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Gerliethriller

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2019

Toves Krimi ist eher enttäuschend

Die einzige Zeugin
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Das Cover dieses Romans zeigt eine Frau von hinten vor einem Haus. Es ist eher nichtssagend.
Zum Inhalt: Eva kommt nicht von ihrem geschiedenen Mann Svante los, stalkt ihn und wird zufällig Zeuge, als ...

Das Cover dieses Romans zeigt eine Frau von hinten vor einem Haus. Es ist eher nichtssagend.
Zum Inhalt: Eva kommt nicht von ihrem geschiedenen Mann Svante los, stalkt ihn und wird zufällig Zeuge, als er ermordet wird. Sie selber gerät unter Mordverdacht. Eine rumänische Bettlerin, die das Ganze beobachtet hat, könnte ihre Unschuld bezeugen, ist aber nicht auffindbar.
Eva fährt mit ihrem Sohn Filip nach Rumänien und findet die Bettlerin tatsächlich. Diese hat aber keinen Pass, kann nicht mit nach Deutschland kommen und ist deshalb für Eva wertlos.
Dazwischen gibt es eine Art Parallelhandlung: Es geht um die alte psychiatrische Klinik in Beckomberga, an der früher Lobotomieversuche stattgefunden haben. Wer ist der Irre, der heimlich bei Nacht durch die Gegend streift? Hat er etwas mit dem Mord an Svante zu tun?
Am Schluss klärt sich alles auf, aber auf eher unspektakuläre Weise.
Mein Fazit: Der erste Teil des Romans beginnt ganz spannend, er hst mir gut gefallen. Der Rest der Geschichte plätschert eher so dahin, es gibt keinen richtigen Spannungsbogen mehr. Das fand ich sehr schade, ich hätte mir mehr erwartet. Die endlose Reisbeschreibung nach Rumänien hätte sehr gut gekürzt werden können. Auch die Romaproblematik war für mich zu ausufernd.
So kann ich leider den Hype um die Autorin nicht so ganz nachvollziehen.

Veröffentlicht am 19.06.2019

Psychopathischer Mörder am Bodensee

Imago. Dunkler Hass
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Der Titel dieses Thrillers ist "Imago", was ja so viel heißt wie Bild oder Abbild . Das passt sehr gut auf de Mörder im Buch. Nach einer schlimmen Kindheit mit einem gewalttätigen Vater entwickelt sich ...

Der Titel dieses Thrillers ist "Imago", was ja so viel heißt wie Bild oder Abbild . Das passt sehr gut auf de Mörder im Buch. Nach einer schlimmen Kindheit mit einem gewalttätigen Vater entwickelt sich ein Junge zum Mörder. Er wurde als Junge geboren, hat aber schon früh gemerkt, dass er eigentlich ein Mädchen sein möchte. Der Vater , ein Soldat, prügelt die transsexuellen Neigungen aus seinem Sohn heraus und macht auch vor der Mutter nicht Halt.
Diese persönlichen Hintergründe erfahren wir nach und nach in Rückblenden im Roman. Den Namen des Mörders erfahren wir erst gegen Ende , nachdem uns der Autor zuerst auf die falsche Spur gelockt hst.
Ermittler in diesem Thriller ist Markus Bennett. Er ist ein guter Polizist, der allerdings immer wieder mit seinem Vorgesetzten Burger aneinander gerät. Hilfe bekommt er von seinem Exkollegen Frank Hagedorn, der seit einem Dienstunfall im Rollstuhl sitzt. Als Hagedorns Tochter Karina verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse. Wird sie ein weiteres Opfer des Mörders,der schon fünf Frauen getötet und grausam verstümmelt hat?
Zum Glück gibt es eine Art Happy End am Schluss, das meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
Der Stil des Autors ist leicht zu lesen und unterhaltsam. Die Charakterisierung von Bannert ist mir noch ein bisschen zu fade, vielleicht wird sie in einem Folgeband noch weiter ausgebaut? Hagedorn hat mir ganz gut gefallen, als Rollifahrer hat man doch oft eine andere Sichtweise auf die Ermittlungen .
Fazit: Eine lockere aber spannende Lektüre für Thrillerliebhaber, die ich weiter empfehlen kann !