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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2017

Langatmig und erst am Ende spannend

Totenstarre
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Die Forensikerin Kay Scarpetta ermittelt hier nun schon in ihrem 24. Fall. Ich habe nicht alle Bücher der Reihe gelesen, doch die ersten und dann immer mal wieder einzelne Bände der Reihe, darum habe ich ...

Die Forensikerin Kay Scarpetta ermittelt hier nun schon in ihrem 24. Fall. Ich habe nicht alle Bücher der Reihe gelesen, doch die ersten und dann immer mal wieder einzelne Bände der Reihe, darum habe ich mich sehr über einen neuen Fall gefreut.
Boston leidet unter einer großen Hitzewelle. Kay Scarpetta erhält seit ungefähr einer Woche immer wieder Anrufe eines Stalkers, der sich sehr gut in ihrer Vergangenheit auszukennen scheint. Dann wird sie zur Leiche einer Radfahrerin gerufen, der sie an dem Tag zweimal begegnet ist. Alles deutet auf Tod durch Blitzschlag hin, aber ein Gewitter war bei dem Wetter nicht in Sicht, dann doch ein elektrischer Schlag?
Leider zeugt dieser Fall von so einigen sprachlichen Irrungen und Wirrungen, er zieht sich einfach zu sehr in die Länge und ich vermisse die frühere Tatkraft. Es war ein schönes "Wiedersehen" mit Kay Scarpetta und auch die private Geschichte hat mich interessiert, doch insgesamt hätte dem Buch eine Straffung gut getan. Das Ende konnte mich dann wieder vollends überzeugen und in den Bann ziehen. Ich hoffe, der nächste Fall wird dann wieder "rasanter" gelöst und verliert sich nicht in scheinbar endlosen Dialogen oder einem ewig langen Weg zum Tatort.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Warum musste Sissel sterben?

Das Mädchen, das schwieg
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In Losvika, auf einer norwegischen Insel, lebt die Journalistin Kajsa mit ihrem Mann und ihren Kindern aus erster Ehe und dem gemeinsamen Sohn Jonas. Karsten ist bei der Polizist und hat sich bei seinem ...


In Losvika, auf einer norwegischen Insel, lebt die Journalistin Kajsa mit ihrem Mann und ihren Kindern aus erster Ehe und dem gemeinsamen Sohn Jonas. Karsten ist bei der Polizist und hat sich bei seinem letzten Fall schwer verletzt und ist noch auf Gehhilfen angewiesen.
Sissel, eine Frau, die nicht spricht, sondern alles auf kleinen Zetteln notiert, ist tot. Was hat Sissel gesehen? Und hängt ihr Tod mit dem ihres Vaters ein Jahr zuvor zusammen?
Doch damit nicht genug, denn bald verschwindet auch noch Tone, ein Mädchen, das direkt neben Sissel gewohnt hat.
Kajsa klinkt sich in die Ermittlungen ein und verbeißt sich in den Fall, der in die Vergangenheit von Sissel führt und entdeckt dabei schlimme Details.
Die Geschichte ist spannend geschrieben, der Leser versucht mit zu ermitteln, wird immer mal wieder auf falsche Fährten gelockt und es werden viele Aspekte mit einbezogen, wie Gewalt in der Familie.
Eine schlüssige Auflösung rundet den spannenden, sehr skandinavischen Thriller ab.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Der 3. Fall

Wildeule
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Gesine Cordes gerät schon wieder in Mordermittlungen und dieses Mal gerät ihr Freund Hannes unter Verdacht. Gerade jetzt, wo sie sich zu Silvester wegen einer unbedachten Äußerung von Gesine voneinander ...

Gesine Cordes gerät schon wieder in Mordermittlungen und dieses Mal gerät ihr Freund Hannes unter Verdacht. Gerade jetzt, wo sie sich zu Silvester wegen einer unbedachten Äußerung von Gesine voneinander entfernt haben und Gesine dies am liebsten ungeschehen machen möchte. Hannes beklagt sich über einen Konkurrenten, der zu immer dreisteren Methoden greift und den anderen Bestattern das Leben schwer macht. Gesine bzw. ihr Chef sind für den Blumenschmuck einer aufwendigen Beerdigung zuständig. Wer ist hier wohl gestorben? Zur Messe erscheint jedoch nur ein alter Mann, der nicht so aussieht, als ob er viel Geld hätte. Und ist der Sarg etwa nicht richtig geschlossen? Gesine schaut lieber nach dem Rechten - und entdeckt in dem Sarg den Bestatter und nicht die erwartete ältere Frau.
Gerade wenn man die ersten beiden Teile der Reihe kennt, ist es ein schönes Wiedersehen mit den Personen, die man kennen und lieben gelernt hat. Auch in diesem Buch gibt es wieder Auszüge aus dem Notizbuch von Gesine, in dem sie Informationen zu giftigen Pflanzen mit den entsprechenden Handlungsanweisungen gibt, was im Vergiftungsfall zu tun ist.
Den Fall an sich fand ich dieses Mal nicht so spannend und ich hatte schon recht früh eine Vermutung, wer der Mörder ist, auch wenn ich nicht alle Zusammenhänge durchschaut habe.
Insgesamt dennoch solide Krimi-Unterhaltung.

Veröffentlicht am 09.09.2017

Mehr als ein Kochbuch

It's Market Day
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Das Buch ist eine wahre Augenweide. Beim Durchblättern würde man am liebsten aufbrechen zum nächsten Markt, am besten einen der hier vorgestellten und einkaufen gehen und sich dann in die Küche stellen, ...

Das Buch ist eine wahre Augenweide. Beim Durchblättern würde man am liebsten aufbrechen zum nächsten Markt, am besten einen der hier vorgestellten und einkaufen gehen und sich dann in die Küche stellen, aber sich vorher noch stärken bei den kulinarischen Stopps, die auch vorgestellt werden.
Die Vorstellung des jeweiligen Marktes in einer knappen Übersicht mit witzigen Kategorien gefällt mir sehr. So bekommt man gleich einen Eindruck der jeweiligen Stadt und es gibt immer wieder typische Rezepte, sei es nun aus der Stadt oder dem Land. Die Rezepte weisen alle einen gewissen Pfiff auf, wie zum Beispiel gibt es eine tolle Variante von Crêpes.
Ein Buch, das seinen Platz nicht nur in der Küche hat, da es viel mehr als nur ein Kochbuch ist. Man kann mit ihm auf die Reise in die Ferne gehen und eine kleine Auszeit nehmen.

Veröffentlicht am 09.09.2017

Apollo aka Lester Papadopoulos

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel
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Der Gott Apollo ist in Ungnade bei seinem Vater Zeus gefallen (die Gründe erfährt man später, aber wenn man die Reihe "Die Helden des Olymp" kennt, weiß man, weshalb). Zeus hat ihm zu einem normalen Menschen ...

Der Gott Apollo ist in Ungnade bei seinem Vater Zeus gefallen (die Gründe erfährt man später, aber wenn man die Reihe "Die Helden des Olymp" kennt, weiß man, weshalb). Zeus hat ihm zu einem normalen Menschen gemacht und Apollo - oder jetzt Lester Papadopoulos - landet schmerzhaft in einem Müllhaufen in New York, wo er sogleich von zwei Schlägern aufgegriffen wird, die ihn ausrauben wollen. Seiner göttlichen Kraft beraubt, aber noch nicht seines übergroßen Egos, wäre er gnadenlos gescheitert, wenn ihn nicht die Halbgöttin Meg gerettet hätte. Gemeinsam mit ihr macht er sich auf zu seinem Freund Percy Jackson, denn der wird ihm sicher helfen. Schon bald ist er in Camp Halfblood und natürlich läuft nicht alles rund und es gibt ein Abenteuer zu bestehen.

Wieder mal ein hervorragendes Buch und der Start einer neuen Reihe von Rick Riordan. Dieses Mal geschrieben aus der Perspektive Apollos. Meiner Meinung nach das bisher witzigste Buch wegen dieser "göttlichen" Sichtweise, da Apollo immer wieder in Fettnäpfchen tritt und so von sich überzeugt ist, aber im Laufe der Geschichte bringt er doch mehr Verständnis für uns Sterbliche auf und begreift, dass nicht all sein Handeln immer so hervorragend war in den letzten 4000 Jahren.
Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Percy (der aber eher eine Nebenrolle spielt), Chiron oder Nico. Dennoch lässt sich dieses Buch sicherlich auch ohne Kenntnis der anderen Bücher genießen.