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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Empfehlung!

Wir sind schließlich wer
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"Ich habe immer versucht wie Mama zu werden", flüsterte Maria und sah sie an, "Ich habe es nicht geschafft." "Weißt du", sagte Anna und setzte sich auf die Bettkante, "ich habe immer versucht, ...

"Ich habe immer versucht wie Mama zu werden", flüsterte Maria und sah sie an, "Ich habe es nicht geschafft." "Weißt du", sagte Anna und setzte sich auf die Bettkante, "ich habe immer versucht, auf gar keinen Fall wie Mama zu werden. Das hat auch nicht geklappt"

In diesem Buch geht es um viel mehr als nur die Protagonistin Anna, die als neue Pastorin sich erstmal in die Gemeinde Alpen am Niederrhein einfinden muss. Es geht auch um ihre Schwester Maria und die ganze Familie - inklusive deren Vergangenheit.

Erst die Verhaftung ihres Schwagers und das Verschwinden ihres Neffen nähert Anna wieder an ihre Familie an und lässt sich erkennen, dass sich vieles nicht schwarz oder weiß betrachten lässt. "Wir sind schließlich" wer - diesem Motto konnte sie sich bisher nicht unterwerfen und am Ende findet Anna ihren ganz eigenen Weg in ihre Familie zurück und in ihre eigene Zukunft hinein.

Ein spannender Schmöker mit vielen spannenden Aspekten (regional, gesellschaftlich, religiös), der sich super weglesen lässt und dann auch viel zu schnell wieder vorbei ist.

Absolute Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Düstere Romantasy der etwas anderen Art

The Poet Empress
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Inhalt:
Die arme Bauerntochter Wei hört, dass der zweite Sohn des Kaisers Konkubinen sucht und möchte so dem Hunger entkommen und ihrer Familie helfen. Sie stolpert direkt in den Kaiserpalast voller Lügen ...

Inhalt:
Die arme Bauerntochter Wei hört, dass der zweite Sohn des Kaisers Konkubinen sucht und möchte so dem Hunger entkommen und ihrer Familie helfen. Sie stolpert direkt in den Kaiserpalast voller Lügen und Intrigen. Der Tod wartet für sie an jeder Ecke, denn ihr neuer Ehemann ist ein machthungriger Tyrann, der sie täglich foltert.
Nur ein Herz-Seelen-Gedicht könnte ihn töten. Aber kann Wei so tiefe Gefühle entwickeln, dass sie eines schreiben kann?

Meine Meinung:
Die Autorin nimmt die Leser:innen hier mit an einen Kaiserpalast in einer unbestimmten Dynastie in der Vergangenheit. Gewürzt ist das ganze mit einer Prise Magie, so dass die Prinzen des Palastes Siegelkräfte haben, mit denen sie größere und kleinere Wunder vollbringen können.

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, weist allerdings an der einen oder anderen Stelle kleine Logiklücken (z.B. bei der Nutzung von Magie) auf. Die Autorin spielt mit den Narrativen von Gut und Böse und packt einen Plottwist nach dem anderen aus.

Fazit:
Ein fulminanter Schmöker mit Intrigen an Hof, großen Gefühlen und der Suche nach den richtigen Worten.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle Fantasy Fans.

Triggerwarnung beachten. Das angegebene Alter von 14 Jahren finde ich etwas zu niedrig. Ich würde angesichts der behandelten Themen und expliziten Schilderungen von Gewalt eher ab 16 Jahre sagen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein ungewöhnliches Gedankenexperiment

Die Namen
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Inhalt:
Wie wäre dein Leben abgelaufen, wenn du einen anderen Namen bekommen hättest?
Die Autorin zeichnet hier in verschiedenen Etappen das Leben eines Menschen nach und geht genau dieser Frage mit 3 ...

Inhalt:
Wie wäre dein Leben abgelaufen, wenn du einen anderen Namen bekommen hättest?
Die Autorin zeichnet hier in verschiedenen Etappen das Leben eines Menschen nach und geht genau dieser Frage mit 3 Namen nach. Bear/Julian/Gordon wird in die gleiche Familie geboren, macht aber ganz unterschiedliche Erfahrungen...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich. Der Klappentext wird dem Inhalt nicht gerecht - hier wird mehr als eine Familiengeschichte erzählt: Hier geht es auch um die große Frage an welchen Stellen das Leben Abweichungen nehmen kann.

Das Lesen des Buches war ein großes Vergnügen - die bildhafte Sprache und die interessante - wenn auch natürlich sehr konstruierte - Geschichte haben mich absolut abgeholt.

Was dem Buch meiner Meinung nach fehlt ist eine Triggerwarnung: das Thema häusliche Gewalt ist sehr präsent und eindringlich erzählt. So wichtig es ist, dass dies in Büchern thematisiert wird - so ganz unvorbereitet sollte dort lieber keine(r) reinstolpern.

Die Übersetzung:
An dieser Stelle ein großes Lob an die Übersetzerin Lisa Kögeböhm ! Das ganze Buch liest sich absolut flüssig und nicht nur die harten Szenen (sondern auch die herzerwärmenden Momente) werden so eindringlich erzählt, dass man trotz der kurzen Zeit, die man mit einer Lebens-Version verbringt, mitfühlt und -lebt.

Fazit:
volle 5 Sterne von mir! Dieses Buch sticht aus jeden Fall aus der Masse heraus und regt zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Hinter den Erwartungen zurück

Smeralda Bohms Bestiarium
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Inhalt:
Smeralda Bohm ist nicht irgendeine 12jährige, sondern eine waschechte Cryptozoologin, die gemeinsam mit ihrem Freund und dem Wert-Kaninchen Kralle-Maria die Welt der verborgen Wesen ordentlich ...

Inhalt:
Smeralda Bohm ist nicht irgendeine 12jährige, sondern eine waschechte Cryptozoologin, die gemeinsam mit ihrem Freund und dem Wert-Kaninchen Kralle-Maria die Welt der verborgen Wesen ordentlich aufmischt.
Also dann auch noch ein sichtlich nervöser Kommissaranwärter ihre Hilfe benötigt, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.

Die Aufmachung:
Das Buch ist super schön gestaltet und überzeugt durch farbige Bilder und ein passend gestaltetes Inlet.

Meine Meinung:
Leider bleib das Buch hinter meinen Erwartungen zurück. Grundsätzlich hat mir der exzentrische Erzählstil sehr gefallen, allerdings baut sich im gesamten Buch nicht so recht Spannung auf. Dies ging sowohl mir, als auch der Bookdragon-Brut direkt in der Zielgruppe so.
Als Hörbuch wäre das ganze vielleicht nochmal etwas "besser Konsumkrebse" gewesen, so waren die ausschweifenden Erklärungen von der altklugen Smeralda Bohm nicht ganz unser Fall.

Fazit: Eine liebenswerte Hauptperson mit zauberhaften Spleens - aber einfach nicht unser Fall. Leseempfehlung für alle, die Bücher aus der Ich-Perspektive mögen und recht ausschweifende Erzählungen à la Sherlock Holmes über 350 Seiten mögen.
Von mir gibt es lieb gemeinte 2,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Informativ, kompakt, praxisnah

Zu viel des Guten - zu wenig fürs Leben
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Inhalt:

In diesem Buch widmet sich die Autorin "überanimierten Kindern" und erklärt in kurzen, informativen Kapiteln, wie sich Überanimation äußern kann und wie Familien ihren Kindern zu Bewältigungskraft, ...

Inhalt:

In diesem Buch widmet sich die Autorin "überanimierten Kindern" und erklärt in kurzen, informativen Kapiteln, wie sich Überanimation äußern kann und wie Familien ihren Kindern zu Bewältigungskraft, Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und sozialer Kompetenz verhelfen können.

Meine Meinung:

Schon der Titel dürfte bei einigen bedürnisorientierten (oder wie sich auch nennen möchten) den Puls ein wenig erhöhen. So war es auch bei mir. Erster Impuls? Aber man kann seine Kinder doch nicht zu viel lieben??? Kann man/frau auch nicht. Aber es ist möglich in bester Absicht doch an der einen oder anderen Stelle vom Weg abkommen.

Die Autorin zeigt an einigen Fallbeispielen aus ihrer Familienberatung, wo es etwas zu viel des vermeintlich Guten war und wie ungute Familiendynamiken auch wieder verlernt werden können.

Wie bei allen Ratgebern gilt: prüfen, was gute Gedankenanstöße für die eigene Familie sind und andere Themen getrost ignorieren. Alles auf einmal ändern geht sowieso nicht. Und wer sich Änderung in manchen Bereichen wünscht, wird hier fündig und mit Fachwissen ausgestattet.

Inke Hummel spricht uns Eltern in diesem Buch durchgehend liebevoll an - wenn es an der einen oder anderen Stelle piekt, dann ist es Zeit dort etwas genauer hinzuschauen.

Besonders spannend fand ich den Aspekt "Elternschaft als Projekt mit Außenwirkung". Wie viel Energie stecke ich wo hinein? Und oft ist es doch das Außenbild, das glänzen soll...

Fazit: Ich habe mir notiert (noch)"weniger Kuchen backen" und (noch) "mehr Langeweile aushalten" :)

Leseempfehlung für Eltern von Kindern jeden Alters, die gerne beziehungsorientiert erziehen wollen, denen aber die Vorbilder fehlen (eigentlich uns allen!)

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