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Veröffentlicht am 01.12.2025

ich liebs

House of Zodiac - Sternenstaub
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„Sterne lügen nicht. Doch heißt das, das sie automatisch die Wahrheit erzählen?“ (S. 19)

Ich kann nicht in Worte fassen, was ich gelesen habe. Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich die Chroniken der ...

„Sterne lügen nicht. Doch heißt das, das sie automatisch die Wahrheit erzählen?“ (S. 19)

Ich kann nicht in Worte fassen, was ich gelesen habe. Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich die Chroniken der Seelenwächter der Autorin innig geliebt habe. Und ich wurde auch bei diesem Reihenstart nicht enttäuscht.

Jupiter, die lieber Julez genannt werden möchte, möchte nichts lieber tun als Astronomie und Astrophysik zu studieren, denn sie liebt die Sterne über alles. Astrologie dagegen ist nicht so ihrs. Sternzeichen sind ihr völlig egal, sie liebt Fakten.
Bei einer Veranstaltung ihres Bruders lernt sie mit ihrer besten Freundin zusammen Leto kennen, der Julez ganz gut gefällt, auch wenn er Geburtscharts erstellt und der Assistent eines bekannten Astrologie-Influencers ist. Auf einem besonderen Jahrmarkt fischt ihre beste Freundin ein Amulett aus einem Automaten, und damit beginnt das Abenteuer.

Mir hat Jupiter unheimlich gut gefallen, obwohl sie es irgendwie allen Recht machen möchte. Sie macht in diesem Buch eine Menge mit, muss einen Haufen an neuen Dingen verarbeiten und packt das, sind wir mal ehrlich, nicht sehr gut. Das macht ihren Charakter nicht nur sehr sympathisch, sondern auch echt. Klar wären wir alle gerne im Angesicht aufregender Umstände stark und hätten es voll drauf. Realistischer ist es aber, dass wir uns in Embryonalstellung in eine Ecke zurückziehen und nicht beachtet werden wollen. Und dann das alles zu machen, was Jupiter macht, ist wahre Stärke!
Die Welt von Zodiac finde ich auch sehr spannend. Die Menschen haben je nach Sternzeichen bestimme Eigenschaften, im besten Fall auch Magie, und alles dreht sich um die Sterne und ihre Konstellationen. Es gibt Ausgestoßene jeglicher Art, Monster, auch unter den Menschen, und alles ist aufregend und gefährlich.

Und dann das Ende, das ja doch mehr ein Beginn ist. Ich habs nicht kommen sehen! Und ich liebs!

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Veröffentlicht am 13.11.2025

zauberhaft

Legenden aus dem Wunderland - Fluch der Herzkönigin
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Ich gebe zu, Alice im Wunderland gehört nicht zu meinen gern gelesenen Büchern, aber die Tim Burton-Verfilmung mag ich ganz gern. Das hat mich aber nicht davon abgehalten Fluch der Herzkönigin vorzubestellen ...

Ich gebe zu, Alice im Wunderland gehört nicht zu meinen gern gelesenen Büchern, aber die Tim Burton-Verfilmung mag ich ganz gern. Das hat mich aber nicht davon abgehalten Fluch der Herzkönigin vorzubestellen und direkt nach Erscheinen (und Adoptieren aus dem Buchladen) zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das hätte mich bei der Autorin auch stark gewundert.

Nyxia ist im wahrsten Sinne des Wortes ein zwiegespaltener Charakter: einerseits ist sie die Herzkönigin, und das schon seit 500 Jahren, die regelmäßig Köpfe rollen lässt, andererseits ist sie ein Mädchen, das um seinetwillen geliebt werden möchte. Doch ihre Hoffnung dahingehend ist nicht besonders hoch. Nicht zuletzt wegen der Hexe, die in ihrem Kopf mit Nyxia spricht. Durch einen Fluch und einen Pakt, ist Nyxias Leben an das der Hexe gebunden, und die Hexe fordert Blut. Um dem Wahnsinn nicht komplett zu verfallen, muss Nyxia einen Ehemann finden und in der Hochzeitsnacht sein Herz der Hexe opfern.
Als Elion zur Auswahl erscheint, erkennt Nyxia ihn sofort. Vor einigen Jahren hat er ihr Leben gerettet und ihr anschließend ein Gefühl von Normalität vermittelt, bevor ihre wahre Identität offengelegt wurde. Deswegen versucht sie ihn zu beschützen und wegzuschicken. Doch Elion ist nicht nur hartnäckig, sondern schleicht sich langsam in Nyxias gebrochenes Herz.

Wie Elion und Nyxia sich annähern und die angehende Herzkönigin langsam an Vertrauen gewinnt, ist total schön zu lesen. Einzig die Hexe funkt ständig dazwischen und ist ziemlich nervig. Was dann auf den letzten paar Seiten passiert, habe ich absolut nicht erwartet. Und nun kann ich die nächsten Bände kaum erwarten.

Ich werde die Zeit mit weiteren Büchern der Autorin überbrücken; Stück für Stück wächst das B.E.Pfeiffer-Fach.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

wundervolle Ausgabe

Glutmädchen - Sammelband
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„Die McLeods waren lebende Legenden gewesen. Der Erlass des Königs, die Frauen mit ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag zu verkaufen, hatte sie als erste Generation getroffen. Damals begriffen nur Wenige, ...

„Die McLeods waren lebende Legenden gewesen. Der Erlass des Königs, die Frauen mit ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag zu verkaufen, hatte sie als erste Generation getroffen. Damals begriffen nur Wenige, welche Ausmaße das Gesetz mit sich bringen würde. Das Trennen von Familien, das Zerschlagen des freien Willens, die Macht über Geist und Körper der Frauen, die gerade erst erwachsen geworden waren.“ (S. 248)

Laird Kelden McLachlan ist nicht als besonders umgänglicher Mensch bekannt, doch behandelt er die Frauen in seinem Clan gut, obwohl sie nach dem Gesetzt mit 22 Jahren ihren Familien entrissen und verkauft werden. Viele lassen sich dazu hinreißen, Frauen als billige Sklaven, Ware oder Huren zu benutzen. Doch Laire, die vor zwei Jahren von Laird McLachlan gekauft wurde, hatte Glück. Sie unterrichtet den Cousin von ihrem Laird, anstatt sein Bett zu wärmen.
Als sie jedoch bei der nächsten Auktion auf ein Mädchen bietet, ist sie dem Wohlwollen ihres Lairds ausgeliefert.

Schottland, ein Gesetz, das gebrochen werden muss, und eine Frau, die voller Hoffnung brennt. Obwohl ich hin und her überlegt hatte, dieses Buch auf der Berliner Buchmesse zu erstehen, war eigentlich klar, das ich es kaufen werde. Und ich habe es nicht bereut.
Laire hat mich sofort von sich überzeugt, obwohl der Start in die Geschichte etwas holprig war; sie wird hauptsächlich aus Laires Ich-Pespektive erzählt, und sie hält die Fakten ganz schön zurück.
Die Fakten, das Gesetz, auf dem die ganzen Geschehnisse beruhen, werden erst Stück für Stück offenbart, während die Auktion läuft. Dazu gibt es Rückblenden und andere Erzählperspektiven.
Laires Beziehung zu ihrem Laird ist zu Beginn distanziert, nennt sie ihn durchweg „Mein Laird“. Sie gibt die Unterwürfige, obwohl vor allem Kelden weiß, dass sie es nicht ist. Er weiß nicht nur, wer Laire wirklich ist, sondern hütet seine eigenen Geheimnisse. Durch die Auktion bindet ein Handel die beiden aneinander, doch beide sind nicht geneigt ihn einzulösen. Doch dann hört Laire vom Widerstand.

Der Sammelband ist seine Investition wert, vor allem, weil man Band 2 direkt an den ersten anschließen kann. Bis zum Ende wusste ich nicht genau, wie alles ausgehen wird, weil ich immer wieder von Wendungen überrascht wurde. Obwohl im ersten Teil viel Zeit in die Charakterbeschreibungen und -entwicklungen investiert wird und gar nicht so viel drum herum passiert, konnte ich das Buch kaum aus der Hand lesen. Dafür ging es im zweiten Teil dann rasant los und immer weiter und ich bin kaum zum Durchatmen gekommen. Es war phantastisch!

Einzige Makel sind im ersten Teil einige holprige Sätze, und im zweiten Teil zwei Fehler im Buchsatz: die Ornamente zwischen den Absätzen sind auf S. 379 und S. 565 leider in die Schrift gerutscht.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Zauberhaftes Herbstbuch

A Dark and Secret Magic
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„Wenn du jetzt anfängst, den Kater zu verdächtigen, bist du offiziell verrückt geworden.“ (S. 222)

Hecate Godwin, genannt Kate, lebt mit ihrem Kater Merlin in ihrem gemütlichen Cottage. Sie ist eine Heckenhexe, ...

„Wenn du jetzt anfängst, den Kater zu verdächtigen, bist du offiziell verrückt geworden.“ (S. 222)

Hecate Godwin, genannt Kate, lebt mit ihrem Kater Merlin in ihrem gemütlichen Cottage. Sie ist eine Heckenhexe, beherrscht Küchen- und Heilmagie, und lebt ein beschauliches Leben. Eine Woche vor Halloween überschlagen sich jedoch die Ereignisse und ihr gemütliches Cottage verbringt viel Zeit ohne sie.
Eines Abends erscheint nicht nur eine der ältesten Hexen aus ihrem Zirkel plötzlich in ihren Träumen, sondern auch noch ein unerwarteter Besucher, der Zuflucht bei Kate erbittet.

Matthew ist ein recht angenehmer, zeitweiliger Mitbewohner. Obwohl er offensichtlich Geheimnisse hat, unterstützt er Kate bei ihren Vorbereitungen für Halloween. Er hilft nicht nur, das Herrenhaus auf Vordermann zu bringen, sondern kümmert sich auch um ihr Wohlergehen.
Kate ist eine äußerst sympathische Hexe. Sie häkelt, strickt und liest gerne, hat ein zauberhaftes Cottage und kümmert sich gerne um das Wohlergehen ihrer Mitmenschen, und bleibt trotzdem gerne für sich. Sie hat es nicht leicht mit Matthew, bleibt aber trotz ihrer Zweifel ihm gegenüber offen. Auf der Suche nach der Wahrheit hat sie an vielen Dingen zu knabbern, doch Matthew unterstützt sie auch dort.

Die Geschichte um die dunkle und geheime Magie entwickelt sich in einem sehr gemütlichen Tempo. Ich habe mich die ganze Zeit sehr wohl gefühlt in diesem Buch und bin nun etwas traurig, das es schon zu Ende ist. Es klingt absolut klischeehaft, aber dieses Buch ist einfach das perfekte Herbstbuch. Es wäre wohl noch passender gewesen, eine Woche vor Halloween damit anzufangen und es Tag für Tag zu erleben, so wie Hecate.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

düster aber empfehlenswert

Dämonenfeuer - Schatten der Vergangenheit
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Diana führte ein beschauliches, ruhiges Leben und genoss die Zeit in ihrer Kriegerausbildung ebenso sehr wie die Zeit mit Aren, ihrem besten Freund. Ihm zuliebe nimmt sie an einer Veranstaltung zu seinem ...

Diana führte ein beschauliches, ruhiges Leben und genoss die Zeit in ihrer Kriegerausbildung ebenso sehr wie die Zeit mit Aren, ihrem besten Freund. Ihm zuliebe nimmt sie an einer Veranstaltung zu seinem Geburtstag teil, und lernt nicht nur Raymon kennen, sondern auch die Wirkung von Alkohol. Denn Diana teilt sich ihre Seele mit einem Dämon, dessen Ausbrüche sie zu unterdrücken versucht. Mit Alkohol ist die böse Seele endlich ruhig. Doch ihr Leben läuft aus dem Ruder und sie verliert alles, was ihr lieb war.

Zunächst war mir Diana recht sympathisch, weil sie zwar zurückgezogen lebte, aber trotzdem ziemlich gut in ihrer Ausbildung war. Kontrolle war sozusagen ihr zweiter Vorname. Selbst als sie sich in ihr Verderben führte, war sie immernoch ziemlich stark und hat versucht, Schwächeren zu helfen. Doch nachdem ihr mit Hilfe des mysteriösen Kriegers die Flucht aus ihrer Heimatstadt gelungen ist, muss sie ein wenig Verstand eingebüßt haben.
Diana ist, selbst als sie ihr Leben zurückgelassen hat und in eine neue Rolle schlüpft, ziemlich naiv und unschuldig, gleichzeitig aber extrem geheimniskrämerisch. Ihr Trauma war Mittelpunkt der Geschehnisse und ihre Weigerung, sich irgendjemandem anzuvertrauen, habe ich manchmal nicht nachvollziehen können. Die Geschichte hatte dadurch ein paar Längen.

Trotzdem hat mir Dämonenfeuer sehr gut gefallen. Der Beginn war düster und hart, und es ging dunkel weiter, aber das schlimmste war überstanden. Diana ist mir nicht ans Herz gewachsen, aber sie hat Potential. Der Krieger war mir von Beginn an sympathisch und ich bin gespannt, wie es mit ihm, Diana und den anderen Charakteren weitergeht.

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