Sympathische Figuren, aber etwas zu wenig Tempo
The Wolf King (Wolf King 1)„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ...
„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte hineingekommen bin.
Obwohl die Geschichte in einer Fantasywelt spielt, erfährt man erstaunlich wenig über die Welt selbst: ihre Strukturen, Hintergründe oder Besonderheiten bleiben weitgehend im Dunkeln.
Was mir ebenfalls über weite Strecken gefehlt hat, war echte Spannung und Tempo. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam. Es wirkte teilweise so, als würde die Handlung auf der Stelle treten. Gegen Ende nahm die Geschichte dann an Fahrt auf. Einige Wendungen konnte ich zwar teilweise erahnen, fand sie aber dennoch interessant umgesetzt.
Aurora fand ich als Protagonistin grundsätzlich in Ordnung, auch wenn sie für meinen Geschmack sehr stark dem klassischen Prinzessinnenbild entspricht. Sie ist noch sehr naiv, unschuldig und behütet, wohl weil sie in einem goldenen Käfig aufgewachsen ist. Manche Szenen, in denen ihre Naivität besonders deutlich wird, hatten dadurch sogar etwas Witziges.
Sehr neugierig gemacht hat mich von Anfang an Blake. Sein Sarkasmus und seine undurchsichtige Art fand ich spannend, und ich hatte schnell das Gefühl, dass hinter ihm mehr steckt, als man zunächst vermutet. Auch die Dynamik zwischen ihm und Aurora hat mir sehr gefallen.
"The Wolf King" war für mich ein Buch mit guten Ansätzen, sympathischen Figuren und einigen wirklich unterhaltsamen Momenten. Ich habe mir aber mehr Tempo, einen klareren Handlungsfokus und etwas mehr Spannung gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte war es eine gute Lektüre, die neugierig macht, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt.