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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Kunst und Selbstentfaltung

The Artist
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Dieses Buch, das sich in der französischen Provence im Jahr nach des Ersten Weltkrieges abspielt, hat mir sehr gefallen. Durch die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen war es ein Leichtes ins ...

Dieses Buch, das sich in der französischen Provence im Jahr nach des Ersten Weltkrieges abspielt, hat mir sehr gefallen. Durch die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen war es ein Leichtes ins Geschehen einzutauchen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, selbst durch das Dorf zu laufen, die Hitze zu spüren und die Stimmung dieser Nachkriegszeit mitzuerleben. Auch der Perspektivenwechsel zwischen Joseph und Sylvette (Ettie) hat mir gut gefallen, weil man dadurch zwei sehr unterschiedliche Blickwinkel auf dieselben Ereignisse bekommt.
Joseph ist ein junger, noch unerfahrener Journalist. Es war spannend zu beobachten, wie sehr er den Künstler Tartuffe bewundert, obwohl dieser alles andere als ein angenehmer Mensch ist. Denn dieser ist nicht einfach nur exzentrisch, wie man es vielleicht von Künstlerfiguren erwartet, sondern zeigt deutlich psychopathische bzw. stark verstörende Züge.
Besonders eindrücklich fand ich einige Szenen, in denen gesellschaftliche Themen angesprochen werden. Eine Diskussion über Frauen in der Kunst ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben, weil sie zeigt, wie schnell unbequeme Themen abgewürgt werden, statt sich ehrlich damit auseinanderzusetzen.
Überhaupt steckt in diesem Buch viel Gefühl, besonders in den Momenten rund um Ettie. Sie lebt isoliert im Haus ihres Onkels und hat gelernt, sich wie ein stiller Schatten zu verhalten. So sehr, dass sie fast vergessen hat, wer sie selbst eigentlich ist. Ihre Situation von Anpassung und Zurückhaltung steht sinnbildlich für viele Themen, die sich durch das Buch ziehen.
Wichtig zu wissen ist, dass man hier keine klassische Liebesgeschichte erwarten sollte. Für mich steht vielmehr die persönliche Entwicklung der Figuren im Mittelpunkt. Ebenso wie Kunst als Ausdrucksform, seelische Narben, die der Krieg hinterlässt, und Beziehungen, die von Kontrolle geprägt sind. Diese Themen und die stimmungsvolle Erzählung haben das Buch für mich besonders gemacht und dafür gesorgt, dass es mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Eine bittersüsse Sommergeschichte

Für einen Sommer und immer
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"Für einen Sommer und immer" von Julie Lenze habe ich sehr gern gelesen. Der Schreibstil ist leicht, locker und sehr zugänglich, sodass man schnell in Annikas Gedankenwelt eintaucht: ihre Zweifel, ihre ...

"Für einen Sommer und immer" von Julie Lenze habe ich sehr gern gelesen. Der Schreibstil ist leicht, locker und sehr zugänglich, sodass man schnell in Annikas Gedankenwelt eintaucht: ihre Zweifel, ihre Sehnsüchte und vor allem ihre Unsicherheit, wenn es darum geht, endlich ihr eigenes Leben zu führen.
Annika ist eine Figur, die sich lange nach den Erwartungen anderer richtet. Zuerst nach denen ihrer Eltern, später nach denen ihrer besten Freundin. Besonders diese Freundschaft hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt. Ihre sogenannte beste Freundin behandelt sie eher wie eine Untergebene, macht sie klein und nimmt wenig Rücksicht auf ihre Gefühle. Annika merkt das durchaus, wehrt sich aber lange nicht, aus Angst, allein dazustehen. Diese Dynamik fand ich sehr realistisch, auch wenn sie manchmal schwer zu lesen war.
Sehr sympathisch waren mir Annikas Tagträume. Sie lockern die Geschichte auf und zeigen, wie viel Sehnsucht eigentlich in ihr steckt und dass sie sich lange nicht zutraut, diese Sehnsüchte zu erfüllen.
Während Annika sich verliebt und neue Gefühle entdeckt, begleitet sie gleichzeitig ihre Mutter an ihrem Lebensabend. Diese Mischung aus Aufbruch und Abschied erzeugt eine sehr berührende Atmosphäre. Es geht in diesem Buch also vor allem um Selbstfindung: darum, sich selbst treu zu bleiben, den Mut zu haben, eigene Wünsche ernst zu nehmen und Dinge nicht ewig aufzuschieben. Diese Botschaft wirkt nie belehrend, sondern entwickelt sich ganz organisch aus Annikas Erfahrungen. Gleichzeitig gibt die Konfrontation mit der Vergänglichkeit des Lebens der Geschichte eine besondere Tiefe.
Für einen Sommer und immer ist eine ruhige, gefühlvolle Geschichte mit einer bittersüssen Grundstimmung über Mut, Veränderung und die Erkenntnis, dass das Leben zu kurz ist, um sich ständig nach den Erwartungen anderer zu richten. Gleichzeitig ist es ein Buch, das ein warmes Gefühl hinterlässt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Wohlfühlroman über Familie, Freunde, Missverständnisse, zweite Chancen

Der Duft von Apfeltarte
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Dieses Buch ist für mich ein echter Wohlfühlroman gewesen: warmherzig, humorvoll und lebensnah.
Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Beziehungen zwischen den Figuren dargestellt werden, allen ...

Dieses Buch ist für mich ein echter Wohlfühlroman gewesen: warmherzig, humorvoll und lebensnah.
Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Beziehungen zwischen den Figuren dargestellt werden, allen voran die Streitereien zwischen Mutter und Tochter. Auch wenn die Tochter längst erwachsen ist. Diese Konflikte wirken absolut realistisch. Diese Mischung aus Nähe, Verletzung und unausgesprochenen Erwartungen kennt man aus dem eigenen Leben.
Der Perspektivenwechsel zwischen den Figuren ist dabei eine grosse Stärke des Buches. Dadurch wird sehr deutlich, wie viele Missverständnisse allein durch fehlende oder unklare Kommunikation entstehen. Als Leser*in sieht man oft beide Seiten gleichzeitig und denkt sich mehr als einmal, dass sich vieles vermeiden liesse, wenn die Figuren einfach offen miteinander sprechen würden.
Mit Camille, der Protagonistin, konnte ich mich besonders gut identifizieren. Ihre Unsicherheiten, ihre Zweifel und ihr Umgang mit Freundschaften wirkten auf mich sehr glaubwürdig.
Ein kleines Detail fand ich zwar etwas konstruiert: Dass sich gleich drei Frauen gleichzeitig in denselben Mann verlieben, wirkt schon ein wenig unwahrscheinlich. Insgesamt hat mich das aber nicht gross gestört, weil die Geschichte emotional gut funktioniert.
Die Grundstimmung des Buches hat mir sehr gefallen: Es ist eine süsse, warme Geschichte, in der jede Figur mit eigenen Herausforderungen zu kämpfen hat. Niemand ist perfekt, alle machen Fehler, so wie im echten Leben.
Alles in einem handelt es sich hierbei um eine tolle Lektüre. Es ist leicht zu lesen, hat aber genug emotionale Tiefe, um nachzuwirken. Ein Buch, das man mit einem Lächeln zuklappt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Sympathische Figuren, aber etwas zu wenig Tempo

The Wolf King (Wolf King 1)
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„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ...

„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte hineingekommen bin.
Obwohl die Geschichte in einer Fantasywelt spielt, erfährt man erstaunlich wenig über die Welt selbst: ihre Strukturen, Hintergründe oder Besonderheiten bleiben weitgehend im Dunkeln.
Was mir ebenfalls über weite Strecken gefehlt hat, war echte Spannung und Tempo. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam. Es wirkte teilweise so, als würde die Handlung auf der Stelle treten. Gegen Ende nahm die Geschichte dann an Fahrt auf. Einige Wendungen konnte ich zwar teilweise erahnen, fand sie aber dennoch interessant umgesetzt.
Aurora fand ich als Protagonistin grundsätzlich in Ordnung, auch wenn sie für meinen Geschmack sehr stark dem klassischen Prinzessinnenbild entspricht. Sie ist noch sehr naiv, unschuldig und behütet, wohl weil sie in einem goldenen Käfig aufgewachsen ist. Manche Szenen, in denen ihre Naivität besonders deutlich wird, hatten dadurch sogar etwas Witziges.
Sehr neugierig gemacht hat mich von Anfang an Blake. Sein Sarkasmus und seine undurchsichtige Art fand ich spannend, und ich hatte schnell das Gefühl, dass hinter ihm mehr steckt, als man zunächst vermutet. Auch die Dynamik zwischen ihm und Aurora hat mir sehr gefallen.
"The Wolf King" war für mich ein Buch mit guten Ansätzen, sympathischen Figuren und einigen wirklich unterhaltsamen Momenten. Ich habe mir aber mehr Tempo, einen klareren Handlungsfokus und etwas mehr Spannung gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte war es eine gute Lektüre, die neugierig macht, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Eine humorvolle Liebesgeschichte

Ein Blick von dir
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"Ein Blick von dir" liest sich sehr schnell wegen dem unterhaltsamen sowie flüssigen Schreibstil und hat genau das richtige Tempo, um einen durch die Seiten zu tragen. Vor allem die sarkastischen und ironischen ...

"Ein Blick von dir" liest sich sehr schnell wegen dem unterhaltsamen sowie flüssigen Schreibstil und hat genau das richtige Tempo, um einen durch die Seiten zu tragen. Vor allem die sarkastischen und ironischen Gedanken der Protagonistin haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Ich mochte es sehr, dass es einige Kapitel aus Joels Perspektive gibt. Dadurch bekommt man einen Einblick in seine Gedanken und Gefühle, die man anfangs als Leser*in nicht vermutet. Ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen.
Auch die Rückblenden tragen sehr zu einem besseren Verständnis bei.
Die Dynamik zwischen Gesa und Joel hat mir richtig gut gefallen. Sie wirkt natürlich, ungezwungen und entwickelt sich auf eine Weise, die sich stimmig anfühlt. Joel tut Gesa sichtbar gut, er ermutigt sie, sie selbst zu sein. Wollen wir nicht alle so einen Partner?
Es gab viele kleine lustige Momente und Situationen, die das Buch absolut lesenswert machen.
Emotional hat mich das Buch ebenfalls abgeholt. Es gibt Missverständnisse, verletzte Gefühle und Entwicklungen, die nachvollziehbar sind, ohne künstlich dramatisch zu wirken.
Für mich ist "Ein Blick von dir" eine rundum gelungene, unterhaltsame und gleichzeitig berührende Liebesgeschichte mit viel Humor, authentischen Figuren und genau der richtigen emotionalen Tiefe.

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