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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2022

Anspruchsvoll

Das rätselhafte Universum
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Das wunderbar bunte Cover erweckt auf jeden Fall sofort das Interesse und im Zusammenhang mit dem Titel ist auch gleich klar, worum es in diesem Buch gehen wird. Die beiden Autoren Ilja Bohnet und Thomas ...

Das wunderbar bunte Cover erweckt auf jeden Fall sofort das Interesse und im Zusammenhang mit dem Titel ist auch gleich klar, worum es in diesem Buch gehen wird. Die beiden Autoren Ilja Bohnet und Thomas Naumann sind Physiker und kennen sich gut im Thema aus. Allerdings fand ich das Buch für Laien und nicht so kundige LeserInnen in dem breiten Bereich der Naturwissenschaften nicht immer einfach erklärt. Ich bin einfach durch und durch in den Geisteswissenschaften angesiedelt und musste darum einiges mehrfach lesen. Dennoch ein wirklich interessantes Buch, das faszinierende Phänomene beschreibt, die ich jedoch nicht immer verstehen und nachvollziehen konnte. Am spannendsten fand ich, dass die Autoren hier zurück bis in die Antike gehen und das Thema auch historisch angehen. Die Grafiken lockern die Texte auf und veranschaulichen zusätzlich, wie auch die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel. Breit gefächert, interessant, aber anspruchsvoll. Ein gewisses Maß an Vorwissen erleichtert sicherlich die Lektüre und das Verständnis.

Veröffentlicht am 09.05.2022

Mord im Shinkansen

Bullet Train
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In diesem Buch begeben wir uns auf eine aberwitzige, schwarz-humorige, rasante, verrückte Zugfahrt mit sage und schreibe 5 Mördern - und mehr als einem Opfer. Die Aufträge der Killer überschneiden sich ...

In diesem Buch begeben wir uns auf eine aberwitzige, schwarz-humorige, rasante, verrückte Zugfahrt mit sage und schreibe 5 Mördern - und mehr als einem Opfer. Die Aufträge der Killer überschneiden sich zum Teil, andere handeln aus eigenem Antrieb und so manch ein Detail muss gegen Ende des Buches noch einmal überdacht werden. Erzählt wird das Buch vorrangig aus der Sicht dieser Killer, wobei die "Zitrusfrüchte" - Lemon und Tangerine - zusammengefasst werden. Lemon bezieht alles auf die Züge von "Thomas und seine Freunde", Tangerine hat immer ein Zitat parat, von Dostojewski oder anderen Literaten. Der "Marienkäfer" ist ein wahrer Pechvogel. Kimura möchte sich am "Prinzen" rächen, ein sadistischer Jugendlicher. Mich hat hier etwas gestört, dass von ihm immer als Schüler geschrieben wurde und nicht Jugendlicher, aber das ist vielleicht in Japan so üblich. Man muss sich ein wenig einlesen bis man die Zusammenhänge begreift. Eine wahnwitzige Zugfahrt, ein fast leerer Hochgeschwindigkeitszug, ein Koffer, der immer wieder verschwindet und Leichen, die versteckt oder als Schlafende getarnt werden müssen. Für alle, die es ein wenig abgedreht mögen.

Veröffentlicht am 06.05.2022

Wo bleibt die Spannung?

Schreib oder stirb
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Ja, wo bleibt hier die Spannung? Es war bei der Ankündigung klar, dass es sich hier nicht um einen reinen, hochspannenden Thriller handelt, da hier auch der Humor nicht zu kurz kommen sollte. Doch für ...

Ja, wo bleibt hier die Spannung? Es war bei der Ankündigung klar, dass es sich hier nicht um einen reinen, hochspannenden Thriller handelt, da hier auch der Humor nicht zu kurz kommen sollte. Doch für mich war diese Zusammenarbeit der beiden Autoren leider nicht so gut gelungen. Die Witze waren für mich zu flach und haben meinen Humor einfach nicht getroffen. Dafür blieb die Spannung leider immer wieder auf der Strecke, jeder spannende Moment wurde meiner Meinung nach direkt im Keim erstickt, um wieder einer vermeintlich witzigen Stelle Platz zu machen. Kann man lesen bzw. hören, wenn man es nicht so nervenaufreibend mag, aber für einen Thriller war es mir nicht spannend gut. Schade, aber es gibt sicherlich eine breite Leserschaft für dieses Werk. Gelungen fand ich allerdings die Stimme des Sprechers Simon Jäger, den ich immer wieder gerne höre.

Veröffentlicht am 04.05.2022

Was geschah?

Mrs Agatha Christie
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Also ich muss ja gestehen, dass ich mich noch nie mit der Biografie von Agatha Christie auseinandergesetzt habe und dass mir somit auch ihr mysteriöses Verschwinden kein Begriff war. Die Autorin Marie ...

Also ich muss ja gestehen, dass ich mich noch nie mit der Biografie von Agatha Christie auseinandergesetzt habe und dass mir somit auch ihr mysteriöses Verschwinden kein Begriff war. Die Autorin Marie Benedict schreibt eine überzeugende Erklärung für dieses Verschwinden und außerdem einen spannenden Roman. Mir hat es gut gefallen, dass es sich hier nicht nur um die 12 Tage des Verschwindens handelte, sondern wir in die Vergangenheit von diesem Zeitpunkt aus reisen und so das Kennenlernen von Agatha und Colonel Archibald Christie "begleiten". Nach und nach erfahren wir immer mehr Details und tauchen tiefer in die Vergangenheit und in die polizeilichen Ermittlungen und kleinen Vertuschungen ein. Ein guter Schreibstil und eine tolle Geschichte.

Veröffentlicht am 04.05.2022

Ein neuer Ruhrpottkrimi

Mord und Wischmopp (Mord und Wischmopp 1)
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Pamela Schlonski - mit Mädchennamen Ewing und da ist der Vorname typisch "Pott" bewusst gewählt worden - ist gemeinsam mit ihrer Freundin Ahsen die Besitzerin der Putzfirma "Sauberzauber". Pamela hat ein ...

Pamela Schlonski - mit Mädchennamen Ewing und da ist der Vorname typisch "Pott" bewusst gewählt worden - ist gemeinsam mit ihrer Freundin Ahsen die Besitzerin der Putzfirma "Sauberzauber". Pamela hat ein Auge für Details, was wichtig für ihre Arbeit ist, wie sie wiederholt betont. Denn nach dem Putzen muss schließlich alles wieder genau da stehen, wo es vorher stand, nur dass der Untergrund dann sauber ist. Eines morgens möchte sie wie gewohnt in den Räumlichkeiten des Fotoclubs sauber machen, doch dann findet sie im Studio den toten Vorsitzenden, eindeutig ermordet. Und so beginnt sie zu ermitteln. Gemeinsam mit Ahsen, die zwar leidenschaftliche Krimiliebhaberin ist und in der Theorie alles zu wissen scheint, dann aber doch ängstlich ist. Pamela entdeckt immer wieder Zusammenhänge und Kleinigkeiten, die sonst keinem auffallen und gerät deshalb auch immer wieder mit dem aus dem hohen Norden stammenden Kommissar aneinander - obwohl er ja eigentlich ihre Arbeit zu schätzen weiß, denn ohne Pamela würde Lennard Vogt längst nicht so gut vorankommen. Pamela lebt zusammen mit ihrer buchbloggenden Tochter Leia zusammen. Mit einem Augenzwinkern baut die Autorin hier immer wieder Probleme mit der Buchbloggerkonkurenz, Instagram, die Jagd nach dem perfekten Outfit für ein Foto etc ein. Ein schnoddriger Ruhrpottkrimi mit charmanten Charakteren - gerne mehr davon! Die Autorin hat hier bewiesen, dass sie ein weiteres Genre kunstvoll beherrscht.