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Hannah05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2019

Tolle Thematik, die leider nicht so gut umgesetzt wurde....

Someone New
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Someone new ist mein erstes New Adult Buch von Laura Kneidl. Wie viele andere habe ich schon sehnsüchtig auf das Erscheinungsdatum von dem Buch hin gefiebert, sodass die Vorfreude groß war. Ihre bisherigen ...

Someone new ist mein erstes New Adult Buch von Laura Kneidl. Wie viele andere habe ich schon sehnsüchtig auf das Erscheinungsdatum von dem Buch hin gefiebert, sodass die Vorfreude groß war. Ihre bisherigen Bücher werden sehr gehyptet und auch über Someone new habe ich vorab sehr viel Positives gehört.
Zuerst einmal komme ich zu diesem wunderschönen Cover! Hach ich bin verliebt! Man wird praktisch von diesem wunderschönen Schriftzug und den hellen Farben magisch angezogen. Hätte ich es mir nicht schon allein wegen der Autorin gekauft, wäre es definitiv ein Coverkauf gewesen.
Der Schreibstil von Laura Kneidl ist schön zu lesen. Er ist flüssig und enthält viele Angedockten, die alles wieder sehr realitätsnah und modern machen. Leider wurden die vielen Bezüge auf Comics und Superhelden mit der Zeit zu viel und haben das Lesen am Ende doch erschwert und anstrengend gemacht. Vor allem wenn man sich mit Marvel & Co – so wie ich – nicht gut auskennt, kann das manchmal zu Verwirrungen sorgen.
Am Anfang war ich sehr begeistert und wollte das Buch innerhalb weniger Tage gelesen haben, doch am Ende habe ich eine Woche gebraucht. Dies liegt daran, dass es in dem Buch sehr viele Längen gab. Es war langweilig und ist eher oberflächlich, als tiefgründig und emotional geworden. Zum Teil wurde es mir auch zu ,,Drama“ lastig und die Geschichte ist irgendwie nicht vorangekommen.
Immer wieder hat man dasselbe gelesen, es ist, als hätte ich auf den ersten 300 bis 400 Seiten nur über Micahs Alltag gelesen – was verständlicher Weise sehr fade und träge ist. Hin und wieder gab es wieder mal ein paar Situationen, wo Laura Kneidl bewiesen hat, dass sie eigentlich sehr spannend schreiben kann, doch diese Szenen gehen in den 500 Seiten schnell unter.
Auch Julians Geheimnis wurde viel zu spät aufgedeckt, auf den letzten 100 Seiten ist viel zu viel passiert, sodass der Leser kaum noch mitgekommen ist. Leider muss ich auch anmerken, dass mir die Liebesgeschichte zwischen Julian und Micah nicht so richtig gefallen hat, da mich irgendwie nicht so wirklich berühren konnte. Vielleicht liegt es daran, dass sie einfach viel zu lange gebraucht hat, sie wieder unwichtig wurde, andere uninteressante und unrelevante Dinge passiert sind und die Liebesgeschichte dann wieder in den Hintergrund gerückt ist. Der Funke wollte nicht auf mich überspringen und Micah und Julian konnte mich leider nicht für sich überzeugen.
Kommen wir zu den positiven Dingen, da ich die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Auri und Cassie, super cool finde. Um die beiden wird es sich in dem nächsten Roman von Laura Kneidl drehen – Someone else – , wo ihre Geschichte erzählt wird. Auch Micah finde ich sehr symphytisch, zwar kommt sie einen etwas naiv und verhätschelt vor, doch sie beweist auch Mut und Loyalität. Man kann sich an ihr ein Vorbild nehmen, da sie so gut wie keine Vorurteil hat und immer offen an eine Sache herangeht.
Ich bewundere die Autorin dafür, dass sie ein ganz spezielles Thema in diesem Buch anspricht – damit hätte ich nie gerechnet – und eine wichtige Botschaft aussendet. Vor allem das Nachwort finde ich sehr gelungen und vielen wird dieses Buch ein Stück weit die Augen öffnen oder eine Hilfestellung sein. Leider wird dieses Thema sehr spät erst angesprochen, wodurch es meiner Meinung nach an Fokus verliert.
Fazit: Das Buch kann größtenteils nur durch seine Thematik punkten, da es einfach zu viele Längen gab und es dadurch sehr langweilig war zu lesen. Auch in Bezug auf die Umsetzung gab es zu viele Schwächen, die das Lesen sehr erschwert haben. Zum Ende hin ging alles viel zu schnell und wurde dadurch eher Unglaubhaft.
Charaktere: 3/5 – Cover: 5/5 – Setting: 3/5 – Handlung: 2/5 – Spannung: 1/5

Veröffentlicht am 18.03.2019

Genialer Schreibstil, mittelmäßige Charaktere und grausames Ende

Wicked - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Das Buch spielt im wunderschönen New Orleans. Man fühlt sich direkt wohl in der Stadt, obwohl sie nahezu von Fae invasiert ist. Zum Glück gibt es den Orden, der dafür sorgt, dass nicht jeder Mensch zum ...

Das Buch spielt im wunderschönen New Orleans. Man fühlt sich direkt wohl in der Stadt, obwohl sie nahezu von Fae invasiert ist. Zum Glück gibt es den Orden, der dafür sorgt, dass nicht jeder Mensch zum Opfer ihrer Launen wird. Neben der ,,realen“ Welt gibt es auch noch eine Anderswelt, aus der die Fae stammen. Beide Welten werden durch ein Portal verbunden, welches von dem Ordern natürlich strengstens bewacht wird.

Das Motiv der Fae ist nicht sehr einfallsreich, doch mal erhlich, die Bösen wollen eh immer dasselbe: die Weltherrschaft. Warum denn auch nicht? An sich ist an dem Plott nichts spannendes oder einfallsreiches zu sehen – zumindest auf den ersten Blick. Ich muss zugeben, dass es in diesem Buch größtenteils nichts wirklich neues zu lesen gibt, die Fae sind wie immer wunderschön und todbringend zugleich und es gibt – wie bei den Shadow Hunters – einen Orden, der die Menschheit vor den Fae beschützt. Ich möchte damit auf keinen Fall sagen, dass das Buch wie die Chroniken der Unterwelt ist, jedoch man kann immer wieder parallelen zu anderen Büchern ziehen und erst ab nach ein paar Kapiteln zeigt sich die eigentliche Idee der Autorin, die dem Buch den Jennifer L Armentrout Touch verleit.

Der Leser scheint quasi durch den lockeren und jugendlichen Schreibstil über die Seiten hinwegzufliegen. Es gibt keine Autorin, die mich innerhalb eines Buches so oft zum Lachen bringt wie Jennifer L Armentrout. Ich würde sie gerne mal persönlich treffen, um zu sehen, ob sie auch im echten Leben so lustig ist. An eurer Stelle würde ich das Buch nicht im Zug oder Bus lesen, hätte ich das getan, wäre ich gefühlt alle 30 Seiten komisch angeguckt worden, da ich so oft lachen musste. Dieses Buch ist nicht sehr tiefgründig oder hat mich zu Tränen gerührt – obwohl doch, aber dann eher weil ich so lachen musste ?

Neben dem tollen Schreibstil hat das Buch auch einen ganz schön hohen Suchtfaktor zu bieten. Die Geschichte ist auf jeder Seite spannend und actionreich, ich habe kein einziges mal quergelesen, sogar bei einer Wohnungsbeschreibung hatte ich Angst etwas zu überlesen bzw – sehen.

Die Charakter finde ich ganz okay, sie waren mir symphatisch, aber nicht wirklich aussergewöhnlich. Ren ist mir etwas zu perfekt, er wirkt zu unnatürlich und ist schon fast übertrieben nett. Und mit perfekt meine ich wirklich perfekt, er kann perfekt kämpfen, ist ein perfekter Charmeur und hat natürlich zugleich auch noch ein Engelsgesicht. Wer von euch Daemon aus der LUX- Reihe kennt, der kann sich Rens Art bestimmt besser vorstellen, wenn ich sage, dass er quasi das genaue Gegenteil von Daemon ist. Die einzige Gemeinsamkeit die die Beiden haben ist, dass sie schon fast verboten gut aussehen ? Trotz seiner beineihe gruseligen Perfektheit ist er gerade durch seinen guten Charakter zum dahinschmelzen und seine Ehrlichkeit hat mir besonders gut gefallen. Ren redet nie um den heißen Brei herum, er sagt einfach immer direkt was er möchte. Genauso wie Ivy besitzt er ein schon fast ungesundes Selbstbewusstsein -mal ehrlich, ist diesem Kerl wirklich gar nichts peinlich?

,, Du magst mich.“ Ren ließ mich los und lächelte mich an, dieses engelhafte Gesicht der Inbegriff von Unschuld. ,,Du bist nur noch nicht bereit, es zuzugeben.“

Ivy lässt seit einem tragischen Ereigniss in ihrer Vergangenheit fast niemanden mehr an sich heran. Man könnte sie beinahe als Einsiedlerin bezeichnen, wenn sie nicht doch eine Handvoll Freunde hätte und mit Tink zusammenwohnt. Und Tink ist kein gewöhnlicher Mensch bzw. überhaupt kein Mensch sondern ein Brownie. Jip, ein Brownie. Aber bevor ihr jetzt an ein Stück Kuchen denkt, werde ich euch schnell mal aufklären. Ich hoffe doch sehr, dass ihr Peter Pan kennt, denn Tink kann man mit der Fee Tinkerbell vergleichen – nur natürlich in männlich. Leider kann er keinen Feenstaub verstrühen, sondern seine Fähigkeiten bestehen eher darin Harry Potter durchzusuchten und über Ivys Amazon Prime Konto jeden möglichen Scheiß zu bestellen. Man könnte sich jetzt natürlich berechtigterweise fragen, für was um alles in der Welt Brownies dann nützlich sein sollen. Leider muss ich leider sagen, dass sie in der Menschen Welt zu nichts zu gebrauchen sind, da sie eigentlich aus der Anderswelt kommen. Dort verfolgen sie eine wichtige Aufgabe, die ich aber nicht verraten werden.

Ich würde auch gerne einen Tink haben. Auch wenn er durch seinen regelmäßigen Internetshoppingtrips zwar ein Vermögen kostet, wäre er einfach der perfekte Mitbewohner.

So, nachdem ich jetzt genug von Tink geschwärmt habe, komme ich zu einen Aspekt, der mich in diesemBuch sehr überrascht hat – und nein, leider nicht im positiven Sinne. Für mich gehört eine kleine Liebesgeschichte zu jedem Fantasybuch. Sie darf auch gerne in den Vordergrund rücken, doch nur insofern es nicht die eigentliche Story des Buches in den Hintergrund rückt, was bei diesem Buch der Fall war. Es gibt zahlreiche Bücher, die beweisen, dass die Liebesgesgeschichte sehr präsent sein kann, jedoch nicht auf die unangenehme Art und Weise. Bei Wicked ist dies aber passiert, ich kann nicht einmal genau sagen, woran es lag, doch mit der Zeit ging sie mir, hautsächlich durch die Hauptprotagonistin, ganz schön auf den Kecks. Zum Schluss ist das Buch nur noch eine Mischung aus einem Liebesdrama, welches zwar ein paar fantasyreiche Elemente besitzt, jedoch eher in die Kategorie ,,am Genre vorbei“ passt. Nicht unerwähnt sollte auch das rasante Tempo der Beziehng zwischen Ren und Ivy bleibe – was sich am Anfang noch sanft anbahnte, endete auf einmal in einer Situation, wo die beiden sich nur noch an die Wäsche wollen.

Zum Glück scheint der Autorin auf den letzten 40 Seiten noch einmal eingefallen zu sein, dass sie kein New Adult Buch, sondern eigentlich einen Fantasyroman schreibt. Diesen Gedankenblitz merkt der Leser auch in der Story, denn plötzlich findet sie doch zur Geschichte zurück. Trotzdem bekommt der Leser statt einem epischen Finale einen gelinde gesagt ,,ausbaufähigen“ Abklatsch von einem richtigen Ende. Natürlich gibt es auch einen fiesen Kliffhanger, denn warum sonst sollte man sich Band 2 kaufen? Das klingt alles ganz schön hart und vielleicht sogar unfair bzw. unverständlich, da ich oben recht begeistert von dem Buch geklungen habe. Ich werde mir auch auf jeden Fall Band 2 kaufen, weil ich im Großen und Ganzen das Buch sehr gerne mag. Dass es auf einmal so abschwächt, hätte ich nicht gedacht und ich hoffe einfach, dass mir Torn so gut wie Wicked bis zum zweiten Drittel gefallen wird. Auch wenn der Kliffhanger – die es in gefühlt jeden Buch gibt, ich aber eigentlich nicht schlimm finde, da ich mich durch noch mehr auf die Folgebände der Reihe freue – wirklich fies ist, erfüllt er genau seinen Zweck und ich bin unheimlich gespannt auf Torn – ich sterbe fast vor Neugier ?

Fazit: Wicked überzeugt vor allem durch den einzigartigen Schreibstil der Autorin und der Mischung aus Action, Gefühle und Spannung. Mein größter – und auch fast einziger – Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die mir zu sehr in den Vordergrund gerückt ist und nicht richtig passen wollte. Das Ende war leider schwächer als der Anfang, doch ich bin trotzdem sehr gespannt, wie es mit Ren und Ivy weitergehen wird.

Charaktere: 3/5 – Cover: 3/5 – Setting: 4/5 – Handlung: 3,5/5 – Spannung: 4/5

Veröffentlicht am 15.03.2019

Leider nichts für mich...

Die Krone der Elemente
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So, bevor ich zur eigentlich Rezension kommen werde, muss ich noch vorab ein paar ein paar Worte sagen. Ich lese zwar Fantasy, jedoch größtenteils im Jugendbereich, sodass Die Krone der Elemente etwas ...

So, bevor ich zur eigentlich Rezension kommen werde, muss ich noch vorab ein paar ein paar Worte sagen. Ich lese zwar Fantasy, jedoch größtenteils im Jugendbereich, sodass Die Krone der Elemente etwas ganz neues für mich ist. Der Schreibstil und die Story sind ungewohnt und im Folgenden werdet ihr sehen, wie ich diese Abwechslung finde .

Das Buch hat einen recht spannenden Einstieg, doch danach flacht das ganze eher ab. Die Story zieht sich und der Leser kommt durch die ganzen verschiedenen und altertümlichen Namen schnell durcheinander. Obwohl es hinten ein Glossar gibt, hat man auch nicht Lust ständig hinten nachzublättern, nur um sich wieder an Person x y zu erinnern und was sie eigentlich im Buch zu suchen hat.

Das das Buch sich so zieht, liegt größtenteils am Schreibstil des Autors. Ich hatte im Vorfeld schon befürchtet, dass ich mich damit schwer tun würde und diese Vorahnung hat sich auch bewahrheitet. Ich kam bei den wuchtigen 718 Seiten des Buches nur sehr langsam voran und habe das Buch über einen Monat verteilt gelesen, bis ich etwas unvorstellbares gemacht habe: ich habe es abgebrochen. Eigentlich mache ich so etwas nur sehr selten und wenn auch sehr ungerne. Doch nachdem der Autor wieder in Details und unwichtigen Dingen schwelgte, hatte ich genug. Vielleicht hätten die letzten 200 Seiten meine Meinung noch überraschender Weise geändert, vielleicht auch nicht, wer weiß, doch genug ist genug. Ich habe mich so durch die Geschichte gequält, dass ich oft Seiten noch einmal lesen musste, das Buch lädt quasi zum Querlesen ein.

Dieses Buch hat mir mal wieder gezeigt, warum ich die lockeren Fantasy Bücher für jüngere Leser so sehr liebe. Fairerweise muss man sagen, dass ich auch nicht wirklich Ahnung on der ,,Erwachsenen Fantasy“ habe – so wie ich es immer nenne. Jemand der viel in diesem Genre liest, kann es vielleicht super finden, mich hat es nur gelangweilt.

Die Grundidee des Buches finde ich sogar gut. Matthias Oden hat eine mittelalterliche Welt erschaffen, in der sogar Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Die Karte in der Innenseite des Buches hat dem Leser sehr geholfen bei den ganzen Reichen einen guten Überblick zu behalten.

Fazit: Durch die immer präsenten Längen im Buch und abschweifenden Erzählungen des Autors, musste bzw. konnte ich das Buch einfach nicht mehr weiterlesen. Für jüngere Leser würde ich es wegen des anspruchsvollen Schreibstils nicht empfehlen, doch die unter euch, die gerne in dem ,,erwachsenen“ Fantasy Bereich lesen, werden eventuell Gefallen an dem Buch finden.

Veröffentlicht am 15.03.2019

Marie Lu beweist mal wieder ihr können

Legend – Fallender Himmel
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Wow! Ich bin nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen. Vom ersten Moment an, als ich das Buch in einem Video von MelodyofBooks sah, wusste ich: Das muss ich lesen! Das Buch ist schon 2012 auf Deutsch ...

Wow! Ich bin nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen. Vom ersten Moment an, als ich das Buch in einem Video von MelodyofBooks sah, wusste ich: Das muss ich lesen! Das Buch ist schon 2012 auf Deutsch erschienen und ich bin immer noch am Rätseln, wie ich es bisher übersehen konnte. Nicht nur das Marie Lu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist, auch die Story hört sich so fesselnd an, dass ich es mir direkt in der nächsten Buchhandlung gekauft habe. Und nun sitze ich hier, habe immer noch Gänsehaut von diesem großartigen Buch und versuche die richtigen Worte dafür zu finden, was es in mir ausgelöst hat.

Die Geschichte handelt von Day und June. Sie leben in einer Welt, die von der Seuche befallen ist und strenge Regeln herrschen. Gerechtigkeit ist für viele ein Fremdwort. In den Slums kämpfen die Meisten um ihr überleben, während der Elektor eisig über die Republik herrscht. Eigentlich wären sich die Beiden nie begegnet. June ist der Liebling der Republik – das allbekannte Wunderkind. Sie ist die Einzige, die im großen Test die volle Punktzahl erreicht hat. Seitdem wird sie überall gefeiert, besucht die renommierteste Uni des ganzen Landes, macht ihren Abschluss schon mit 15, obwohl man erst mit 16 zu studieren beginnt. Day hingegen ist der meistgesuchteste Verbrecher des Landes. Ein Gesetzloser und laut Republik eine Gefahr für die Menschen. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten und doch treffen sie aufeinander.

June war mir ab der ersten Seite an sympathisch. Genauer gesagt ist sie sogar eine der sympathischsten Protagonisten, die ich je kennengelernt habe. Sie ist taff und stark, weiß sich zu behaupten und ist risikobereit. June ist selbstsicher, tapfer und unglaublich schlau. Immer wieder kann sie mich durch ihre einmalige Beobachtungsgabe, ihr unglaubliches Auffassungsvermögen und das daraus folgende Schlussfolgern begeistern. Sie ist so clever und schlau, glaubt an das Gute und ist einfach einzigartig. Ich liebe ihre lockere, doch zugleich auch wachsame Art, ihr fallen Dinge auf, die ich im Lebtag nicht beachtet hätte, die Details und Kleinigkeiten führt sie so gekonnt zusammen, dass ich immer wieder verblüfft bin. Auch die Beziehung zu ihrem Bruder, lässt mein Herz immer wieder aufgehen. Er ist ihr ein und alles, sie würde alle für Metias tun.

Und nicht nur June konnte sich in mein Herz schleichen. Auch andere Figuren haben mich immer wieder überraschen und begeistern können. Da wäre beispielsweise Day, der schon eine klasse für sich ist. Er ist das passende Gegenstück zu June, beide ergänzen sich perfekt und ich bin sehr glücklich darüber, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird. So bekommt der Leser eine gute Sicht in beide Perspektiven und Gedanken. Genauso wie June ist Day fast schon übermenschlich schlau. Obwohl er Einzelgänger ist und keiner Organisation, wie den Patrioten angehört, schafft er es, die Regierung um den Schlaf zu bringen. Day hat mehr Motive als es zuerst scheint. Vor allem bei ihm merkt man, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt und nicht alles so ist, wie es zuerst scheint. Er hat schon schlimmes erlebt und gute gründe Vater Staat zu hassen. Seine Loyalität gegenüber seiner Familie sticht immer wieder hervor, durch Erinnerungen merkt man, wie viel er schon für sein junges Alter erlebt hat, wie sehr er schon geprägt wurde und trotzdem die Hoffnung nicht aufgibt. Day und June sind für mich absolute Herzenscharaktere, sie zeigen dem Leser so viel, sind einzigartig und ich liebe sie über alles.

Natürlich sind auch die Nebencharaktere super ausgearbeitet, ich meine hallo, wir sprechen hier von Marie Lu, was muss man da noch zu sagen? Tess (eine Freundin von Day), John (Days Bruder) und Metias (Junes Bruder) haben auch ihren eigenen Part in der Story. Vor allem Metias und Johns Taten lassen den Leser Gänsehaut bekommen. Die Emotionen im Buch sind auf alle Fälle da, sie sind greifbar, sie regen den Leser zum Nachdenken an was bedingungslose Liebe wirklich bedeutet.

,,Seine Stimme lässt mich all die Dinge, die mir durch den Kopf wirbeln, vergessen und füllt meine Gedanken stattdessen mit Verlangen und Angst, manchmal sogar Ärger, aber sie löst jedes mal etwas aus. Etwas, das vorher nicht da gewesen ist."

Genauso wie Days Stimme etwas bei June auslöst, löst die Geschichte etwas bei dem Leser aus. Die Spannung und Action sind immer präsent, manchmal lauern sie nur im Hintergrund, doch das Buch hat etwas bestimmtes an sich, sodass man es nicht weglegen kann. Auf jeder neuen Seite beginnt das nächste Rätsel, das nächste Abenteuer, die nächste Erfahrung oder Lehre, denn dieses Buch lehrt einen auf seine Weise so viel. Manchmal muss man schon zwischen den Zeilen lesen, um die Bedeutung der Worte zu verstehen, oder es sich noch einmal durch den Kopf gehen lassen, doch man lernt immer wieder etwas neues.

Die Liebesgeschichte zwischen Day und June finde ich sehr gut. Sie wirkt realistisch, es ist keine Liebe auf den ersten Blick, doch beiden spüren schon beim ersten Aufeinandertreffen diesen gewissen Funken. Es scheint, als würden sie sich ohne Worte verstehen, beide ergänzen sich unterbewusst perfekt miteinander. Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund der Geschichte und ist trotzdem immer spürbar. Ich hätte mir noch ein paar mehr Szenen der beiden erhofft, da sie rückblickend betrachtet nicht so viel Zeit miteinander verbracht haben, doch ich bin mir sicher, dass sich dies in band 2 ändern wird
Es ist ein komisches Gefühl, hier mit dir zu sein. Ich kenne dich kaum. Aber… manchmal kommt es mir vor, als wären wir ein und dieselbe Person, nur dass wir in zwei verschiedenen Welten geboren wurden.
Zum Schluss möchte ich auch noch mal auf die Story zu sprechen kommen, obwohl man dazu gar nicht großartig viel sagen braucht. Zwar denkt man zuerst, dass sie recht vorhesehbar wird ( das ist sie auch auf die ein oder andere Weise), jedoch schafft es Marie Lu immer wieder neue Überraschungen in die Geschichte einzubringen. Außerdem gibt es da auch eine ganz bestimmte Sache in dem Buch, die sich so langsam anzubahnen scheint, ich aber noch nicht genau weiß, was daraus werden wird. Auf jeden Fall bleibt es spannend.

,,Jeder Tag bedeutet vierundzwanzig neue Stunden. Jeder Tag bedeutet, dass alles möglich ist. Man lebt den Moment oder man stirbt darin, aber man lebt sein Leben einen Tag nach dem anderen.
Und man versucht immer, auf die Sonnenseite zu gelangen. Ins Licht."

Fazit: Mich konnte dieses Buch ab der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Wieder einmal hat Marie Lu bewiesen, dass sie großartige Ideen hat und einzigartige Charaktere erschaffen kann. Dieses Buch war gefüllt mit Emotionen, Spannung und Intrigen. Ich kann es jedem wirklich nur wärmstens empfehlen und bin sehr gespannt auf Band 2.

Charaktere: 4,5/5 – Cover: 3/5 – Setting: 4/5 – Handlung: 4/5 – Spannung: 4,5/5

Veröffentlicht am 02.03.2019

Götter und Paris sind einfach ein unschlagbare Kombi

Gold und Schatten
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Dieses wunderschöne Buch spielt passender Weise in einer meiner Lieblingsstädte: Paris. Allein deswegen hörte sich das Buch ab dem ersten Moment verlockend an – Paris und Götter sind einfach eine unschlagbare ...

Dieses wunderschöne Buch spielt passender Weise in einer meiner Lieblingsstädte: Paris. Allein deswegen hörte sich das Buch ab dem ersten Moment verlockend an – Paris und Götter sind einfach eine unschlagbare Kombi! Den Pariser Flair konnte ich in dem ganzen Buch spüren, sei es in den dunklen Katakomben oder in dem gemütlichen Café um die Ecke.

Paris versprüht nicht nur wegen den Göttern einen magischen und einzigartigen Flair.

Das Buch handelt von Livia, die nach Paris umzieht. Dort trifft sie auf den mysteriösen Maél. Nicht nur dieser wirft auf einmal ganz viele Fragen in ihrem Kopf auf, auch ihre neue Begabung mit Pflanzen zu sprechen, lässt sie allmählich an ihrem Verstand zweifeln. Und mit der Zeit kommt sie einem Geheimnis auf die Schliche, welches ihre ganze Welt auf den Kopf stellen wird.

Der Einstieg gelingt dem Leser besonders durch Kira Lichts lockeren und witzigen Schreibstil sehr leicht. Ich war direkt mittendrin im Geschehen und freundete mich schnell mit Livia an. Ich merkte schnell, dass sie doch nicht so naiv und schüchtern ist, wie es am Anfang scheint. Sie beweist durch ihre Schlagfertigkeit und ihren Mut oft sogar das Gegenteil. Livi ist eine sehr aufgeweckte Person, die durch ihren retromäßigen Modestil, ihr gutherziges Herz und ihre fröhliche Art einer dieser Menschen ist, die man einfach mögen muss.

Maél hingegen hat mir an manchen Stellen nicht so gut gefallen wie Livia. Er handelt manchmal zu unschlüssig, überstürzt und unglaubwürdig. Trotzdem konnte er durch seine Loyalität und seinem atemberaubenden Charme den Leser im Buch oft zum Lächeln bringen. Schlussendlich konnte er mich zwar nicht hundertprotzentig überzeugen, doch zum Glück war er auch keiner dieser Bad Boys, wie ich es anhand des Klappentextes zuerst angenommen habe.

,,Nichts an dir ist leidenschaftslos. Du bist der temperamentvollste, aufbrausendste und leidenschaftlichste Typ, den ich kenne. Dich lässt nicht kalt, sogar wenn es dich nicht angeht."

Die Story in dem Buch ist Kira Licht wirklich gut gelungen. Endlich liest man mal was anderes, als nur vom Weltuntergang oder den Intrigen im Olymp. Die Idee konnte mich direkt überzeugen und mitreißen. Obwohl mich in dem Buch ein paar Kleinigkeiten gestört haben, hat die Autorin es geschafft, dass man leicht darüber hinwegsehen kann, wenn man das ganze Buch an sich betrachtet.

Eine dieser Kleinigkeiten ist beispielsweise, dass ich mir mehr von der Götterwelt erhofft habe. Diese kommen in meinen Augen viel zu kurz, man erfährt fast nichts über den Olymp oder die Welt die erschaffen wurde. Weder Zeus, Poseidon, noch Athene habe ich jemals zu Gesicht bekommen, geschweige denn, dass ich etwas über sie erfahren habe. Hermes und Hades tauchten mal ab und zu auf, jedoch auch so kurz, dass der Leser sie bis kurz vor Schluss gar nicht bemerkt.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir ist die Mythologie einfach zu kurz gekommen, was ich durch den Aspekt, dass im Klappentext sogar steht ,,Paris, die Stadt… der Götter“ sehr schade finde.

Ein weiter Kritikpunkt ist, dass sich die Spannung bzw. der Plot im Buch manchmal ein bisschen verliert, sodass die Geschichte vor sich hin schleift. Zum Schluss wird es jedoch noch einmal richtig spannend. Die Story endet mit einem echt miesem Cliffhanger. Gerade als der Leser noch ein paar Informationsfetzen hingeworfen bekommt und am Rätseln ist, wie diese zusammenhängen, steht auf der Seite einfach ,,Ende“ Wie soll das denn bitteschön ein Ende sein?!

Wie sollen wir nur bis Oktober warten?! Das einzig positive ist, dass es zumindest einen Band 2 gibt. Glücklicherweise konnte ich sogar schon einen Blick auf das Cover werfen und… ihr könnt euch auf jeden Fall auf etwas freuen! Das Cover steht Band 1 in keiner Weise nach!

,,Ich hatte Angst vor dir, vor mir, vor jeden neuen Tag. Das ist jetzt nicht mehr so. Es scheint, als würde ich all das nicht als Bürde, sondern als Herausforderung sehen."

Fazit: Bei Gold & Schatten handelt es sich um ein Buch, welches einen tollen Plot hat und für alle ,die recht viele Bücher zum Thema ,,Götter“ lesen, eine gute Abwechslung durch die Idee mit sich bringt. Ich für meinen Teil muss sagen, dass mir die Mythologie und Spannung zu kurz gekommen ist – wodurch die Geschichte nicht den erhofften Suchtfaktor hat. Nichtsdestotrotz konnte das Buch mich überzeugen und lässt mich sehnsüchtig auf Band 2 warten – der Cliffhanger ist aber auch zu gemein!

Charaktere: 3,5/5 – Cover: 4/5 – Setting: 4,5/5 – Handlung: 4/5 – Spannung: 3/5