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Veröffentlicht am 05.09.2025

Richtig toller Auftakt

Ein Cookie für den Dämon
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Mit „Ein Cookie für den Dämon“ ist Annette Marie ein wunderbarer Auftakt zu ihrer Urban-Fantasy-Reihe gelungen, die sowohl charmant als auch unterhaltsam ist.

Die Protagonistin ist sehr schüchtern und ...

Mit „Ein Cookie für den Dämon“ ist Annette Marie ein wunderbarer Auftakt zu ihrer Urban-Fantasy-Reihe gelungen, die sowohl charmant als auch unterhaltsam ist.

Die Protagonistin ist sehr schüchtern und schnell eingeschüchtert, und es war durchweg stimmig beschrieben, so dass ich das auch komplett abgekauft habe. Sie war trotzdem neugierig und mitfühlend, ich hab sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Die Dynamik zwischen der Protagonistin und „ihrem“ Dämon hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ihre Interaktionen waren witzig (ich liebe Banter!) und viel Potenzial für weitere Entwicklungen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und das Buch dadurch äußerst kurzweilig. Ich habe es fast in einem Rutsch gelesen und mich dabei durchweg gut unterhalten gefühlt. Auch das World Building ist solide: Es ist nicht überladen, sondern bietet genau genug Magie, Dämonen und Geheimnisse, um neugierig zu machen und Raum für die kommenden Bände zu lassen.
Durch die vielen Keks-Beschreibungen hatte ich allerdings total Lust auf Kekse und mir extra eine Packung gekauft – also wer auf Diät ist sollte das Buch vielleicht nicht lesen 😉

Insgesamt ist „Ein Cookie für den Dämon“ ein gelungener Start in eine Reihe, die ich definitiv weiterverfolgen werde. Wer Lust auf eine magische, humorvolle Geschichte mit liebenswerten Charakteren hat, sollte hier unbedingt reinschauen.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Mal was komplett Neues

My Italian Lovestory
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Ich hab diese "Choose your own adventure"-Bücher als Kind geliebt und ich glaube das ist auch wieso ich Videospiele und RPGs so mag. Ich mag eine tolle Geschichte, die ich aber auch beeinflussen kann. ...

Ich hab diese "Choose your own adventure"-Bücher als Kind geliebt und ich glaube das ist auch wieso ich Videospiele und RPGs so mag. Ich mag eine tolle Geschichte, die ich aber auch beeinflussen kann.

Bei Entscheidungsbüchern ist es ja oft so, dass man einzelne Kapitel je nach Entscheidung hat, und dann wieder welche die unabhängig von der Entscheidung sind. Und so hat die Protagonistin ein Gefühlschaos und körperliche Reaktionen auf die beiden Love Interests, die ich nur von „Why Choose?“ Romanen kenne. (Für diejenigen die das nicht kennen: Da nimmt die Protagonistin einfach beide und alle sind glücklich). Also etwas ironisch ein „Why Choose“-feeling bei einem Entscheidungsbuch zu haben.

Das Buch ist hübsch gestaltet und es gibt auch italienische Rezepte dazu. Rezepte in einem Buch sind ja nichts neues und können den Flair erweitern; während ich die Zeichnungen super gelungen zum vibe des Buches fand, passen für mich die Rezepte nicht dazu. Die Charaktere haben ja nur gekocht sondern nur gegessen (und einmal aufgewärmt)

An einer Stelle wollte ich mit einer Entscheidung einfach nur nett sein und den einen Typen nicht hängen lassen, hab aber dann mit ihm rum geknutscht…so nett wollte ich auch wieder nicht sein. 😅

Alles in allem hat für mich das Buch nicht ganz so funktioniert wie ich es mir erhofft hatte. Es hat für mich aber wieder die Liebe zu Entscheidungsbüchern entfacht.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Schönes Buch für zwischendurch

Lessons of Hearts and Magic
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„Lessons of Hearts and Magic“ ist eine süße, kurzweilige Geschichte, die mir insgesamt gut gefallen hat, aber für mich kein 5-Sterne-Hype-Buch war. Besonders angenehm fand ich den Love Interest, der eine ...

„Lessons of Hearts and Magic“ ist eine süße, kurzweilige Geschichte, die mir insgesamt gut gefallen hat, aber für mich kein 5-Sterne-Hype-Buch war. Besonders angenehm fand ich den Love Interest, der eine echte walking green flag ist – eine für mich SEHR gelungene Abwechsung der „Broody Alpha Males“ die ich sonst so in Büchern finde.

Die Protagonistin wirkte auf mich anfangs deutlich jünger als sie tatsächlich ist – ich hätte sie eher auf 16 geschätzt. Ihre Naivität und der Umstand, dass sie zu Beginn oft mehr Glück als Verstand hatte, haben mich bis zur Hälfte des Buches etwas frustriert. Gegen Ende wird dieses Verhalten jedoch plausibel erklärt und fügt sich rückblickend überraschend gut ins Gesamtbild ein. Trotzdem hätte es der Geschichte vermutlich gutgetan, das Alter der Figur offiziell etwas niedriger anzusetzen.

Das World-Building ist eher rudimentär und wirkt an einigen Stellen etwas wackelig. Für mich persönlich war das in Ordnung – nicht jedes Buch muss epische Ausmaße à la Sanderson erreichen, vor allem nicht bei einem Einzelband mit rund 400 Seiten, der bei anderen vielleicht als Dilogie erschienen wäre. Wer jedoch besonders viel Wert auf detaillierte Welten legt, könnte hier enttäuscht werden. Wer hingegen bereit ist, kleinere Unschärfen zu akzeptieren und sich auf eine charmante Geschichte einzulassen, wird vermutlich gut unterhalten.

Insgesamt ist es ein liebevoll erzählter Roman mit sympathischen Figuren und einer angenehm leichten, aber durchaus feministischen Atmosphäre. Kein absolutes Highlight für mich, aber definitiv ein Buch, das ich Leser*innen empfehlen würde, die Lust auf eine herzerwärmende, unkomplizierte Geschichte haben.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Hat alles was ich an einer Romantasy mag

A Tale of Foxes and Moons
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Eine Urban Romantasy, in der die Protagonistin Swiftie ist, mit spice, einem absolut nicht-toxischen Book-Boyfriend, dass in Japan spielt und einige überraschende Plottwists hat? Nein, ich hab mir das ...

Eine Urban Romantasy, in der die Protagonistin Swiftie ist, mit spice, einem absolut nicht-toxischen Book-Boyfriend, dass in Japan spielt und einige überraschende Plottwists hat? Nein, ich hab mir das Buch weder herbei fantasiert, noch bei der Autorin in Auftrag gegeben, aber es beinhaltet doch schon überraschend viel von den Dingen, die ich sehr gerne mag.

Rebecca Humpert beweist einmal mehr, warum sie für mich die unangefochtene Königin der Einzelbände, überraschenden Plottwists und bittersüßen Enden ist. Schon ab der ersten Seite zieht einen das Buch mit seiner faszinierenden Atmosphäre und Mythologie in den Bann.

Für mich hatte das Buch insgesamt starke Ōkami-Vibes (Fans des Videospiels wissen, was ich meine!) und auch einen gewissen Anime-Charme. Nicht nur wegen des Settings in Japan, sondern auch durch die überdramatischen, emotionsgeladenen Szenen, bei denen ich mir mehrfach dachte: „Macht da bitte einen Anime draus! Ich würde ihn sofort schauen!“

Besonders gelungen fand ich die vielen Anspielungen auf japanische Popkultur und Urban Legends. Die Protagonistin ist obendrein ein Swiftie (yay <3 ), was sie mir sofort sympathisch gemacht hat.

Und dann ist da noch der männliche Protagonist… Kein Hauch von toxischer „Bad Boy“-Attitüde, ein wohltuender Kontrast zu vielen typischen Love Interests in vergleichbaren Büchern. Nach einem eher schwierigen Leseerlebnis im gleichen Monat war dieser Charakter für mich die reinste Erholung. Er hatte am Anfang vielleicht zwei mal böse geschaut und war für den Rest des Buches einfach komplett süß.

Wie bei Rebecca Humpert üblich, warten zahlreiche überraschende Wendungen auf die Lesenden – und ich habe keinen einzigen komplett vorhergesehen. Die Spannung bleibt konstant hoch, und manchmal fand ich es echt gruselig. Mein persönliches Grusel-o-Meter schlägt allerdings schnell aus.

Insgesamt ein wunderbar geschriebenes, emotionales und spannendes Buch, das mich absolut begeistert hat. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Hat mich leider nicht überzeugt

Ashen Throne
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Es gibt Reihen, die haben extra ein Kapitel im Nachfolgeband um nochmal den vorherigen Band zu wiederholen, und es gibt Bücher da wird in dem ersten bzw. den ersten Kapiteln Band 1 und Band 2 verknüpft. ...

Es gibt Reihen, die haben extra ein Kapitel im Nachfolgeband um nochmal den vorherigen Band zu wiederholen, und es gibt Bücher da wird in dem ersten bzw. den ersten Kapiteln Band 1 und Band 2 verknüpft.
Und dann gibt es dieses Buch, da hört Band 1 mitten in einer Szene auf und Band 2 fängt mitten in dieser Szene an.

Was mir gefallen hat:
Die Hörbuchproduktion durch den @argonverlag ist – wie schon beim ersten Band – herausragend. Die Sprecher:innen leisten großartige Arbeit, und auch das Cover ist optisch ein echter Blickfang. Der Schreibstil von Marie Niehoff gefällt mir weiterhin sehr gut.

Was mir weniger gefallen hat:
Leider musste ich feststellen, dass ich wohl nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Das ist schade, denn eigentlich hatte ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut.
Besonders gestört hat mich das Verhalten des männlichen Hauptcharakters: Trotz vieler großer Worte wirkt sein Verhalten auf mich toxisch, was es mir schwer gemacht hat, die romantischen Elemente wirklich zu genießen. Für mich gehört zur Liebe mehr als bloße Versprechungen – die Taten zählen.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Handlung: In der ersten Hälfte passiert nur sehr wenig, was mein Durchhaltevermögen auf eine harte Probe gestellt hat. Erst zur Mitte hin gewinnt die Geschichte an Spannung.
Die Spice Szenen sind nicht schlecht geschrieben, aber (ohne zu Spoilern): Ich fand die Situation wahnsinnig unsexy.
Alles in allem war ich mehr am Augenrollen als am genießen des Buches.

Die oft geäußerte Kritik am Worldbuilding kann ich zwar nachvollziehen, war für mich persönlich aber nicht ausschlaggebend. Ich habe kein Problem damit, wenn Fantasy eher als stimmungsvolles Setting dient.

Fazit:
Ein professionell produziertes Hörbuch mit stilistisch gelungener Sprache, das mich inhaltlich leider nicht abholen konnte. Ich werde den dritten Band vermutlich noch lesen, um den Ausgang der Geschichte zu erfahren – aber rezensieren werde ich ihn nicht mehr, da ich inzwischen klar sehe, dass ich nicht zur Kernzielgruppe dieser Reihe gehöre.

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