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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2025

Es ist heiß....

Schwedenglut
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Es ist heiß in Helsingborg und so heiß wird auch der neue Fall für Kommissar Niklas Zetterberg und Emma Steen. Ich starte diese Reihe mit dem dritten Band und werde aber ganz bestimmt die ersten beiden ...

Es ist heiß in Helsingborg und so heiß wird auch der neue Fall für Kommissar Niklas Zetterberg und Emma Steen. Ich starte diese Reihe mit dem dritten Band und werde aber ganz bestimmt die ersten beiden Teile nachholen.
Mitten in diesem heißen Sommer brennt ein Hof ab - war es Brandstiftung? Und dann wird auch noch eine Leiche dort gefunden und der Besitzer des Hofes, ein bekannter rechtspopulistischer Politiker ist verschwunden. Und es bleibt nicht nur bei dem einen Mord. Rechtsextremismus und Rassismus, ein Schuss Psychologie - spannende und aktuelle Themen werden hier überzeugend miteinander verwoben.
Unglaublich fesselnd geschrieben, spannende Ermittlungen, aber auch das Schwedenfeeling wird gut rübergebracht. Ich bin ein großer Fan einer überraschenden Auflösung, die sich im Nachhinein als logisch erweist und auch dies ist dem Autor gut gelungen.
Ich empfehle diesen Krimi allen Fans von spannenden (Schweden-)Krimis, allerdings bitte ich darum zu bedenken, dass man die Lektüre schlecht unterbrechen kann, wenn man einmal begonnen hat. Aber dazu bieten sich die lauen Sommernächte ja geradezu an. Perfekt zur Einstimmung habe ich dieses Buch nämlich bei großer Hitze gelesen und konnte mich so gut einfühlen in die Temperaturen.

Veröffentlicht am 16.06.2025

Nimh und North

The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
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Nimh ist eine Göttin und sie ist einsam, da sie die einzige Göttin ist und es ist nicht erlaubt, dass sie Menschen berührt. Sie wurde bereits im Alter von 5 Jahren auserwählt und seitdem hat sie nur einen ...

Nimh ist eine Göttin und sie ist einsam, da sie die einzige Göttin ist und es ist nicht erlaubt, dass sie Menschen berührt. Sie wurde bereits im Alter von 5 Jahren auserwählt und seitdem hat sie nur einen Findelkater, mit dem sie schmusen kann. Eine furchtbare Vorstellung, so alleine zu sein. Außerdem hat sich bei ihr immer noch keine Fähigkeit manifestiert; ihre Vorgänger hatte Heilfähigkeiten, aber bei ihr? - Nichts. Als sie von einer unbekannten Strophe einer Prophezeiung träumt, weiß sie, dass sie handeln muss, um den Stern zu finden. Dafür begibt sie sich auf das Waldmeer.
North lebt auf den schwebenden Inseln und ist der Prinz. Die Technologie ist hier viel weiter als unten, so Nimh wohnt, doch die Technik dahinter versteht kaum einer. North möchte runter in die - laut Vorstellung - feindliche Welt unten, in der keiner mehr lebt. Doch er erhält keine Zustimmung zu seinem Plan - den er natürlich doch durchzieht und auf Nimh trifft.

Zwei quasi konträre Welten, die eine technisch viel weiter entwickelt, die andere glaubt an Magie und Götter, es gibt gefährliche Nebel und Tiere. Auch hier gab es mal die Technik, es gab Einkaufszentren und Stahlkonstruktionen.

Spannend erzählt aus diesen beiden Perspektiven und als Leser erfährt man auch immer mehr über die Welten, die jedoch dabei sind sich zu ändern. Außerdem gibt es Verschwörungen und jede Menge Gefahren.

Ein guter erster Teil einer Dilogie.

Veröffentlicht am 15.06.2025

Silver City

To Tempt a God
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Bisher haben mir alle Bücher von Anna Benning gut gefallen und so habe ich mich sehr auf die neue Reihe gefreut. Und wieder hat die Autorin es geschafft, mich zu begeistern. Hier hat sie wiederum eine ...

Bisher haben mir alle Bücher von Anna Benning gut gefallen und so habe ich mich sehr auf die neue Reihe gefreut. Und wieder hat die Autorin es geschafft, mich zu begeistern. Hier hat sie wiederum eine ganz neue Welt erschaffen und die ist grausam.
Aurora lebt in Silver City. Ganz oben herrschen die Götter, je tiefer man lebt, desto weniger Licht gibt es. Gleich zu Beginn erleben wir Aurora bei dem gefährlichen Lichtfangen, das streng verboten ist, aber nur das Licht scheint ihrem Bruder zu helfen. Doch dann scheint ihr Leben zu Ende zu sein, denn sie wird an den Hof der Götter bestellt, um den Göttern zu dienen. Sie ist kurz davor, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Bei den Göttern erscheint die Welt wieder in einem ganz anderen Licht. Aurora wird ausgerechnet die Dienerin/Valet des Thronfolgers Colden.
Unglaublich spannend und fesselnd, gemeinsam mit Aurora erfährt man mehr über die Götter. Aber immer wenn man denkt, ha, so läuft das also, gibt es eine unerwartete Entwicklung oder neues Wissen. Bis zum Ende so rasant und toll vorgetragen von der Hörbuchsprecherin Pia-Rhona Saxe. Jetzt heißt es also warten auf die Fortsetzung, um zurück nach Silver City zu reisen. Denn das Ende hatte es in sich.

Veröffentlicht am 15.06.2025

Interessante Zusammenarbeit

Holmes & Moriarty
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In den letzten Jahren habe ich mehrere Romane gelesen, die sich an den Figuren von Arthur Conan Doyle orientieren und Variationen des Stoffes bieten. Hier soll es also dazu kommen, dass Sherlock Holmes ...

In den letzten Jahren habe ich mehrere Romane gelesen, die sich an den Figuren von Arthur Conan Doyle orientieren und Variationen des Stoffes bieten. Hier soll es also dazu kommen, dass Sherlock Holmes ausgerechnet mit seinem Erzfeind, dem Schurken Moriarty, zusammen arbeiten soll. Aber bis es dazu kommt, vergeht einige Zeit im Buch und kommt es wirklich dazu?
Erzählt wird der Roman aus der Perspektive von John Watson (die Kapitel sind in der Regel länger) und von Moran, der rechten Hand von Moriarty. Hier ist die Ausdrucksweise immer ein wenig vulgär und es gibt deftigere Ausdrücke, so dass man immer sofort merkt, wer den gerade berichtet.
Sherlock Holmes erhält einen neuen Auftrag: ein Schauspieler wundert sich, dass er mit einer schlechten Truppe jeden Tag auf ein begeistertes Publikum trifft und es sind immer dieselben Menschen, nur in anderer Verkleidung. Sehr seltsam und deshalb engagiert er Holmes.
Moriarty hingegen bekommt es mit Revierkämpfen zu tun, die Gangs werden gegeneinander aufgestachelt.
Ein interessanter Roman in der Manie von Conan Doyle - mir hat das Buch gut gefallen.

Veröffentlicht am 15.06.2025

Auf den Spuren des Orient-Express

Bummelzug nach Istanbul
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Die beiden Briten Tom und Danny entscheiden sich recht spontan auf den Spuren des Orient-Express nach Istanbul zu reisen, allerdings mit Bummelzügen, so der Titel des Buches und auch die Idee der beiden. ...

Die beiden Briten Tom und Danny entscheiden sich recht spontan auf den Spuren des Orient-Express nach Istanbul zu reisen, allerdings mit Bummelzügen, so der Titel des Buches und auch die Idee der beiden. Allerdings war ich zu Beginn dann doch erstaunt, dass sie nach dem Eurostar den französischen TGV und dann den deutschen ICE nehmen. Aber je mehr es Richtung Osten geht, desto mehr langsame Züge oder auch andere Verkehrsmittel werden genommen.
Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die vielen Pub-Besuche und dass immer wieder betont wurde, wieviel Biere getrunken wurden oder Fachsimpelei über das Dartspiel. Da hätten mich eher weitere Beschreibungen der besuchten Orte oder der Zugfahrt interessiert. Darunter hat meiner Meinung nach auch ein wenig der Lesefluss gelitten.
Danny reist mit bis nach Istanbul, die Rückfahrt macht Tom alleine und berichtet dann auch mehr von Begegnungen mit anderen Menschen.
Gut gefallen haben mir die Übersichten der Strecke zu Beginn jedes Kapitels und am Ende gibt es eine Gesamtübersicht. Und immer wieder ein Bezug zur ersten Fahrt des Orient-Express.
Ein Plädoyer für das Interrail-Fahren, mittlerweile heißt es Eurail und es gibt eine App - und man kann diese Fahrten in jedem Alter machen, es gibt keine Altersbeschränkung mehr.