Profilbild von FreyjaK1

FreyjaK1

Lesejury Star
offline

FreyjaK1 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit FreyjaK1 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2021

Gute Unterhaltung vor tragischem Hintergrund

Wir sind für die Ewigkeit
0

Die Autorin Astrid Töpfner hat mit "Wir sind für die Ewigkeit" den ersten Teil ihrer Spanien-Saga auf den Markt gebracht.

Es geht in diesem Roman um die junge Mercedes, die mit Mutter und Bruder 1939 ...

Die Autorin Astrid Töpfner hat mit "Wir sind für die Ewigkeit" den ersten Teil ihrer Spanien-Saga auf den Markt gebracht.

Es geht in diesem Roman um die junge Mercedes, die mit Mutter und Bruder 1939 vor dem spanischen Bürgerkrieg fliehen muss. Tragische Ereignisse begleiten sie auf dem Weg in die Freiheit, aber letztendlich wird sie doch interniert. Dort lernt Mercedes Agusti kennen, sie verliebt sich in ihn und verliert ihn wieder. Mercedes kämpft sich fortan alleine durch immer auf der Suche nach Agusti und ihrer Familie. Und dann holt sie die Vergangenheit wieder ein ....

Bei diesem Roman habe ich mich sehr auf eine spannende Unterhaltung gefreut. Der spanische Bürgerkrieg wurde recht dramatisch hier beschrieben - das hat mir durchaus gefallen. Leider waren die daraus resultierenden Tragödien das einzig fesselnde an diesem Roman. Die Hauptprotagonistin Mercedes war zu Beginn ein sehr junges Mädchen, aber mit ihrer Einfältigkeit und all den schweren Lasten, die sie zu tragen hat, erstaunlich gefühllos. Und auch ihr weiterer Lebensweg hat mich nicht wirklich packen können. Die Geschichte kam mir immer unglaubwürdiger und an den Haaren herbeigezaubert vor. Schade, es hätte durchaus eine interessante Lektüre sein können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2021

Leben im Berlin der goldenen Zwanziger

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
0

Die Autorin Helene Sommerfeld hat mit "Das Leben ist ein großer Rausch)einen zweiten Teil über die Polizeiärztin Magd Fuchs geschrieben.

1922 werden in Berlin grausame Überfalle auf junge Frauen begangen. ...

Die Autorin Helene Sommerfeld hat mit "Das Leben ist ein großer Rausch)einen zweiten Teil über die Polizeiärztin Magd Fuchs geschrieben.

1922 werden in Berlin grausame Überfalle auf junge Frauen begangen. Als die Polizeiärztin Magda Fuchs und der Kommissar Kuno Mehring zu einem brutalen und scheinbar sinnlosen Mord an einer jungen Frau gerufen werden, so stellt sich die Frage, ob dieser Mord mit den Überfallen zusammenhängt. Denn in diesen, für viele sehr schweren Zeiten, haben die jungen Frauen im horizontalen Gewerbe etwas Geld verdient.

Da das Amt einer Polizeiärztin nicht für ein ausreichendes Einkommen sorgt, muss Magda eine weitere Arbeit annehmen und so eröffnet sie eine eigene Praxis. Auch ihre Bekannten, die Medizinstudentin Celia, die Anwältin Ruth und die Schauspielerin Doris haben in ihren Leben den ein oder anderen Kampf auszufechten.

Dieser Roman versprach mir eindeutig einen spannenden Roman vor historischer Kulisse. Die Protagonisten wurden sehr gut und anschaulich beschrieben. Der Handlungsstrang selbst hat mir da weit weniger gefallen. Ich bin davon ausgegangen, das hier doch Magda Fuchs im Vordergrund dieser Geschichte steht, das ist aber absolut nicht der Fall. Ihre Bekannten bekamen den gleichen Anteil der Aufmerksamkeit der Autorin. Wenn das Wort "Polizeiärztin" nicht auf dem Titel stehen würde, so wäre ich sicher von anderen Voraussetzungen ausgegangen, denn der Schreibstil hat mir durchaus gefallen. So habe ich doch eher einen Kriminalroman erwartet, und das war dieses Buch nun nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2021

Ein etwas anderer Krimi

Betongold
0

Der ehemalige Mordermittler "Smokey" Frey macht krankheitsbedingt kilometerlange Spaziergänge durch seinen Heimatort Giesing. Dieses, gelegentliches Cannabis rauchen und seine Besuche in der Stammkneipe ...

Der ehemalige Mordermittler "Smokey" Frey macht krankheitsbedingt kilometerlange Spaziergänge durch seinen Heimatort Giesing. Dieses, gelegentliches Cannabis rauchen und seine Besuche in der Stammkneipe sollen so die Schmerzen vergessen lassen. Dann wird die Leiche eines sehr guten Freundes gefunden und Smokey hat auf seinen Spaziergängen viel Zeit um über diesen Toten nach zu denken.

Mit "Betongold" hat die Autorin einen Kriminalroman geschaffen, mit dem ich mich anfangs schwer tat. Die Protagonisten waren alle etwas skurril, die Schreibweise gewöhnungsbedürftig. Die Zeitreisen von Vergangenheit und Gegenwart nicht immer für mich nachvollziehbar. Aber irgendwann konnte ich mich damit durchaus anfreunden. Der Handlungsstrang mit der Münchener Immobiliensituation und den daraus resultierenden Geschäften an sich nicht neu. Aber letztendlich doch ein unterhaltsamer Roman, den ich aber auch nicht als reinen Krimi sehe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2021

Eine spannende Familiengeschichte

Unter dem Schnee
0

Katrin Burseg katapultiert einen mit ihrem Roman "Unter dem Schnee" direkt in die Schneekatastrophe von 1978/79.

Die Patriarchin Luise von Schwan soll Ende Dezember 1978 ihrem Stand gemäß beerdigt werden. ...

Katrin Burseg katapultiert einen mit ihrem Roman "Unter dem Schnee" direkt in die Schneekatastrophe von 1978/79.

Die Patriarchin Luise von Schwan soll Ende Dezember 1978 ihrem Stand gemäß beerdigt werden. Nur beginnt es bereits während der Trauerfeier heftig zu schneien, die Beerdigung muss abgesagt werden. Die trauernden Familienmitglieder werden auf Schloss Schwanitz eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten. Kurz zuvor trifft aber noch eine unbekannte Person aus Frankreich ein. Diese junge Frau behauptet, die Tochter der Verstorbenen zu sein. Das kann unmöglich der Wahrheit entsprechen. Tagelang sind die Personen nun eingesperrt und letztendlich auch aufeinander angewiesen. Es kommen viele verborgene Gedanken und Geschichten aus der Vergangenheit zutage.

Der Roman beginnt etwas skurril in Anbetracht der beginnenden, dramatischen Wetterverhältnisse. Jedenfalls musste ich ordentlich schmunzeln. Während die Protagonisten später alle mehr oder weniger aufeinander hocken und sich nicht nur der Vergangenheit stellen müssen, türmen sich die Schneemassen höher und höher. Der ganze Roman ist mit seinen Figuren und der Geschichte äußerst anschaulich beschrieben - bei mir jedenfalls setzte ein richtiges Kopfkino ein. Dabei ist der Schreibstil flüssig und auch locker zu lesen. Von diesem Buch konnte ich mich nur schwer trennen und hätte es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. "Unter dem Schnee" ist ein unterhaltsamer und spannender Roman der nicht weniger als fünf Sterne verdient hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2021

Unterhaltsamer Roman um ein historisches Collier

Das Collier der Königin
0

In dem Roman von Beate Maxian geht es um die Geschichte eines Schmuckstücks der Marie-Antoinette.

Zum weiteren Inhalt:
Die Wiener Versicherungsangestellte Lea erbt ein sich schon lange im Familienbesitz ...

In dem Roman von Beate Maxian geht es um die Geschichte eines Schmuckstücks der Marie-Antoinette.

Zum weiteren Inhalt:
Die Wiener Versicherungsangestellte Lea erbt ein sich schon lange im Familienbesitz befindliches Diamantcollier. Dieses soll ursprünglich im Besitz der Königin Marie-Antoinette gewesen sein aber ist dann während der Französischen Revolution verschwunden. Lea stellt sich jetzt die Frage, wie dieses Schmuckstück überhaupt in ihre Familie gekommen ist.
Unruhige Zeiten in Paris und so muss auch Isabelle Blanc 1794 flüchten. Ihr Vater fertigte edle Juwelen für die Aristokratie und gilt somit als Feind der Revolution. Nun ist Isabell also gezwungen, sich zu verstecken. Aber dann steht ein Soldat vor ihr und legt ihr ein Kind in die Arme ...

Dieser Roman spielt sich also auf zwei Zeitebenen ab, einmal mit Lea in der Gegenwart und dann im ausgehenden 18. Jahrhundert mit Isabelle als wichtigste Protagonistin. Die Autorin Beate Maxian hat in dieser Lektüre die Akteure gut beschrieben, die Geschichte ist interessant und unterhaltsam. Ein flüssig zu lesender Schreibstil, da hat man dieses Buch im Null-Komma-Nichts durch. Eine wirklich gute Entspannungslektüre, einziges Manko war meiner Ansicht nach, das recht viel vorhersehbar war. Aus diesem Grund dann nur vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere