Ein maritimes Rätsel voller Charme, Spannung und britischem Humor
Nach „Mord auf der Fähre“ war ich sehr gespannt, wie es mit Freya und der Kreuzfahrtkrimi-Reihe weitergeht – und wurde nicht enttäuscht.
C.L. Miller schafft es auch hier wieder, die Atmosphäre eines maritimen ...
Nach „Mord auf der Fähre“ war ich sehr gespannt, wie es mit Freya und der Kreuzfahrtkrimi-Reihe weitergeht – und wurde nicht enttäuscht.
C.L. Miller schafft es auch hier wieder, die Atmosphäre eines maritimen Settings perfekt einzufangen: Man spürt fast die salzige Meeresluft und hört das Knarren der Planken.
Die Geschichte beginnt zunächst ruhig, gewinnt aber schnell an Fahrt. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus klassischem Whodunit-Flair und modernen Elementen. Freya entwickelt sich weiter, bleibt aber ihrer neugierigen, manchmal etwas tollpatschigen Art treu – was sie umso sympathischer macht. Auch ihre Dynamik mit Phil hat mir wieder gut gefallen, da sie zwischen Spannung, Misstrauen und einem Hauch Romantik changiert.
Die Ermittlungen rund um die Auktion und die geheimnisvollen Artefakte waren clever aufgebaut, auch wenn es zwischendurch viele Figuren und Verwicklungen gab, die kurzzeitig verwirrten. Dafür belohnt das Finale mit einer durchdachten Auflösung, bei der alle Fäden stimmig zusammenlaufen. Besonders positiv: Es bleibt nicht bei bloßer Krimispannung, sondern auch Humor und menschliche Momente kommen nicht zu kurz.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen – ideal für Leserinnen, die gern in eine unterhaltsame, aber dennoch knifflige Geschichte eintauchen.
Fazit: Ein stimmungsvoller und abwechslungsreicher Cozy Crime auf hoher See, der sowohl Krimifans als auch Liebhaberinnen atmosphärischer Settings begeistert. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Freya – hoffentlich in einem weiteren Fall!