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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Sympathische Figuren, aber etwas zu wenig Tempo

The Wolf King (Wolf King 1)
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„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ...

„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte hineingekommen bin.
Obwohl die Geschichte in einer Fantasywelt spielt, erfährt man erstaunlich wenig über die Welt selbst: ihre Strukturen, Hintergründe oder Besonderheiten bleiben weitgehend im Dunkeln.
Was mir ebenfalls über weite Strecken gefehlt hat, war echte Spannung und Tempo. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam. Es wirkte teilweise so, als würde die Handlung auf der Stelle treten. Gegen Ende nahm die Geschichte dann an Fahrt auf. Einige Wendungen konnte ich zwar teilweise erahnen, fand sie aber dennoch interessant umgesetzt.
Aurora fand ich als Protagonistin grundsätzlich in Ordnung, auch wenn sie für meinen Geschmack sehr stark dem klassischen Prinzessinnenbild entspricht. Sie ist noch sehr naiv, unschuldig und behütet, wohl weil sie in einem goldenen Käfig aufgewachsen ist. Manche Szenen, in denen ihre Naivität besonders deutlich wird, hatten dadurch sogar etwas Witziges.
Sehr neugierig gemacht hat mich von Anfang an Blake. Sein Sarkasmus und seine undurchsichtige Art fand ich spannend, und ich hatte schnell das Gefühl, dass hinter ihm mehr steckt, als man zunächst vermutet. Auch die Dynamik zwischen ihm und Aurora hat mir sehr gefallen.
"The Wolf King" war für mich ein Buch mit guten Ansätzen, sympathischen Figuren und einigen wirklich unterhaltsamen Momenten. Ich habe mir aber mehr Tempo, einen klareren Handlungsfokus und etwas mehr Spannung gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte war es eine gute Lektüre, die neugierig macht, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Eine humorvolle Liebesgeschichte

Ein Blick von dir
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"Ein Blick von dir" liest sich sehr schnell wegen dem unterhaltsamen sowie flüssigen Schreibstil und hat genau das richtige Tempo, um einen durch die Seiten zu tragen. Vor allem die sarkastischen und ironischen ...

"Ein Blick von dir" liest sich sehr schnell wegen dem unterhaltsamen sowie flüssigen Schreibstil und hat genau das richtige Tempo, um einen durch die Seiten zu tragen. Vor allem die sarkastischen und ironischen Gedanken der Protagonistin haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Ich mochte es sehr, dass es einige Kapitel aus Joels Perspektive gibt. Dadurch bekommt man einen Einblick in seine Gedanken und Gefühle, die man anfangs als Leser*in nicht vermutet. Ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen.
Auch die Rückblenden tragen sehr zu einem besseren Verständnis bei.
Die Dynamik zwischen Gesa und Joel hat mir richtig gut gefallen. Sie wirkt natürlich, ungezwungen und entwickelt sich auf eine Weise, die sich stimmig anfühlt. Joel tut Gesa sichtbar gut, er ermutigt sie, sie selbst zu sein. Wollen wir nicht alle so einen Partner?
Es gab viele kleine lustige Momente und Situationen, die das Buch absolut lesenswert machen.
Emotional hat mich das Buch ebenfalls abgeholt. Es gibt Missverständnisse, verletzte Gefühle und Entwicklungen, die nachvollziehbar sind, ohne künstlich dramatisch zu wirken.
Für mich ist "Ein Blick von dir" eine rundum gelungene, unterhaltsame und gleichzeitig berührende Liebesgeschichte mit viel Humor, authentischen Figuren und genau der richtigen emotionalen Tiefe.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Ereignislose Reise durch die Wüste

Die Truhe der Schamanin
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„Die Truhe der Schamanin“ überzeugt zunächst durch ihren Perspektivenwechsel: Nach jedem Kapitel rückt eine andere Figur in den Fokus, was grundsätzlich für Abwechslung sorgt und unterschiedliche Blickwinkel ...

„Die Truhe der Schamanin“ überzeugt zunächst durch ihren Perspektivenwechsel: Nach jedem Kapitel rückt eine andere Figur in den Fokus, was grundsätzlich für Abwechslung sorgt und unterschiedliche Blickwinkel eröffnet. Allerdings gelingt es der Geschichte nicht, alle Figuren gleichermaßen interessant zu gestalten. Nur Llewelyns Kapitel sind für mich hervorgestochen.
Spannend ist die Kombination aus historischem Roman und übernatürlichen Elementen. Sprechende Tiere, geheimnisvolle Schädel und spirituelle Motive verleihen der Welt eine besondere Atmosphäre und heben den Roman von klassischen historischen Erzählungen ab. Auch die zahlreichen beschriebenen Bräuche sind ein Pluspunkt: Sie wirken gut recherchiert und bieten interessante Einblicke in kulturelle Praktiken.
Mir hat ein klarer roter Faden gefehlt: die Figuren scheinen größtenteils ziellos zu reisen. Zwar hat Rana mit der Suche nach ihrer Truhe ein eigentlich zentrales Anliegen, doch wird dieses kaum als dringliches Problem inszeniert. Dadurch fehlt es der Handlung an Spannung und Dynamik.
Insgesamt bleibt die Erzählung ruhig und oft ereignisarm. Man begleitet die Figuren eher auf einer gleichmäßigen Reise, als dass man von einer packenden Handlung mitgerissen wird. Trotz interessanter Ansätze und atmosphärischer Elemente hätte dem Roman mehr Struktur und Spannung gutgetan.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Witziges Krimi-Abenteuer am Hof von Elisabeth I.

Lady Grace Mysteries
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Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Den Einblick in das Hofleben und den Alltag einer Hofdame bei Elisabeth I. fand ich spannend.
Ich mag Graces Sarkasmus, den sie an den Tag legt.
Grace, Ellie und ...

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Den Einblick in das Hofleben und den Alltag einer Hofdame bei Elisabeth I. fand ich spannend.
Ich mag Graces Sarkasmus, den sie an den Tag legt.
Grace, Ellie und Masou bilden zusammen ein gutes Team aus drei Freunden. Die beiden sind nicht nur nützliche Helfer, sondern haben auch eigene Persönlichkeiten, die die Geschichte witzig machen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass sich die Geschichte sehr leicht lesen lässt.
Meine einzige Kritik ist die Erzählung in der Form eines Tagebuches. Das nimmt bei einem Krimi einen grossen Teil der Spannung.
Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Leseerlebnis für junge Leser*innen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Zwischen Krieg, Schuld und schmerzhafter Liebe

Alchemised
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Ich habe das Buch sehr gern gelesen und konnte es kaum weglegen. Man wird direkt am Anfang mitten ins Geschehen geworfen und dies erzeugt Neugier und Spannung. Man will wissen, wie es zu dieser Situation ...

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und konnte es kaum weglegen. Man wird direkt am Anfang mitten ins Geschehen geworfen und dies erzeugt Neugier und Spannung. Man will wissen, wie es zu dieser Situation kam. Die Art und Weise wie die Autorin die Erzählung gestaltet hat, macht es interessant zu lesen: Die drei Teile des Buches sind nicht chronologisch. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen.
Ich liebe die düstere Atmosphäre, die schwierigen und tragischen Themen. Man erfährt von den Schrecken des Krieges und wie dieser den Alltag eines jeden Menschen bestimmt. Dass es schwierige Entscheidungen zu fällen gilt und manchmal keins davon die richtige ist. Man fühlt hautnah, dass der Krieg auch nach Kriegsende die Menschen verfolgt und beeinflusst. Ich habe mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen können. Das ist der Autorin gut gelungen, finde ich.
Wir haben es hier mit einer toxischen Beziehung zweier gebrochener Menschen zu tun, die sich langsam aufbaut. Es ist extreeeem Slow Burn und wer das mag wird auf seine Kosten kommen.
Ein sehr wichtiges und tragisches Geschehen zwischen den beiden, bringt einen sehr zum Nachdenken und ich weiss nicht, was ich davon halten soll, weil ich mich nie in so einer Situation befunden habe und hoffe, dass es so bleibt.
Trotz all der Begeisterung hatte ich am Anfang etwas Mühe mit dem Tempo. Gewisse repetitive Szenen hätte man streichen können, ohne dass die Erzählung darunter gelitten hätte, denn wir haben es hier mit einem tausendseitigen Buch zu tun.
Alchemised ist ein Buch, das Nachhall erzeugt und ich würde es allen empfehlen, die gern Bücher mit düsteren Elementen und tragischen Figuren lesen.

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