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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

Luca und Valentina

The Temporary Wife
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Bei The temporary Wife handelt es sich um den zweiten Teil der Windsor Reihe. Nun ist Luca an der Reihe eine arrangierte Ehe einzugehen. Um jedoch selber entscheiden zu können und um die Pläne der Matriarchin, ...

Bei The temporary Wife handelt es sich um den zweiten Teil der Windsor Reihe. Nun ist Luca an der Reihe eine arrangierte Ehe einzugehen. Um jedoch selber entscheiden zu können und um die Pläne der Matriarchin, seiner Großmutter, zu durchkreuzen geht er einen Deal mit seiner langjährigen Assistentin Valentina ein. Eine Ehe für drei Jahre. Da Valentina das Geld dringend für ihre Familie braucht und auch weiß worauf sie sich einlässt, stimmt sie dem Ganzen zu. Und so beginnt die Geschichte, mit einem angeblich unkomplizierten Deal das aber schnell zu mehr wird. Die Anziehung der Beiden ist in jeder Szene spürbar und auch wenn sie ausgemacht hatten, dass Gefühle nicht auftauchen werden passiert natürlich genau das.
Und Leute genau das ist der ganze Plot. Man darf hier keine tiefgründige Liebesgeschichte oder viel Spannung und Action erwarten. Es ist eine einfache, leicht gestrickte, für manche gar trashige Story mit einer guten Prise Drama, lustigen Wortgefechten, ordentlich spice und einem hohem Unterhaltungswert. All zu ernst sollte man die Bücher dieser Reihe nicht nehmen, den übergriffiges Verhalten war auch hier an der Tagesordnung, wie schon in Teil 1.
Naja wie gesagt, man wird unterhalten, es gibt einige sehr amüsante Szenen und für zwischendurch ist das Buch nicht verkehrt.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

The Dagger and the Flame

The Dagger and the Flame
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Ein vielversprechender Auftakt einer YA Reihe die mich persönlich aber nicht so fesseln konnte wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das Reich Fantom wird zwar vom König regiert aber beherrscht wird es ...

Ein vielversprechender Auftakt einer YA Reihe die mich persönlich aber nicht so fesseln konnte wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das Reich Fantom wird zwar vom König regiert aber beherrscht wird es in Wirklichkeit von den Gilden. Hauptaugenmerk liegt auf den Cloaks und den Daggern. Den Dieben und den Meuchelmördern, die sich mit Hilfe einer magischen Substanz (Shade) nahezu ungestraft und ungestört nehmen was sie wollen. Die Geschichte ist also alles andere als schwarz weiß. Die Handlung und auch die Charaktere bewegen sich alle in den unterschiedlichsten Grauzonen.
Unsere Protagonistin Seraphine ist die Tochter einer Shade Schmugglerin. Als ihre Mutter von einem Dagger ermordet wird muss sie um ihr Leben fliehen und sucht Asyl bei den Cloaks. Ransom hingegen ist ein Dagger und wurde auf sie angesetzt, jedoch verfolgt und beobachtet er sie lieber als sie zu töten. Denn irgendetwas scheint an ihr besonders zu sein. Die Beiden treffen immer wieder aufeinander und der anfängliche Hass und das Misstrauen scheint sich in etwas anderes zu verwandeln.
Die Story an sich fand ich ganz spannend, besonders die Entstehungsgeschichte der Gilden war sehr gut und zeigte dass mehr hinter allem steckt als man zunächst vermutet. Aber es konnte mich nicht fesseln. Da es eine YA ist, sind die Charas sehr jung und benehmen sich dementsprechend, das ist also kein Vorwurf aber dadurch hab ich einfach oft die Lust am Buch verloren und musste mich teilweise sogar zwingen weiterzulesen.
Auch ist die Geschichte hauptsächlich Charakterdriven (besonders die innere Zerrissenheit von Ransom wurde super dargestellt), man darf also nicht viel Action erwarten. Und doch schreitet die Handlung zwar langsam aber stetig voran.
Fazit für mich ist jedoch das eine etwas jüngere Generation, als ich es bin, viel viel mehr Freude an diesem Buch haben würde :)

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Werwölfe

Rabid
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Für mich ein Buch mit hohem aber leider unbenutzten Potenzial. Wir haben ein Urban (low) Fantasy Setting mit Werwölfen. Diese leben verborgen von den Menschen in Rudeln in den Wäldern unserer uns bekannten ...

Für mich ein Buch mit hohem aber leider unbenutzten Potenzial. Wir haben ein Urban (low) Fantasy Setting mit Werwölfen. Diese leben verborgen von den Menschen in Rudeln in den Wäldern unserer uns bekannten Welt. Sie haben ihre eigenen Regeln und Hierarchien, leben quasi völlig unabhängig von der menschlichen Gesellschaft. Mehr Informationen erhalten wir aber leider nicht. Kein Worldbuilding, keine Erklärung zur Entstehungsgeschichte usw.
In einem dieser Rudel lebt Seneca, sie steht kurz vor ihrem Flux, was ihre erste Verwandlung darstellt und hat Todesangst davor. Aber nicht weil sie nicht ihre Wölfin möchte sondern wegen all dem was danach mit ihr passieren wird. Der Alpha ihres Rudels möchte sie nämlich für sich beanspruchen und Seneca würde lieber sterben als das zuzulassen. Als ihre Flucht misslingt und ihr Flux sich in einen Albtraum verwandelt zerbricht etwas in ihr.
Dies geschieht alles direkt am Anfang der Geschichte und war wirklich nicht leicht zu lesen. Allgemein ist das Buch sehr brutal, blutig, derb in seiner Sprache und grausam in vielen Teilen. Seneca muss viel ertragen und aushalten. Der weitere Verlauf des Buches widmet sich auch ihres Überlebens, ihrer Akzeptanz und dann ihrer Rache.
Ich mochte ihre Art sehr. Und all ihre Handlungen, Ängste und Gefühle waren auch für mich nachvollziehbar bis auf die sehr schnelle Bindung zu dem Mann der ihr letztendlich bei ihrer Rache hilft (sehr kryptisch ich weiß aber ich will einfach nichts verraten). Diese Beziehung ist so schnell entstandenen, der anfängliche Hass verwandelte sich viel zu schnell in „Liebe“. Allgemein waren mir die Abläufe zu schnell. Alles passiert Schlag auf Schlag. Es gibt kaum nennenswerten Prozess oder Entwicklung. Aus diesem Grund ist leider kaum Tiefe entstanden und bis auf Seneca bleiben alle anderen flach und blass. Mir haben die Gefühle gefehlt, die Spannung war mal da und dann doch wieder nicht.
Allgemein hätte dieser Einzelband meiner Meinung ein paar Seiten mehr gebraucht um die Geschichte etwas ausführlicher darzustellen

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Richtiger Mensch, falscher Zeitpunkt

Four Weekends and a Funeral – Wenn der absolut Richtige zur ganz falschen Zeit kommt
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Stellt euch vor ihr seid auf der Beerdigung eures Exfreundes aber keiner weiß dass ihr euch vor seinem Tod getrennt hattet und jetzt denken alle zu seist seine trauende Freundin. Bizarr nicht wahr. Aber ...

Stellt euch vor ihr seid auf der Beerdigung eures Exfreundes aber keiner weiß dass ihr euch vor seinem Tod getrennt hattet und jetzt denken alle zu seist seine trauende Freundin. Bizarr nicht wahr. Aber genauso ergeht es Alison. Niemand weiß das sie sitzen gelassen wurde und statt das Missverständnis aufzuklären verstrickt sie sich immer weiter darin. Dabei hat sie eigentlich schon genug um die Ohren, nämlich hatte sie vor kurzem erst eine Mastektomie, ihre Mutter war schwerkrank und naja sie wurde eigentlich sitzengelassen.
Auf der Beerdigung trifft sie dann Adam, den besten Freund, den sie bisher nur per Textnachrichten aus Gruppenchats kannte. Ein Grumpy wie er im Buche steht. Adam und sie begegnen sich im laufe der Geschichte dann immer wieder und zwischen entsteht erst eine zarte Freundschaft aus der dann mehr wird.
Allerdings fand ich die Liebesgeschichte hat gefühlt nur die zweite Geige gespielt. Viel eher ging es um Verlust, Trauer, Schuldgefühle und wie Verlust zwei Menschen zusammenbringen kann. Das Buch war sehr ruhig und still. Die Entwicklungen langsam aber bei der Schwere des Themas verständlich.
Aber leider hat mir persönlich das Gewisse etwas gefehlt. Ich war nie wirklich gefesselt oder emotional investiert, was man bei all den Themen ja eigentlich erwarten würde.
Im Großen und Ganzen war es eine gute solide Geschichte aber jetzt nichts wovon ich sagen würde: „Das muss unbedingt gelesen werden.“

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Baby ahoi!

Out on a Limb
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Dieses Buch war wie eine warme Umarmung. Und hat so viele Themen angesprochen die wichtig und sehr sensibel sind. In „Out on a Limb“ geht es um zwei Menschen, die beide eine körperliche Beeinträchtigung ...

Dieses Buch war wie eine warme Umarmung. Und hat so viele Themen angesprochen die wichtig und sehr sensibel sind. In „Out on a Limb“ geht es um zwei Menschen, die beide eine körperliche Beeinträchtigung haben. Win hat eine angeborene „kleine“ Hand und Bo hat seit seiner abgeschlossenen Krebsbehandlung eine Beinprothese. Als die Zwei sich auf einer Halloween Party, beide verkleidet als Piraten (genial) kennenlernen, funkt es sofort. Beide verstehen sich auf Anhieb und die Anziehung gipfelt (🤭) in einem OneNightstand. Eigentlich soll die Bekanntschaft dabei bleiben aber die Nacht bleibt nicht ohne Konsequenzen, den Win ist schwanger und obwohl sie mit der Möglichkeit eines Abbruchs konfrontiert wird, entscheidet sie sich für die Schwangerschaft und auch dafür diese nicht vor dem Vater zu verheimlichen.
Keine Sorge ich habe euch jetzt nicht gespoilert, denn genau das ist der Plot dieses Buches. Es geht darum was eine Schwangerschaft mit den zwei dafür verantwortlichen Menschen macht. All die Ängste und Wünsche die hier aufkommen und kollidieren und dazu kam hier noch die körperlichen Einschränkungen. All die alltäglichen Schwierigkeiten, die Vorurteile, Unsicherheiten aber eben auch die positive Andersartigkeit. Die Autorin ging mit all diesen Aspekten so unfassbar sensibel um. Da sie selber Mutter mit einer körperlichen Behinderung ist, was sie im Vorwort erwähnt, war alles super realistisch geschildert. Einfach die ganze Geschichte hat sich so echt angefühlt. Hinzu kam noch dass Win und Bo zwei tolle Charaktere sind. Ich habe Wins Humor sehr geliebt und Bo ist ein großer Nerd, was mir super zugesagt hat. Auch Freundschaft und Familie wird in dieser Geschichte großgeschrieben, was für einige großartige Szenen gesorgt hat. Ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen und kann es nur empfehlen. Allerdings sollte erwähnt werden, dass es doch, vor allem gegen Ende, super kitschig und emotional wird. Wer also sowas nicht haben kann oder allgemein etwas gegen den PragnancyTrope hat (warum eigentlich Leute?????) wird hiermit keine Freude haben.

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