zu gewinnen, reist Liv nach Korfu, um Aufmerksamkeit für ihren Webtoon zu generieren. Dass sie tatsächlich weiter kommt, in die Geheimnisse des Spiels gesogen und in einen nervenaufreibenden Wettstreit verwickelt wird, ist für die Künstlerin eine Überraschung. Noch überwältigender für sie sind jedoch die Magie, die wahrhaftigen Musen und der harte, gnadenlose Kampf. Immer an ihrer Seite: ein sprechender Manga mit vielen, vielen expliziten Szenen. Neben all den Aufgaben, Bedingungen und der Gefahr, ist es Flame, Livs Flugzeugbekanntschaft, die es ihr schwer macht, sich zu konzentrieren. Und auch die Musen mahnen zur Vorsicht...

Diese urbane Romantasy liest sich leicht und detailliert, gerade die ersten – sehr unterhaltsamen – Kapitel bringen uns die tollpatschige, authentische Protagonistin, ihre Intentionen und Eigenheiten nahe. Was amüsant begann, entwickelt sich zu einer stellenweise temporeichen und informativen Storyline, die die Insel, das Schloss und die Ereignisse bildreich darlegt. Während wir mit Liv die Gegebenheiten um das magische Spiel der neun Musen ergründen, darauf bedacht, keine Liebe zu entwickeln, ist es entscheidend für ihr Überleben, ihre MitstreiterInnen wie auch die mythischen Wesen im Auge zu behalten. Schoders Idee ist wirklich originell und kreativ, trotz kleiner Längen machen die Geschichte, Liv und der Wettbewerb Spaß. Geheimnisse und offene Fragen führen dazu, miträtseln und spekulieren zu wollen. Dennoch empfand ich gerade das Worldbuilding und andere Figuren, deren Beziehungen sowie die romantische Komponente zwischen der Kunststudentin und „ihrem“ Lord eher oberflächlich. Anziehung? Ja. Ernsthaftes verliebt sein, geschweige denn Liebe? Wann? Wie? Ich hätte mir eine greifbare Ausarbeitung gewünscht, um den fantastischen Aspekt besser verstehen zu können. Eratos Rolle, seine im Dunkeln liegenden wahren Gründe und Pläne, geben dem Verlauf etwas Aufregendes, während Livias Monologe, die Wortgefechte mit Flame und vor allem mit ihrem Manga einfach nur witzig waren. Nach diesem Ende ist Teil zwei „Die Nacht des Verrats“ natürlich ein Muss!

„Palace of Ink and Illusions: Der Kuss der Muse“: knisternde, spaßig-spannende urbane Romantasy, die trotz kleiner Schwächen mitreißt.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Gute Idee, deren Umsetzung mich nicht komplett überzeugte

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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„Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed“ ist der Auftakt einer Dilogie, die stellenweise unerwartet brutal ist, Sora an ihre körperlichen, psychischen und moralischen Grenzen treibt und die Frage aufwirft: ...

„Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed“ ist der Auftakt einer Dilogie, die stellenweise unerwartet brutal ist, Sora an ihre körperlichen, psychischen und moralischen Grenzen treibt und die Frage aufwirft: Wie weit würdest du gehen – um zu retten und dich zu rächen?

Seit Sora und ihre kranke Mutter verstoßen wurden, halten sie sich mit einem kleinen Café auf der Insel Jeju über Wasser und aneinander fest. Doch die 21-Jährige kann sich bis heute nicht der Wut entziehen, die sie bei dem Gedanken an ihren Vater, an den Clan, der aus Mördern und Dieben besteht, und an den Platz, der ihr genommen wurde, überkommt. Bei der Erinnerung an ihren Makel. Denn sie ist die einzige der Hong-Familie, die ohne Mana – ohne Magie – zur Welt kam. Eine Schande. Der Grund, warum ihre Mutter in dieses Leben gedrängt, gedemütigt wurde.
Als plötzlich ein Brief ihres Vaters eintrifft, in dem er sie nach Busan und auf den Sitz des verdorbenen Imperiums einlädt, ändert sich für Sora alles – drastischer, als sie jemals wollte …

Thea Hong erzählt in einem einfachen und klaren Stil, der uns die Ereignisse lebendig verfolgen lässt und uns die Kulisse vor Augen führt. Obgleich sich blutige und grausame Szenen, Kampf und Verlust, Tragik und Enttäuschungen häufen, die Melancholie in einer subtilen Note mitschwingt, sind Monologe und Gespräche häufig in einem sarkastischen, trockenen Ton dargelegt, sodass ein gewisser Humor nicht zu kurz kommt.
Sora, durch die wir die Geschehnisse verfolgen, ist die Verbitterung anzumerken, ihr Schmerz, ihre Scham. Zwar war sie auf die menschlichen Gefahren der Hong-Dynastie, die Gewaltbereitschaft von Jia und die fadenscheinigen Ausreden des Patriarchen Hong gefasst, aber mit der raschen Wendung, die ihr Aufenthalt in Busan nimmt, konnte sie nicht rechnen. Von einem auf den anderen Augenblick besitzt sie berauschendes Mana, hat einen Gott beraubt und diesen an der Backe. Als wären das nicht genügend Komplikationen, wird sie langsam von der gestohlenen Macht in ihrem Inneren umgebracht und eh sie sich’s versieht, wird sie gezwungen, sich in zehn – grotesken – Prüfungen mit ihrer Halbschwester zu messen. Auf Leben und Tod. Aufgaben, für die Sora nicht ausgebildet ist. Solche, die sie in die verschiedenen Höllenkreise führen, ihr Stück für Stück Gewissen, Güte und Menschlichkeit nehmen. Doch die junge Frau ist nicht gewillt, zu scheitern, und bereit, für ihren rechtmäßigen Platz alles zu geben und sämtliche Grenzen zu überschreiten.
Dass es gerade Ran ist, dem sie in dieser Welt aus Mord, Gewalt und Verrat, aus Machtgier und veralteten Strukturen vertraut, ist nicht einzig dem Versprechen, das sie dem Tigergott gab, und ihrer Reue geschuldet …

Obgleich mich der Roman nicht komplett überzeugen konnte, hat „Betrayed“ viel Interessantes und Gutes zu bieten – da wären die zwischenmenschlichen Entwicklungen, die ebenso wie einige Enthüllungen und Pläne für Überraschungen sorgen. Sora, die sich auf eine Weise verändert, die im Angesicht von Verlust und schweren Entscheidungen, von Blutvergießen und Leid nachvollziehbar wirkt. Einblicke in ihre Vergangenheit und das ärmliche Leben, das sie mit Heesun führte, geben ihrem Wesen zusätzlich Tiefe. Die Höllenprüfungen hielten spannende Momente bereit und die Auswirkungen von Macht(Gier), Druck und Trauer wurden anschaulich integriert. Auch die romantische Komponente, die großteils einem Hintergrundrauschen gleichkommt und sich nur hin und wieder in schmachtenden Sequenzen zeigt, war insgesamt passend und trug zur Auflockerung bei. Ran blieb (zumindest in diesem Band) eher blass, doch aktuell verspüre ich nicht das Bedürfnis, herauszufinden, ob sich das im finalen Teil ändert. Warum?
Im Text finden sich reichlich (inhaltliche und Wort-)Wiederholungen sowie Fehler. Mehrfach hatte ich den Eindruck, dass einzelne Passagen (auch Verhaltensweisen/Reaktionen) nicht stimmig und Szenen wirr waren. Letztlich empfand ich die Story weder ausreichend fesselnd noch gänzlich rund. Außerdem: Hört man auf, wenn die große Schlacht geschlagen und „alles“ vorerst geklärt ist, ist „Prinzessin der tausend Diebe“ [der Titel erschloss sich mir übrigens nicht] ein – lässt man meine Kritik außen vor – guter Fantasy-Standalone.

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