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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2025

Hommage an Sylt

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Ich hatte mich als erstes in das wunderschön gestaltete Cover des Buches verliebt. Aber auch der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an - irgendwie geheimnisvoll und sehr passend zum Cover. Der ...

Ich hatte mich als erstes in das wunderschön gestaltete Cover des Buches verliebt. Aber auch der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an - irgendwie geheimnisvoll und sehr passend zum Cover. Der Erzählstil der Autorin (von der ich bis dato noch nichts gelesen hatte) hat mich auch nicht enttäuscht, ist flüssig und sehr stimmungsvoll; auch die Landschaftsbeschreibungen von Sylt waren sehr atmosphärisch und ich konnte mich sofort wieder in Sylt orientieren obwohl ich erst einmal dort war. Trotzdem hatte ich ein paar Probleme mit der Geschichte, hatte ich mir aufgrund des Klappentextes etwas mehr historisches erhofft. Für mich waren die Abschnitte von Lene und Beeke und vor allem die über die Bücher etwas zu kurz gehalten. Mir war der Großteil des Buches einfach zu sehr im Hier und Jetzt verhaftet. Auch blieb mit das Wesen von Anna - obwohl ich im gleichen Alter bin - etwas fremd. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich ein Landkind bin und mit einem modernen Großstadtleben absolut nichts anfangen kann.

Zum Ende hin hat das Buch aber wieder etwas Fahrt aufgenommen, so dass man Lust auf die Fortsetzung bekommt - man möchte ja schließlich wissen was mit Martje passiert ist. Leider habe ich aber nirgends in Erfahrung bringen können wie lange wir uns bis dahin gedulden müssen.



Alles in Allem aber ein schöner Roman an den ich wahrscheinlich einfach mit den falschen Vorstellungen herangegangen bin.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Farbige Töne

Die Melodie der Lagune
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Als erstes hat mich das tolle Cover dieses Buches angezogen. Schlicht und doch geheimnisvoll mit der Silhouette Venedigs in einem Violinen-F-Loch. Aber auch der Klappentext machte mich sofort ...

Als erstes hat mich das tolle Cover dieses Buches angezogen. Schlicht und doch geheimnisvoll mit der Silhouette Venedigs in einem Violinen-F-Loch. Aber auch der Klappentext machte mich sofort neugierig. Vivaldi kennt man, aber bitte wer ist Anna Maria de la Pieta? Und gab es im 18. Jahrhundert Frauen die derartig im Rampenlicht standen? Ja - Diese wunderbar recherchierte Geschichte können wir hier lesen.
Etwas die ersten 30 Seiten tat ich mich ein bisschen schwer einen Zugang zu finden; aber dann ist der Funke übergesprungen und ich konnte das Buch kaum mehr auf die Seite legen. Wunderbar bildhaft erzählt die Autorin das Leben der Waisenkinder in der Pieta. Alles so, dass man meint ein Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein. Einer Gemeinschaft mit Freundschaften und Neid, geprägt von strengen religiösen Regeln, aber auch von Zusammenhalt der Kinder untereinander, von Hingabe zur Musik, von Intrigen und Abhängigkeiten, von Not, Armut und unermesslichen Reichtum.
Und mitten in dieser Gemeinschaft ein Ausnahmetalent; ein junges, äußerst ehrgeiziges Mädchen welches nach Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung schreit, ein Mädchen das wie so viele damals, und auch heute noch, nicht gewürdigt werden/wurden. Ein musikalisches Talent das Noten nicht einfach nur spielt sondern kaleidoskopartig sieht. Ganz wunderbar und mitreißend in einem flüssigen Schreibstil erzählt - mit wunderbar gezeichneten Figuren.

Nicht nur für jeden Klassikfan ein Muss zum lesen; ein Buch welches einen dazu aufruft sich intensiver mit den Werken Vivaldis - oder denen von Anna Maria ?- auseinanderzusetzen. Ein Buch mit einer klaren Leseempfehlung.



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Veröffentlicht am 28.02.2025

Interessante Brückengeschichte

Die Brücke von London
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Als erstes sticht einem das schön gestaltete Cover dieses historischen Romans ins Auge; vielleicht etwas modern aber trotzdem passend (vielleicht haben wir ja auch einen falschen Blick auf die ...

Als erstes sticht einem das schön gestaltete Cover dieses historischen Romans ins Auge; vielleicht etwas modern aber trotzdem passend (vielleicht haben wir ja auch einen falschen Blick auf die damalige Zeit - wer weiß?).
Und von diesem Cover wird man unmittelbar in die Geschichte hineinkatapultiert. Gut recherchiert erfährt man hier von einer Brücke, die heute nicht mehr existiert, aber in Vorzeiten für die Ewigkeit erbaut wurde.
Die Geschichte ist auf 2 Handlungsstränge aufgebaut: Ein Handlungsstrang entführt uns in die Zeit der Erbauung der Brücke Anfang des 13. Jahrhunderts und der zweite Strang in das Leben auf eben jener Brücke in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Geschichte spielt sich aber vorwiegend in der Mitte des 18. Jahrhunderts ab.
Die Charaktere - egal auf welcher Zeitebene - werden sehr lebendig und authentisch in einer atmosphärischen Stimmung dargestellt. Man kann sich wirklich gut in die Figuren hineinversetzen und der facettenreichen Geschichte sehr bildhaft folgen.
Sehr gut hat mir das Ende gefallen - hier werden die beiden Handlungsstränge gut miteinander verwoben, so dass eine stimmige und abgerundete Geschichte draus wird.

Der Autor hat einen schön flüssigen Schreibstil der sich leicht lesen lässt. Die Idee der Geschichte bringt einen London der alten Zeit etwas näher und man erhält einen guten Einblick; für Liebhaber historischer Romane eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Unterhaltsamer Cosy Crime

Crime im Heim
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Ich muss zugeben zu Anfang hatte ich einige Probleme mit dem Buch und der Geschichte. Aber mit jeder Seite mehr konnte ich der Geschichte immer mehr abgewinnen. Zwar ein bisschen viel Shakespeare, aber ...

Ich muss zugeben zu Anfang hatte ich einige Probleme mit dem Buch und der Geschichte. Aber mit jeder Seite mehr konnte ich der Geschichte immer mehr abgewinnen. Zwar ein bisschen viel Shakespeare, aber schön fein und modern gezeichnet. Auch die Charaktere äußerst fein ausgearbeitet.

Der Aufbau der Geschichte und die Spannung haben sich Seite um Seite immer mehr aufgebaut; der Schreibstil hat sich sehr gut dem Tempo der Senioren und Seniorinnen angepasst. Bis hin zum Finale. Eine Geschichte mit viel Wortwitz und Humor - mit bunt gemischten Hauptakteuren die äußerst individuell und auch sehr lebensnah ausgearbeitet wurden. Die Ermittlungen zu dem Kriminalfall sind zwar teilweise etwas an den Haaren herbeigezogen, aber für mich handelt es sich bei diesem Buch einfach um einen Cosy-Crime und nicht um einen ernsten Krimi/ Thriller - einfach etwas zum schmunzeln, teilweise musste ich aber fast geradeheraus lachen ob des Wortwitzes der Autorin. Einfach ein unterhaltsamer und lustiger Krimi der in Ansätzen ein bisschen an Miss Marple erinnert.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Nostalgisches Warten auf Band 2

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
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Was für ein wunderbar geschriebenes Buch. Wie einem schon das schöne etwas nostalgisch gehaltene Cover suggeriert werden die Leser in eine Welt voller Bücher - komplett ohne Handy und Computer ...

Was für ein wunderbar geschriebenes Buch. Wie einem schon das schöne etwas nostalgisch gehaltene Cover suggeriert werden die Leser in eine Welt voller Bücher - komplett ohne Handy und Computer - entführt und man merkt die Liebe der Autorin zu Büchern. Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit schönen passenden Zitate, buchspezifisch und auch aus Klassikern, beendet; auch sind ein paar Illustrationen der Protagonisten enthalten.

Trotz alledem fand ich das Verhältnis des Alters der Protagonisten (16 Jahre) zum empfohlenen Lesealter von 11 Jahren etwas irritierend; es ist nicht wirklich rund. Die Figuren legen oft das Verhalten von jüngeren Kindern, eher dem Lesealter entsprechend, nahe. Auch werden die Charaktere der Sucher und der Labyrinthbewohner teilweise etwas oberflächlich dargestellt. Für das Lesealter wäre es zudem schön gewesen zusätzlich ein paar Abbildungen der verwendeten Mechaniken zu integrieren - die Vorstellungskraft der Computer-/Handyverwöhnten Leser wird hier arg strapaziert und reicht fast nicht aus.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesem Buch um eine originelle Fantasygeschichte die sehr temporeich erzählt wird.

Das Ende ist leider etwas abrupt und sehr offen. Um die Wahrheit zu erfahren bleibt einem nichts anderes übrig als sich in Geduld zu üben und auf Band 2 zu warten der im Sommer erscheinen soll.

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