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Veröffentlicht am 06.05.2019

Tolle Ideen und Momente, die teilweise aber leider untergehen

First Comes Love
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Unsere Hauptprotagonstin Dylan hat mich schon ab der ersten Seite an begeistert und sie war auch der Grund, warum ich so begeistert von der Leseprobe gewesen bin. Sie ist eben nicht dieser 08/15 Charakter ...

Unsere Hauptprotagonstin Dylan hat mich schon ab der ersten Seite an begeistert und sie war auch der Grund, warum ich so begeistert von der Leseprobe gewesen bin. Sie ist eben nicht dieser 08/15 Charakter von dem man ständig liest, sondern ist auf ihre eigene Art besonders und fällt direkt auf.

,,Normal: gewöhnlich, durschnittlich und angepasst.

Exzentrisch: seltsam, kurios und einzigartig.“ (Dylan)

Dylan ist die Personifikation von ,,Exzentrisch“ und lebt für den Moment. Ich bewundere sie sehr für ihre Persönlichkeit, weil sie so positiv, spontan, liebenswert und aufmerksam ist. Die Worte Negativität, Sorgen oder Zweifel hat sie wahrscheinlich noch nie gehört oder selbst erlebt. Leute wie sie trifft man nicht oft bzw. ich habe noch nie so eine Person wie sie getroffen. Am bemerkenswertesten finde ich aber ihre Grundeinstellung, da Dylan sich überhaupt keine Gedanken darüber macht, was andere Menschen über sie denken oder auch schlicht und ergreifend keinen Wert auf deren Meinung legt. Sie möchte die ganze Welt sehen, im Hier und Jetzt leben, mit ihrem Fotoapparat die schönsten Momente einfangen und sich nicht ums Morgen kümmern. Dylan ist frei, möchte sich an nichts und niemanden binden.

Wenn man sich anpasst, macht man sich unsichtbar. Um einen bleibenden Eindruckzu hinterlassen, muss man sich ab und zu trauen, aus dem Rahmen zu fallen.

Um ihren Horizont zu erweitern verbringt sie ihre Sommerferien in Arizona, Phoenix, wo sie auf den stillen und unnahbaren Gray trifft. Er ist sozusagen das genaue Gegenteil von ihr und schaut eher seinem Leben von außen zu, als das er es wirklich leben würde – zumindest bis Dylan kommt. Diese hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, hinter Grays verschlossenen Fassade zu schauen. Auch wenn erst etwas unfeiwillig lässt sich Gray doch auf das Abenteuer seines Lebens mit dem komischen Mädchen, dem nichts zu entgehen scheint, ein.

Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich ,,philosophisch“( bezogen auf das Genre New Adult) sagen. Es ist zwar kein richtiges Buch über Philosophie, doch ich finde schon, dass der Inhalt und die Dialoge der beiden für auf das Genre sehr in die Richtung gehen.

Dieses Buch dreht sich ausschließlich um die beiden Charaktere Gray und Dylan und deren Erlebnisse im Sommer. Vor allem Dylan ist sehr philosophisch und viele ihre Gedankenwege regen zum Nachdenken an. Manche Dinge habe ich noch nie aus dieser Sicht gesehen und ich finde es großartig, wie man durch First comes love eine neue Perspektive auf sie erhält. Die Autorin spricht über Themen wie Verluste und Schmerz zu verarbeiten, Trauer und Abschied und das man sich mal auf das Unbekannte einlassen sollte, um aus dem normalen Trott auszubrechen.

Die meisten Leute brauchen ständig Ablenkung, damit sie keine Zeit haben, über ihr Leben nachzudenken. Sonst würden sie vermutlich implodieren, weil ihre eigene Leere sie einsaugt und umkrempelt wie ein schwarzes Loch. Und wenn sie dann in sich reinschauen, finden sie dort etwas ganz Monströses. Eine tickende Zeitbombe.

Doch auch wenn dieses Buch quasi aus wichtigen Themen und tiefgründigen Zitaten überzuquellen scheint, wirkt es zum Teil zu oberflächlich und nur so dahergesagt. Ich kann meine Kritik nicht einmal richitg in Worte fassen, doch ich werde es im Folgenden so gut es geht versuchen. Oft ist die Geschichte für mich nicht greifbar, wirkt weit entfernt, sie kann mich in dem Sinne nicht richtig in sich hieneinreißen. Es wird so viel angesprochen, der Leser erlebt so viel und doch irgendwie nichts. Das Buch ist wie eine Achterbahn, die nie anhält und dem Leser Zeit gibt, die Dinge zu verarbeiten, sich für sie Zeit zu nehmen, sondern stürzt sich immer ins nächste Abenteuer. Über Gray erfährt man während des Buches sehr viel und lernt ihn immer besser kennen, versteht ihn dadurch immer besser. So fröhlich und offen Dylan auch wirkt, so unverständlich und ungreifbar wirkt sie hingegen oft. Der Leser erfährt weder etwas über ihre Vergangenheit, noch warum sie so ist wie sie ist, warum sie so bewegend denkt, wie sie zu dem Mensch geworden ist, der sie heute ist. Kein Mensch entwickelt ohne Grund so eine Persönlichkeit oder hat schon in so jungen Jahren solche Weiheiten parat, ohne irgendein prägendes Erlebniss in seiner Vergangenheit gehabt zu haben. Wir wissen nicht woher ihre Denkweisen kommen und dies macht es schwierig für den Leser sie nachzuvollziehen. Zudem handelt sie zum Schluss sehr gegensätzlich und auf die Dauer finde ich ihre sorglose und lockere Art anstrengend. Sie möchte auch keine Bindungen eingehen, was jedoch die Liebesbeziehung mit Gray sehr belastet.

Wobei wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Die Lovestory. Sie war natürlich sehr vorhersehbar, doch obwohl sie sehr schnell ging, finde ich sie wunderschön. Mich persönlich stört es nicht, dass Gray und Dylan die einzigen Charaktere im Buch sind, von denen wir wirklich lesen und dadurch, dass sie auch viel zusammen erleben, wirkt sie recht realistisch. . Das einzig Schwierige an ihrer Beziehung ist Dylans Art. Ich finde schon, dass es am Ende sehr schwierig für sie durch Dylans Einstellung wird, so sehr ich diese am Anfang auch gefeiert habe. Ich liebe die Dialoge zwischen Gray und Dylan, sie sind lustig, realistisch und besonders. Der Schreibstil der Autotin verhindert es aber manchmal, diese Dialoge so schön flüssig zu lesen, wie es mit einem anderen Schreibstil gewesen wäre. Mich hat es sehr gestört, dass Katie Kacvinsky so oft in die indirekte Rede wechselt. Mitten im Dialog schreibt sie Sachen in der indirekten Rede, nur um danach wieder in die wörtliche Rede zu wechseln. Dies ist nicht nur anstrengend, sondern schrenkt zudem den Lesespaß sehr ein.

Das offene Ende ist eher unzufriedenstellend, da der Leser vollkommen ahnngslos zurückgelassen wird. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Buch auf einer Übung im kreativen schreiben der Autorin basiert, wie diese es am Ende erklärt. Die meisten Erlebnisse der Hauptprotagonisten hat sie selbst schon einmal selbst erlebt, was ich sehr beeindruckend finde und dem Buch noch einen gewissen Charme verleiht. Und doch würde ich deswegen die Vermutung nahelegen, dass die dadurch dann kein passendes Ende gefunden hat.

Zum Schluss muss ich noch den Klappentext ansprechen, der mehr als irreführend ist. Dylan und Gray machen keinen Roadtrip, sondern verbringen die meisten Zeit in Grays Heimatstadt. Dies wollte ich nur einmal zum Schluss angemerkt haben, da mich dies beim Lesen sehr überrascht hat.

Fazit: Mich stören zwar Kleinigkeiten wie der Schreibstil, dieses komische Gefühl, das man als Leser nicht wirklich in die Geschichte eintaucht, sondern eher sie von außen hin sieht und durch die fehlenden Informationen nicht nachvollziehen kann und doch würde ich sie jedem weiterempfehlen. Darüber hinaus finde ich find es aber schade, dass diese tollen Gedankengänge von Dylan zu oberflächlich wirken und sie nicht richtig rübergekommen sind. Das Buch habe ich mit gemischten Gefühlen aus der Hand gelegt, kann aber doch sagen, dass ich es sehr mag. Das Buch hat immerhin nur ca. 240 Seiten, weswegen es auch daran liegen kann, dass es mir zu viel auf einmal gewesen ist. Die verschiedenen Messages kommen nicht ganz rüber, doch sie sind zumindest vorhanden und als Leser muss man selbst schauen, wie man mit ihnen ugehen wird. Beim Lesen ist mir nie langweilig geworden und in diesem Buch stecken wirklich viele tolle Ideen und Momente, die es sich zu lesen lohnt.
Lesenswert

Charaktere: 3/5 – Cover: 3/5 – Setting: 4/5 – Handlung: 3,5/5 – Spannung: 3,5/5 – Schreibstil: 2,5/5

Veröffentlicht am 28.04.2019

Meine neue Lieblingsreihe - ein absolut grandioses Buch!

Izara 2: Stille Wasser
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In dem zweiten Band der Izara Reihe geht es um Ari, die weit mehr als nur ein Problem diesmal hat. Sie und Lucian müssen nicht nur ihre Verbindung vor allen anderen – auch Lizzy (!) – geheim halten und ...

In dem zweiten Band der Izara Reihe geht es um Ari, die weit mehr als nur ein Problem diesmal hat. Sie und Lucian müssen nicht nur ihre Verbindung vor allen anderen – auch Lizzy (!) – geheim halten und dies bedrückt Ari umso mehr. Hinzu kommt auch noch ein mächtiger Hexenzirkel, der es sich in den Kopf gesetzt hat, Ari zu töten und die Liga, die noch ihr Urteil über sie fällen muss. Als wäre das Alles nicht schon schlimm genug, verändert sich Lucian immer mehr und Ari erkennt den Lucian, den sie liebt, gar nicht mehr in ihm wieder. Wird sie es schaffen all diese Probleme wieder mit Glanzleistung zu lösen?

Schon nach dem ersten Kapitel war ich direkt wieder in der Geschichte drin und wusste wieder genau, warum ich Julia Dippel so liebe. Es war, als würde ich nach Hause kommen, mich wieder mitten ins Abenteuer mit Ari, Ryan, Lizzy, Gideon und Co stürzen. Eine Sache, die ich mir bei dem ersten Band schon so positiv aufgefallen ist, ist, dass es immer Action gibt. Genauso ist es auch wieder bei diesem Buch – dem Leser wird nie langweilig und auf jeder neuen Seite wartet eine neue Überraschung oder Wendung. Die Ereignisse überschlagen sich quasi, doch wie eine Meisterin schafft die Autorin sie auch so durchzustrukturieren, dass der Leser in keiner Weise überfordert oder verwirrt ist.

,, Ich habe nicht vor, hier lange zu bleiben. „,, Warum die Eile?“ Nemides‘ Tonfall wirkte schärfer als seine Wortwahl. Ich zuckte mit den Schultern. ,, Ich wäre gerne zurück in meiner Welt, bevor meine Freunde einen Rollator brauchen, um mich willkommen zu heißen. „
Oh wie ich diesen Schreibstil vermisst habe. Die Dialoge und Wortgefechte sind einfach einmalig, sodass ich sie mir oft mehrmals durchgelesen habe. Ari ist so mutig und taff wie eh und je und am liebsten würde ich immer diese Bücher rumschleppen, um bei Gelegenheit einfach darin nach einer coolen Antwort zu blättern, falls mir jemand blöd kommt. Diese Bücher könnten quasi auch als Ratgeber für ideale Kommunikation in der Öffentlichkeit genutzt werden.
,,Nichts geschieht ohne Grund, Ariana. Das Schicksal ist ein Künstler, der sein Meisterwerk mit Geduld und Raffinesse kreiert. Du bist ein Schlüssel, der im Begriff ist, geformt zu werden, um irgendwann das richtige Schloss zu öffnen.“
Die Charaktere aus der Izara Reihe sind wunderbar einzigartig und bekommen im zweiten Band mehr Tiefe und entwickeln sich weiter. Ari zum Beispiel macht schon große Fortschritte darin ,, wie ein Primus zu denken“ oder wie Bel so schön gesagt hat. Sie ist mit Abstand immer noch meine Lieblingsperson aus dem Buch und schmiedet weiterhin geniale Pläne. Meiner Meinung nach hat nicht nur Victorius Potenzial zu einem kriminellen Superhirn, sondern auch Ari sollte ihre Tätigkeit noch einmal überdenken. Ich freue mich besonders darüber, dass wir Belial, alias der heißeste und witzigsten Teufel, den es je gab, in diesem Buch noch häufiger zu Gesicht bekommen. Er ist ein toller Charakter, den man als Leser nur ins Herz schließen kann. Falls jemand dies nicht tut, hat er schlicht und ergreifend weder Gefühle, noch Verstand, da Satan nie sympathischer und cooler war, als in Izara. Auch ein paar altbekannte Gesichter wie Tristan Varga oder besser gesagt wie Gideon ihn getauft hat den,, Petrischalen-Hexen-Dämon“ tauchen wieder auf. Für alle Tristan Fans, von denen es hoffentlich keine gibt, habe ich gute Neuigkeiten, denn genauso wie Bel wird auch Tristan in diesem Buch eine größere Rolle zugedacht. Ohne zu viel verraten zu wollen, habe ich ihn in ersten Band deutlich unterschätzt und dieser Typ hat deutlich was auf den Kasten. Meine Meinung zu ihm war wie ein Fähnchen im Wind, ständig wechselte sie zwischen: Ich mag ihn ein bisschen mehr, er ist der größte Ar*** der Welt bis hin zu Beeindruckung, da der Petrischalen-Hexen-Dämon wirklich ein kleines Genie ist. Schlussendlich weiß ich nicht, was ich von ihm halten soll und bin sehr gespannt, wie es mit ihm weitergeht.
Ich glaube zu den anderen Charakteren muss ich nicht viel sagen, da sie genauso fantastisch sind wie immer. Hier und da erscheinen noch neue Personen, wie beispielsweise Lucians Bruder Elias, der noch sehr viel Potenzial für den Folgeband mit sich bringt und zum Glück zu der Sorte ,,Guter-großer-Bruder“ zählt, aber ansonsten bleibt der Kern der ,,Amsterdam Survivor“ gleich.
Endlich lernen wir ,,Petria“, die Stadt der Primus kennen, welcher einfach ein wunderbares Setting bietet. Durch Julia Dippels leichten und bildhafte Schreibstil, kommt der Leser sich vor, als würde er selbst an den riesigen Bauten über die Brücken vorbeispazieren. Ganz anders sieht es aus mit dem Standort des Gerichts beziehungsweise des hohen Rates. Ihr dürft auf jeden Fall gespannt sein, welche grandiose Idee die Autorin mal wieder hatte. Der hohe Rat ist nett gesagt sozusagen die Vereinigung von arroganten, eingebildete Männern, denen ich nie begegnen möchte.
Zu der Handlung möchte ich eigentlich nicht so viel sagen, weil es einmal theoretisch nicht möglich ist, diese knapp in drei, vier Sätzen noch genauer als oben zu beschreiben und zum Anderen, da ich euch die Überraschungen nicht nehmen möchte. Es gibt viele Intrigen, Geheimnisse, die gelüftet werden und Action ist garantiert. Doch neben dem ganzem Adrenalin und Nervenkitzel, gibt es auch genug gefühlvolle und herzzerreißende Szenen, womit es eine gute Abwechslung von allen gibt. Es ist eine Achterbahn der Gefühle. Während des Lesens habe ich von Lachen, sich freuen, glücklich und beeindruckt sein, bis zu sauer, wütend und traurig alle Emotionen durchlaufen. Ein Gefühl ist aber die ganze Zeit geblieben: Begeisterung. Ich bin absolut beeindruckt von diesem Meisterwerk, auch bekannt als ,, Izara – Stille Wasser“,welches Julia Dippel erschaffen hat.
Zum Schluss möchte ich euch noch einmal vor dem miesesten Cliffhanger aller Zeiten warnen, der mich gerade sehr frustriert – ich MUSS Band 3 lesen! Am besten jetzt sofort – schnellstmöglich!
Fazit: Mit ,, Izara – Stille Wasser“ hat es Julia Dippel nicht nur geschafft eine absolut gelungene Fortsetzung zu schreiben, sondern auch ein rundum perfektes Buch, welches zurecht ein absolutes Highlight von mir ist. Wer Band eins schon geliebt hat, wird von diesem Buch noch begeisterter sein – obwohl ich eigentlich dachte, dass dies unmöglich ist. Ich finde, dass Band zwei dramatischer und noch emotionaler ist als der erste und ich generell mehr Emotionen mit ihm verbinde. Durch den grandiosen Schreibstil der Autorin, den ich nur in den Himmel loben kann bleibt, bleibt der Lesespaß nicht auf der Strecke und Mithilfe eines genialen Plots auch die Spannung nicht.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Eine authentische Geschichte mit hohen Emotionen undeiner unvergleichlichen Message

On The Come Up
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In diesem Buch spricht Angie Thomas über wichtige Themen wie Rassismus, Drogen, Armut, Ungerechtigkeit und noch vieles mehr – alles Themen die das ,,aktuelle Bild des schwarzen Amerika“ wiederspiegeln. ...

In diesem Buch spricht Angie Thomas über wichtige Themen wie Rassismus, Drogen, Armut, Ungerechtigkeit und noch vieles mehr – alles Themen die das ,,aktuelle Bild des schwarzen Amerika“ wiederspiegeln. Ich bin weder schwarz, noch lebe ich in Amerika oder bin mit dem Thema Rassismus, Drogen und Gewalt je persönlich in Kontakt gekommen, doch dieses Buch hilft uns ein Stück weit die betroffenen Menschen besser zu verstehen, es erschafft eine völlig neue Perspektive und zeigt Dinge, die sonst lieber ausgeschwiegen werden.

,,Ich glaube, ich verstehe.“

,, Nein, tust du nicht. Und das ist auch okay. Ich bin froh, dass du es nicht verstehst. Aber du solltest es wenigstens versuchen.“

Die Geschichte handelt von der jungen Bri, welche nur einen Traum hat: eine ganz große Rapperin zu werden. Dabei gibt nur ein Problem, wenn nicht sogar zwei, drei und noch viele mehr. Ihr größtes ist wahrscheinlich, dass sie schwarz ist. So etwas sollte in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich gar kein Problem mehr sein – und doch sieht man es immer wieder in den Medien. Mit On the come up schafft es Angie Thomas denjenigen eine Stimme zu geben, welche nicht anerhört oder anerkannt werden. Dieses Buch kritisiert die derzeitge Lage und Gesellschaft der USA, welche immer noch aus Vorurteilen und Unterdrückung besteht. Wo Leute es nicht für nötig ansehen nachzuhaken, sondern lieber die beschönigte Wahrheit hinnehmen. Eine Welt in der nicht jeder dieselben Rechte hat, aufgrund von seiner Hautfarbe oder finanziellen Wohlstand. Nicht alles ist nur schwarz oder weiß – dies wird dem Leser auf jeder Seite noch einmal neu vor Augen geführt.

Bri lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in dem fiktiven Stadtteil Garden Heights. Ihr Vater ist bei einer Gangauseinandersetzung umgebracht worden, sodass die drei sich schon lange alleine durchschlagen müssen. Bris Welt ist alles andere als rosig. Dadurch, dass ihre Mutter ehemalige Drogenabhängige ist, sie unter den ganzen Rechnungen nahezu zu ertrinken scheinen und nicht selten den Strom abgestellt bekommen, wenn nicht sogar Hunger leiden, greift die Autorin noch weitere wichtige Themen auf, welche für uns kein Problem darstellen – doch für andere täglich ihren Alltag bestimmen.

Dieses Buch reißt einen vollkommen mit. Der Leser spürt die Ungerechtigkeit, die Wut und den Wille endlich gehört zu werden, als würde er wirklich live die Situation erleben. Diese Geschichte ist authentisch, ehrlich, die Autorin zeigt mit klaren, kraftvollen Worte die harte und unschöne Wahrheit der Randgruppe Amerikas.

„Manchmal träume ich, dass ich ertrinke. In einem großen blauen Ozean, der so tief ist, dass ich den Grund nicht sehe. Aber ich sage mir, dass ich nicht sterben werde, egal wie viel Wasser in meine Lungen dringt oder wie tief ich auch sinke. Ich werde nicht sterben, einfach weil ich das sage. Plötzlich kann ich unter Wasser atmen. „

Doch auch Hoffnung und Zusammenhalt werden immer wieder deutlich. Durch authentischen Charakteren fühlt der Leser nicht nur Angst und Verzweiflung, sondern lernt auch Liebe und Mut kennen. Bei Trey, Bris Bruder, der seine berufliche Karriere hinten anstellt und immer zuerst an Bri und seine Mutter denkt, wird noch einmal hervorgehoben, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten. Auch wenn sie nichts haben, gehen sie zusammen durch dick und dünn, lassen sich nicht unterkriegen und schaffen es doch Hoffnung und Mut zu finden.

„Was hat die Welt in letzter Zeit mit dir gemacht?“
Sie hat meine Familie in eine extrem miese Lage gebracht. Sie hat meine Mom um ihren Job gebracht. Sie hat mich auf den Boden geschmissen. Sie hat mich hoodlum genannt.

Und in dem ganzen Strudel aus Leid und Armut steht Bri; ein junges Mädchen, welches eigentlich nur einen Traum hat. Anstatt unterstützt zu werden, wird ihr das Leben durch alle möglichen Faktoren nur erschwert. Im Verlaufe des Buches muss sie immer wieder für sich selbst einstehen und sich nicht nur einmal fragen, wer sie eigentlich ist und was sie erreichen möchte. Sie macht Fehler und lernt dazu, sie hat Ecken und Kanten, ist impulsant und hinterfragend. Sie wächst im Laufe der Geschichte immer weiter zu einer selbstbewussten Person heran, die trotz ihrer Last und Fehler, ein Vorbild für jeden sein sollte.

Selten habe ich bisher ein Buch gelesen, in dem das Thema Musik so thematisiert wurde. Da die Songtexte auf Englisch sind, konnte ich zwar nich alles verstehen, doch auch nur die paar Worte ließen mich Gänsehaut bekommen. Bri beschäftigt sich so gut wie den ganzen Tag mit Musik, wenn ihr Dinge auffallen oder sie stören bringt sie ihre Kritik meist durch Songtexte bzw. Lines zum Ausdruck.

„There’s a beast that roams my streets,
and he goes by the name of crack cocaine,
it’s kinda strange how he gets in the veins
and turn mothers into strangers who only share the same name“

Fazit: Dieses Buch hat einen für mich völlig neuen Plot, der mich auch noch jetzt zum Nachdenken anrregt. Angie Thomas hat es durch ihren klaren Schreibstil geschafft eine Message rüberzubringen, welche einem unter die Haut geht. Die Charaktere sind authentisch und in diesem Buch werden die verschiedensten Themen von allen Seiten beleuchtet. Man erfährt auf eine völlig neue Weise, was es heißt, unter Vorurteilen und Rassismus zu leiden, welche Last es mit sich bringt und wie verkorst unsere Gesellschaft sein kann.

„You’ll never silence me and you’ll never kill my dream,
just recognize when you say brilliant that you’re also saying Bri.“

Dieses Buch ist absolut brilliant.

Charaktere: 4,5/5 – Cover: 3/5 – Setting: 4,5/5 – Handlung: 4,5/5 – Spannung: 4/5

Veröffentlicht am 17.04.2019

Ein Must Read - genialer Scheibstil,lustige Charaktere und eine mitreißende Story

Izara 1: Das ewige Feuer
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Kann ein Buch einen umhauen? Also so richtig mitreißen und vollkommen sprachlos zurücklassen? Können 500 Seiten sich auch wie nur 100 anfühlen?

Bisher dachte ich immer, dass mich niemand so oft in einem ...

Kann ein Buch einen umhauen? Also so richtig mitreißen und vollkommen sprachlos zurücklassen? Können 500 Seiten sich auch wie nur 100 anfühlen?

Bisher dachte ich immer, dass mich niemand so oft in einem Buch zum Lachen bringen kann, wie Jennifer L Armentrout. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch so positiv überraschen würde.

Lest. Dieses. Buch

Izara ist definitiv ein Jahreshighlight, welches wirklich jeder der Fantasy oder Romantasy mag, lesen muss. Auch wenn der Klappentext nicht wirklich aussagekräftig ist und eintönig wirken mag – zumindest hat er das auf mich – kann ich euch versprechen, dass das Buch alles andere als unscheinbar ist.

Bei diesem Buch brauch man nicht überlegen, ob man es lesen soll, sondern muss es einfach lesen!

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, zumindest, bis die erste Informationswelle kam und ich erst einmal ein paar Sekunden brauchte, um das alles nachzuvollziehen ? Mit der Zeit lernt der Leser immer mehr über Aris Welt kennen bzw. man lernt das eigentlich alles zusammen mit ihr kennen, da das alles auch für sie komplett neu ist.

Ob es nun wirklich schlimm ist, von so vielen Informationen nahezu erschlagen zu werden? Nein! Auf ein paar Seiten muss man sich einfach ein bisschen mehr konzentrieren, doch ich finde es besser, dass man auf einmal viel erfährt, anstatt immer nur ganz brockenweise Wissen zu bekommen. Bei diesem Buch macht das Glossar wirklich Sinn, denn falls man mal einen Charakter vergisst, kann man einfach hinten nachschauen. Fertig.

Allein Julia Dippels genialer Schreibstil macht die Sache viel einfacher und durch ihre schlagfertigen Dialoge wird man für die paar Seiten Konzentration direkt wieder belohnt. Ich glaube spätestens nach dieser Rezension steht fest, dass Julia Dippel ab jetzt eine meiner absoluten Lieblingsautoren ist – und das nur nach einem Buch! Zum Glück hat diese Reihe mehrere Teile, so dass Band 2, 3 und 4 noch auf mich warten.

Ich liebe ihre lockere und lustige Art. Sie kann in einem Moment noch eine urkomische Situation beschreiben und schon auf der nächsten Seite auf Action und Spannung umschalten. Man kann sich binnen Sekunden von ihrer spritzigen Art einlullen lassen und in dem nächsten Moment aus allen Wolken fallen.

Und nicht nur ihren lebendigen, humorvollen, beeindruckenden – ja, zu ihrem Schreibstil fallen mir alle möglichen Ausdrücke – Schreibstil finde ich sehr gelungen an dem Buch, auch die Charaktere mag ich gerne.

Da wäre einmal Ari unsere Hauptprotagonistin. Sie fällt auf einmal mit ach und krach in eine für sie völlig neue Welt und anstatt schreiend und ängstlich wegzulaufen, benimmt sie sich angesichts der Situation sehr erwachsen und verliert nicht einmal ihren Humor. Klar kann auch sie das alles nicht ganz locker wegstecken – das wäre ja auch unrealistisch – und fällt deswegen das ein oder andere mal (unfreiwillig) in Ohnmacht, doch für ihre natürliche Art liebe ich sie umso mehr. Ich konnte Ari gut nachvollziehen und auch wenn mir ihre Gefühlsschwankungen gegenüber Lucian das Ein oder Andere Mal ziemlich auf die Nerven gegangen sind – aber wirklich nur manchmal – beweist sie einem die meiste Zeit Mut, Tapferkeit und Humor.

Ja, wie man schon sieht finde ich dieses Buch super lustig und habe die meiste Zeit nicht mit lesen, sondern mit lachen verbracht ? Also an alle die lieber in den Keller gehen um zu lachen, dies wird definitiv nicht das passende Buch für euch sein!,

Diie Ich-Perspektive bewirkt, dass man sich mit Ari sehr verbunden fühlt, als würde es heißen: Wir gegen den Rest der Welt!

Zur Freude meines Figurenherzens hat Julia Dippel neben Ari auch noch weitere tolle Charaktere wie Lizzy, Gideon und Lucian geschaffen. Vor allem letzterer hat mein Herz nicht nur einmal zum Schmelzen gebracht. Er hat mich durch seine Liebevolle, Ehrliche und doch auch Kämpferische Art sehr an Rhysand aus Das Reich der sieben Höfe erinnert und es ist ja wohl Allgemein bekannt, dass er bei jedem unter den Top 10 Bookboyfriends stehen sollte. Mit Lucian hat die Autorin einen wunderbaren Charakter erschaffen, der genau die richtige Menge an Gefühlenschaos in das Buch wirft und den man ab der ersten Seite an vergöttert.

Last but not least MUSS ich natürlich auch noch über diese Story reden, die mich sehr überrascht hat. Ich dachte, dass ich in diesem Buch nichts wirklich neues finden würde, doch da habe ich mich gewaltig vertan. Natürlich stützt die Idee der Autorin auf alten Mustern, doch diese hat sie so großartig zu etwas neuem verwoben, dass man eher sagen sollte, dass sie nur als Inspiration gedient haben. Die Geschichte scheint von vorne bis hinten genaustens durchgeplant und die Spannung ist immer präsent. Bei diesem Buch kann man wirklich sagen, dass der Plot sehr gut durchdacht wurde und es kein ,, ach ich schreib mal drauf los und schaue wie es sich entwickelt“ Buch ist. Wenn ihr gerne Bücher über Engel und Teufel lest, aber mal eine (große) Abwechslung von den immer wieder im Kern gleichen Geschichten lesen wollt, kann ich euch versprechen, dass Izara genau das richtige Buch für euch ist.

Gibt es eigentlich auch negative Kritik meinerseits an das Buch? Nein.

Das mag für den Ein oder Anderen wahrscheinlich sehr unglaubwürdig klingen, doch wenn ich wirklich darüber nachdenke, gibt es nichts, was ich ansprechen könnte. Natürlich haben mir ab und an kleine Sachen im Buch nicht gefallen, wie zum Beispiel Aris Unsicherheit über ihre Gefühle gegenüber Lucian. Dies sind jedoch solche Kleinigkeiten, dass sie nicht nennenswert genug sind, um angesprochen zu werden.

Fazit: Izara ist für mich ein vollkommen gelungenes Buch. Durch den genialen Schreibstil und den Humor der Autorin ist es ein einmaliges Leseerlebniss, welches verknüpft mit der Story und den Charakteren ein absolutes Herzensbuch für mich ergibt. Ich bin beeindruckt, wie es Julia Dippel geschafft hat meine Hände praktisch an das Buch zu kleben und so einen hohen Suchtfaktor zu erschaffen, der es unmöglich macht, es wegzulegen. Ich würde sogar sagen, dass es nicht nur für die Fantasy Liebhaber unter euch ein Lesemuss ist, sondern sich die Zielgruppe auch auf alle anderen jungen Leser richtet.

Charaktere: 4,5/5 – Cover: 4,5/5 – Setting: 4,5/5 – Handlung: 5/5 – Spannung: 5+/5

Veröffentlicht am 17.04.2019

Man sollte besser keine allzuhohen Erwartungen haben....

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Als ich den KLappentext gelesen habe, bin ich nicht mit allzu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Er machte auf mich zwar einen interessanten Eindruck, aber ehrlicherweise gesagt, klingt es nach ...

Als ich den KLappentext gelesen habe, bin ich nicht mit allzu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Er machte auf mich zwar einen interessanten Eindruck, aber ehrlicherweise gesagt, klingt es nach nichts besonderem oder außergewöhnlichem. Das Cover ist zwar wunderschön, doch der Inhalt hört sich so an, wie ein New-Adult Buch für zwischendurch. Und trotdem war ich neugierig auf das Buch. Ich habe mich gefragt, ob es sich nur unscheinbar anhört und mich dann am Ende total überzeugen wird. Ich habe es innerhalb zwei Tage durchgelesen, doch liegt es daran, dass das Buch so gut war oder doch eher daran, dass es nur 288 Seiten hat? Dies und weiteres werdet ihr in der folgenden Rezension erfahren.

Wild Hearts spielt in dem wunderschönen sumpfigem Outskirts. So wie die Autorin die Stadt beschreibt, ist es nicht mal eine richtige Stadt, sondern eher ein Ort im Morast. Trotz der öden Landschaft, finde ich, dass Outskirts einen warmen und herzlichen Charme hat. Es wäre bei weitem nicht meine Traumstadt und ich persönlich würde da auf keinen Fall leben wollen, für das Buch jedoch bietet es ein ruhiges und schönes Setting, welches super zur Atmosphäre des Buches passt.

Sawyer stammt aus einer sehr konservativen, religiösen Familie und lebte am Anfang der Geschichte in einer Gemeinde, die große Ähnlichkeiten mit einer Sekte aufweist. Nach dem Tod ihrer Mutter flüchtet sie vor ihrem gewaltätigem Vater nach Outskirts, wo sie schon auf dem Highway auf ihren neuen Nachbar Finn trifft. Dieser steckt seit einem verhängnisvollen Schicksalsschlaag in einem dunklen Loch fest und lässt keinen mehr an sich heran. Schon seit zwei Jahren lebt er alleine in einer Hütte abseits der Stadt mittem im Sumpf. Als er von seiner neuen Nachberin Sawyer Dixon erfährt, sinkt seine Laune noch weiter, da er sich doch von der sozialen Welt verabschiedet hat und eine Nachbarin so gar nicht zu seinem Einsiedlerleben passt.

Bei den beiden Hauptcharakteren fängt es schon an zu hapern. Irgendwie wollte ich mit beiden nicht ganz warm werden. Auf der einen Seite haben wir die unschulidige – ja, sie wurde mehr als zehnmal in diesem Buch als unschuldig bezeichnet, sodass ich am Ende nur noch die Augen verdrehen konnte – und leichtglaubwürdige Sawyer. In manchen Situationen handelt sie total wiedersprüchlich – es ist ein Wechsel aus schüchern, unerfahren, forsch und mutig. Es ist durch ihre Vergangenheit, die vor allem durch Gewalt und Verboten geprägt wurde, natürlich klar, dass sie oft noch recht naiv und unerfahren ist. Der Leser sieht aber im Laufe des Buches in keinster Weise eine Entwicklung, es ist viel mehr ein Wechsel an Charakterzügen bei ihr, die sie als einen sehr unglaubwürdigen Charakter erscheinen lassen. Auch mit Finn habe ich so meine Probleme, in manchen Situationen mochte ich ihn, die meiste Zeit aber leider nicht. Er ist der mysteriöse, verletzte Typ in der Story, welcher in meinen Augen viel mehr Potenzial hatte. In seiner Vergangenheit hat er keine guten Erfahrungen mit Drogen gemacht, nichtsdestotrotz raucht er ständig oder zieht an einem Joint. Finn ist unberechenbar, ertrinkt seinen Kummer den ganzen Tag in Alkehol, weswegen ich immer noch nicht verstanden habe, warum er ein erfolgreicher Immobilienmakler ist. Das schlimste an Finn jedoch ist, dass er keine Tiefe hat. Wobei dies ein allgemeines Problem der Geschichte ist – ihr fehlt es einfach in jeglicherweise an Tiefgang.

Genau wie die Charaktere kann mich auch die Liebesgeschichte der Beiden nicht überzeugen. Schon beim ersten Zusammentreffen reduzieren sie sich nur aufs Äußere. Ich musste wirklich ein aufseufzen unterdrücken, als Sawyer anfing zwei Seiten lang über Finns super Aussehen zu schwärmen, ganz zu schweigen von Finns Gedanken über Sawyer. Haben sie sich eigentlich jemals richtig unterhalten? Und damit meine ich nicht das Erzählen der eigenen Vergangenheit, Unterhaltungen über die Wünsche, Verluste oder Schmerz. Die Beiden haben sich in meinen Augen nicht einmal richtig kennengelernt, wissen nichts übereinander und Sawyer weiß nicht einmal selbst, warum sie sich in Finn verliebt hat – oder doch, sie weiß es: weil er gut aussieht. Finn hingegen würde es so antworten, wie er es immer im Buch sagt: weil Sawyer in gerettet hat, ihm bewusst gemacht hat, wofür es sich zu leben lohnt. Doch das hat sie nicht. Sie hat ihn nur tröstend in den Arm genommen und gesagt, dass es nicht seine Schuld sei. Wow, statt eine Therapie zu machen, muss man sich anscheinend nur noch von Sawyer Dixon in den Arm nehmen lassen, sie ein paar mal küssen, sie lachen sehen und schon ist all der Velust und Schmwerz wie weggeblasen. Obwohl Finn sowieso nur an zwei Sachen denkt: wie Scheiße es ihm geht und natülich an das eine. Während der 288 Seiten haben sie sich kein Stück weit kennen gelernt, außer vielleicht körperlich…

Zum Glück hat Finn aber das ein oder andere mal so etwas wie einen Blitzeinschlag gehabt. Vor allem zum Ende hin ist er so süß und fürsorglich zu Sawyer, sodass es dem Leser schwerfällt, ihn in diesen Szenen nicht zu mögen. Mit seiner beschützenden und loyalen Art gegenüber Sawyer lernt man Finn noch einmal auf einer ganz anderen Weise kennen. Ich möchte mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, doch ich glaube, dass das Buch mit ein paar mehr Seiten, ein bisschen mehr Tiefgründigkeit und Realitätsnähe ein super Buch hätte sein können.

Im letzten Drittel nimmt der Plot plötzlich eine drastische Änderung an und die Spannung steigt stetig. Es passieren Dinge, mit denen der Leser überhaupt nicht gerechnet hätte. Die Wendungen sind total überraschend und geben dem Buch noch einmal den richtigen Kick

Um auf die Frage am Anfang zurückzukommen: Es lag eher an den 288 Seiten, dem flüssigen Schreibstil der Autorin und dem Ende der Geschichte, als an dem Plot, dass man das Buch so schnell lesen kann.

Zuletzt möchte ich noch einmal erwähnen, dass das Buch einen super fiesen Cliffhanger hat. Am Anfang hätte ich nicht gedacht das zu sagen, doch wegen des Endes werde ich wahrscheinlich doch Teil zwei lesen. So ein offenes Ende kann ich doch nicht im Raum stehen lassen, sondern muss wissen wir es weitergeht!

Fazit: Wild Hearts hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Mir haben viele Dinge nicht gefallen, wie beispielsweise die Charaktere oder größtenteils der Plot der Story. Auf mich wirkte alles zu oberflächlich, unglaubwürdig und vollgepackt mit Klischees. Trotzdem haben mir auch immer wieder Szenen gut gefallen im Buch und das Setting und die Atmosphäre passen gut. Ich bin unschlüssig, ob ich das Buch wirklich weiterempfehlen kann, da ich weitaus bessere New Adult Bücher kenne. Um ehrlich zu sein, würde ich es euch nicht ans Herz legen, vor allem die unter euch, die viel in diesem Genre lesen, können das Geld besser sparen. Wegen dem fiesen Cliffhanger werde ich mal schauen, ob ich Band 2 noch einen Versuch geben werde. Wer weiß, vielleicht wird mir dieser sogar bessser gefallen… ?

Charaktere: 2/5 – Cover: 4/5 – Setting: 3,5/5 – Handlung: 2,5/5 – Spannung: 3,5/5