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Veröffentlicht am 06.12.2022

Luki träumt von der Schule – bezaubernd

Luki träumt von der Schule
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Luki träumt von der Schule,
von Lejla Tiro und Greta Scherzer
Illustrator: Tijana Knežević

Cover:
Richtig goldig und lässt die Kinderherzen sofort höher schlagen.

Inhalt und meine Meinung:
Luki, das ...

Luki träumt von der Schule,
von Lejla Tiro und Greta Scherzer
Illustrator: Tijana Knežević

Cover:
Richtig goldig und lässt die Kinderherzen sofort höher schlagen.

Inhalt und meine Meinung:
Luki, das gerade mal 5 Monate alte Katerkind, erzählt von seinem neuen zu Hause bei Mila, Lili und Emma.
Er fühlt sich dort super wohl. Wenn nur nicht die lange Zeit des allein Seins wäre, wenn die Kinder weg sind.
Als Luki herausbekommt dass sie an einem Ort sind der „Schule“ heißt, will er auch dort hin und schleicht sich in Milas Schulranzen.

Eine süße Geschichte über das Katzenkind Luki, das sein erstes großes Abenteuer erlebt.
Wir erleben eine lustige Stunde in der Schule und erfahren nebenbei ein paar Dinge über Katzen die nicht jedem so bekannt sind.
Zum Beispiel: dass die Abstammung unsere Hauskatzen meist aus Ägypten ist.

Eine wunderbare Geschichte zum Vorlesen und ersten selber lesen, die bestimmt alle Kinder von einer niedlichen Katze träumen lässt.

Dazu muss man die goldigen Illustrationen besonders erwähnen, die das Buch einfach komplett machen. So wie Kinder es einfach lieben.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch zum Vorlesen und ersten selber lesen das mir (und meinen Enkel) total gut gefällt.
Deshalb volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.12.2022

Vienna´s Secrets – ein Thriller der EXTRA Klasse

Vienna's Secrets
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Vienna´s Secrets, von Roland Werner Tschische

Cover:
Mir ist es zu dunkel, die Details, vor allem das Blut, finde ich kommt gar nicht richtig zur Geltung.

Inhalt und meine Meinung:
Ein toller Thriller, ...

Vienna´s Secrets, von Roland Werner Tschische

Cover:
Mir ist es zu dunkel, die Details, vor allem das Blut, finde ich kommt gar nicht richtig zur Geltung.

Inhalt und meine Meinung:
Ein toller Thriller, für mich ein richtiger Page-Turner.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und gar nicht schnell genug lesen.

Eine grausame Tat.
Ein menschenverachtender psychopatischer „Dämon“ treibt sein Unwesen.
Einzelne Passagen sind wirklich schockierend und kaum auszuhalten. Definitiv nichts für schwache Nerven, denn die Brutalität wird ungeschönt geschildert.
Macht, Menschenhandel, die Gier nach Reichtum und Geld, sowie Mord, sind die Komponenten dieses Buches.

Dem gegenüber steht ein unglaublich sympathischer Ermittler (Privatdetektiv). Andorian van Anders. Ein Milliardär der fast zu gut für diese Welt zu sein scheint. Trotz seines Reichtums ist er bodenständig und ein total liebenswerten, hilfsbereiter und bescheidener Mensch. Der sich aber, sollte man ihm in die Quere kommen äußerst effizient und brutal wehren kann.
Eine unglaubliche Mischung. So ganz anders als jeder Ermittler den ich bisher kennengelernt habe.

Der Schreibstil ist unglaublich faszinierend.
Es wird aus dem Blickwinkel von vielen verschiedenen Personen geschildert, so haben wir einen allumfassenden Überblick.
Das Geschehen, wird stetig spannender und es passieren immer wieder neue Dinge, so dass ich jede Seite atemlos umdrehe und gespannt bin was als nächstes passiert.

Und wenn ich mir dann vor Augen führe, dass dies so oder so ähnlich vielleicht auch irgendwie und irgendwo auf der Welt so geschieht, läuft es mir heiß und kalt über den Rücken.

Ein weiteres Buch mit den Ermittlern würde ich sofort lesen.

Autor:
Roland Werner Tschische wurde 1974 in Klagenfurt am Wörthersee geboren und lebt seit fast dreißig Jahren in Wien. Hauptberuflich ist er Volksschullehrer. Mit der Veröffentlichung eines Thrillers erfüllt er sich einen Lebenstraum.

Mein Fazit:
Spannung pur! Gänsehautfeeling! Nichts für schwache Nerven.
Exzellent geschrieben.
Von mir 5 Sterne mit Plus.

Veröffentlicht am 26.11.2022

Die dunklen Sommer –verwirrend und abstrus

Die dunklen Sommer
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Die dunklen Sommer, von Miranda Beverly-Whittemore

Cover:
Düster und passend zum Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Es geht um die entwurzelte Saskia, die ihre Familie verloren hat (wie?) und die im Kreis ...

Die dunklen Sommer, von Miranda Beverly-Whittemore

Cover:
Düster und passend zum Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Es geht um die entwurzelte Saskia, die ihre Familie verloren hat (wie?) und die im Kreis einer Sekte ein neues Zuhause für sich findet. Als dieses Zuhause in Gefahr ist, nimmt sie Schuld auf sich (was wir aber lange nicht erfahren.
Jahre später holt die Vergangenheit sie ein und es stellt sich die Frage: wird sie sich den Konsequenzen stellen oder nimmt sie erneut Schuld auf sich.

Dies alles bietet genügend Stoff für einen hochdramatischen psychologischen Thriller.
Auf jedenfalls habe ich darauf gehofft – doch leider wurde ich kolossal enttäuscht.

Schon nach den ersten Seiten ahnte ich, dass es total verwirrend, durcheinander und einfach abstrus wird.
Die Geschichte ist in zwei Erzählsträngen geschrieben, einmal Gegenwart und dann Vergangenheit. Dazwischen wird frei hin und her gesprungen aber ich weiß oft nicht wohin, erst relativ spät erfahre ich, welches Alter Saskia in der Vergangenheit hat.
Bald verliere ich die Lust am Lesen, weil ich so gar keinen Durchblick habe und vieles nervt mich nur noch(z.B. dieses ständige „Entdingen“).

Den Schreibstil empfinde ich als kompliziert, verwirrend, weit ausholend oft unpassende blumige Sätze die vermutlich literarisch wertvoll wirken sollen. Ich frage mich einfach was soll das aussagen:
Beispiel , Zitat:.. ihre Beine flossen spektakulär aus abgerissenen Jeans.
– Ihr Lächeln war eine Discokugel.

Am Ende des Buches frage ich mich wirklich: was soll diese Geschichte, was wollte die Autorin damit aussagend?
Ein Buch das ich nicht weiterempfehlen kann.

Autorin:
Miranda Beverly-Whittemore, geboren 1976, verbrachte als Tochter eines Anthropologen einen Teil ihrer Kindheit in Senegal. Miranda Beverly-Whittemore lebt mit ihrer Familie in Brooklyn.

Mein Fazit:
Ein Buch durch das ich mich größtenteils gequält habe.
Von mir 2 Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2022

Die Stunde der Hyänen - brandheiß und fesselnd

Die Stunde der Hyänen
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Die Stunde der Hyänen, von Johannes Groschupe

Cover:
Passt super zum Buch und bringt die Atmosphäre in der die Geschichte spielt schon mal zum Ausdruck.

Inhalt und meine Meinung:
In einem Berliner Kiez ...

Die Stunde der Hyänen, von Johannes Groschupe

Cover:
Passt super zum Buch und bringt die Atmosphäre in der die Geschichte spielt schon mal zum Ausdruck.

Inhalt und meine Meinung:
In einem Berliner Kiez brennen seit Wochen immer wieder Autos.
Die Bewohner bekopmme4n es mit der Angst zu tun. Jeder hat schnell eine eigene Meinung zum Täter. Bürgerwehren beginnen sich zu organisieren und die Polizei hat immer schlechtere Karten.
Auch innerhalb der Polizei ziehen nicht alle an einem Strang. Und die junge Polizistin Romina Winter muss sich gegen starkes Mobbing wehren.
Die junge Reporterin Jette Geppert hat da einen besseren Stand, doch auch sie hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen.

Die Geschichte wird super spannend aufgebaut.
Der Autor versteht es vorzüglich uns so nach und nach ins Milieu einzuführen und lässt uns einen Blick hinter die Kulissen werfen. Es ist gewollt dass wir relativ bald den Täter erkennen und mit ihm durchs Viertel streifen.
So nach und nach wandelt sich dann die Geschichte und wir erkennen dass hier so viel auf unglaubliche Weise zusammenhängt und die wahren Gründe und Übeltäter in einer ganz anderen Ecke lauern.

Alle agierenden Personen finde ich total authentisch und glaubwürdig.

Das Ende ist dann in meinen Augen grandios aufgelöst und gefällt mir außergewöhnlich gut.

Autor:
Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, wuchs in Lüneburg auf. Studium der Germanistik, Amerikanistik und Publizistik an der Freien Universität in Berlin.

Mein Fazit:
Ein super Thriller, der das Leben in einem sozialen Brennpunkt einer Großstadt, (hier Berlin) als Vorbild nimmt.
Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.11.2022

Wintersterben – doofes Ende

Wintersterben
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Winterssterben, von Martin Krüger

Cover:
Ganz schön frostig, wie auch die Stimmung im Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Wir befinden uns in einem ziemlich einsamen Bergdorf in den Schweizer Alpen, im ...

Winterssterben, von Martin Krüger

Cover:
Ganz schön frostig, wie auch die Stimmung im Buch.

Inhalt und meine Meinung:
Wir befinden uns in einem ziemlich einsamen Bergdorf in den Schweizer Alpen, im Schatten der Berge, und im Schatten des Bösen?

Eine grausam zugerichtete Leiche wird gefunden. Der Tote entpuppt sich als ehemaliger Legionär und als ehemaliger BKA Beamter, Thomas Gres. Deshalb wird die top Ermittlerin Valeria Raveli, von Interpol dorthin geschickt um den Mord aufzuklären. Ihr zur Seite wird ein weiterer Kollege gestellt: Colin Bain.

Schnell erkennt Valeria, dass hier im Dorf jeder sein Geheimnis hat und die Wahrheit zurück hält. Nach und nach kommt sie dem Täter immer näher, bis es für sie auch um ihr eigenes Leben geht.

Der Autor versteht es auf jeden Fall spannend und dramatisch zu schreiben. Alles ist sehr undurchsichtig und mysteriös.
Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten und vor allem Raveli und Bain halten sich nicht immer an die Gesetzte, beide sind wirklich unkonventionelle Ermittler. Aber immer wieder (vor allem bei Raveli) sind mir ihre Vorgehensweisen doch unlogisch und nicht unbedingt nachvollziehbar.

Doch das Ende gefällt mir dann gar nicht.
Der Mord (von Thomas Gres) wird zwar aufgeklärt, aber was jetzt mit dem Täter wird, und wer da in den höchsten Kreisen seine Fäden zieht und ob es jetzt einen Maulwurf (oder noch schlimmer, weitere Täter in den eigenen Reihen) gibt wird total offen gelassen.

Auch das Geheimnis um das Verschwinden von Ravelis Bruder, das im Buch immer wieder, am Ende sogar eine zentrale Rolle spielt wird nicht aufgeklärt.

Solche offenen Enden und Cliff-Hänger, die mich quasi „zwingen“ den Folgeband zu kaufen kann ich überhaupt nicht leiden.

Autor:
Martin Krüger, Jahrgang 1986, Schriftsteller und Musiker, studierte die dunkle Kunst der Juristerei in Frankfurt am Main.
Heute lebt, arbeitet und schreibt er in Süddeutschland und der Schweiz.

Mein Fazit:
Das Ende hat mir das ganze Buch verleidet. Deshalb von mir 3 Sterne.

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