Aufbruch in eine neue Welt - und dann?
Poyais. Ein Land, das es nie gabAufbruch in eine neue Welt, ein Neubeginn, ein Abenteuer - das haben viele Menschen im 19. Jahrhundert gemacht. Und hier klingt das Angebot doch wunderbar: es gibt in Poyais eine Infrastruktur und eine ...
Aufbruch in eine neue Welt, ein Neubeginn, ein Abenteuer - das haben viele Menschen im 19. Jahrhundert gemacht. Und hier klingt das Angebot doch wunderbar: es gibt in Poyais eine Infrastruktur und eine Hauptstadt, man kann Land erwerben oder auch einen Job als Theaterdirektor, Schuhmacher etc. Sogar eine Armee gibt es in dem lateinamerikanischen Land. Der Poyais-Dollar wird sogar an der Londoner Börse gehandelt. Das hört sich alles wunderbar an - aber: es war ein großer Schwindel, den es tatsächlich gab. Lediglich die meisten Charaktere aus dem Buch sind fiktiv, aber nicht alle. Den "Erfinder" oder "Schwindler" Gregor McGregor gab es tatsächlich und auch die Ausmaße seines Schwindels sind belegt.
Julie möchte nicht in eine Ehe mit dem Langweiler Justus gezwungen werden, sie hat sich in den Pferdeknecht Carl verliebt. Gemeinsam planen sie ein neues Leben in Poyais. Genau wie Jim, der in Poyais eine Sägemühle aufbauen möchte und dann seine Schwester nachholen wird. Und noch viele weitere Hoffnungsvolle.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und aus im Großen und Ganzen zwei Zeitsträngen, die sich einander annähern und am Ende zusammen geführt werden.
Abschließend gibt es noch ein aufschlussreiches Nachwort.
Ein großer Schwindel, der funktionierte und so vielen Menschen geschadet hat - überzeugend und unterhaltsam.