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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Wie ein typischer Weihnachtsfilm, nur mit Mord an Santa

Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum
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Dieses Buch war meine erste Geschichte um Hunter B. Holmes, die vorangegangenen kenne ich (noch) nicht, was sich aber bald ändern soll.

Ich war schon am Anfang sehr begeistert von dem Buch.
Der Anfang ...

Dieses Buch war meine erste Geschichte um Hunter B. Holmes, die vorangegangenen kenne ich (noch) nicht, was sich aber bald ändern soll.

Ich war schon am Anfang sehr begeistert von dem Buch.
Der Anfang ist so schön anschaulich beschrieben, dass beim Lesen eine Art innerer Weihnachtsfilm vor meinen Augen eingesetzt hat. Man konnte sich alles super vorstellen und ich war direkt in Weihnachtsstimmung.
Dass ich die ersten Teile nicht kenne, ist in diesem Fall nicht weiter schlimm. Die Charaktere werden so gut eingeführt, dass man alle Zusammenhänge und Beziehungen gut versteht.
Die Charaktere sind zudem alle sehr liebevoll gestaltet. Im Umfeld von Hunter gibt es niemanden, der mir nicht sympathisch gewesen wäre.

Der Hergang der Ermittlungen zum Mord an Santa sind logisch, das Ermitteln an sich (inkl. dem Zusammenspiel zwischen Hunter und seinem Kollegen David) ist nachvollziehbar.

Was für mich tatsächlich der einzige kleine Kritikpunkt ist:
Es gibt viele mögliche Verdächtige und noch mehr Mitarbeiter des Kaufhauses. So sind immer sehr viele Namen im Raum, es müssen entsprechend auch viele Personen verhört werden. Für mich persönlich ist es dadurch teilweise etwas unübersichtlich geworden mit den vielen Personen. Im Endeffekt hat mich die Auflösung des Mords dann doch überrascht, obwohl ich natürlich viel mit gerätselt habe.

Das Ende mit den Feierlichkeiten zu Weihnachten fand ich dann wieder genauso gut wie den Beginn und habe daher mit einem warmen Gefühl in der Brust das Buch beendet.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

verkehrte Krimi-Welt auf dem Gnadenhof

Der Doktor und der liebe Mord
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Ein (cosy) Krimi, der aus Sicht des Täters spielt - sehr ungewöhnlich... Ich war sehr gespannt, wie sich so ein Roman liest!
Ich muss sagen, mir hat der Roman insgesamt sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ...

Ein (cosy) Krimi, der aus Sicht des Täters spielt - sehr ungewöhnlich... Ich war sehr gespannt, wie sich so ein Roman liest!
Ich muss sagen, mir hat der Roman insgesamt sehr gut gefallen.

Der Schreibstil von Rene Anour ist sehr angenehm. Man fliegt teilweise nur so durch die Seiten. Immer wieder war ich erstaunt, wie viele Seiten ich in relativ kurzer Zeit gelesen habe. Alles ist sehr flüssig erzählt, die Umgebung (vor allem die Tierarztpraxis und das Außengelände des Gnadenhofs) konnte ich mir sehr gut bildlich vorstellen.
Die Personen werden alle herrlich normal beschrieben. Mein persönlicher Liebling ist Tristan. Er ist einfach irgendwie knuffig, aber an manchen Stellen möchte man ob seiner Dösigkeit auch kurz schreien ;) Jedna kann ich leider auch nach Beendigung des Buches immer noch nicht so richtig einschätzen. Severin als Protagonist ist gut gemacht. Man kann vieles logisch nachvollziehen, wenn auch nicht alles, was er tut. Auch die anderen Personen sind sehr liebevoll ausgearbeitet worden.

Den Aufbau der Geschichte finde ich ebenfalls gut. Es ist schon alles etwas abgedreht, aber nicht zu abstrakt oder kontruiert. Den Twist habe ich allerdings kurz nach der Hälfte des Buches kommen sehen. Es war aber alles so gut geschrieben, dass ich trotzdem nicht gelangweilt war und die Auflösung an sich war gut gemacht. Ich persönlich fand nur die Geschehnisse während "Advent auf Gut Thalheim" (vor dem Gespräch mit Isabell) überzogen, die Lösung dazu fand ich ebenfalls etwas übertrieben.

Wer sich einen richtigen Krimi erhofft, wird mit diesem Buch glaube ich nicht glücklich.
Wer - wie ich - gerne cosy crime mit viel Humor liest, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Einfach, weil es von der Handlung mal was komplett anderes ist. Hier wird nicht von einem Neu-Hobbie-Detektiv ermittelt und die komplett andere Sichtweise macht es wirklich interessant.

Durch die Tatsache, dass mir einzelne Passagen wirklich etwas zu Haarsträubend waren und ich mir mehr Fokus und Interaktion auf ein einzelnes Tier gewünscht hätte (ich hatte mir vorgestellt, dass ein Tier mehr mit Severin "zusammenarbeitet") gebe ich nur 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Kreuzfahrt meets Verfolgungsjagd

Mord an Backbord
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Ich habe das Buch bei einer Leserunde gewonnen. Ich hatte im Vorfeld etwas Angst, dass es mir zu spannend sein könnte. Und ja, die Geschichte um Freja, Carole, Phil und so viele andere Personen ist durchaus ...

Ich habe das Buch bei einer Leserunde gewonnen. Ich hatte im Vorfeld etwas Angst, dass es mir zu spannend sein könnte. Und ja, die Geschichte um Freja, Carole, Phil und so viele andere Personen ist durchaus spannend. Aber auf eine gute Art. Es ist so geschrieben, dass man aus Neugier gerne weiterlesen möchte. Und das hat mich positiv überrascht!

Der Schreibstil ist gut, flüssig und wunderbar „normal“ und alltagsnah. Das hat das Lesen insgesamt sehr angenehm gemacht.
Mein einziger wirklicher Kritikpunk ist jedoch ebenfalls zum Großteil sprachlich:

Es wird in den Kapiteln sehr sehr häufig die Perspektive gewechselt. Ich habe versucht, mitzuzählen und bin auf mindestens 9 unterschiedliche Personen, aus deren Sicht geschrieben wird, gekommen (inkl. Prolog). Hinzu kommt noch, dass nur Freya als ich-Erzählerin auftritt. Alle anderen Perspektiven werden als allwissende Erzähler berichtet.
Die ich-Perspektive von Freja nimmt einen gut in der Geschichte mit, die anderen tragen aber ebenfalls alle gut zur Stimmung bei.


Inhaltlich fand ich das Buch sehr gut gemacht. Man bekommt ein paar Rückblicke auf den ersten Teil der Reihe (den ich bisher noch nicht kenne). Die Verfolgungsjagd ist sehr gut gemacht und ausgearbeitet. Das Setting des Kreuzfahrtschiffes fand ich super gewählt, das hat sehr gut funktioniert!
Auch alle Verstrickungen der zahlreichen Akteure sind so gestaltet, dass ich bis zum Ende tatsächlich nicht voraussehen konnte, wer „der Sammler“ ist und wie die anderen Personen jeweils ins Bild passen.

Besonders erstaunlich fand ich, dass die Autorin es am Ende geschafft hat, mich mit dem letzten Kapitel/Epilog neugierig zu machen, ob es noch einen Teil der Reihe geben wird.
Ich würde sagen, die Voraussetzungen sind z.B. durch die Dossiers von Arthur super dafür und ich würde mich auch über noch einen weiteren Teil freuen und ihn sehr gerne lesen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Schöne Urlaubsstimmung mit etwas Tiefgang

StrandHausKüsse (Bretagne-Träume)
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Ich habe das eBook in einer Leserunde gewonnen und mich sehr darüber gefreut - vor allem, weil ich einen anderen Roman von Hanna Holmgren bereits kenne und sehr mochte.


Die Geschichte dreht sich um Anna, ...

Ich habe das eBook in einer Leserunde gewonnen und mich sehr darüber gefreut - vor allem, weil ich einen anderen Roman von Hanna Holmgren bereits kenne und sehr mochte.


Die Geschichte dreht sich um Anna, die vollkommen unerwartet ein Haus in dem bretonischen Ort Menhirville erbt.

Durch Erfahrungen in ihrer Kindheit ist Anna nun als Erwachsene sehr auf Sicherheit und Stabilität in ihrem Leben bedacht. Manch einer könnte es als den Inbegriff von einem „geregelten Leben“ ansehen.
Durch die Erbschaft verschlägt es sie nach Frankreich in die Bretagne. Ihren eigentlichen Plan, das geerbte Haus schnell zu verkaufen und wieder nach Deutschland zurückzukehren, verwirft sie erstaunlich schnell wieder. Das liegt einerseits an dem Zauber des Hauses, andererseits aber mindestens genauso sehr an Phillipe und seiner Familie, den sie eher zufällig kennenlernt und nochmal trifft.

Natürlich kommt es zwischen Verkaufen, Renovieren, Kennenlernen immer wieder zu Problemen. Allerdings können diese immer recht schnell durch Hilfe ihrer Freunde wieder gelöst werden.
Das macht das Buch angenehm leicht zu lesen, ohne dass es langweilig oder zu vorhersehbar wäre.
Ich habe das Buch somit sehr gerne gelesen und freue mich darauf, noch mehr von Hanna Holmgren lesen zu können!

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ich habe mir leider aufgrund der Zusammenfassung etwas komplett anderes erwartet

Der Tote im Kamin
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen und mich aufgrund der Inhaltsangabe sehr darauf gefreut, es zu lesen.

Der Versand hat leider sehr lange gedauert, sodass ich mir Mühe gegeben habe, ...

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen und mich aufgrund der Inhaltsangabe sehr darauf gefreut, es zu lesen.

Der Versand hat leider sehr lange gedauert, sodass ich mir Mühe gegeben habe, wirklich in jeder freien Minute zu lesen, damit ich schnell genug für die Leserunde durch bin.
Beim Auspacken das Buchs war ich sehr überrascht. Ich hielt ein schön gestaltetes Hardcoverbuch in der Hand. Ich hätte mit Taschenbuch gerechnet. War aber eine positive Überraschung.

Zum Inhalt kann ich leider wenig sagen, ohne zu spoilern, daher lasse ich es vorsichtshalber direkt sein.

Auffällig ist direkt am Anfang jedoch die Tatsache, dass man den Prolog aus der Sicht einer unbeteiligten Person, die bei den Geschehnissen gar nicht dabei war, bekommt. Dabei wird auch erklärt, dass zwischendurch immer mal Telegramme, Notizen oder andere Originaldokumente aus dem Fall in der Geschichte eingestreut werden. Die Idee fand ich wirklich gut und war sehr gespannt, wie es umgesetzt wird. Ich muss aber leider sagen: Ich hätte mir mehr dieser Dokumente im Buch gewünscht. Sie kommen leider nicht sehr häufig vor. Mir haben sie persönlich auch beim Lösen des Falls nicht geholfen, aber sie waren immer ein nettes "Aufbrechen" der Geschichte, wenn sie mal eingestreut wurden.

Die Geschichte wird durchgehend aus der Sicht eines Ich-Erzählers, des Hauptcharakters Frank (Francis) Grasby erzählt. Frank spricht den Leser auch häufiger direkt an, was ich einerseits gut fand, da es einen gut in die Geschichte reinzieht, aber andererseits auch manchmal etwas befremdlich fand.

Bei Ankunft in Elderby lernt Frank (und auch der Leser) auf einen Schlag sehr viele Personen neu kennen. Dadurch hatte ich etwas Probleme, die Personen immer zweifelsfrei zuzuordnen. Da meistens jedoch auch der Beruf der Person mit genannt wird, geht das im Verlauf des Buches recht gut.

Nun kommen (leider) meine persönlichen großen Kritikpunkte:

Es gibt - vor allem in den Erläuterungen von Frank - viel "Füllmaterial. Es wird dem Leser häufig erklärt, woran er in der Situation grade denkt, was für Erinnerungen gewisse Ereignisse/Verhalten/Gerüche in ihm wachrufen. Grade diese Schilderung aus seinem früheren Leben, die gar nichts mit der Geschichte an sich zu tun haben, sind für meinen Geschmack viel zu sehr ausgearbeitet. Da hätte es eine sehr viel kürzere Erklärung ausgereicht, in vielen Fällen hätte man die Schilderung auch komplett weglassen können, da sie nichts zur Geschichte beiträgt. Den Charakter von Frank kann man auch ohne dieses "Füllmaterial" gut erkennen und einschätzen.

Mein persönlicher größter Kritikpunkt ist jedoch tatsächlich der Verlauf der Geschichte ab ungefähr der Mitte bis zum Ende. Und hier wirklich

ACHTUNG SPOILER!!!!



Mir persönlich zieht sich der zweite Teil des Buchs viel zu sehr. Es kommt ein Komplott nach dem anderen, die Verdächtigen ändern sich alle paar Seiten und man traut auf einmal jedem und niemandem. Was ok wäre, wenn nicht gefühlt überall eine Intrige lauern würde. Man kommt nicht mehr so richtig mit und mir war es dann auch sehr schnell zu viel.

Dazu kommt, dass am Ende alles sehr politisch wird. Es geht keinesfalls um ein Verbrechen aus persönlichen Motiven, sondern es ist alles eine einzige große Aktion aus politischen Gründen. Was sicherlich geschichtlich gesehen auch genau so hätte passieren können.



Ich muss daher leider sagen, dass ich bei weitem nicht so viel Spaß an dem Buch hatte, wie ich es mir anhand der Zusammenfassung, die es für die Bewerbung zur Leserunde gab, erhofft habe. Auch die Aussagen "eine Komödie zum Wohlfühlen" und "ein verzwickter Plot gespickt mit wunderbar schwarzem Humor" die man auf dem Buchrücken zitiert, treffen meiner Meinung nach nicht zu. Es gab meine ich zwei Stellen in der gesamten Geschichte, wo ich schmunzeln musste.

Aus diesen Gründen leider nur 3 Sterne von mir.

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