gelungener Spagat zwischen leichter Romantik und ernsthaften Ängsten
Die Liebe trägt GummistiefelAnfangs lernt man erst einmal Tess und ihr geregeltes Leben als Investmentbänkerin kennen. Als sie dann (mehr oder weniger hervorgerufen durch eine erschreckende gesundheitliche Nachricht) etwas aus der ...
Anfangs lernt man erst einmal Tess und ihr geregeltes Leben als Investmentbänkerin kennen. Als sie dann (mehr oder weniger hervorgerufen durch eine erschreckende gesundheitliche Nachricht) etwas aus der Bahn geworfen wird, setzt sie zudem einen wichtigen Auftrag eines ihrer wichtigsten Kunden in den Sand, wodurch dieser viel Geld verliert. In einem Gespräch mit ihrem Vorgesetzten verordnet dieser ihr eine mehrwöchige Auszeit.
Durch Zufall stößt sie auf einen Wanderweg, den sie in Angriff nehmen will. Als direkt zu Anfang heftige Komplikationen bei ihrer Wanderung auftreten, findet sich zufällig Zuflucht in einem kleinen Ort und lernt dadurch viele neue Freunde kennen. Dabei darf natürlich auch eine neue Liebe nicht fehlen. Über allem schwebt aber die meiste Zeit immer leise die Ungewissheit über ihre gesundheitliche Verfassung.
An sich fand ich die Geschichte sehr gut. Man kann gut darin abtauchen, die Charaktere sind alle sehr sympathisch und man fühlt sich vor allem in der neuen Umgebung sehr wohl. Die Sprecherin macht ihre Sache sehr gut, sie liest sehr angenehm.
Das Einzige, was mich wirklich häufig und stark gestört hat, war die Blauäugigkeit, mit der Tess an ihre Erkrankung rangegangen ist. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, dass ich mich wirklich sehr über sie geärgert habe, wie sie die gesundheitlichen Probleme einfach ignoriert und weiter herausgezögert hat. Dazu immer diese komplett negative Einstellung. Das hat mich wirklich schier wahnsinnig gemacht. Aber das ist rein mein persönliches Empfinden als jemand, der schon einige Fälle von Krebs in unterschiedlichen Ausprägungen in Verwandten- und Bekanntenkreis hatte.