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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Kleinstadtvibes zum Verlieben

Text Appeal
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"Eine Ruhe breitet sich in mir aus, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Sie geht tiefer als bis in die Knochen. Als berühre er etwas, das in meiner Seele verborgen ist." - S. 245

Schon nach ein paar ...

"Eine Ruhe breitet sich in mir aus, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Sie geht tiefer als bis in die Knochen. Als berühre er etwas, das in meiner Seele verborgen ist." - S. 245

Schon nach ein paar Seiten war ich komplett in diesem kleinen Küstenort angekommen, in dem jeder jeden kennt und Gerüchte schneller kreisen als sonst irgendwas. Riley, die eigentlich nur in Ruhe ihr neues Buch schreiben will, stolpert durch ihr neu vergebenes Handy gleich mitten hinein ins Dorfdrama rund um Connor und seine Ex. Die Ausgangslage klingt absurd, funktioniert aber überraschend gut und sorgt für viele amüsante und chaotische Situationen.

Riley habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist schlagfertig, warmherzig und lässt sich von niemandem einschüchtern. Ihre Reaktionen auf die fremden Nachrichten waren so witzig, dass ich öfter laut lachen musste. Und Connor? Ein perfekter Grumpy mit weichem Kern, der sich langsam öffnet und Riley auf Augenhöhe begegnet. Ihr Zusammenspiel wirkt natürlich, ihr wachsendes Vertrauen glaubwürdig und ihre Chemie spürbar.

"Mein Lächeln fällt zittrig aus. Zu viele Emotionen kämpfen in meinem Inneren um die Oberhand. Doch vor allem bin ich davon überwältigt, was er mit meinem Herzen anstellt." - S. 286

Die Fake Dating Dynamik macht richtig Spaß, vor allem weil das ganze Städtchen mitmischt. Ich mochte dieses Gefühl von gefundenem Zuhause sehr, genauso wie die vielen kleinen Nebenfiguren, die alles lebendiger machen. Selbst Ava, die Ex, bekommt hier Raum für Entwicklung und war am Ende ein echtes Highlight.

Was mir besonders gefallen hat, war die Mischung aus Humor, Herzklopfen und kleinen nachdenklichen Momenten. Riley als Romance Autorin einzubauen, war ein süßes Detail, das der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt. Der Konflikt zum Ende war für mich nicht ganz ideal, bleibt im Vergleich zum Rest jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt.

Ein leichtes und sehr unterhaltsames Buch, das mir oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat und mich neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Zwischen Macht und Verlangen

Vicious Secret
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"Ich drehe mein Gesicht von ihm weg. Ich bin zu erschöpft, um meine Gefühle zu verbergen. Dieser brandgefährliche Mann hat bereits Zugang zu meinem Körper - das Letzte, was ich ihm geben will, ist Einblick ...

"Ich drehe mein Gesicht von ihm weg. Ich bin zu erschöpft, um meine Gefühle zu verbergen. Dieser brandgefährliche Mann hat bereits Zugang zu meinem Körper - das Letzte, was ich ihm geben will, ist Einblick in meine Seele. Oder Zugang zu meinem Herzen." - 208

Ich habe bereits die Possessing Her-Reihe von der Autorin gelesen und mochte damals vor allem die Mischung aus Spannung, Gefühlen und "düsteren Themen". Deshalb war ich neugierig, was die neue Reihe Obsidian Order zu bieten hat. Das Setting rund um den geheimen Orden schafft sofort eine Atmosphäre und zieht einen direkt in diese Welt voller Macht, Kontrolle und unausgesprochener Regeln.

Delilah hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie denkt nicht lange nach, sondern handelt schnell und instinktiv. Sie lässt sich nicht einschüchtern und wirkt weder übertrieben stark noch naiv. Genau dieser Mix macht sie sehr glaubwürdig und interessant.

Xavier hingegen ist das komplette Gegenstück zu ihr. Seine Gefühle für Delilah sind besitzergreifend und diese Obsession kann zwar schnell übertrieben wirken, aber hier hat es für mich gepasst. Dadurch entsteht eine sehr intensive Dynamik zwischen den beiden, bei der man sich nie komplett sicher fühlt. Ich fand es spannend, wie Nähe und Gefahr hier gleichzeitig existieren.

Die Welt des Obsidian Order bleibt bewusst geheimnisvoll. Man versteht genug, um zu folgen, aber es bleibt immer etwas Unbekanntes, das neugierig macht. Das erzeugt ein ständiges Gefühl, dass etwas Größeres unter der Oberfläche brodelt. Genau das hat mich die ganze Zeit weiterlesen lassen.

Es gab ein paar Momente, in denen das Tempo etwas langsam war, aber insgesamt hat die Geschichte für mich sehr gut funktioniert. Und das Ende hat mich eiskalt erwischt. Ich habe das Buch zugeklappt und wollte direkt weiterlesen.

Eine starke Hauptfigur trifft auf einen obsessiven und morally grey Gegenpart, dessen Loyalität absolut ist. Die Dynamik funktioniert, die Spannung bleibt durchgehend spürbar und das Geheimnis des Ordens macht neugierig. Ich freue mich sehr darauf, wie es weitergeht in Band 2.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2025

Rätselhaft, aber nicht überzeugend

HEN NA IE - Das seltsame Haus
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Das seltsame Haus war mein erstes Buch von Uketsu, und ich war sofort neugierig, weil ich schon so viel über sein vorheriges Buch das seltsame Haus gehört habe.

Der Einstieg hat mich direkt überrascht, ...

Das seltsame Haus war mein erstes Buch von Uketsu, und ich war sofort neugierig, weil ich schon so viel über sein vorheriges Buch das seltsame Haus gehört habe.

Der Einstieg hat mich direkt überrascht, denn die Handlung beginnt ohne große Vorrede und zieht einen sofort in dieses seltsame, fast beklemmende Szenario hinein. Uketsu vermischt Mystery und Spannung auf eine ganz eigene Weise, teils faszinierend, teils verwirrend.

Die Geschichte beginnt mit einer wirklich interessanten Ausgangssituation: Ein Journalist wird von einem Freund gebeten, ein merkwürdiges Haus zu untersuchen, das er eigentlich kaufen wollte. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein normales Familienhaus, doch der Grundriss enthält einen seltsamen, nicht zugänglichen Raum, eine Art „Lücke“, die niemand erklären kann. Zusammen mit einem Architekten, der eine ziemlich abenteuerliche Theorie entwickelt, geht der Journalist der Sache nach. Schnell wird klar, dass sich hinter dieser Architektur mehr verbirgt als nur ein Baufehler. Es folgen Morde, Familiengeheimnisse und ein düsteres Stück japanischer Folklore, das alles miteinander verbindet.

Was mir gefallen hat, war der Einstieg. Uketsu verschwendet keine Zeit, sodass man sofort mitten in der Handlung ist. Auch das Setting ist gut gewählt: Die Mischung aus moderner Welt, technischer Recherche und uralten Ritualen sorgt für eine beklemmende, fast schon unheimliche Atmosphäre. Die Idee, dass Häuser selbst ein Geheimnis in sich tragen können, fand ich trotz der düsteren Stimmung sehr schön.

Allerdings hatte ich ab der Hälfte das Gefühl, dass sich die Handlung etwas verliert. Viele Theorien waren für meinen Geschmack zu weit hergeholt, und manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Figuren einfach allem zustimmen, egal wie unlogisch es ist. Das hat mir ein bisschen den Spaß am Miträtseln genommen. Auch die Figuren selbst bleiben recht oberflächlich. Sie dienen eher der Geschichte, als dass sie wirklich Charakter bekommen.

Spannend fand ich hingegen den kulturellen Aspekt, besonders die Verbindung zu alten Bräuchen und Familienstrukturen. Diese Mischung aus Krimi, Mystery und japanischer Symbolik war definitiv etwas anderes und hat mich an einigen Stellen sehr gefesselt.

Trotz einiger Schwächen habe ich das Buch relativ schnell gelesen. Es ist kurz, rätselhaft und unterhaltsam. Perfekt, wenn man Lust auf etwas Ungewöhnliches hat, ohne zu viel Tiefgang zu erwarten.

Das seltsame Haus ist ein spannender, aber auch leicht verwirrender Kriminalroman mit einer tollen Idee, der mich in der Umsetzung aber nicht ganz überzeugt. Die Atmosphäre wurde gut vermittelt, das Ende solide, aber mir hat etwas Tiefe und Logik gefehlt. Wer gerne ungewöhnliche, leicht skurrile Geschichten liest, wird mit dem Buch dennoch gut unterhalten.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 26.10.2025

Düster und voller Spannung

Leave Me Behind
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Ich wusste schon nach wenigen Seiten, dass dieses Buch mich fesseln würde. Leave Me Behind ist ein dunkles und emotional aufgeladenes Dark Romance-Erlebnis, das ich (als Dark Romance-Einsteigerin) kaum ...

Ich wusste schon nach wenigen Seiten, dass dieses Buch mich fesseln würde. Leave Me Behind ist ein dunkles und emotional aufgeladenes Dark Romance-Erlebnis, das ich (als Dark Romance-Einsteigerin) kaum aus der Hand legen konnte. Schon der Einstieg hat mich überrascht, weil die Handlung sofort Fahrt aufnimmt und keine Zeit verliert.

Bunny bzw. Nell ist eine starke, komplexe Protagonistin, die im Laufe der Geschichte immer wieder über sich hinauswächst. Sie wirkt hart, selbstbewusst und unnahbar, aber zwischen den Zeilen spürt man ihre Verletzlichkeit. Ich mochte, dass sie nicht perfekt ist, sondern Ecken und Kanten hatte. Gerade das hat sie für mich glaubwürdig gemacht.

Bones, der männliche Hauptcharakter, ist das genaue Gegenteil. Er ist verschlossen, gefährlich und doch merkt man schnell, dass hinter seiner Fassade mehr steckt. Er ist nicht einfach nur der typische „bad boy“, sondern jemand, der mit inneren Dämonen kämpft. Seine Entwicklung hat mir gut gefallen, auch wenn er mich zwischendurch an meine Grenzen gebracht hat. Die Spannung und das Knistern zwischen den beiden sind spürbar. Ein klassischer Enemies to Lovers mit all der Wut, Leidenschaft und Intensität, die man sich wünscht.

Was mir besonders gefallen hat, war, wie sehr mich die Geschichte mitgerissen hat. Es gibt Wendungen, Geheimnisse und emotionale Momente, die mich total überrascht haben. Teilweise war es für meinen Geschmack, aber etwas zu übertrieben. Ein kleiner Kritikpunkt für mich war außerdem das Ende, weil mir alles etwas zu schnell ging. Trotzdem war die Handlung bis dahin spannend, sodass ich das Buch insgesamt sehr sehr gerne gelesen habe.

Erwähnenswert sind außerdem die Illustrationen und das wunderschöne Page Overlay, die eine tolle Abwechslung beim Lesen waren und haben das Buch zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Damit hebt sich das Buch definitiv von anderen Dark Romance-Titeln ab.

Wer Dark Romance mag, ist mit Leave Me Behind gut bedient. Das Buch ist allerdings ist nichts für Zartbesaitete und eindeutig ab 18 Jahren, aber es bietet alles, was man in diesem Genre sucht: Leidenschaft, Schmerz, Macht und Liebe, die an Grenzen geht.

Zum Schluss empfehle auf jeden Fall, vor dem Lesen die Triggerwarnungen zu lesen. Ich selbst mache das nie, aber nachdem ich einige negative Rezensionen dazu gelesen habe, würde ich das im Nachhinein empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Jahreshighlight!

Shield of Sparrows
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Ich wusste schon nach den ersten Seiten, dass Shield of Sparrows etwas ganz Besonderes ist. Die Geschichte startet direkt, ohne langes Hin und Her und hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Kein zäher ...

Ich wusste schon nach den ersten Seiten, dass Shield of Sparrows etwas ganz Besonderes ist. Die Geschichte startet direkt, ohne langes Hin und Her und hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Kein zäher Einstieg oder unnötige Erklärungen, stattdessen gab es Spannung und Emotion und eine Welt, die sich mit jeder Seite lebendiger anfühlt.

Odessa war für mich eine unglaublich faszinierende Protagonistin. Sie ist keine typische Heldin, sondern eine junge Frau, die gelernt hat, sich in den Schatten anderer zu verstecken bis sie endlich beginnt, für sich selbst einzustehen. Das Zusammenspiel aus Stärke, Verletzlichkeit und Mut, haben sie zu einem tollen Charakter geformt. Gleichzeitig hat es ihre Entwicklung spannend gemacht, sodass ich jeden inneren Konflikt und jedes kleine Aufblitzen ihres Selbstvertrauens geliebt habe.

Als Fan von Slow Burn, war die Chemie zwischen den Charakteren einfach perfekt. Die Spannung, die sich langsam aufbaut, jedes unausgesprochene Wort, jeder Blick, der ein bisschen zu lange dauert, genauso liebe ich Enemies to Lovers-Romantik.

Devney Perry hat mit Shield of Sparrows bewiesen, dass sie nicht nur Romance, sondern auch Romantasy meisterhaft beherrscht. Das Worldbuilding ist durchdacht, detailreich und gleichzeitig leicht zugänglich. Magie, politische Intrigen und mystische Wesen fügen sich harmonisch zusammen, ohne dass es überladen oder verkompliziert wirkt. Ich war vollkommen versunken in der Welt und möchte sofort wieder zurück. Besonders gelungen fand ich, dass die Handlung durchgehend voranschreitet. Kein Kapitel war zäh, stattdessen wurde die Spannung stetig aufgebaut. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe die letzten Kapitel verschlungen.

Das Ende hat mich emotional ausienander genommen und gleichzeitig mit viel zu viel Vorfreude auf Band 2 zurückgelassen. Shield of Sparrows war mein erstes Buch von Devney Perry, aber ganz sicher nicht mein letztes. Für mich war es ein absolutes Jahreshighlight, das alles vereint, was ich an Romantasy liebe: Gefühl, Spannung, Magie und eine Liebe, die sich langsam, aber intensiv in einer neuen Welt aufbaut.

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