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Veröffentlicht am 11.03.2022

Macht Mut

Eine muss die Erste sein
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Waltraud Mayer erzählt von ihren Erfahrungen als erste Frau im Rettungsdienst. Sie hatte mit Ablehnung, vor allem von Frauen, zu kämpfen, vor allem aber mit vielen herausfordernden Situation, in denen ...

Waltraud Mayer erzählt von ihren Erfahrungen als erste Frau im Rettungsdienst. Sie hatte mit Ablehnung, vor allem von Frauen, zu kämpfen, vor allem aber mit vielen herausfordernden Situation, in denen es um das Leben und die Gesundheit von Menschen ging.


Meine Meinung:
Das Buch liest sich so, als würde man sich mit Waltraud unterhalten. Sie erzählt aus ihren Erinnerungen – und sie hat wirklich eine Menge erlebt.
Mich hat es sehr beeindruckt, wie mutig, unerschrocken und zupackend sie all die herausfordernden Situationen angegangen ist und scheinbar keine Angst vor immer neuen Herausforderungen hat.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, welche Ablehnung Waltraud von den anderen Frauen, die mit ihr ehrenamtlich tätig waren, erfahren hat, als sie in den Rettungsdienst wechseln wollte. Das kam mir sehr bekannt vor. Dabei sollte man doch meinen, dass wir Frauen uns gegenseitig unterstützen sollten anstatt uns gegenseitig Steine in den Weg zu legen.

Durch den speziellen Stil, der an direkte Rede erinnert, wirken die Erzählungen recht nah und lebendig.


Fazit:
Das Buch macht Mut anzupacken und sich als Frau in einer Männerdomäne durchzusetzen.

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Veröffentlicht am 25.02.2022

Wie immer wahnsinnig informativ und unterhaltsam geschrieben – da beginnt der Urlaub schon mit der Vorbereitung

Normandie Reiseführer Michael Müller Verlag
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Der Reiseführer von Ralf Nestmeyer ist aufgeteilt in fünf Regionen – von der Seine-Region über Calvados, Manche bis hin zu Orne.
Innerhalb der Regionen werden verschiedene Orte mit ihren Sehenswürdigkeiten ...

Der Reiseführer von Ralf Nestmeyer ist aufgeteilt in fünf Regionen – von der Seine-Region über Calvados, Manche bis hin zu Orne.
Innerhalb der Regionen werden verschiedene Orte mit ihren Sehenswürdigkeiten sowie ihrer Geschichte vorgestellt und es werden praktische Tipps zu Unterkünften, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten gegeben. Es schließen sich Abschnitte zum Nachlesen & Nachschlagen sowie Tipps für Wanderungen an.
Neben einer Faltkarte im Maßstab 1:500.000 gibt es diverse kleinere Karten zu einzelnen Orten und Details.


Meine Meinung:
Die Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag gefallen mir grundsätzlich sehr gut, weil sie gut recherchiert sind, super Tipps haben und auch noch ansprechend gestaltet sind.
Wir waren bisher noch nicht in der Normandie und wollten uns mit diesem Reiseführer eine erste Sicht verschaffen.
Schon beim Durchblättern der neuen Auflage war ich ganz begeistert und habe Lust bekommen in den Führer hineinzuschmökern. Dank der gut strukturierten Aufteilung in die fünf Regionen und innerhalb dieser nach einzelnen Orten (mit Angaben zu Sehenswürdigkeiten und praktischen Tipps) kann man sich schnell und problemlos zurechtfinden. Wenn man etwas sehr Spezielles sucht, hilft auch das sehr gute Register.

Die Beschreibungen sind kurz, knackig und auch angenehm humorvoll. Gleichzeitig merkt man, dass sich der Autor extrem gut auskennt und super recherchiert hat. Ich konnte mir beim Stöbern schon einen sehr guten Überblick verschaffen und habe den Eindruck, dass die wesentlichen Punkte, die mich interessieren, beschrieben werden und die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden.
Auch die Tipps, die mir bei Reiseführern aus dem Michael Müller-Verlag immer sehr gut gefallen, machen einen aktuellen und gut recherchierten Eindruck. Die Beschreibungen sind adressatengerecht und wecken die richtigen Erwartungen. So sind wir bei den erwähnten Restaurants z.B. nie hereingefallen. Wie sich das nun unter dem Einfluss von Corona entwickelt, muss man sicherlich abwarten. Gut gefallen haben wir darüber hinaus auch wieder die Infokästen, denn sie sind relevant, wirklich informativ und sehr gut zu lesen.
Dank der sehr schönen Bilder von beeindruckenden Abteien, schönen Ortskernen, Burgen, Naturdenkmälern und der Küste habe ich beim Lesen und Durchblättern direkt Lust bekommen, einen Urlaub in dieser sehr vielversprechenden Region Frankreichs einzuplanen.


Fazit:
Mit Reiseführern aus dem Michael Müller-Verlag habe ich bislang ausschließlich gute Erfahrungen gemacht und ich bin auch bei diesem Reiseführer wieder ganz begeistert und freue mich schon darauf, ihn bei einem Urlaub noch intensiver zu nutzen.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Atmosphärisch und emotional berührend erzählt

Schicksalszeit
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1914, in einem Kurort nahe der deutsch-französischen Grenze: Die Gesellschaft amüsiert sich und möchte den nahenden ersten Weltkrieg nicht so richtig wahrhaben.
Die Geschwister Franz, Luise und Victoria ...

1914, in einem Kurort nahe der deutsch-französischen Grenze: Die Gesellschaft amüsiert sich und möchte den nahenden ersten Weltkrieg nicht so richtig wahrhaben.
Die Geschwister Franz, Luise und Victoria Laverne sind unterschiedlich betroffen:
Franz muss als Offizier in den Krieg ziehen, Luise ist gerade aus Paris zurückgekehrt und hofft darauf nach einer skandalösen Beziehung auf eine Wiederaufnahme in die Familie und Nesthäkchen Victoria erlebt ihre erste Liebe zu einem russischen Pianisten.


Meine Meinung:
Das Buch ist wunderschön erzählt und hat mich wirklich bereichert – inhaltlich durch die sehr genaue historische Darstellung, vor allem aber emotional.
Besonders getrieben war dies durch die Darstellung der handelnden Personen wie Victoria, Luise und Franz, die mir sehr schnell sehr nah gekommen sind. Dies ist meines Erachtens eine besondere Stärke der Autorin, dass ihre Personen so lebhaft, glaubwürdig und aus dem Leben gegriffen zeichnet, dass man sie sehr schnell schon gut kennengelernt hat und es genießt, Zeit mit ihnen zu verbringen.

Der Roman wird sehr vielfältig aus den unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Zum einen hat dies zur Folge, dass man ein rundes Bild von den Geschehnissen bekommt. Zum anderen wird dadurch eine sehr gesunde Spannung aufrecht erhalten, weil man als Leserin immer wissen möchte, wie es genau an dieser Stelle / bei dieser Person weitergeht, und man sich gleichzeitig auf das nächste Kapitel aus der nächsten Perspektive freut.

Sehr beeindruckt hat mich auch, wie gut es der Autorin gelungen ist, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen und zu transportieren. Man merkt sehr gut, wie detailliert die Autorin recherchiert hat und kann sich sehr gut vorstellen, wie es den Menschen im Alltag während des Krieges ging und was sie bewegt hat. Teilweise waren die Szenen auch sehr aufwühlend, so dass sie mich lange bewegt haben.

Dank der besonders dichten, atmosphärischen und extrem flüssig zu lesenden Schreibweise habe ich mich beim Lesen besonders wohlgefühlt und ich fand es sehr schade, als die letzte Seite gelesen war.


Fazit:
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn das Buch ist mir mit seinen sehr liebevoll gezeichneten Personen emotional sehr nahe gekommen und ich habe viel über die Zeit gelernt.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Psychologisch interessant und gelungen erzählt

Henry
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Die 12jährige Henry schläft auf dem Rücksitz des geparkten Autos ihrer Eltern, als sich Sven das nicht abgeschlossene Auto für eine Spritztour ausleiht.
Als Henry aufwacht, überredet sie Sven zu einem ...

Die 12jährige Henry schläft auf dem Rücksitz des geparkten Autos ihrer Eltern, als sich Sven das nicht abgeschlossene Auto für eine Spritztour ausleiht.
Als Henry aufwacht, überredet sie Sven zu einem Roadtrip, während ihre Eltern sich wegen der vermeintlichen Entführung große Sorgen machen…


Meine Meinung:
Das Buch wird in einem locker-flockigen Schreibstil mit kurzen Kapiteln aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass es sich leicht und schnell lesen lässt.
Mir hat besonders der trockene Humor gut gefallen und die Vielfalt, die man durch die verschiedenen Perspektiven erlebt.
Die handelnden Personen wie Henry, ihre Mutter Marion, Sven und seine Partnerin Nadja lernt man ausschnittweise ganz gut kennen und kann sich gut vorstellen, mit ihnen Zeit zu verbringen.
Die Story an sich kam mir an manchen Stellen zwar ein bisschen übertrieben vor, aber am Ende fügte sich alles sehr stimmig zusammen und das – sehr versöhnliche – Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen.


Fazit:
Alles in allem ein recht kurzweiliges Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Gelungene Unterhaltung – wie ein kleiner Urlaub

Kein Isländer ist auch keine Lösung
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Merle und Steffi machen eine langersehnte Schiffsreise an ihr Traumziel Island. Während Steffi von Seekrankheit geplant wird, ist Merle hin- und hergerissen, ob sie ihren Sprachenlernpartner, mit dem sie ...

Merle und Steffi machen eine langersehnte Schiffsreise an ihr Traumziel Island. Während Steffi von Seekrankheit geplant wird, ist Merle hin- und hergerissen, ob sie ihren Sprachenlernpartner, mit dem sie über eine App kommuniziert, treffen soll oder nicht. Oder ist er etwa schon auf dem Schiff?
Genug Unterhaltung gibt es auf jeden Fall auch, denn die beiden haben eine Krimi-Tour mit Schreibworkshops etc. gebucht und möchte natürlich auch etwas von der tollen Landschaft sehen…


Meine Meinung:
Von Karin Müller hatte ich schon mit Begeisterung „Ein Schotte kommt selten allein gelesen“ und mich deshalb schon sehr auf diesen neuen Roman gefreut.
Meine Erwartungen wurden auch dieses Mal mehr als bestätigt. Das Buch liest sich wunderbar flüssig, es ist unterhaltsam, romantisch, lebt von Situationskomik und liebenswürdigen Charakteren.

Die beiden Protagonistinnen Merle und Steffi waren mir von Anfang an sympathisch und ich fand es schön, dass die beiden eine so lange Freundschaft verbindet. Es hat richtig Spaß gemacht, sie auf der Reise zu begleiten und Zeit mit ihnen zu verbringen. Anhand der beiden Personen ist die Geschichte – eingerahmt in die Krimi-Tour auf dem Schiff und verschiedene Irrungen und Wirrungen in Liebesdingen – sehr schön angelegt.
Ich habe gerne mitgerätselt und mitgefiebert, was Merles Lernpartner und eventuell Partner im echten Leben angeht. Die Geschichte hatte für mich genau das richtige Maß aus Humor, Romantik und einen schönen Spannungsbogen mit ein paar Wendungen.

Besonders genossen habe ich es, dass ich mich beim Lesen einfach fallen lassen und die Zeit genießen konnte. Das Buch hat mir wirklich schöne Stunden geschenkt und ich habe mich beim Lesen total wohlgefühlt.


Fazit:
Ich empfehle das Buch jedem, der lesend einen schönen und unterhaltsamen Urlaub verbringen möchte. Mit den vielen Irrungen und Wirrungen und beim Happy End habe ich mich gefühlt wie auf dem Traumschiff, nur ohne die Eisbomben am Ende und den inzwischen doch sehr nervigen Kapitän.

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