Toller Auftakt der neuen Reihe, ausergewöhnliches Setting und starke Protagonisten
Selling DreamsDarum gehts
Als Melissa Gallagher als Immobilienmaklerin dem Prince Charming Calder Bevyn einen Deal vor der Nase wegschnappt, bekommt sie wenig später ein Jobangebot von dessen Bruder, welches sie nicht ...
Darum gehts
Als Melissa Gallagher als Immobilienmaklerin dem Prince Charming Calder Bevyn einen Deal vor der Nase wegschnappt, bekommt sie wenig später ein Jobangebot von dessen Bruder, welches sie nicht ablehnen kann. Dennoch konkurrieren sie darum, wer von ihnen besser im verkaufen ist. Doch bald mischen sich auch Gefühle füreinander mit ein und es fällt ihnen zunehmend schwerer so zu tun, als würden sie sich nicht mögen. Wer gewinnt am Ende?
Meine Meinung
„Selling Dreams“ ist der erste Band und somit der Auftakt der neuen New-Adult Trilogie „Bevyn Boys“ von April Dawson. Das Cover ist schön gestaltet, ohne überfrachtet zu wirken und ein echter Blickfang. Auch der Farbschnitt passt wunderbar zum Cover, aber ein echtes Highlight sind die Zeichnungen ob und unten des Buchschnitts. Das Setting mit New York ist bei der Autorin nicht neu, aber ist gut ausgewählt und die Atmosphäre dort wird sehr detailreich beschrieben. Der Schreibstil von April Dawson ist locker, leicht, humorvoll, dramatisch sowie romantisch, weswegen ich der Geschichte gut folgen konnte. Die beiden Hauptprotagonisten in diesem Band sind Melissa und Calder, die auch gleichzeitig die Erzähler sind.
Melissa ist eine junge Frau, die keine leichte Kindheit hatte und sich ihren Erfolg selbst erkämpfen musste. Sie gehörte nicht von Anfang an zur High Society und steht dadurch mit beiden Beinen im Leben. Dennoch konnte sie ihre Vergangenheit noch nicht ganz hinter sich lassen. Sie ist eine wahre Kämpfernatur, aber auch ein kleiner Workaholic, da ihr die Arbeit wichtiger zu sein scheint, als alles andere. Gerade die Szenen, in denen sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, haben mich tief beeindruckt. Kein Wunder, dass sie so schnell niemanden an sich heranlässt.
Calder hingegen ist ein junger Mann, der zwar in die High Society hineingeboren wurde, aber es auf eine andere Art nicht einfach hatte. Denn durch ihn konnte ich die Schattenseiten miterleben. Er liebt das Risiko, auch wenn er dabei Kopf und Kragen riskiert. An erster Stelle stehen für ihn seine Geschwister, für die er alles tun würde. Dennoch gibt es auch bei ihm einen Teil in seiner Vergangenheit , der ihn bis heute begleitet. Gerade diese Geschichte hat mich sehr an meine eigene erinnert, auch wenn sie bei weitem nicht so dramatisch war.
In diesem Band konnte ich auch schon die Geschwister von Calder kennen lernen und fand auch sie auf ihre Art interessant und sympathisch. Da bin ich noch gespannt was so kommt. Auch die besten Freundinnen und der Bruder von Melissa konnte ich kennenlernen. Wobei letzterer nicht so häufig vorkam, was ich irgendwie schade fand, da ich so keine Verbindung zu ihm aufbauen konnte.
Die Geschichte von Melissa und Calder ist absolut Slow-Burn. Für mich manches Mal zu „slow“, denn gerade im Mittelteil fand ich, hat es sich etwas gezogen. Denn war es im Großteil der Geschichte gar kein Spice vorhanden, so sind sie quasi im letzten Teil nur so übereinander hergefallen. Das hätte meiner Meinung nach mehr verteilt werden können. Auch die Thematik von Calder empfand ich am Ende als viel zu schnell abgehakt und hätte für mich noch mehr Raum einnehmen können, da es so ein zentrales Thema für ihn ist.
Begeistert haben mich dagegen die detaillierten Beschreibungen der Häuser und Penthouses, die Calder und Melissa verkaufen müssen. Ich konnte sie mir somit fast bildlich vorstellen. Am Ende gibt es den erwarteten Cliffhanger, der viele Fragen offen lässt.
Fazit
„Selling Dreams“ habe ich sehr gerne gelesen. Gerade der gute Schreibstil von April Dawson, hat mir über die kleine Durststrecke im Mittelteil drüber hinweggeholfen. Für einen Auftakt, war die Geschichte von Melissa & Calder wunderbar geschrieben und hat gut eingeführt in die Welt der Immobilienbranche und in die Familie Bevyn in New York. Ich kann die Geschichte jedem oder jeder empfehlen, der/die Lust auf ein ungewöhnliches Setting hat und Fan von Immobilienserien ist. Von mir gibt es, wegen einiger Kritikpunkte, 4/5 Sternen ⭐️. Ein großen Dank an alle in der Leserunde für die tolle und anregende Diskussion sowie an die Lesejury, das ich diese Geschichte vorab lesen durfte.