einfach nicht mein Genre
House of pounding hearts»„Ich bin kein ungestümes Kind“, murmele ich.
„Doch, Fallon, genau das bist du.“
Mein Ego zerschellt zu meinen Füßen.« (Kapitel 6, 11%)
Was Fallon in fast 80% nicht ganz geschafft hat, haben dann drei ...
»„Ich bin kein ungestümes Kind“, murmele ich.
„Doch, Fallon, genau das bist du.“
Mein Ego zerschellt zu meinen Füßen.« (Kapitel 6, 11%)
Was Fallon in fast 80% nicht ganz geschafft hat, haben dann drei Kapitel Sex für mich erledigt. Ich habe nicht per se etwas gegen Romantik in Büchern, aber wenn mir „geäderte, wippende Ungeheuer“ (Kapitel 56, 82%) entgegen starren, ist das einfach zu viel.
Teil 2 der Kingdom of Crows Reihe schließt direkt an den ersten Teil House of Beating Wings an. Fallon fühlt sich im Himmelreich wie eine Gefangene, aber sie tut auch nicht viel, um das zu ändern. Im Gegensatz zu ihren Freunden Phoebus und Sybille, die das Himmelsreich erkunden, verlässt Fallon ihr zugeteiltes Zimmer nicht. Sie erhebt nicht mal den Anspruch an Körperpflege und frische Kleidung, obwohl sie einen Schrank voll mit neuen Gewändern hat. Sie steigert sich so richtig in das „ich bin so allein, ich bin gefangen, niemand versteht mich“- Gefühl hinein und lebt ihren Zorn gegen Lore mit jeder Pore aus, was auch für ihre Freunde anstrengend ist.
Doch dann kommt etwas Leben in Fallon und sie verlässt das Himmelsreich, um nach Hause zu kehren. Selbstverständlich wird das ein Desaster auf ganzer Linie und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was sie mit dem Ganzen bezwecken will? Ich denke, dass wusste nicht mal Fallon selbst, wirkte jeder Gedanke und jede Aktion improvisiert.
Und dann war es soweit, sie kehrt zurück ins Himmelreich, hat endlich mal ein klärendes Gespräch mit dem Krähenkönig und mehrere Orgasmen. Und schlagartig verließ mich die Lust, dieses Buch, ja die ganze Reihe, weiterzulesen.
Fallon war in ihrer Naivität im ersten Teil sehr unterhaltsam, aber im zweiten Teil hat sie es damit übertrieben. Ihre Naivität ist der Dummheit gewichen. An sich mag ich dieses Geplänkel zwischen zwei Charakteren, die das Schicksal zusammenführt. Auch wenn einer der beiden sich dagegen wehren möchte und klar ist, wie es am Ende ausgeht. Aber Fallon hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Lore ist zwar nicht gerade der gesprächigste Typ, aber Fallon gibt ihm auch keine Chance dazu.
Im Zuge meiner Entscheidung, dieses Buch nicht mehr weiterzulesen und sofort die Rezension zu schreiben, ist mir die Genre-Einordnung untergekommen. Da mir noch ca. 200 Seiten bis zum Ende fehlen, befürchte ich einfach, dass die drei Sexkapitel erst der Anfang der Beziehung waren. Auch der dritte Band, der im Juni erschienen ist, ordnet sich in diese Kategorie ein und das ist nicht mein bevorzugtes Genre. Daher breche ich die Reihe ab.