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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2020

Schöner Wohlfühlroman

Herzkur
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Verena ist 38, als ihr Mann Rainer sich zu einem Selbstverwirklichungstrip entschließt und beruflich nach Jordanien geht, während sie mit ihren zwei Töchtern (6 und 10 Jahre alt) in Bonn bleibt.
Ihre Mutter ...

Verena ist 38, als ihr Mann Rainer sich zu einem Selbstverwirklichungstrip entschließt und beruflich nach Jordanien geht, während sie mit ihren zwei Töchtern (6 und 10 Jahre alt) in Bonn bleibt.
Ihre Mutter merkt, wie belastet Verena ist und schlägt ihr eine Mutter-Kind-Kur an der Ostsee vor. Auch wenn Verena erst gar nicht begeistert ist und die anderen Mütter nicht auf derselben Wellenlänge zu sein scheinen, könnte es vielleicht doch noch ganz nett werden – zumal ein sehr netter Vater am selben Tisch sitzt…


Meine Meinung:
Dank der sehr flüssigen Erzählweise und dem angenehmen Humor bin ich sofort sehr gut in die Erzählung gekommen. Die Hauptperson Verena, aber auch ihre Töchter und die anderen „Mitkurenden“ sind sehr liebevoll und treffend gezeichnet, so dass man sich als Leserin gleich an die Ostsee versetzt fühlte.
Dadurch hat der Roman eine sehr angenehme Wohlfühlatmosphäre generiert, so dass ich mich beim Lesen total gut entspannen konnte.
Auch die Handlung samt Spannungsbogen war gut angelegt – glaubwürdig und nicht übertrieben. Der Roman ist spannend, aber nicht zu spannend – stimmig, aber nicht zu vorhersehbar. Einfach gelungen.


Fazit:
Dieser Roman ist wirklich ein sehr netter Wohlfühlroman für zwischendurch, zum Beispiel als Urlaubslektüre. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und mich dabei gut entspannt.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Schwierig, fast ein wenig verworren zu lesen…

Der letzte Satz
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Gustav Mahler ist krank und hat seine letzte Reise angetreten: Von New York geht es mit dem großen Ozeandampfer Amerika zurück nach Europa. Von einem Schiffsjungen betreut verbringt Mahler viel Zeit an ...

Gustav Mahler ist krank und hat seine letzte Reise angetreten: Von New York geht es mit dem großen Ozeandampfer Amerika zurück nach Europa. Von einem Schiffsjungen betreut verbringt Mahler viel Zeit an Deck und denkt an Szenen aus seinem Leben zurück: an seine Frau Alma, an seine Töchter (von denen eine mit fünf Jahren gestorben ist) und an die Musik, die Oper, das Dirigieren…


Meine Meinung:
Dies war das erste Buch, das ich von Robert Seethaler gelesen habe und ich hatte sehr hohe Erwartungen. Ich habe mich darauf gefreut, etwas mehr über das Leben des berühmten Dirigenten und Komponisten Gustav Mahler zu erfahren.
Leider wurden meine hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllt. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten in die Handlung des dünnen Büchleins hineinzukommen und musste mich mindestens bis zur Hälfte des Textes extrem konzentrieren. Dies lag an vielen Zeit- und Perspektivwechseln, die mir sehr verworren erschienen. Ich wusste oft nicht, wo Mahler gerade offenbar in seinen Gedanken oder Träumen war. Das ganze Buch liest sich wie ein Fiebertraum, es werden viele Szenen und Assoziationen aneinandergereiht, ohne dass man immer klar erkennen kann, was wirklich ein Traum ist und was möglicherweise in der Vergangenheit wirklich passiert ist.
Über Gustav Mahler habe ich bei der Lektüre nicht in der Weise etwas gelernt, wie ich es mir erhofft hatte. Am Rande wird zwar deutlich, wie sehr er die Oper revolutioniert hat und wie genial er gewesen sein muss, aber ich fand es doch eher abstoßend, in seine wirren Gedanken einzutauchen.
Wahrscheinlich bin ich selbst einfach zu strukturiert, als dass ich an einer solchen Erzählung großem Gefallen finden würde.


Fazit:
Das Buch war leider nicht mein Fall, aber andere Leser mögen es besser finden, in die Gedanken von Gustav Mahler kurz vor seinem Tod auf seiner letzten Reise einzutauchen…

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Wieder ein gelungener und unterhaltsamer Sylt-Krimi mit der sympathischen Ermittlerin Mamma Carlotta

Zugvögel
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Mamma Carlotta ist wieder auf Sylt bei Schwiegersohn und Enkeln zu Besuch und ganz in ihrem Element. Denn bei einem Zirkusbesuch erkennt sie in einem der Artisten den ehemaligen Geliebten ihren Cousine ...

Mamma Carlotta ist wieder auf Sylt bei Schwiegersohn und Enkeln zu Besuch und ganz in ihrem Element. Denn bei einem Zirkusbesuch erkennt sie in einem der Artisten den ehemaligen Geliebten ihren Cousine Violetta wieder, die noch immer in Kalabrien lebt. Nach einem Anruf bei besagter Cousine reist diese auch gleich nach Sylt an, so dass Hauptkommissar Erik Wolf sich nun mit zwei lebhaften Italienerinnen herumschlagen muss… Da tritt sogar der Mord an einem bekannten Filmproduzenten etwas in den Hintergrund…


Meine Meinung:
Ich lese die launig geschriebenen Sylt-Krimis von Gisa Pauly sehr gerne und auch dieser neue Band hat mich gleich wieder in seinen Bann gezogen. Die Personen haben sich über die verschiedenen Bände hinweg sehr schön entwickelt und man kennt schon die Eigenarten der liebgewonnenen Figuren. So war das Leseerlebnis gleich auch wieder wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
Darüber hinaus gefällt mir auch das Sylt-Flair aus den Büchern sehr gut. Da wir auch meist in Wenningstedt sind, freue ich mich immer über die Erwähnung der Straßen, Geschäfte etc. wie z.B. Süder Wung, Hochkamp, Feinkost Meyer, Annanitas oder Landbäckerei Jessen. So werden die Lesestunden gleich wie ein kleiner Urlaub und man meint, die Wellen zu hören und die Nordseeluft zu riechen.
Darüber hinaus gefällt mir auch das italienische Flair immer ganz besonders gut, das insbesondere in den kulinarischen Genüssen, die Mamma Carlotta auftischt, rüberkommt.
Der Kriminalfall war auch wieder gewohnt spannend und in sich stimmig konstruiert, was mir gut gefallen hat. Man kann bei den Ermittlungen mitdenken, erlebt aber auch am Schluss noch überraschende Wendungen und eine sehr logische und stimmige Auflösung.


Fazit:
Dieser schöne Syltkrimi mit der sympathischen Ermittlerin Mamma Carlotta hat mir wieder gut gefallen und mir einen spannenden und erholsamen Kurzurlaub geschenkt.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Lebendiges Porträt einer beeindruckenden Persönlichkeit

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
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Frankreich, England, USA zwischen 1937 und 1942:
Die Amerikanerin Peggy Guggenheim lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Europa und ist dort in der Kunstszene zu Hause, als die Deutschen im zweiten Weltkrieg ...

Frankreich, England, USA zwischen 1937 und 1942:
Die Amerikanerin Peggy Guggenheim lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Europa und ist dort in der Kunstszene zu Hause, als die Deutschen im zweiten Weltkrieg auch in ihre (zweite) Heimat Paris einmarschieren. Peggy setzt alles daran, so viele Kunstwerke moderner Kunst wie möglich, aber auch Künstler und schließlich sich selbst zu retten und zurück nach New York zu gehen.


Meine Meinung:
Von Anfang an war ich gefangen von der wunderbar eingängigen und lebendigen Erzählweise der Autorin. Oft kam es mir so vor, den Gedankengängen Peggys unmittelbar zu folgen – unglaublich kraftvoll und besonders! Ich habe es sehr genossen, Peggy Guggenheim dadurch sehr nah zu sein und diese beeindruckende Persönlichkeit (über die ich noch gar nicht so viel wusste, obwohl ich vor Jahren schon im Peggy Guggenheim-Museum in Venedig war) richtig gut kennenzulernen.
Sehr gelungen fand ich den gewählten Ausschnitt ihres bewegten Lebens: Die Jahre von 1937 bis 1942 waren durch den Zweiten Weltkrieg, die Verfolgung von „entarteter Kunst“ usw. natürlich extrem aufreibend und es ist sehr viel passiert, zum anderen war Peggy in der Zeit Ende 30/Anfang 40 und damit in etwa so alt wie ich heute, weshalb ich ihre Erlebnisse besonders gerne verfolgt habe.
Es war ein großer Genuss, mit Peggy in die europäische und amerikanische Kunst- und Literaturszene einzutauchen. Manche Szenen lasen sich wie das „Who ist who“ der modernen Kunst.
Neben den vielen bekannten Künstlern, die man kennenlernen durfte, fand ich es besonders spannend, mehr über Peggy Guggenheim zu erfahren. Vermutlich wird ihr nicht genug Ehre zuteil, dabei hat sie mit großem Gespür eine bedeutende Sammlung moderner Kunst aufgebaut, vielen Künstlern selbstlos geholfen und mit großer Hartnäckigkeit immer wieder etwas Neues aufgebaut. Dabei war sie eine große Netzwerkerin, hat vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut und gepflegt und viel Tatkraft an den Tag gelegt nach dem Motto „einfach mal machen“. Meiner Meinung nach können sich viele von uns heute noch eine Scheibe von ihr abschneiden.


Fazit:
Dieses Buch gehört mit zu dem besten, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Mir hat das Buch aufgrund des eindringlichen Schreibstils und der sehr authentischen Darstellungen einer beeindruckenden und doch nahbaren Persönlichkeit (die ansonsten wahrscheinlich immer noch stark unterschätzt wird) extrem gut gefallen. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Viele unglaubwürdigere Entwicklungen und letztlich etwas zu vorhersehbar

Love Crash - Der Traum vom Neubeginn
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Julie studiert in New York, was sie sich weiter nur mit einem Stipendium leisten können wird. Als sie einen Unfall hat und von dem gutaussehenden Luca aufgefangen wird, ändert sich auf einmal ihr Leben. ...

Julie studiert in New York, was sie sich weiter nur mit einem Stipendium leisten können wird. Als sie einen Unfall hat und von dem gutaussehenden Luca aufgefangen wird, ändert sich auf einmal ihr Leben. Als eine neue reiche Freundin in ihr Leben tritt, ändern sich für Julie so einige ihrer Prioritäten… Wird sie ihr Stipendium bekommen? Und was ist eigentlich mit dem unnahbaren Luca?


Meine Meinung:
Ich lese die Bücher von Andreas Suchanek normalerweise super gerne und war sehr gespannt auf dieses Buch in einem so ganz anderen Genre. Der flüssige Schreibstil und der wirklich coole Humor haben mir auch wieder sehr gut gefallen.
Allerdings wirkten die Personen in diesem Buch irgendwie eindimensional, ohne rechte Tiefe. Julie hat sich aus meiner Sicht total unglaubwürdig verhalten und sich im Laufe der Handlung mehrmals sehr schnell und nicht wirklich nachvollziehbar um 180 Grad geändert.
Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, dass das Buch noch besser werden würde, aber der Schluss hat mir leider auch nicht besser gefallen. Vieles fand ich am Ende zu vorhersehbar.
Insgesamt hatte ich wirklich viel höhere Erwartungen an die Handlung – wo der Autor sonst eine überraschende Wendung nach der anderen einbaut, war die Spannungskurve hier alles andere als gelungen.


Fazit:
Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, es ist aus meiner Sicht eher mittelmäßig. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Fantasy-Roman des Autors, denn hier ist Qualität auf jeden Fall garantiert!

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