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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2019

Lichtbringerin

Licht und Schatten
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Lichtbringerin
Dieses Buch mit seinen 584 Seiten ist ab 14 Jahren geeignet, aber ich empfand es auch als ältere Leserin durchaus passend.
„Es ist der Winter 1704 und der Tod sitzt auf dem Wipfel einer ...

Lichtbringerin
Dieses Buch mit seinen 584 Seiten ist ab 14 Jahren geeignet, aber ich empfand es auch als ältere Leserin durchaus passend.
„Es ist der Winter 1704 und der Tod sitzt auf dem Wipfel einer Tanne und wartet geduldig auf die Geburt eines Kindes. Er ist nicht der einzige – ein Raunen wandert um die Welt und die Schatten lauschen mit gespitzten Ohren.
Schon in jungen Jahren macht sich Vida auf den Weg, um die Wahrheit zu finden. Sie hört den Ruf der Toten und begegnet ihrer eigenen Zukunft. Mit dreizehn lehren ihre Tanten sie die Mudras der Verbannung und sich ohne Waffen zu verteidigen. Denn Vida wurde geboren, um das Licht auf die Welt zurückzubringen. Aber niemand rechnet damit, dass sie ihren eigenen Weg geht und selbst dem Tod die Stirn bietet.“
Vida zieht einen relativ schnell in ihren Bann. Sie ist ein außergewöhnlicher Mensch und so ist auch ihre Geschichte. Sowas hatte ich vorher noch nicht gelesen und ich fand es nicht nur spannend, sondern auch noch interessant. Durchaus auch für ältere Leser gut lesbar.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Kommt da noch was ?

Es wird Zeit
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Kommt da noch was ?
Das fragt man sich doch von Zeit zu Zeit, gerade wenn das Thema Älterwerden eines ist - und Frau eben erst recht...
Judith geht das nicht anders:
„Judith ist fast fünfzig, und auf diese ...

Kommt da noch was ?
Das fragt man sich doch von Zeit zu Zeit, gerade wenn das Thema Älterwerden eines ist - und Frau eben erst recht...
Judith geht das nicht anders:
„Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das Leben auch. Von der Liebe und dem Bindegewebe mal ganz zu schweigen. Dann stirbt ihre Mutter, und Judith kehrt nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab und einen Haufen Hoffnungen, Träume und Albträume zurückgelassen hat. Und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Eine lebenslange Lüge stellt sich als Wahrheit heraus. Eine wiedergefundene Freundin hofft, den nächsten Sommer noch zu erleben, und will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist. Eine Jugendliebe funkelt vielversprechend, eine Urne macht Umwege, und Judith stellt fest, dass es besser ist, sich zu früh zu freuen, als überhaupt nicht...“
Dieses Buch ist so vielseitig und vielschichtig, dass ich das gar nicht in ein bestimmtes Genre einordnen möchte. Es geht um Freundschaft, ums Älterwerden und Jungbleiben, um Heimat, Liebe und Tod und so Vieles mehr. Irgendwie entdeckt man immer mehr, je mehr man liest.
Ich bin schon länger Fan von Ildiko von Kürthy und mit diesem Buch hat sie wieder ein unverwechselbares Werk geschaffen, das ganz klar ihre Handschrift trägt, die mir wieder sehr, sehr gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Die Liebe ist stärker als die Zeit

Die schönste und die traurigste aller Nächte
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Die Liebe ist stärker als die Zeit
Diese Geschichte ist so schön gefühlvoll erzählt (ohne kitschig zu sein, das ist toll, denn das hätte leicht „abgleiten“ können in den Kitsch...), dass mir ein leiser ...

Die Liebe ist stärker als die Zeit
Diese Geschichte ist so schön gefühlvoll erzählt (ohne kitschig zu sein, das ist toll, denn das hätte leicht „abgleiten“ können in den Kitsch...), dass mir ein leiser Seufzer entfleucht ist, als ich das Buch zusammengeklappt habe am Ende.
Ich lasse mal Victor für sich selbst sprechen, denn besser beschreiben könnte ich es gar nicht.
«Mein Name ist Victor. Vermutlich haben Sie schon jede Menge Liebesgeschichten wie diese gelesen, aber ich versichere Ihnen, es waren alles Geschichten. In meinem Fall, so unglaublich es klingt, ist alles wahr. Ich habe ein Geheimnis, das ich mit niemandem teilen kann: Starke Gefühle bringen meine Zeit manchmal durcheinander. Wenn ich glücklich bin, springe ich zurück in die Vergangenheit. Wenn ich traurig bin, geht es in die Zukunft. Das kann Sekunden oder Minuten dauern, höchstens ein paar Stunden. Ich kann keinen Einfluss nehmen auf den Verlauf der Geschichte. Aber es hat mir schon so viel Ärger eingebracht, dass ich mich ans Ende der Welt zurückgezogen habe und versuche, nie wieder glücklich oder traurig zu sein.
Die Ursache für all das? Amanda. Warum? Weil unsere Liebe unerfüllt bleiben musste. Wird es eines Tages enden? Keine Ahnung. Doch heute Morgen kam eine Einladung. Und ich denke, ich kann endlich herausfinden, ob das, was mir passiert, ein Fluch oder ein Geschenk ist ...»
Man kann sich von dieser Geschichte so richtig schön verzaubern lassen, in sie abtauchen und genießen. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben und denke, dieses besondere Buch muss und sollte auch jeder auf sich selbst wirken lassen. Ich wünsche ihm noch viel mehr begeisterte Leser, habe es mehrfach weiter empfohlen und verliehen/verschenkt und bislang kamen nur positive Reaktionen. Man leidet mit den Personen mit, bangt, zittert, lacht, weint, erwartet wie es weitergeht, ist gespannt, da ist einfach alles mit dabei, was ein gutes Buch ausmacht.
Rezension von HK1951

Veröffentlicht am 15.09.2019

Leben für die Kunst - und die Liebe

Die Malerin des Nordlichts
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Leben für die Kunst – und die Liebe
Norwegen im Jahr 1922: Signe ist talentiert, ambitioniert und vor allem eins: frei! Endlich hat sie sich aus ihrer unglücklichen Ehe gelöst, und damit von einem Mann, ...

Leben für die Kunst – und die Liebe
Norwegen im Jahr 1922: Signe ist talentiert, ambitioniert und vor allem eins: frei! Endlich hat sie sich aus ihrer unglücklichen Ehe gelöst, und damit von einem Mann, der für ihre große Leidenschaft, die Malerei kein Verständnis hat. In ihrer Jugend lernte sie, an der Seite ihres Onkels, dem Genie Edvard Munch, die schillernde Osloer Bohème kennen. Nun nimmt Signe Unterricht beim Sohn von Paul Gauguin, sie hat sich geschworen, ihr Leben ausschließlich der Kunst zu widmen. Sie will ein Werk hinterlassen, das – ebenso wie die Bilder ihres Onkels – die Menschen bewegt und aufrüttelt. Dann lernt sie Einar kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Als er sich dem Widerstand anschließt, begreift Signe, dass man manchmal alles wagen muss – in der Liebe und in der Kunst.
Die Autorin war von der Lebensgeschichte von Signe Munch fasziniert – und offensichtlich auch inspiriert. Sehr schön, denn dadurch entstand dieses wirklich schöne Buch, das schon durch sein Cover angenehm auffällt.
Die schön erzählte berührende Geschichte mit den vielschichtigen Charakteren tut ihr Übriges dazu. Man fühlt sich selbst in die Zeit versetzt und folgt den Personen durch ihr Leben, das wirklich interessant. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, sehr gut !

Veröffentlicht am 08.09.2019

Alles auf eine Karte

Die letzte Witwe
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Alles auf eine Karte
Im nunmehr bereits siebten Teil der „Georgia-Serie“ von Karin Slaughter geht Agent Will Trent aufs Ganze. Das muss er auch, denn:
„Zwei gewaltige Explosionen reißen Gerichtsmedizinerin ...

Alles auf eine Karte
Im nunmehr bereits siebten Teil der „Georgia-Serie“ von Karin Slaughter geht Agent Will Trent aufs Ganze. Das muss er auch, denn:
„Zwei gewaltige Explosionen reißen Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihren Partner, Special Agent Will Trent, aus der sommerlichen Idylle. Sie sind geübt darin, in Notsituationen zu helfen. Doch als sie an diesem Tag den Sirenen folgen, führt ihr Instinkt sie mitten hinein in das dunkle Herz einer mächtigen Neonazi-Gruppierung. Zu spät erkennt Sara, dass sie direkt in eine Falle läuft. Will kann nur noch hilflos zusehen, wie Sara zur Gefangenen wird. Jetzt muss er alles riskieren und verdeckt ermitteln. Denn die Spuren des FBIs lassen keine Zweifel: Der Anführer des Netzwerks geht für seine Zwecke über ein Meer aus Leichen. Kann Will Sara finden, bevor es zu spät ist?“
Die letzten Bücher von Karin Slaughter fand ich leider nicht mehr so gut, besonders das letzte war eher langatmig – von daher war ich sehr gespannt auf das neue Buch...
Hier treffen wir Sara Linton und Will Trent wieder – und das hat mich gefreut.
Und in diesem Buch wartet die Autorin auch wieder mit ordentlich Spannung auf. Ich konnte kaum aufhören zu lesen – und 560 Seiten sind ja nun auch „kein Pappenstiel“. Aber man bleibt gerne bei den Seiten und kann sich dem Fortlauf der Geschichte nicht entziehen; man muss einfach wissen, wie es mit Sara und Will weitergeht..!
Das Thema ist ja allgegenwärtig und leider immer noch aktuell. Es ist hier gut umgesetzt, ohne übertrieben zu wirken.