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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2021

Zu viel

2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt
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Topaktuell ist das Thema dieses Polit- und Umweltthrillers und darum war ich auch sehr gespannt darauf, wie es in diesem Buch von Noah Richter umgesetzt werden wird. Im letzten Jahr stand natürlich Corona ...

Topaktuell ist das Thema dieses Polit- und Umweltthrillers und darum war ich auch sehr gespannt darauf, wie es in diesem Buch von Noah Richter umgesetzt werden wird. Im letzten Jahr stand natürlich Corona sehr im Vordergrund, doch die Natur legte deswegen keine Pause ein. Hier führt uns die Geschichte in die Antarktis, wo der Glaziologe Jakob Richter stirbt, aber seine Freundin Leela übernimmt die Aufgabe, gegen die sogenannten "Black seven", die für viele Klimakatastrophen die Verantwortung tragen, anzugehen. Ein Zukunftsszenario, das durchaus realistische Züge aufweist. Und Ölfirmen sind keine zu unterschätzenden Gegner. Ein durchaus packendes Ausgangsszenario, doch leider ging für mich die Spannung auf dem Weg verloren; aus dieser höchstbrisanten Thematik hätte man mehr machen können. Sekten, Ökodiktatur, Entschlüsselung der Dokumente, Flüchtlinge, Prepper - hier wurde zu viel in die Thematik gepresst.

Veröffentlicht am 04.02.2021

Elche

Elchtage
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Johanna versteht nicht, dass ihre vormals beste Freundin Sandra auf einmal ständig mit der Clique um Lusse und Viktoria abhängt und alles macht, was Lusse will und keine eigene Meinung mehr zu haben scheint. ...

Johanna versteht nicht, dass ihre vormals beste Freundin Sandra auf einmal ständig mit der Clique um Lusse und Viktoria abhängt und alles macht, was Lusse will und keine eigene Meinung mehr zu haben scheint. Und dabei sind die Mädchen doch eher dumm, wie sie bei so einigen Bemerkungen denkt. Und dann noch diese große Lüge, die Sandra den anderen erzählt - dabei kann sie doch so schlecht lügen. Aber egal, Johanna hat immer noch die Hütte im Wald, in der sie schon so viel Zeit mit Sandra verbracht hat, aber nun nutzt sie sie halt alleine. Und eines Tages kommen zwei Elche zum See. Den einen Elch nennt Johanna Wildstern und Wildstern ist ganz verrückt nach Popcorn. Johanna liest sich in das Thema Elche ein. Ihr ganzes Leben verändert sich in diesen Wochen. Sie lernt neue Freunde kennen, trifft auf Six, einen geheimnisvollen Jungen, wird von einer recht aggressiven Tierschützerin vereinnahmt und vieles mehr. Ein Schritt von der Kindheit zur Jugend, schön erzählt, aber dann ist die Geschichte so urplötzlich zu Ende, wo sie doch eigentlich erst richtig beginnen sollte. Das fand ich etwas schade.

Veröffentlicht am 03.02.2021

Spannendes Finale

Elbendunkel 2: Kein Weg zu dir
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Ash ist nun bei den Dunkelelben und wird auf den Kampf vorbereitet. Doch wie soll sie sich nur von Darel fernhalten? Das Buch fängt dort an, wo der erste Band endete und hier passiert so viel, dass ich ...

Ash ist nun bei den Dunkelelben und wird auf den Kampf vorbereitet. Doch wie soll sie sich nur von Darel fernhalten? Das Buch fängt dort an, wo der erste Band endete und hier passiert so viel, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Was auch an den ständig wechselnden Perspektiven lag, so dass wir als Leser an allen entscheidenden Stellen "dabei" waren, sei es nun bei den Dunkelelben oder bei den Lichtelben, aber auch bei Kelley. Wir erfahren hier noch mehr über die Elben und ihre Bekämpfung und den Zwist zwischen Hell und Dunkel. Aber es gibt hier auch mehrere Liebesgeschichten und leider müssen wir uns im Lauf der Handlung von liebgewonnenen Charakteren verabschieden. Rena Fischer hat einen tollen Abschluss der Reihe verfasst, mit einer gut durchdachten Welt, die mich unterhalten hat, aber auch gesellschaftspolitische Denkanstöße allgemeiner Art gegeben hat.

Veröffentlicht am 01.02.2021

Animalis

Animalis – Die Legende des ersten Drachen
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Pamina Candela arbeitet als Volontärin bei Inscenes und ist dort – zu ihrem eigenen Verdruss – leider eher für Kaffeebestellungen und Co zuständig, aber sie beißt sich durch, um später einen Traumjob als ...

Pamina Candela arbeitet als Volontärin bei Inscenes und ist dort – zu ihrem eigenen Verdruss – leider eher für Kaffeebestellungen und Co zuständig, aber sie beißt sich durch, um später einen Traumjob als Journalistin zu erhalten. Das sind zumindest bis zu diesem Morgen ihre Pläne. Denn in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit fasst ein Typ sie am Arm und das schmerzt unendlich. Was für ein ***; so ein dummer Muskelprotz, der sich einfach nur toll findet. Überhaupt nicht ihr Typ. Aber irgendwie interessiert er sie schon. Perspektivwechsel zu Robin: auch er findet Pamina überhaupt nicht attraktiv, sie passt nicht in sein Beuteschema, doch dann finden sich die beiden doch gemeinsam in einem Café wieder. Schon bald überstürzen sich die Ereignisse und für Pamina ist nichts mehr, wie es einmal war. Nicht nur, dass die Anziehungskraft zwischen ihr und Robin immer stärker wird, nein, ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt. Denn sie soll eine Prinzessin sein? Das kann nicht sein. Und außerdem gibt es eine Parallelwelt, in der so genannte Animalis leben, die sich in Feen, Trolle, Phönixe (wie Robin) oder gar Drachen (wie ihre Mutter) verwandeln. Und sie gehört auch dazu, so irgendwie, aber sie ist dennoch anders. Ganz schön viel passiert hier, aber dann geschehen auch noch bestialische Morde und es wird gefährlich… Nicole Knoblauch ist eine Geschichte gelungen, die sich nicht immer ganz ernst nimmt, sich über Kitsch amüsiert, aber andererseits auch ernste Themen wie Rassismus und Vorurteile – eingebunden in die Animalis-Welt, aber übertragbar auf unseren Alltag – anspricht. Anfangs zog sich die Geschichte etwas, aber später gar nicht mehr und was mir auch sehr gefiel: es gibt ein Ende und es scheint ein Einzelband zu sein.

Veröffentlicht am 29.01.2021

Auf geht's!

Homefarming
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Judith Rakers beginnt ihr Buch damit zu beschreiben, wie ihre Obstschale und der Kühlschrank vorher aussahen; nicht sehr appetitlich. Und auch mit ihren Kochkünsten war es nicht sonderlich ausgefeilt, ...

Judith Rakers beginnt ihr Buch damit zu beschreiben, wie ihre Obstschale und der Kühlschrank vorher aussahen; nicht sehr appetitlich. Und auch mit ihren Kochkünsten war es nicht sonderlich ausgefeilt, doch dann hat sie ein Interview machen müssen und dann änderte sich alles. Sie hat sich der Aufgabe gestellt, Selbstversorgerin zu werden und berichtet in diesem Buch von ihrem Weg, ihren Erfolgen, aber auch ihren (Mirabellen-)Misserfolgen, wie der Maulwurf vom Feind zum Freund wurde, wie man ein Hochbeet aufbaut, was man wann und wie vorzieht, dass sie anfangs gar nicht ihr schönes Gemüse und Obst ernten wollte, sondern es nur verzückt angeschaut hat. Dann gibt es noch eine große Rubrik zu Hühnern, Hühnerstallbau etc. Und zum Abschluss gibt es - was mir sehr gut gefallen hat - ein Kapitel mit Rezepten. Witzig und unterhaltsam geschrieben, reich und wunderschön bebildert. Da bekommt man Lust, sofort zu starten.