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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Die Frau ...

Grüne Welle
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Eine Frau fährt nach dem allmonatlichen Kinobesuch mit ihrer Freundin nicht nach Haus, sondern begibt sich immer weiter weg. Es wird eine Reise in das Innenleben der Frau.

„Eine Frau“ oder „die Freundin ...

Eine Frau fährt nach dem allmonatlichen Kinobesuch mit ihrer Freundin nicht nach Haus, sondern begibt sich immer weiter weg. Es wird eine Reise in das Innenleben der Frau.

„Eine Frau“ oder „die Freundin der Frau“, so beginnt fast jeder 2. Satz in dem Roman. Wer die Personen genau sind erfahren wir nicht. Ein distanzierter Blick entsteht. Aber auch eine Verallgemeinerung, „die Frau“ könnte stellvertretend für so viele unglücklich verheiratete Frauen stehen. Während der Fahrt erfährt der Leser immer mehr über die Vergangenheit und seelischen Beweggründe der Frau. Es handelt sich um einen Roman ohne große Sensationen, der aber dennoch zum Nachdenken anregt.

Obwohl der Schreibstil aufgrund der ständigen Wiederholungen etwas eintönig wirkt, fand ich diesen doch durchaus interessant. Leider gibt es bei dieser anonymisierten Schreibweise ja auch nicht so viele alternative Begriffe. Aufgrund der kompakten Struktur des Romans mit nur 200 Seiten, empfand ich diesen Stil als durchaus gelungen.

Das Cover ist ganz im üblichen Stil des Verlags, schlicht, ohne allzu große Aussagekraft, aber dennoch passend.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Sehr pathetisch

Mathilde und Marie
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Die alltagsgeplagte Großstädterin Marie kommt aus der hektischen Stadt Paris in das beschauliche 300 Seelen Dorf Redu. Ohne Ziel hat sich Marie auf die Reise begeben und wird ganz unverhofft von der tief ...

Die alltagsgeplagte Großstädterin Marie kommt aus der hektischen Stadt Paris in das beschauliche 300 Seelen Dorf Redu. Ohne Ziel hat sich Marie auf die Reise begeben und wird ganz unverhofft von der tief geerdeten Isländerin Jónína in deren Wahlheimat in der belgischen Provinz willkommen geheißen.

Leider konnte der Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Thematisch finde ich das Buch durchaus interessant, doch ist die Handlung leider sehr platt umgesetzt. Alles kreis unentwegt und ausschließlich um Harmonie und Naturverbundenheit, so dass es sich ganz und gar nicht glaubhaft anfühlt. Ein Dorf mit ca. 300 Einwohnern, 13 Buchhandlungen, einem Fernseher und einer Stunde Internet pro Tag, zudem der Name Redu, den man mit "reduzieren" übersetzen kann, das ist alles etwas zu viel des Guten. Handlungsmäßig gibt es kaum einen Fortgang, es geht fast ausschließlich um die Atmosphäre die der Roman erzeugen soll. Lediglich die Figur der Mathilde bringt einen kleinen Gegenpol in die Handlung, was den Großteil des Romans jedoch nicht wirklich interessanter macht.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Dreierkonstellation

Spielverderberin
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Der Roman handelt von drei Freundinnen. Erzählt wird die Handlung aus der sich Sophies. Sie und Lotte sind in einem kleinen Dorf zusammen aufgewachsen. Erst später stößt Romy zu ihnen. Sie kommt aus der ...

Der Roman handelt von drei Freundinnen. Erzählt wird die Handlung aus der sich Sophies. Sie und Lotte sind in einem kleinen Dorf zusammen aufgewachsen. Erst später stößt Romy zu ihnen. Sie kommt aus der Stadt.

Während Sophie und Lotte durchweg als hinterwäldlerisch dargestellt werden, ist Romy weltgewandt und aufgeschlossen. Ihre Eltern ermöglichen ihr ein privilegiertes Leben. Durch Romys Ankunft wird die Freundschaft der beiden Freundinnen auf die Probe gestellt, neue Konstellationen ergeben sich, die eigene Lebenswelt wird in Frage gestellt. Durch die abwechselnde Beschreibung zweiter unterschiedlicher Zeitspannen ist jedoch schon am Anfang des Romans klar, dass sich diese Konstellation mit fortschreitendem Alter der Mädchen ein weiteres Mal ändern wird.

Der kurze Roman lässt sich recht schnell lesen. Unnötige Längen findet man nicht. Die Autorin versteht es den innersten Gefühlen ihrer Protagonistinnen gut darzustellen. Was mich jedoch gestört hat ist das ständige Kreisen um die Gegenüberstellung Großstädterum versus Provinz. Viele Ansätze und Ansichten werden in diesem Hinblick für mein Gefühl etwas zu plump dargestellt. Es entsteht oft ein Schwarz-Weiß-Bild, das die Autorin facettenreicher hätte ausgestalten sollen.

Das Cover hat mir gut gefallen. Es ist bunt, auffällig und versinnbildlicht das Thema auf kreative Weise.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Eine neue Geschichte aus Hovenäset

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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„Sternengrab“ ist die Fortsetzung der Hovenäset-Reihe, die mit dem vorherigen Roman „Flmmenrad“ begann. Es handelt sich allerdings um eine eigenständige Geschichte, wozu man den Vorgängerroman nicht unbedingt ...

„Sternengrab“ ist die Fortsetzung der Hovenäset-Reihe, die mit dem vorherigen Roman „Flmmenrad“ begann. Es handelt sich allerdings um eine eigenständige Geschichte, wozu man den Vorgängerroman nicht unbedingt kennen muss. Während in „Flammenrad“ Heidi im Mittelpunkt des Geschehens stand, ist nun deren Freundin Alva die Hauptperson.

Alvas Vater starb vor drei Jahren unter ungeklärten Umständen, indem er von einem Auto überfahren wurde. Nun hat die Mutter ein Strandhaus gekauft, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Außerdem werden immer wieder eine mysteriöse schwarze Katze, ein kleines Mädchen und deren Mutter gesichtet. Wie das alles zusammenhängt versucht Alva mit ihren Freunden Heidi und Harry zu lösen.

Die Handlung des Romans gestaltet sich von der ersten bis zur letzten Seite durchweg spannend. Nur sehr langsam bekommt man die Lösung des Rätsels allmählich präsentiert. Auch die mysteriösen und übernatürlichen Elemente aus dem ersten Teil wurden hier wieder aufgenommen und verleihen dem Werk einen echten Gruselfaktor. Ich fand diesen zweiten Teil der Reihe sogar noch gelungener als den ersten.

Das Cover finde ich ebenfalls sehr gelungen. Es spiegelt die düstere und bedrohliche Atmosphäre des Romans wieder.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Destruktive Beziehungen

No Way Home
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Terry führte bisher ein unaufgeregtes Leben als Arzt in Los Angeles. Als seine Mutter stirbt, besucht er deren Haus in Boulder City in Nevada, mitten in der Wüste. Dort übergibt ihm eine Bekannte der Mutter ...

Terry führte bisher ein unaufgeregtes Leben als Arzt in Los Angeles. Als seine Mutter stirbt, besucht er deren Haus in Boulder City in Nevada, mitten in der Wüste. Dort übergibt ihm eine Bekannte der Mutter den Schäferhundmischling Daisy, der vor lauter Trauer fast vergeht. In einer Bar in Boulder City trifft er die wohnungssuchende Bethany. Nach einer gemeinsamen Nacht reist Terry mit Daisy wieder nach Los Angeles. Doch nach kurzem bekommt Terry die Nachricht, dass eine junge Frau in seinem Haus wohnt. Probleme gibt es auch mit dem Hund der nicht in Terrys Mietwohnung geduldet wird. Und so sehen sich Terry und Bethany bald wieder. Eine bizarre Beziehung zwischen den beiden entsteht. Und mit dabei ist auch immer Jesse, der Ex-Freund von Bethany. Bis ein verhängnisvoller Tag vieles ändert.

Die Geschichte hat mich nicht wirklich überzeugen können. Die Ereignisse plätschern so vor sich hin und die Handlungen der einzelnen Personen wirken destruktiv. Die ganze Atmosphäre des Romans ist sehr bedrückend. Am meisten mitfühlen konnte ich mit dem Hund, der übrigens ebenso wie alle Beteiligten nicht unbeschadet aus der ganzen Sache rauskommt, nur das er in dieser Handlung der einzig Unschuldige ist. Vielleicht kann man den Inhalt abstrakt damit zusammenfassen, dass man hier den Zerfall der gesellschaftlichen Gepflogenheiten innerhalb der Beziehung dreier Menschen beobachten kann.

Da ich den Autor mag, war ich von diesem Werk etwas enttäuscht. Boyle hat bereits deutlich bessere Roman geschrieben. Zumindest der Titel „No Way Home“ trifft den Inhalt des Romans sehr gut. Das Cover mit der Wüstenstadt im Hintergrund und dem verschwommenen Gesicht ist auch gelungen, da die Personen für mich immer etwas unnahbar erschienen. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört. Der Sprecher liest die Geschichte so wunderbar, dass man trotz der inhaltlichen Schwächen gerne zuhört.

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