Spannender, mitreißender neuer Fall von Pia Korittki
OstseehölleDarum gehts
Als eine Teilnehmerin bei einer Führung in der Lübecker Marienkirche eine leblose Frau auf dem Boden eines der Türme findet, wird Pia Korittki zum Tatort gerufen. Es stellt sich heraus, dass ...
Darum gehts
Als eine Teilnehmerin bei einer Führung in der Lübecker Marienkirche eine leblose Frau auf dem Boden eines der Türme findet, wird Pia Korittki zum Tatort gerufen. Es stellt sich heraus, dass die Ermordete ein Chormitglied war. Die Mitglieder scheinen alle Geheimnisse voreinander zu haben. Kommt der Täter etwa aus dem Chor? Oder ist er ganz woanders zu suchen?
Pia und ihr Team fangen an zu ermitteln. Als sie endlich eine heiße Spur haben, werden die plötzlich von den Fall abgezogen, den nun Pias Lebensgefährte Marten Unruh vom LKA übernimmt. Was hat es sich damit auf sich?
Meine Meinung
„Ostseehölle“ ist der 21. Fall der „Pia Korittki“-Krimireihe von Eva Almstädt und kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Allerdings könnte man dennoch zwischenzeitlich das Gefühl bekommen, einem würden Informationen fehlen. Das Cover ist wieder wunderschön gestaltet und passt wunderbar zum Inhalt des Buches sowie zu den anderen Bänden in meinem Bücherregal. Der locker, leichte, emotionale, humorvolle, aber auch spannende Schreibstil der Autorin, hat es mir mal wieder leicht gemacht in den Fall hineinzufinden und nur so durch die Seiten zu fliegen. Das Setting wird wunderbar und sehr detailreich beschrieben, sodass ich es mir gut vorstellen konnte. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen doch eine Landkarte gewünscht, um genau zu wissen, wo die Orte genau liegen. Viel wichtiger hätte ich ein Namenregister gefunden, da ich irgendwann Schwierigkeiten hatte, bei den ganzen Namen die Zusammenhänge und Verbindungen im Kopf zu behalten. Wie in all ihren Bänden wird der Fall aus mehreren Blickwinkeln aus der Erzählerperspektive erzählt, sodass wir als Lesende die Geschichte umfassend erzählt bekommen. Gerade dadurch konnte ich richtig gut miträtseln und konnte die jeweilige Sichtweise umso mehr verstehen. Bis zu guter Letzt habe ich noch gerätselt wer nun der Mörder ist und die Autorin hat es somit auch hier wieder geschafft, es bis zum Ende spannend zu machen. Sie hat gekonnt immer wieder kleinere Hinweise in die Ermittlungen mit einfließen lassen, die am Ende Sinn ergeben haben. Auch das Privatleben von Pia hat wieder, wenn auch eine eher geringere Rolle in diesem Band, wurde etwas weiter erzählt. Denn nicht nur Pia, sondern auch Marten und Felix habe ich über die Bände hinweg ins Herz geschlossen. Die Handlung hat einen erkennbaren roten Faden und hat recht ruhig begonnen, hatte zwischenzeitlich sehr aufregende Szenen und wurde zum Schluss hin nochmal so richtig spannend und zum Mitfiebern. Das Ende konnte mich, was den Fall betrifft zufrieden stellen, auch wenn es aus meiner Sicht, nicht nur einen Täter in dieser vielschichtigen Geschichte gibt. Dennoch war für mich der Abschluss des Bandes für mich nicht ganz rund, da ich dann doch eine Handlung von Pia etwas aus dem Nichts kam, ohne das sie so richtig erklärt wurde. Es wirkte ein bisschen so, als wenn die maximal Anzahl der Seiten erreicht wäre und die Autorin schnell zu einem „Happy End“ kommen musste.
Fazit
Der 21. Fall der Pia-Korittki Krimi-Reihe habe ich wieder sehr gerne gelesen. Die ganze Reihe, ist eine meiner absoluten Lieblingskrimireihen. Vor allem der lockere und tolle Schreibstil der Autorin hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Außerdem fand ich es toll, dass ich bis zum Ende miträtseln konnte und ich nicht schon bei der Hälfte geahnt habe. Ich empfehle die Reihe allen, die ein etwas seichteren Krimi mit einem deutschen Setting suchen - hier werdet ihr fündig. Auch wenn für mich das Ende nicht ganz rund war, so war es wieder einer der stärkeren Fälle aus der Reihe - und ich hoffe es kommen noch weitere, denn das ein oder andere Fragezeichen ist noch offen . Vielen Dank an die Lesejury, dass ich das Buch vorab lesen durfte. Von mir gibt es 4,5/5 ⭐️