Dystopische Romantasy
In Fire and Rain – Sturmkuss»𝘐𝘩𝘳 𝘮𝘰𝘦𝘨𝘵 𝘮𝘢𝘦𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘦 𝘋𝘳𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯𝘳𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘪𝘩𝘳 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘢𝘴 𝘒𝘳𝘪𝘦𝘨 𝘣𝘦𝘥𝘦𝘶𝘵𝘦𝘵, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘣𝘦𝘨𝘳𝘪𝘧𝘧𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘮 𝘙𝘶𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘸𝘢𝘦𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘵𝘳𝘢𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥.«
In „Fire and Rain“ schuf ...
»𝘐𝘩𝘳 𝘮𝘰𝘦𝘨𝘵 𝘮𝘢𝘦𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘦 𝘋𝘳𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯𝘳𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘪𝘩𝘳 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘢𝘴 𝘒𝘳𝘪𝘦𝘨 𝘣𝘦𝘥𝘦𝘶𝘵𝘦𝘵, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘣𝘦𝘨𝘳𝘪𝘧𝘧𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘮 𝘙𝘶𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘸𝘢𝘦𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘵𝘳𝘢𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥.«
In „Fire and Rain“ schuf Gesa Schwartz eine dystopische Fantasy-Story, die uns tief unter eine von Krieg zerstörte Welt führt. Tyrannisiert von König Acheron und seinen skrupellosen Rittern tummeln sich die Menschen in verborgenen Enklaven, führen ein nomadisches Leben, in dem Angst und Misstrauen, Dunkelheit und Dreck alltägliche Begleiter sind. Nur vereinzelt wagen sie sich an die Oberfläche. Sira, ausgestattet mit einer geheimen Fähigkeit, gehört zu den Mutigen. Doch nun hat sie alles im nicht endenden Kriegstreiben verloren.
Als Norik die junge Frau vor einer ausartenden Konfrontation mit Nhor’garoth, dem gefürchteten Schlächter der Sieben Städte, rettet, bietet er ihr Schutz, Gemeinschaft und eine Ausbildung in der Gilde, mit der sie den Weg gen Rache beschreiten kann. Denn der Drachenreiter sieht, was sich in Sira verbirgt. Doch dafür muss diese ihren Hass loslassen und sich auf die Rebellen und die Drachen einlassen.
„Sturmkuss“ wird hauptsächlich aus der Sicht von Sira erzählt, doch auch Norik und Nhor’garoth bereichern den Verlauf mit ihren Erfahrungen und Sichtweisen, wobei vor allem Letzterer düstere Gedanken und Vorahnungen beiträgt.
Für Sira – bekennende Einzelkämpferin – ist es unerlässlich, ihre Vorurteile und ihre traumatischen Erfahrungen zu überwinden, denn nur so kann sie in der Gruppe ihres Retters bestehen.
Hingegen lastet auf Norik große Verantwortung, ein höheres Ziel. Ablenkung kann sich der auf Distanz bedachte, loyale Krieger nicht leisten. Obgleich vieles zwischen den beiden steht und es nicht der richtige Zeitpunkt zu sein scheint, können sie sich nicht gegen ihre wachsenden Gefühle füreinander wehren. Dabei mussten Norik und Sira bereits lernen, dass Liebe angreifbar macht.
Insgesamt gefiel mir die Idee der hier geschaffenen Welt, die Eingliederung von Drachen und Rachsucht, die magische Komponente sowie die Romance wirklich gut. Ebenfalls gelungen sind die verhärteten Fronten und die Ausarbeitung der Gegebenheiten – Hintergründe über die Drachen(reiterInnen), den Krieg und den König sowie die rebellische Gilde waren an passender Stelle eingebunden und verleihen der üppigen Story eine greifbare Basis.
Der Auftakt der Dilogie ist von brodelnder Unruhe durchtränkt, von Ängsten und Vorsicht, dem Wunsch nach Vergeltung und Veränderung. Gleichzeitig ist eine Verletzlichkeit spürbar, lässt Gesa auch das herrschende Gemetzel und die Auswirkungen, die vor niemandem Halt machen, den Schmerz, das Leid durch die Seiten pulsieren. Mit unerwarteten Verlusten, überraschenden Offenbarungen und stimmigen Entwicklungen sorgt die Autorin für Abwechslung. Es wird actionreich und aufregend, doch bleibt auch Raum, um ankommen und verstehen zu können. Hier und da gab es Längen, der Stil war recht simpel gehalten, aber die Charaktere, ihr inneres Wanken und Ringen, bekamen ausreichend Tiefe, sodass es einerseits leicht war, die Erzählenden zu verstehen und mit ihnen zu fühlen, andererseits treffen wir reichlich Nebenfiguren und werden in bestehende, neu geknüpfte und sich entfaltende Dynamiken einbezogen.
Schwartz bindet die Hand in Hand gehenden Themen Krieg und Trauer präsent und tragisch echt ein; schafft es, mit der einen oder anderen Szene zu berühren. Zum Innehalten zu bewegen.
Ich bin gespannt, wie es nach DIESEM Ende im Frühjahr 2026 weiter- und ausgeht.